Citroen CXperience: Pariser Avantgarde

Premiere auf Autosalon

Die Studie CXperience von Citroen.
Die Studie CXperience von Citroen. © Citroen

Auf dem Pariser Autosalon wird Citroen die Studie eines Oberklassefahrzeugs präsentieren. Der CXperience wartet mit einer eigenwilliger Außenhülle auf. Angetrieben wird er von einem Plug-in-Hybriden.

Citroen wird auf dem Pariser Autosalon Anfang Oktober 2016 mit dem CXperience die Studie eines Oberklasse-Fahrzeugs vorstellen. Mit eigenwilliger Außenhülle, Plug-in-Hybridantrieb und einem progressiv gestalteten Innenraum bietet das Konzeptauto einige interessante Hinweise auf die Luxus-Zukunft der französischen Marke.

Beim CXperience handelt es sich um ein 4,85 Meter langes und nur 1,37 Meter hohes Fließheckmodell mit drei Meter langem Radstand. Bei dem flach bauenden Fahrzeug fallen unter anderem die kurzen Karosserieüberhänge und filigrane 22-Zoll-Räder ins Auge. Zu den weiteren Besonderheiten der Außenhaut zählen die variablen Luftöffnungen in der Front, die zusammen mit einer konkaven Heckscheibe oder dem kamerabasierten Außenspiegelersatz für eine bessere Aerodynamik sorgen sollen.

Gegenläufige Seitentüren

Ein weiteres Merkmal des CXperience sind die gegenläufig angeschlagenen Seitentüren. Entsprechend bequem dürfte sich der Einstieg in den geräumig wirkenden Innenraum gestalten. Hier sorgen die neongelben Sitzbezüge für einen interessanten Kontrast zu den großzügig verwendeten, hellbraunen Holzpaneelen. Zentral auf dem aufgeräumten Armaturenbrett befindet sich ein 19-Zoll-Display mit Split-Screen-Technik. Hier kann der Fahrer auf dem Bildschirm fahrrelevante Informationen ablesen, und der Beifahrer zeitgleich einen Film anschauen.

Als Antrieb dient der Studie ein Mix aus Benzin- und E-Motor. Die Aggregate leisten zusammen gut 300 PS. Der Verbrenner leitet über eine Achtgangautomatik seine Kraft an die Vorderräder, während der im Heck befindliche E-Motor die Hinterräder antreibt. Der Elektromotor ermöglicht ein emissionsfreies Fahren mit bis zu 60 Kilometer Reichweite. Der Stromspeicher wurde platzsparend unter der Fahrgastkabine untergebracht, ohne dabei das Stauvolumen des Kofferraums zu beeinträchtigen.

Der CXperience macht fraglos Lust auf einen Neustart Citroens in der Oberklasse. Fans von CX und C6 müssen allerdings stark sein: Die Franzosen erteilen der Hydropneumatik eine endgültige Abfuhr. Das ob des besonderen Komforts vielfach gelobte und geliebte System wird durch ein konventionelleres und billigeres Fahrwerk ersetzt. Um die Citroen-Fans nicht ganz zu verprellen, wird dieses aber über die neuartige Fliegender-Teppich-Technik verfügen, die ein annähernd ähnlich entspanntes Fahrgefühl wie die Hydropneumatik bieten soll. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.