Magna erleichtert Cadillac

Senkung des CO2-Ausstoßes

Das Cadillac ATS-V Coupé ist dank Leichtbau noch spritziger unterwegs
Das Cadillac ATS-V Coupé ist dank Leichtbau noch spritziger unterwegs © Cadillac

Magna setzt auf Leichtbau. Bei den ersten Cadillac-Modellen wird so der Verbrauch dank des Einsatzes von Carbon und Aluminium gesenkt.

Trotz gestiegener Leistung sind viele Fahrzeuge effizienter als je zuvor unterwegs. Der Autozulieferer Magna senkt mit dem Einsatz von Carbon und Aluminium das Gewicht und erhöht zugleich die Kraftstoffeffizienz der Fahrzeuge. „Wir arbeiten konstant an der Verbesserung unserer Komponenten und Systeme, um diese smarter, safer, cleaner und lighter zu machen“, sagt Swamy Kotagiri, Chief Technical Officer bei Magna.

Leichte Ölwannen und weniger Komponenten für den Cadillac CT6

Derzeit hat der österreichisch-kanadische Zulieferer die aktuellen Vertreter von Cadillac mit Leichtbaumaßnahmen ausgestattet. So erhielten die High Performance-Vertreter ATS-V und CTS-V Carbonfaser-Motorhauben, die Magna als erster Automobilzulieferer überhaupt in Serie fertigt, wie das Unternehmen mitteilte. Die CFK-Hauben sind 27 Prozent leichter als Motorhauben aus Aluminium und gar 72 Prozent leichter als Stahlhauben.

Im neuen Cadillac CT6, dessen Produktion Ende des Jahres beginnt, kommen sowohl Ölwannen aus Aluminium als auch Aluminium-Druckguss-Komponenten zum Einsatz. Die gemeinsam mit der Cadillac-Mutter General Motors (GM) entwickelte Getriebeölwanne senkt um rund 60 Prozent das Gewicht, umgerechnet zwischen 1,1 und 1,4 Kilogramm. Angesichts strenger CO2-Grenzen sind die Ingenieure um jedes Gramm weniger froh, das ein Auto mit sich schleppen muss.

Hinzu kommen 13 Aluminium-Druckguss-Komponenten für die Karosserie und das Fahrwerk des Cadillac CT6. Dabei werden die Einzelteile bei der Karosseriescharniersäule im Frontwagenbau von 35 um 20 Prozent reduziert, um die Limousine zu erleichtern und agiler zu machen. (AG)