Ruhrauto-e baut Flotte mit Elektro-Smart aus

Carsharing-Projekt

Zehn Elektro-Smarts ergänzen die Flotte von Ruhrauto-e.
Zehn Elektro-Smart sind bei Ruhrauto-e unterwegs. © Opel

Das Carsharing-Projekt Ruhrauto-e hat seine Fahrzeugflotte um zehn Elektro-Smarts erweitert. Nun sind 37 ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge an 21 Standorten verfügbar, darunter allein 20 Opel Ampera.

Mit dem Ausbau der Fahrzeugflotte des Carsharing-Projekts Ruhrauto-e erwartet Ferdinand Dudenhöffer als Initiator des Projekts einen Anstieg der Nutzerzahlen. Nachdem bereits von Anbeginn des Projektes 20 Opel Ampera in der Fahrzeugflotte unterwegs sind, können die Nutzer ab sofort auch auf zehn Elektro-Smarts zurückgreifen. Übergeben wurden die Fahrzeuge von Smart-Chefin Annette Winkler.

Für die Daimler-Tochter Smart ist Carsharing nichts Neues. Derzeit sind weltweit mehr als 7000 konventionelle Smart und etwa 1000 Elektro-Smart bei dem firmeneigenen Carsharing-Angebot "car2Go" unterwegs. "Der Smart Fortwo war von Beginn an für den elektrischen Antrieb konzipiert und das spürt man, wenn man mit dem Auto unterwegs ist", sagte Anette Winkler bei der Übergabe der Fahrzeuge. Damit sind insgesamt 37 Elektro-Fahrzeuge bei Ruhrauto-e im Einsatz, die von den Nutzern an mittlerweile an 21 Standorten in Essen, Bochum (hier ab dem 25. Mai), Bottrop, Gelsenkirchen, Oberhausen und noch vor Ende Mai am Uni-Campus in Duisburg ausgeliehen werden können. "Unser Baby lernt laufen", sagte Dudenhöffer.

Erhöhung der Nutzerzahlen erwartet

Er rechnet damit, dass Ruhrauto-e durch die Erweiterung der Fahrzeugflotte mit dem Elektro-Smart zusätzliche Nutzer erhält. So kann der E-Smart pro Stunde für 4,90 Euro angemietet werden, damit ist er um zwei Euro günstiger als der Ampera. "Mit dem preiswerten E-Smart wollen wir verstärkt auch junge Menschen für das Ruhrauto-e gewinnen", betonte Dudenhöffer. Das derzeitige Durchschnittsalter der Nutzer von Ruhrauto-e liegt bei 37 Jahren. Damit sind die Nutzer deutlich jünger als der klassische Neuwagenkäufer, der es auf 52 Jahre bringt. "Jeder kann jetzt entscheiden: Nehme ich den etwas teureren Ampera ohne Reichweitenbeschränkung oder den günstigeren Smart, der 140 km weit mit einer Batterieladung fährt."

Smart-Chefin Annette Winkler und Ferdinand Dudenhöffer
Smart-Chefin Annette Winkler und Ferdinand Dudenhöffer Ruhrauto-e

Der mehrfach ausgezeichnete Opel Ampera verfügt neben einem Elektro- auch über einen Verbrennungsmotor, der dem Fahrer damit vor keine Reichweitenprobleme stellt. Im rein elektrischen Fahrbetrieb kann je nach Fahrstil eine Reichweite zwischen 40 und 80 km/h erzielt werden. Für die Forscher der Universität Duisburg-Essen, die das Projekt Ruhrauto-e wissenschaftlich begleiten, liegt das Interesse im Vergleich der beiden Antriebskonzepte. "Unsere Kollegen werden prüfen, in wie weit sich das Fahrverhalten der Nutzer in den beiden Fahrzeugen voneinander unterscheidet", betonte Sebastian Meerschiff, der das Projekt Ruhrauto-e an der Universität Duisburg-Essen leitet.

Am kommenden Samstag haben die am Projekt Interessierten übrigens die Gelegenheit, die neuen E-Smarts von 10 bis 17 Uhr auf dem gegenüber dem Hauptbahnhof gelegenen Essener Kennedyplatz ebenso zu testen wie den Renault Twizy als auch den Opel Ampera, der insbesondere bei Firmenkunden bislang auf großes Interesse gestoßen ist. (AG/FM)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.