Brennstoffzelle: Daimler kooperiert mit Ford und Nissan

Kosteneinsparung

Brennstoffzelle: Daimler kooperiert mit Ford und Nissan
Daimler kooperiert bei der Brennstoffzelle mit Ford und Nissan. © dpa

Der Autobauer Daimler wird zusammen mit Ford und Nissan ein Brennstoff-Zellenfahrzeug bauen. Auf den Markt kommen soll das Fahrzeug im Jahr 2017.

Nur einige Tage nach der zwischen BMW und Toyota geschlossenen Kooperation bei der Brennstoffzellen-Technologie gibt es nun den nächsten Zusammenschluss: Der Autobauer Daimler wird zusammen mit Nissan und Ford ein gemeinsames Brennstoffzellen-System fertigen, um damit die Entwicklungskosten zu senken, wie das Unternehmen am Montag bekannt gab.

Markstart in 2017

„Dank einer höchstmöglichen Vereinheitlichung der Entwicklung sowie einem hohen Produktionsvolumen und den damit verbundenen Skaleneffekten, ist der Weg für die Einführung des weltweit ersten wettbewerbsfähigen Brennstoffzellenfahrzeugs in 2017 geebnet“, heißt es in einer Mitteilung.

Bislang hatten die Schwaben vor, ihre Mercedes B-Klasse mit Brennstoffzelle im Jahr 2014 auf den Markt zu bringen. Dieses Ziel eines "Zwischenschritts" werde nun übersprungen, sagte Daimler-Forschungschef Thomas Weber. "Wir glauben, dieses Zeitfenster 2017 ist das Datum, um mit vernünftigen Stückzahlen anzutreten." Für das Trio nannte er einen sechsstelligen Jahresabsatz als Ziel - ohne konkreter zu werden.

Die drei Unternehmen versprechen sich durch die Kooperation auch eine Signalwirkung für Zulieferer, Politik und Industrie mit Blick auf den Ausbau der weltweiten Infrastruktur für mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge. Eine ausreichende Anzahl von Wasserstoff-Tankstellen sei Voraussetzung, um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. “Wir sind davon überzeugt, dass Brennstoffzellenautos eine zentrale Rolle in der emissionsfreien Mobilität der Zukunft spielen. Dank des großen Engagements aller drei Partner können wir Elektromobilität mit Wasserstoff auf eine breitere Basis stellen", sagte Weber. Wie Ford-Entwicklungschef Raj Nair sagte, sorge diese Zusammenarbeit dafür, dass "diese Technologie noch schneller auf dem Markt für alle Kunden zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sein" wird. (AG/dpa)

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