Daimler spendet 100.000 Euro an CDU und SPD

Vorstand beschließt Parteispenden 2014

Daimler-Chef Dieter Zetsche und Angela Merkel.
Daimler-Chef Dieter Zetsche und Angela Merkel. © dpa

Der Daimler-Konzern spendet in diesem Jahr jeweils 100.000 Euro an die CDU und die SPD. Damit wolle das Unternehmen die Parteien bei der politischen Willensbildungen unterstützen, so ein Sprecher.

Der Autobauer Daimler wird in diesem Jahr nach einem Vorstandsbeschluss jeweils 100.000 Euro an die großen Parteien CDU und SPD spenden. Das teilte der Konzern am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Die CSU, die Bündnis 90/Die Grünen und die nicht mehr im deutschen Bundestag vertretene FDP erhalten je 40.000 Euro. Das Unternehmen hatte diese Parteien bereits im Vorjahr mit den gleichen Summen unterstützt. Die Partei "Die Linke" wird nicht mit einer Parteispende bedacht.

Daimler: Parteispenden transparent machen

„Parteien spielen in allen westlichen Demokratien eine wichtige Rolle. Mit Spenden unterstützen wir die Parteien bei ihrer Mitwirkung an der politischen Willensbildung, wie sie unser Grundgesetz vorsieht“, sagte Unternehmenssprecher Jörg Howe. Wie der Konzern weiter mitteilte, lege man großen Wert darauf, die Zuwendungen an die Parteien „transparent zu machen und sie unabhängig von aktuellen politischen sowie wirtschaftlichen Ereignissen zu gewähren“, heißt es.

Parteispenden von Großkonzernen sorgen immer wieder für Diskussionen über die Einflußnahme der Industrie auf die Politik, wie zuletzt im Herbst des vergangenen Jahres. Im Oktober war kurz nach der Bundestagswahl eine Großspende in Höhe von 690.000 Euro der Hauptaktionäre von BMW, der Familie Quandt, an die CDU bekannt geworden. Die Spenden waren zeitlich mit dem Eintreten der Bundesregierung gegen strengere CO2-Richtlinien in der EU für Autos zusammengefallen.

Daimler selbst hatte im Vorjahr mit der Verpflichtung des Staatsministers im Kanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), als Cheflobbyist für Schlagzeilen gesorgt. (AG/FM)