Brose will mit «Brain» neue Mobilitätserlebnisse schaffen

Brose will mit «Brain» neue Mobilitätserlebnisse schaffen
Brose vernetzt im Fahrzeug die verschiedenen Funktionen mit einer neuen Software. © Brose

Neue Mobilitätserlebnisse werden erst durch die Vernetzung der verschiedenen Funktionen möglich. Das will der Zulieferer Brose mit einer neuen Softwarelösung bieten.

Mit seiner neuartigen Konnektivitäts-Software „Brain– Brose Access and Interior Network“ sollen nicht nur mehr Komfortfeatures im Auto geschaffen werden, sondern auch neue Geschäftsmodelle möglich sein.


Als ein Anwendungsbeispiel für die Softwarelösung nennt das Coburger Unternehmen einen Beladungshelfer für den Einkauf sperriger Gegenstände. Das Ladegut wird dabei per Handy vermessen und daraufhin überprüft, ob es in den Laderaum des eigenen Pkw passt. Dabei wird der Innenraum des Fahrzeugs zudem von einem radarbasierten Innenraumsensor gescannt. Die Brose-Software ermittelt aus den Sensor-Signalen, ob genügend Platz im Auto vorhanden ist. Zurück am Fahrzeug haben Sitze und Konsolen sich bereits vor eingestellt und eine optimale Ladefläche geschaffen. Dadurch wird das Einladen der sperrigen Gegenstände deutlich erleichtert.

Einsatz in Miet- und Carsharingfahrzeugen

Ist der Einkauf verstaut, kann der Fahrer entscheiden, ob er die Fahrt automatisiert zurücklegt. Dann kann er Arbeiten, sich entspannen oder doch selbst Fahren. Neben den Motoren der Sitzverstellung lassen sich auch andere Einstellungen intelligent steuern, etwa Klimatisierung oder Beleuchtung.

„Künftige Mobilitätserlebnisse werden sich vor allem durch ein deutliches Plus an Individualisierung und Komfort auszeichnen – auch über das eigentliche Fahren hinaus“, sagt Brose-Chef Ulrich Schrickel. Wie Schrickel hinzufügte, ergänze man mit „Brain“ sein „über viele Jahrzehnte gewachsenes mechatronisches Know-how mit Sensorik und Software. Das Ergebnis sind intelligente und vernetzte Systeme. Unser umfassendes Verständnis für das Gesamtfahrzeug macht neue Mobilitätserlebnisse möglich“, sagt Schrickel.

Die modulare Software lässt sich laut Brose in Elektronikarchitekturen verschiedenster Fahrzeuge und Hersteller integrieren. Durch eine Cloud-Einbindung ist außerdem die Übertragung eigener Einstellungen auf Miet- oder Carsharing-Fahrzeuge möglich. Der Serieneinsatz der Technik könnte bereits ab 2025 erfolgen. (mit SP-X)

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