Dacia Jogger: Dicke Backen, dicke Platz

Dacia Jogger: Dicke Backen, dicke Platz
Der Dacia Jogger ist ein Siebensitzer für Familie und Freizeit. © Dacia

Der neue Dacia Jogger ist ein Auto mit bis zu sieben Plätzen. Zum Auftakt gibt es Dreizylinder für Benzin und Flüssiggas. Ab 2023 folgt das erste Hybrid-Modell der Marke.

Der offizielle Auftritt ist für die IAA in München geplant – kurz vorher jedoch hat Dacia in Paris schon mal das Tuch vom neuen „Jogger“ gezogen. Zum Vorschein gekommen ist ein Mix aus Offroad-Kombi und Familienfahrzeug mit bis zu sieben Sitzplätzen. Und auch für den neuen Allrounder gilt die Philosophie: Mögen die anderen nach was auch immer streben – bei Renaults Günstig-Tochter zählt vorrangig der Preis.


Voraussichtlich ab November 2021 nimmt Dacia Bestellungen für den 4,55 Meter langen Jogger entgegen, der nicht bloß den Logan MCV ersetzen dürfte, sondern wohl auch den Dokker. Der Marktstart in Europa ist für März kommenden Jahres geplant.

Kein bisschen bieder

Kein bisschen bieder steht der Neue da: die Nase stolz hochgereckt, die Achsen weit gespreizt – und mit schwarz beplankten Backen und 20 Zentimeter Luft nach unten regelrecht abenteuerlustig. Über Stöckchen und Steinchen wird’s dicke reichen, für ganz neben der Spur indes fehlt der Allrad. Getriebene Räder wiegen halt nicht nur extra, sie kosten auch. Und zwar Geld und Sprit.

der Dacia Jogger verfügt über ein modernes Infotainment-System. Foto: Dacia

Apropos Sprit: Das Motorenangebot für den Jogger umfasst zum Marktstart zwei beatmete Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum. Der reine Benziner leistet dabei 110 PS, die auf den Betrieb mit Flüssiggas ausgelegte Variante 100. Neben dem 50-Liter-Benzintank verfügt sie in der Reserveradmulde über ein LPG-Reservoir mit 40 Litern. In Kombination seien Reichweiten über 1000 Kilometer möglich, heißt es.

Ab 2023 wird Dacia die Motorenpalette des Jogger um die erste Hybrid-Version der Marke erweitern. Das System besteht aus einem 1,6-Liter-Benziner mit Partikelfilter, zwei Elektromotoren, einem Multi-Mode-Getriebe sowie einer Lithium-Ionen-Batterie mit 1,2 kWh Kapazität. Dank hoher Rekuperation sollen im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent aller Wege rein elektrisch möglich sein – und in der Folge bis zu 40 Prozent niedrigere Verbrauchswerte im Vergleich zum Verbrenner.

Platz für sieben Personen

Vor allem aber will der Jogger mit Platz punkten: Bei 4,55 Metern Länge, 2,90 Metern Radstand und 1,63 Metern Höhe finden fünf Personen komfortabel Raum. Auf Wunsch lässt sich eine dritte Reihe mit zwei Einzelsitzen ordern – klappbar und einem Koffer gleich rein und raus zu heben.

Wer lieber Lasten transportiert statt Leute: Hinter sieben Sitzen packt der Jogger noch 160 Liter weg, hinter fünfen bis zu 708 Liter und umgeklappt hinter zweien gut 1,8 Kubikmeter. Elastische Gurte und vier Verzurrösen erlauben eine sichere Befestigung großen Gepäcks – und für Kleinkram finden sich im Innenraum verteilt weitere 24 Liter an Stauraum. Allein sieben davon im abschließbaren Handschuhfach.

Wem all der Platz hinter der breiten Heckklappe nicht reicht – optional gibt es die Dachreling mit demontierbaren Längsträgern, die sich mit nur vier Schrauben auch quer einsetzen lassen. Die Konstruktion schultert bis zu 80 Kilo.

Drei Infotainment-Lösungen

Der Dacia Jogger macht auch von hinten einen stimmigen Eindruck. Foto: Dacia

Für Dacias Jüngsten stehen drei moderne Infotainment-Lösungen zur Auswahl. Die Basis bildet das Media Control System mit der gleichnamigen kostenlosen App, die das Smartphone mit dem Autoradio verbindet. Das System Media Display mit vier Lautsprechern und einem leicht dem Fahrer zugeneigten Acht-Zoll-Touchscreen erlaubt zusätzlich die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto per Kabel – und in der Top-Version gibt’s obendrein ein Navi und sechs Lautsprecher.

Serienmäßig verfügt der Jogger über einen Notfall-Bremsassistenten, optional warnt er auch vor Gefahr im toten Winkel – und wer es gerne komfortabel hat: Auf Wunsch lassen sich Klimaautomatik, Sitzheizung, schlüsselloser Zugang, Einparkhilfe und Rückfahrkamera ordern. Das treibt zwar den Preis, allerdings öffnen sich die Türen zum Basismodell schon ab 15.000 Euro. Das ist dann schon jede Menge Auto fürs Geld.

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