Neue Crashtest-Standards für mehr Sicherheit

Crash mit einem Volvo XC90. © Volvo

Ab dem kommenden Jahr wird es in Europa neue Crashtest-Standards geben. Der ADAC begrüßt sie und sieht darin einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit für die Auto-Insassen.

Die neuen Standard treten nächstes Jahr in Kraft. Der Leiter des ADAC-Technikzentrums, Reinhard Kolke, sagte bei einer Expertentagung am Dienstag in München, viele Autos seien inzwischen mit Blick auf den Schutz der eigenen Insassen optimiert worden.


Jetzt werde auch bewertet, was Autos im Fahrzeug des Unfallgegners anrichten – etwa beim Zusammenstoß eines SUV-Stadtgeländewagens mit einem Kleinwagen.

Kompatible Knautschzonen für mehr Eigenschutz

Die Unfallforschung zeige, wie wichtig kompatible Knautschzonen für beide Seiten sei: «Partnerschutz leistet auch einen großen Beitrag zu mehr Eigenschutz», sagte ADAC-Crashtest-Leiter Volker Sandner. Außerdem setzen die europäischen Autoclubs und Behörden bei ihren Crashtests ab 2020 eine neu entwickelte Dummy-Puppe ein, die die häufigen Brust- und Bauchverletzungen viel besser demonstrieren kann.

Die Autobauer nähmen ihre Airbags und Gurte jetzt unter die Lupe, sagten die Tester. Im vergangenen Jahr wurden bei Verkehrsunfällen allein in Deutschland 3265 Menschen getötet und fast 68 000 schwer verletzt – mehr als im Jahr zuvor. Ein Schritt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr stellt ab 2020 auch die neue Vorschrift der EU zur Fahrerbeobachtung vor. So müssen ab dem nächsten Jahr alle Neuwagen über eine Müdigkeitserkennung verfügen. (dpa)

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