Saisonbeginn: Tipps für die Pflege des Cabrios

Das Smart Fortwo Cabrio. © Daimler

Die Temperaturen werden so langsam wärmer. Entsprechend sieht man auch immer mehr Cabrios. Vor der ersten Ausfahrt in die neue Saison sollte man aber einige Tipps beachten.

Denn in den meisten Fällen haben Cabrios in einer Garage viele Monate überwintert. Wer spontan Lust bekommt und dazu trotz der Coronakrise die Möglichkeit hat, sollte angesichts dieser langen Standzeit seines Fahrzeuges vor dem Start noch einige Kleinigkeiten beachten.


Wer sich an diese Pflegetipps hält, wird an seinem Fahrzeug auf jeden Fall länger Freude haben.

Stoffdach putzen

Für Cabriolets mit Stoffdach empfiehlt sich zunächst einmal die Reinigung des Verdecks. Bei der sanften Variante, der Handwäsche mit Schwamm, ist der Einsatz von Spezialshampoos ratsam. Diese kosten meist zwischen 12 und 20 Euro. Alternativ ist auch der Besuch in der Waschstraße möglich. Die Wahl des Waschprogramms sollte idealerweise eine Heißwachs-Behandlung ausschließen.

Alles dicht?

Bei der Handwäsche, vor allem aber in der Waschstraße, zeigen sich beim Blick in den Innenraum auch mögliche Undichtigkeiten des Verdecks. Dringt Wasser nach innen, sollte die Stoffhaube abgedichtet werden. In vielen Fällen wird eine Smart-Repair reichen. Entsprechende Reparatursets gibt es schon für kleine zweistellige Summen. Hierbei werden Flicken auf die rissige Stelle aufgebracht, was optisch zwar selten vorteilhaft aussieht, doch ein kompletter Austausch der Stoffpelle kostet inklusive Montage in vielen Fällen mehrere tausend Euro.

Funktionsprüfung lohnt sich

Ist das Dach nach der Wäsche abgetrocknet, empfiehlt sich seine Funktionsprüfung. Dabei sollte ruhig mehrfach getestet werden, ob sich das Verdeck problemlos wieder schließen lässt. Das trifft auch auf Faltdächer aus Metall zu. Sollte man bei einer Ausfahrt mit offenem Verdeck in einen Schauer geraten, sollte sich das Verdeck jedenfalls problemlos schließen lassen. Streikt bei elektrischen Verdecken dann der Motor, lässt es sich alternativ auch mechanisch schließen. Vor der ersten Tour sollte man ruhig einmal üben, wie man das Dach auch ohne Motorhilfe schließen kann.

Upgrade fürs Verdeck

Kommen Cabriolets mit Stoffdach ins Alter, bleicht oft die Farbe des Verdecks aus. Im Zubehör werden Mittel zum Nachfärben angeboten. Die Preise für solche Färbesets bewegen sich meist im mittleren zweistelligen Bereich. Wer selber färben will, muss allerdings genau und auch sauber arbeiten.

Ob Nachfärben oder nicht: Idealerweise wird das Stoffdach außerdem imprägniert. Hierfür gibt es einfache Sprays, die meisten kosten zwischen 10 und 20 Euro. Spartanische Roadster oder ältere Cabriolets haben oftmals einlagige Stoffdächer, die wenig Wärme- und Akustik-Komfort bieten. Für viele Modelle werden deshalb Innenhimmel zum Nachrüsten angeboten. Hierfür werden in der Regel niedrige bis mittlere dreistellige Preise aufgerufen. Wird eine solche Zusatzschicht eingezogen, kann die Fahrt mit geschlossenem Dach deutlich ruhiger werden.

Anmelden mit Saisonkennzeichen

Traumcabrio mit Seltenheitswert: Lexus SC 430. Foto: Lexus Foto: Lexus

Wintertauglich werden Cabriolets mit zusätzlichem Innenhimmel meist nicht. Deshalb werden sie in der kalten Jahreszeit in vielene Fällen abgemeldet. Allerdings ist das An- und Abmelden oftmals nervig und auch teuer. Wird ein Oben-ohne-Flitzer vorwiegend in der Cabrio-Saison gefahren, empfiehlt sich deshalb die Zulassung mit Saisonkennzeichen.

Im Winter spart man dann automatisch Steuern und Versicherung, ganz ohne Behördengänge. Allerdings: In der abgemeldeten Zeit darf das Cabriolet nicht auf öffentlichen Bereichen des Verkehrs geparkt werden. (SP-X)

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