Crashtests: Durch Schaden klug werden

Unfallforschung

Die Zahl der Verkehrstoten liegt über Vorjahresniveau. © dpa

Die nicht zimperlichen Unfalldemonstrationen der Dekra und der Axa Winterthur in Wildhaus haben jahrelange Tradition. Die Crashtestversuche vor einem zusammenzuckendem Laien- wie Fachpublikum zielen auf die Verkehrssicherheitsdebatten in Deutschland und der Schweiz.

Mit teilweise spektakulären Crashtests haben die Unfallforscher der Axa Winterthur Versicherung und der Dekra ihre Forderungen nach einem differenzierten Umgang mit Fahrern unterschiedlichen Alters unterstrichen. Im schweizerischen Wildhaus zeigten sie typisches Fehlverhalten sowohl junger wie älterer Piloten. Die Demonstration eines Bauanpralls bei 80 km/h mit unangeschnallten Insassen im Fond zielte insbesondere auf ein jüngeres Publikum, um die geringen Überlebenschancen der Situation offenzulegen. Der Crash auf einer Kreuzung bei Missachten der Vorfahrt simulierte die häufige Fehleinschätzung eines älteren Piloten mit für ihn schweren Unfallverletzungen durch einen Seitencrash auf der Fahrerseite.

Unfallvorbeugung beim Nachbarn

Nach Einschätzung der Experten könnten Deutschland wie die Schweiz von den jeweiligen Unfallpräventionsmaßnahmen des Nachbarn lernen. So habe sich in Deutschland der Führerschein mit 17 und das anschließende Begleitete Fahrer durch einen erfahrenen Beifahrer bewährt. In der Schweiz sind ab dem 70. Lebensjahr alle zwei Jahre Gesundheitschecks bei Hausarzt obligatorisch, um die Fahrtauglichkeit überprüfen zu lassen. (AG)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.