Immer mehr achten weniger auf Reifen

Statistik von Bridgestone

Den Reifendruck sollte man regelmäßig prüfen.
Den Reifendruck sollte man regelmäßig prüfen. © Bridgestone

Bridgestone schlägt Alarm. Bis zu 80 Prozent der Autofahrer achten einer Statistik zufolge nicht genügend auf ihr Reifenprofil oder den Reifendruck.

Nicht nur die Tendenz ist beunruhigend. Nach 28.000 kostenlosen Reifensicherheitschecks hat Bridgestone festgestellt, dass die Reifenwartung deutlich abnimmt. Bei der zum achten Mal durchgeführten Aktion waren 78 Prozent mit zu geringem Reifendruck unterwegs, 25 Prozent der Reifen erreichten nicht das gesetzlich vorgeschriebene Reifenprofil. "Fahren mit zu geringem Reifendruck ist nicht nur riskant. Dadurch geht auch viel Kraftstoff verloren und es werden mehr Schadstoffe ausgestoßen. Beides kann durch einfache und regelmäßige Überprüfungen leicht vermieden werden", sagte Jake Ronsholt, General Manager Corporate and Brand Communications von Bridgestone Europe.

3,9 Milliarden Liter Kraftstoff verschwendet

Gegenüber der Untersuchung im Jahr 2011 stellte der weltgrößte Reifenhersteller eine Steigerung um rund 25 Prozent fest. Begründet sieht der Hersteller die geringe Reifenwartung durch die Wirtschaftskrise, steigende Benzinpreise und eine rückläufige Kaufkraft. Damals waren 63 Prozent der Autofahrer mit zu geringem Druck unterwegs und lediglich ein Fünftel wiesen ein zu geringes Profil auf.

Allerdings bergen Reifen mit geringem Druck oder abgefahrene Pneus hohe Risiken. Die Stabilität und Lenkreaktion nehmen auf diese Weise ab und der Bremsweg verlängert sich. Zudem nimmt der Kraftstoffverbrauch zu. "Idealerweise sollten die Autofahrer den Reifendruck einmal im Monat prüfen. Dabei kann gleichzeitig die Profiltiefe gemessen und der Reifen auf Schäden und ungleichmäßige Abnutzung untersucht werden", so Ronsholt weiter.

Auch die Umwelt könnte von einer besseren Wartung profitieren. Bridgestone schätzt, dass durch den zu geringen Reifendruck rund 3,9 Milliarden Liter Kraftstoff verschwendet werden. Auch das ist sehr beunruhigend. (AG/TF)