Continental plant weitere Zukäufe

Continental-Chef Elmar Degenhart. © dpa

Der Autozulieferer Continental will sein Industriegeschäft weiter stärken. Dazu sind Zukäufe in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro geplant.
Beim Teilbörsengang seines Antriebsgeschäfts sieht sich das Unternehmen auf Kurs. «Die organisatorische Verselbstständigung unseres Antriebsgeschäfts haben wir in Rekordzeit abgeschlossen», betonte Vorstandschef Elmar Degenhart am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

Die bisher Powertrain genannte Sparte heißt künftig Vitesco Technologies. Der Börsengang ist bei geeignetem Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2019 geplant.


Ausschüttung soll steigen

Nach einem verhaltenen Jahr 2018 soll die Dividenden-Ausschüttung je Aktie um 25 Cent auf 4,75 Euro steigen, teilte der Dax-Konzern mit. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn fiel um knapp 3 Prozent auf 2,90 Milliarden Euro. Zahlen zum Tagesgeschäft hatte Continetal bereits mitgeteilt. Mit der Ausschüttung geht der Konzern etwas über die angestrebte Ausschüttungsquote von bis zu 30 Prozent hinaus. Damit trage man auch der Gesamtwertentwicklung des Unternehmens Rechnung.

Der Umsatz war vom starken Euro gebremst um 0,9 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro gestiegen, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern allerdings um 13,3 Prozent auf 4,12 Milliarden gesunken. Die Verschuldung fährt Conti schon seit längerem zurück und hat daher nicht mehr so hohe Zinsaufwendungen. Der Aktienkurs war vergangenes Jahr unter anderem wegen zwei Gewinnwarnungen um mehr als 46 Prozent abgerutscht. In diesem Jahr hat das Papier dagegen bisher knapp 20 Prozent zugelegt. (dpa)