BMW im Vorjahr mit deutlichem Umsatzplus

Der BMW i3s. Foto: BMW
Der i3s verfügt auch über sportliche Momente. © BMW

Der Auto- und Motorradbauer BMW kann dank steigender weltweiter Verkäufe die Sorgen um den Dieselantrieb weitgehend abstreifen. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 4,8 Prozent auf 98,7 Milliarden Euro.

Wie der Dax-Konzern am Donnerstag in München mitteilte, stieg der Gewinn unter dem Strich auch dank eines Sonderertrags aus der US-Steuerreform von knapp einer Milliarde Euro um über ein Viertel auf 8,7 Milliarden Euro.


Die Ertragskraft im Kerngeschäft Automobilbau konnte BMW im vergangenen Jahr nach zwei Jahren mit Rückgängen stabil bei 8,9 Prozent halten. Die Dividende soll unerwartet kräftig um 50 Cent auf 4 Euro je Stammaktie angehoben werden. Für das laufende Jahr peilen die Münchener ein weiteres Plus bei den Auslieferungen an.

BMW i3 mit guter Nachfrage

Im vergangenen Jahr waren die Auslieferungen inklusive der Marken Mini und Rolls Royce um 4,1 Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge gewachsen. Der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge bei den Münchnern stieg um fast 66 Prozent auf 103.080 Einheiten. Dazu trug vor allem der rein elektrisch angetriebene BMW i3 bei. 2018 will die BMW Group ihren Absatz elektrifizierter Fahrzeuge auf mindestens 140.000 Einheiten steigern und bis Ende 2019 insgesamt mehr als eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben.

Mit 2,09 Millionen verkauften BMW verlor die Stammmarke jedoch Boden zum Premium-Rivalen Daimler, der rund 200.000 Autos der Marke Mercedes-Benz mehr verkaufte. Die Münchner sind derzeit dabei, die alternde Angebotspalette mit neuen Modellen umzukrempeln und so wieder Fahrt aufzunehmen. Mit neueren Autos können in aller Regel höhere Preise erzielt werden. (AG/dpa)