China dauerhafte Goldgrube für deutsche Autos

Automobilwirtschaft

Autoproduktion in China © Foto: dpa

Der Absatz mag sich von der Küste ins Hinterland verschieben, für deutsche Oberklasse-Autos aber bleibt China der Markt schlechthin. Eine Studie bescheinigt den hiesigen Premiumherstellern weiter glänzende Gewinne in Fernost.

China bleibt nach einer Studie ein Riesenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial für Deutschlands Autobauer. Künftig werde statt der reichen Ostküste vor allem das chinesische Hinterland den Autoboom treiben, prognostizierte die Beratergesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Frankfurt. Die deutschen Hersteller sollen damit bis 2017 rund 50 Prozent mehr Fahrzeuge im Reich der Mitte produzieren als 2010, Deutsche Marken seien besonders in der Premiumklasse gefragt.

Verdopplung der chinesischen Autoproduktion

Die deutschen Autobauer kommen nach den Berechnungen 2017 auf drei Millionen Autos. Die gesamte Produktion im Land werde sich nahezu auf bis zu 27 Millionen Einheiten verdoppeln - mit einem jährlichen Wachstum von rund neun Prozent.

Der Blick der Experten richtet sich dabei vor allem auf die weniger entwickelten Provinzen im Westen Chinas. Nur halb so viele Chinesen wie in vielen Küstenprovinzen besäßen dort ein Auto. Das Potenzial ist groß: 2010 kamen 44 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner in China - in Deutschland waren es rund 500.

Hoffnungen in der Oberklasse

Deutsche Hersteller können nach den Berechnungen besonders in der Premiumklasse punkten. 2010 seien 80 Prozent der verkauften 720.000 Edelkarossen von deutschen Firmen gekommen. Die Beratergesellschaft prognostiziert, dass in fünf Jahren mit einer Million annähernd doppelt so viele Dollar-Millionäre in China leben wie 2010. Entsprechend könnten dann rund 1,3 Millionen Premiumautos verkauft werden. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.