Start des Elektro-Smart verschiebt sich

Probleme bei Zulieferern

Der Elektro-Smart wird ab sofort in China zu haben sein. © Daimler

Der Autobauer Daimler verschiebt den Start des Elektro-Smart um drei Monate. Bei einem Lieferanten des Batteriezellen-Herstellers Li-Tec habe es Verzögerungen bei der Fertigstellung von Teilen für die Anlagen zur Serienproduktion der Batteriezellen gegeben.

Daimler bringt sein erstes Elektroauto drei Monate später als ursprünglich geplant in die Autohäuser. Statt ab Juni werde der E-Smart erst von September 2012 an für die Kunden zu haben sein, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag in Stuttgart und bestätigte einen Bericht der "Automotive News Europe". Grund: Bei einem Lieferanten des Batteriezellen-Herstellers Li-Tec habe es Verzögerungen bei der Fertigstellung von Teilen für die Anlagen zur Serienproduktion der Batteriezellen gegeben.

Keine Probleme mit der Smart-Batterie

Mit den Batterien des Elektro-Smart selbst gebe es keine Probleme, betonte die Sprecherin. Der Autobauer wolle aber keine Abstriche bei der Absicherung der Qualität machen, deswegen nehme Daimler die Verzögerung in Kauf. Li-Tec mit Sitz im sächsischen Kamenz wurde 2008 gegründet. Evonik hält 50,1 Prozent an dem Unternehmen, Daimler 49,9 Prozent. Li-Tec fertigt die Batteriezellen für den neuen E-Smart. Die Lithium-Ionen-Batterien kommen dann von der Deutschen Accumotive, einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und Evonik.

Der neue E-Smart soll eine Reichweite von mehr als 140 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h haben. Zunächst will Daimler ab 2012 eine fünfstellige Zahl im französischen Hambach vom Band rollen lassen. Die erste Testflotte von E-Smarts startete 2007, seit 2009 wurden von der zweiten Generation rund 2.000 Fahrzeuge gebaut und an ausgewählte Kunden verleast.

Der Konkurrent Opel musste zuletzt die Auslieferung seines Elektro-Autos Ampera an die Kunden stoppen. Grund sind noch nicht abgeschlossene Untersuchungen in den USA nach einem Brand des Schwesterfahrzeugs Chevrolet Volt. Das nahezu baugleiche Auto hatte im Mai drei Wochen nach einem Crashtest zu brennen begonnen. (dpa)