Chinas Automarkt verliert im Vorjahr fast sieben Prozent

Chinas Automarkt verliert im Vorjahr fast sieben Prozent
Für Volkswagen ist China der wichtigste Absatzmarkt. © dpa

China ist für das Gros der deutschen Autobauer der wichtigste Einzelmarkt. Im Vorjahr sind die Verkäufe dort zum dritten Mal nacheinander geschrumpft.

Die Verkäufe von Autos an Endkunden fielen um 6,8 Prozent auf 19,6 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mitteilte.


Vor allem im Frühjahr hatte der Ausbruch der Corona-Pandemie das Wirtschaftsleben und damit auch die Autonachfrage im Land nahezu lahmgelegt, danach war die Industrie im Land aber zügig wieder auf die Beine gekommen. Auch im Dezember gab es im Vorjahresvergleich mit plus 6,5 Prozent auf 2,32 Millionen Autos ein Wachstum der Verkäufe von Pkw, SUVs und kleineren Mehrzweckfahrzeugen.

Wichtigster Einzelmarkt für deutsche Autobauer

Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW. Wie wichtig der chinesische Markt ist, zeigt sich an den Zahlen von Daimler. Die Schwaben konnten ungeachtet der Einbrüche durch die Corona-Pandemie in China ein zweistelliges Wachstum von 11,7 Prozent erzielen und damit einen neuen Absatzrekord mit 774.382 Einheiten erzielen. China (inklusive Asien/Pazifik) war für Daimler der einzige Markt im vergangenen Jahr mit einem Zuwachs. Auf allen anderen Märkten gab es wegen der Pandemie Verluste.

Bereits 2018 und 2019 war der Markt nach Jahrzehnten des Wachstums geschrumpft. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen wieder an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten.

Vergangene Woche hatte bereits der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) mit vorläufigen Zahlen von einem positiven Jahresabschluss berichtet. Der Absatz der Hersteller von Autos und Nutzfahrzeugen an die Händler ist demnach im Gesamtjahr um 1,9 Prozent auf 25,3 Millionen Stück zurückgegangen. (dpa)

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