Falscher Luftdruck bei Mehrheit der Reifen

Umfrage von Bridgestone

Der Reifendruck sollte regelmäßig überprüft werden. © ADAC

Autofahrer achten zu wenig auf den Luftdruck an ihren Reifen. Wie aus einer europaweiten Umfrage des Reifenherstellers Bridgestone hervorgeht, war bei 63 Prozent aller Fahrzeuge der Reifendruck unzureichend.

Die Mehrheit der Autofahrer ist mit einem falschen Luftdruck unterwegs. Bei einer Stichprobenkontrolle des Reifenherstellers Bridgestone in elf EU-Ländern unter 46.000 Fahrzeugen war bei 63 Prozent der Reifen der Luftdruck zu niedrig. Bei 17,5 Prozent der überprüften Fahrzeuge hatte der Minderdruck sogar bedenkliche Formen angenommen und lag bis zu 0,5 bar unter den Empfehlungen der Hersteller. Um bis zu 0,75 bar unterschritt allerdings nur eine Minderheit von 4,3 Prozent der Autofahrer den geforderten Wert.

20 Prozent der Reifen stark abgefahren

Fast 20 Prozent der Reifen sind zudem so stark abgefahren, dass das vorgeschriebene Mindestprofil von 1,6 Millimetern unterschritten wird. Bei 3,5 Prozent der untersuchten Reifen war nicht nur der Luftdruck zu niedrig, sondern auch das Profil stark abgenutzt.

Zu geringer Reifendruck wirkt sich negativ auf die Fahrsicherheit aus. Zudem steigen Verschleiß und Kraftstoffverbrauch. Laut Berechnungen des Reifenherstellers werden durch unzureichenden Luftdruck in der EU jährlich 3,1 Milliarden Liter Kraftstoff verschwendet, was beim derzeitigen Spritpreis bis zu fünf Milliarden Euro ausmacht. Zudem werden 7,4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen unnötig in die Luft geblasen. Den korrekten Wert für den richtigen Luftdruck findet man in der Innenseite der Tankklappe oder im Bedienungshandbuch. (SP-X)