Daimler plant deutliche CO2-Reduktion

Flottenverbrauch

Ob der Smart Forspeed auch in Serie gehen wird, ist offen © Smart

Der Daimler-Konzern will den Flottenverbrauch bis zum Jahr 2016 deutlich reduzieren. Wie der Autobauer bekannt gab, soll der CO2-Ausstoß bis dahin auf 125 Gramm pro Kilometer verringert werden.

Der Daimler-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2015 seinen Flottenverbrauch auf dann 125 Gramm pro Kilometer zu senken. Das geht aus dem auf der Hauptversammlung des Autobauers vorgestellten „Nachhaltigkeitsprogramm 2010 bis 2020“ hervor.

Mit Blick auf die Ressourcenschonung will sich der Autobauer diesem Reduktionsziel schrittweise annähern. So plant Daimler bis zum Jahr 2012 die CO2-Emissionen der Pkw-Neuwagenflotte in Europa auf unter 140 Gramm CO2 pro Kilometer zu reduzieren, ehe 2016 das Ziel von 125 Gramm erreicht sein soll. Im Vergleich zum Jahr 2007 würde das einer CO2-Reduktion von 30 Prozent entsprechen. Derzeit liegt der Flottenverbrauch bei den Stuttgartern bei durchschittlich 158 Gramm pro Kilometer.

Smart wichtig für Klimabilanz

„Unser neues Programm unterstreicht den hohen Stellenwert von Nachhaltigkeit für unser Unternehmen. Wir nehmen uns konkrete Ziele vor und zeigen die wesentlichen Zielhorizonte auf“, sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber. „Unser Nachhaltigkeitsprogramm verstehen wir aber nicht als statisches Ziele-System - wir sind genügend flexibel, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können“, fügte Weber hinzu.

Auf dem Weg zu einer CO2-Reduktion kommt der Elektromobilität eine entscheidende Rolle zu. So wird der Autobauer im kommenden Jahr die neue Generation des Elektro-Smarts in Serie fertigen. Dem Kleinwagen der Stuttgarter kommt mit Blick auf die Klimabilanz dann auch eine wichtige Rolle zu. Mit Blick auf den Umweltschutz hat sich Daimler zugleich vorgenommen, bis 2015 die spezifischen CO2-Emissionen in der Produktion um 20 Prozent gegenüber 2007 zu reduzieren.

Die EU fordert bis zum Jahr 2015 von den Herstellern einen Flottenverbrauch von 130 Gramm pro Kilometer. Sollten die Autobauer bis dahin diesen Wert nicht erreichen, drohen ihnen Strafzahlungen. Die Autolobby hatte sich in den zurückliegenden Jahren auf europäischer Ebene immer wieder gegen schärfere CO2-Grenzwerte zur Wehr setzen können. Bis zum Jahr 2008 wollte man nach einer Selbstverpflichtungserklärung eigentlich den Grenzwert von 140 Gramm pro Kilometer erzielt haben, doch dieser Wert wurde damals deutlich verfehlt. (AG/FM)