Wachsender Wohlstand verdoppelt Anzahl der Autos

BP-Prognose

Die Zahl der Autos steigt weltweit stark an
Die Zahl der Autos steigt weltweit stark an © SP-X

Bis zum Jahr 2035 werden laut der neuen BP-Studie mehr als zwei Milliarden Autos auf der Welt umherfahren. Trotz eines Energiewandels werden die CO2-Emissionen weiter ansteigen.

Der Energiehunger der Welt wird bis 2035 weiter steigen und der Energiemarkt sich deutlich wandeln. Dies sind die zentralen Aussagen der neu veröffentlichten BP-Prognose, die sich mit der globalen Entwicklung des Energiebedarfs bis zum Jahr 2035 beschäftigt. Demnach wird vor allem der wachsende Wohlstand in den Entwicklungsländern für eine steigende Nachfrage von Öl, Gas und Kohle sorgen, unter anderem, weil sich die Zahl der Autos weltweit verdoppelt.

Durchschnittlich geht die BP-Prognose von einem Anstieg des Energiebedarfs bis 2035 um jährlich 1,3 Prozent aus. Besonders stark wachsen wird die Nachfrage nach regenerativen Energien, da die Wettbewerbsfähigkeit von Sonnen- und Windenergie weiter zunimmt. Gleichzeitig soll aber auch die Nachfrage nach fossilen Energieträgern wie Erdgas, Öl und Kohle steigen. Der Anteil fossiler Rohstoffe an der gesamten Energieversorgung wird allerdings von 86 Prozent im Jahr 2015 auf 75 Prozent im Jahr 2035 zurückgehen.

Klimakrise verschärft sich

Mitverantwortlich für den zunehmenden Energiebedarf ist laut BP unter anderem der Verkehrssektor. Dieser soll gut zwei Drittel des Nachfrageanstiegs beim Öl verursachen. Die BP-Prognose geht davon aus, dass sich die Zahl der Autos weltweit auf mehr als 2 Milliarden verdoppelt. Dabei soll auch der Anteil von Elektroautos deutlich steigen. Statt derzeit 5 Millionen werden es 100 Millionen prognostiziert, was einem Anteil an der globalen Fahrzeugflotte von gut 5 Prozent entsprechen würde.

Die Klimakrise dürfe sich trotz des deutlichen Anstiegs regenerativer Energien in absehbarer Zukunft weiter verschärfen. BP rechnet damit, dass die globalen CO2-Emissionen um 0,6 Prozent jährlich steigen werden. Damit würde sich die Steigerungsrate immerhin verlangsamen, die BP mit ehemals 2,1 Prozent angibt. (SP-X)