Aral-Studie: Carsharing «wenig attraktiv»

Geringer Bekanntheitsgrad der Anbieter

Carsharing-Dienst: DriveNow von BMW © DriveNow

Carsharing steckt nach der aktuellen Aral-Studie in den Kinderschuhen. Das Gros der Befragten hält diese Form der Mobilität für wenig attraktiv. Auch die Anbieter sind so gut wie kaum bekannt.

Carsharing-Anbieter wie beispielsweise Car2go und DriveNow warten fast monatlich mit steigenden Nutzerzahlen auf. Doch in der Bevölkerung steckt das Thema laut der aktuellen Aral-Studie zu „Trends beim Autokauf“ scheinbar noch in den Kinderschuhen. Zwar gaben 76 Prozent der Befragten an, Carsharing zu kennen. Auf der anderen Seite gaben nur 8 Prozent dieser Gruppe an, sich bislang ernsthaft mit der Thematik befasst zu haben. Von denjenigen, die Carsharing kennen, halten 20 Prozent die Anmietung eines Autos für eine kurze Zeitspanne für „attraktiv oder sogar sehr attraktiv“.

Carsharing-Anbieter kaum bekannt

Doch die Mehrheit der Befragten vertritt mit 61 Prozent die gegenläufige Auffassung: für sie ist diese Form der Mobilität „gar nicht oder weniger attraktiv“, wie es in den Studienergebnissen heißt. Vor allem Autofahrer ab 40 Jahren können mit Carsharing wenig anfangen, wie 66 Prozent der Befragten dieser Gruppe sagten. Von den Befragten gaben übrigens gerade einmal zwei Prozent an, schon einmal in einem Carsharing-Fahrzeug gesessen zu haben, doch elf Prozent wollen dies zukünftig nachholen.

Und von denen, die bereits einmal in einem Carsharing-Fahrzeug gesessen haben, gaben 16 Prozent an, dass diese Form der Mobilität „ein eigenes Auto nicht dauerhaft ersetzen kann“. Die Hälfte der Befragten sind der Auffassung, dass Carsharing bestenfalls den Zweitwagen ersetzen können. Ein Drittel (34 Prozent) meinten, das Teilen eines Fahrzeugs sei eine ernsthafte Alternative zum Besitz des eigenen Fahrzeugs.

Car2go braucht länger, um profitabel zu sein.
Fahrzeuge von Car2Go dpa

Dass Carsharing noch wenig populär ist, zeigt sich auch bei der Frage nach dem Bekanntheitsgrad der Carsharing-Anbieter. So gaben 49 Prozent der befragten Carsharing-Interessenten an, keinen Anbieter zu kennen. Den Sprung über die Ein-Prozent-Hürde schafften 13 Anbieter. Nur die Anbieter Stadt-Auto (23 Prozent), Car2Go (19 Prozent) und Stadtmobil (17 Prozent) schafften Werte über zehn Prozent. Anbieter wie beispielsweise Flinkster kamen auf einen Bekanntheitsgrad von neun Prozent und DriveNow auf sechs Prozent. Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, sind Carsharing-Interessenten bereit, dafür monatlich 97 Euro auszugeben, wobei es Unterschiede zwischen Männern (102 Euro) und Frauen (91 Euro) gibt. (AG/FM)