Carsharing: DriveNow erhöht die Preise

Parkminute kostet bald 15 Cent

DriveNow startet in Hamburg
Der Carsharing-Anbieter DriveNow erhöht die Preise fürs Parken. © DriveNow

Der Carsharing-Anbieter DriveNow hat seine Tarifstruktur geändert. Dazu gehört eine Preiserhöhung für die Parkminute, die Stundentarife und auch ein neuer 24-Stunden-Tarif. Kunden reagieren mit Kritik.

Das Carsharing-Angebot von BMW und Sixt wird zum 1. Januar des kommenden Jahres seine Tarife erhöhen. So kostet die Parkminute ab dem neuen Jahr zukünftig 15 Cent statt wie bisher 10 Cent pro Minute. "Bei jeder Mobilitätsdienstleistung kommt es zu Preisanpassungen", sagte eine DriveNow-Sprecherin am Dienstag der Autogazette. Dass dadurch die Attraktivität von DriveNow bei den Kunden schwindet, befürchtet die Sprecherin nicht. Sie verweist darauf, dass die Minuten-Preise für die Anmietung des Fahrzeuges sich nicht erhöhen werden. Sie bleiben unverändert je nach Fahrzeug zwischen 24 und 34 Cent pro Minute.

"Unglaublich. 50 Prozent teurer für Parken"

Dafür hat DriveNow seine Stundenpakete ebenso erhöht. So kostet das 3-Stunden-Paket zukünftig 29 Euro statt wie bisher 23 Euro, beinhaltet jedoch statt 60 nun 80 Inklusivkilometer. Teurer geworden ist auch das 6-Stunden-Paket mit 49 Euro (bisher 45 Euro) und das 9-Stundenpaket mit 69 Euro (bisher 64 Euro). Die Inklusivkilometer haben sich bei den beiden letztgenannten Paketen mit 120 beziehungsweise 200 Kilometer nicht erhöht. Zudem führt der Carsharinganbieter "auf Wunsch der Kunden" (so die Sprecherin) einen 24-Stunden-Tarif (inklusive 200 Kilometer) für 89 Euro ein.

Verfolgt man den Blog von DriveNow , dann trifft die Preiserhöhung bei einigen Kunden auf Verärgerung. "Unglaublich. 50 Prozent teurer fürs Parken. Einfach mal so. Tagespaket kann man vergessen", schreibt Norbert. Und Christian meint: "Passt auf, dass Ihr nicht unattraktiv werdet. Bei den Parkpreisen wird sich ein schnell Raushüpfen und was erledigen und wieder zurück nicht mehr lohnen. Sondern nur noch A nach B", schreibt beispielsweise Christian. Zum neuen 24-Stunden-Tarif schreibt er: "Geht´s noch! Da sind diverse Autovermietungen günstiger, auch wenn man dann erst zu denen hinfahren muss." Auf dem Blog antwortet DriveNow dazu, dass bei Autovermietungen Spritkosten und Vollkasko-Schutz extra bezahlt werden müssten und auch eine spontane Anmietung sich schwierigen gestalten würde.

Alexander zeigt indes Verständnis: "Parkgebühren plus 50 Prozent. Das ist mal ein Wort. Solange Ihr die Fahrminuten konstant haltet, kann ich damit aber leben." Und Mike schreibt. "Bei der letzten Preisumstellung gab es einen Shitstorm. War noch gar nicht lange her. Mutig, nun die Preise fürs Parken und 3,6,9 Stunden drastisch zu erhöhen. Ich wünsch Euch viel Erfolg. Betrifft mich Gott sei Dank nicht, da komischerweise immer ein Car2go das nächstliegende Fahrzeug ist. Ob die wohl mehr Fahrzeuge und bessere Preise haben?" (AG/FM)