Projekt Sirene: Freie Fahrt für Rettungskräfte

Projekt Sirene: Freie Fahrt für Rettungskräfte
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in Braunschweig. © DLR

Für Busse und Bahnen gibt es bereits spezielle Ampelschaltungen. An einer solchen Priorisierung für Rettungskräfte wird derzeit in einem Pilotprojekt gearbeitet.

Damit befasst sind die Forscher des Instituts für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig. Sie erproben eine solche Ampelpriorisierung speziell für Einsatzfahrzeuge von Rettungskräften in Rahmen des Projekts „Sirene“.


Dank intelligenter Ampelsteuerung und moderner Kommunikationstechnik ist es so möglich, Feuerwehr- und Krankenwagen schneller und mit weniger Unfallgefahren zum Einsatzort zu leiten.

16 Kreuzung mit Car2x-Kommunikation ausgestattet

Während des Projekts wurden in Braunschweig insgesamt 16 Kreuzungen mit intelligenten Schaltungen sowie Rettungsfahrzeuge mit LTE-Mobilfunk und Car2X-Kommunikation ausgestattet. Letzteres erlaubte es den Einsatzfahrzeugen, direkt Einfluss auf den Verkehr vor dem Erreichen der Ampel zu nehmen. Außerdem waren Verkehrsleitrechner der Stadt und das Einsatzleitsystem der Feuerwehr vernetzt.

Im Fall einer Alarmmeldung konnten so umgehend Routen erstellt werden, die auf einem Bildschirm im Einsatzfahrzeug angezeigt wurde. Das Sirene-System sorgte anschließend dafür, Ampeln auf dieser Route für andere Verkehrsteilnehmer auf Rot zu schalten, um so den Einsatzfahrzeugen eine „Grüne Welle“ zu ebnen. „Durch die Ampel-Priorisierung werden Kreuzungssituationen massiv entschärft, weil alle anderen Verkehrsteilnehmer rot und ich selber grün habe und ich so ungehindert über die Kreuzung fahren kann“, bilanziert Sebastian Damm von der Feuerwerk Braunschweig.

Das Projekt, an dem mehrere Partner beteiligt waren, wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Die Kosten lagen bei rund 2,6 Millionen Euro, der Förderanteil bei 78 Prozent. (SP-X)

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