Fragen an den Autopapst im Juli 2014

Autopapst Andreas Kessler
Autopapst Andreas Kessler © AG

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Opel Meriva.

Frage von Peter Hensel:

Sehr geehrter Herr Keßler, gibt es schon eine automatische Einparkhilfe, die komplett das Einparken übernimmt? Im Fernsehen habe ich so etwas schon gesehen, vielleicht wissen Sie, ob man in einen Kleinwagen Nissan Pixo Automatik so etwas einbauen kann? Ich halte Sie für den kompetentesten Fachmann, den ich je gehört oder gesehen habe. Vielen Dank im Voraus! Mit freundlichen Grüßen Peter Hensel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Hensel, so etwas gibt es in der Tat! Funktioniert sogar recht ordentlich, ist aber hochkomplex! Ab Werk bieten das inzwischen VW, Ford, Toyota und einige weitere Hersteller an. Neuere Tests haben gezeigt, dass die Parklückengröße, die diese Systeme als geeignet einstufen, inzwischen um einiges kleiner geworden ist. Für Großstadtbewohner reicht das aber immer noch nicht. Abgesehen von diesem kleinen Manko sind die Systeme praxisgerecht. Nachrüsten kann man so etwas allerdings leider nicht. Wenn Sie einen Parkassistenten nutzen wollen, müssen Sie wohl oder übel ein neues bzw. anderes Auto mit so einem System kaufen. Es grüßt Der Autopapst

Frage von A. Romer:

Wie kann man Hundegeruch im Auto wirkungsvoll, einfach und schnell entfernen? Danke und Gruß Axel Romer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Romer, suchen Sie sich einen Auto-Aufbereiter, der "Ozon-Behandlungen" für den Fahrzeug-Innenraum anbietet. Kostet je nach geografischer Lage 100 – 130 Euro....

Frage von Wolf-Jürgen Träger:

Hallo werter Kfz-Experte, auf was deutet es hin, wenn bei einem Jahreswagen von VW Passat (Baujahr 06/12) erworben bei einem Kilometerstand von 11.500 km (07/13) bei 12.600 Kilometern zur Durchführung der Wartung (normal bei 27.000 km erste Aufforderung) aufmerksam gemacht wird? Danke für eine Erklärung! Mit freundlichen Grüßen Wolf-Jürgen Träger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Träger, in Ihrem Fall bedeutet das, dass die 2 Jahre um sind, innerhalb der spätestens eine Inspektion fällig ist! Der Inspektionshinweis erfolgt dabei unabhängig von der Fahrleistung. Wenn Sie deutlich mehr gefahren wären, hätte sich das Info-Display früher gemeldet. Viele Grüße Andreas K.

Frage von Wilfried Röttgers:

Kann ich die originale Wegfahrsperre vom Kia Sephia, Bj 1995, 1,6er, Stufenheck, durch eine Wegfahrsperre mit Schlüsseltransponder ersetzen? Wenn ja, durch welche? Viele Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Röttgers, in Ihrem Kia ist wahrscheinlich eine nachgerüstete (also nicht bereits am Band in Korea eingebaute...) elektrische (!) Wegfahrsperre eingebaut. Die unterbricht lediglich drei zum Betrieb des Autos nötige Schaltkreise wie z.B. den für den Magnetschalter, den für die Benzinpumpe und den für die Zündung. Die von Ihnen „Schlüsseltransponder-Wegfahrsperre“ genannte modernere elektronische (!) Wegfahrsperre arbeitet mit einem Freigabesignal, welches direkt im Steuergerät ankommt. Dort wird dann auch entschieden, ob der Motor anspringt oder nicht. Wie Sie sich denken können, ist der Aufwand zur Nachrüstung eines solchen Systems immens; immerhin müsste ein komplett neues Programm in das Steuergerät gebracht werden....

Frage von Ulrike:

Hallo lieber Autopapst, mein Ford Fiesta ist der Meinung, er sei ein Ferrari. Er ist laut. Wenn ich die Gänge schalte, gibt er Vollgas, er heult richtig auf. Habe schon den Kaltstartregler gewechselt, aber er macht das immer noch. Muss der eingestellt werden? Wenn ja, wie? Lieben Dank LG Ulrike

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ulrike, das dürfte eine alte Ford-Krankheit sein: Das Abgas-Rückführungsventil! Wenn das klemmt, kommt zu viel von dem Zeug in den Ansaugtrakt und sorgt dort für Verwirrung der Einspritzung. Also: Wechseln! Und dann das Drosselklappenteil sorgfältig reinigen, das wird durch das Zeug aus dem Abgastrakt nämlich auch ordentlich verdreckt...

Frage von Kerstin Buchwald:

Hallo, ich fahre einen Opel Vectra B Caravan. Der Drehzahlmesser schwankt immer im unteren Bereich und dann ruckelt er und stinkt nach Benzin. Was könnte das sein? Zündleiste und Zündkerzen sind neu.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte z.B. der OT-Geber sein. Oft ist dessen Kabel durch Alterung schon sehr brüchig und sorgt dadurch für Fehlsignale an die Einspritzung. Es soll auch schon Marderbisse in dieses Kabel gegeben haben....

Frage von Marco Streeck:

Hallo, bei meinem Mazda5, 1,6 l Diesel, manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe, Baujahr 2011, 30 000 km, konnte ich ohne Vorwarnung plötzlich nicht mehr schalten. Ich wollte vom 2. in den 3. Gang schalten und der 2. Gang ging nicht raus. Bei ausgeschaltetem Motor lässt es sich ganz normal schalten. Bei laufendem Motor geht kein Gang raus oder rein. Als der Motor abgekühlt war, ließ es sich dann wieder ganz normal bei laufendem Motor schalten, aber ich traute mich nicht, zu fahren. Grüße Marco

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Marco, die Kupplung trennt offenbar im warmen Zustand nicht mehr richtig. Entweder ist die Kupplung oder das Zwei-Massen-Schwungrad defekt oder die Kupplungsbetätigung hat ihren Saft (Bremsflüssigkeit!) verloren. Sieh mal in die Bedienungsanleitung, wo die Kupplungsflüssigkeit nachgefüllt werden muss. Wenn da nichts mehr drin ist, ist entweder der Geber- oder der Nehmer-Zylinder undicht und muss erneuert werden. Werkstattarbeit....!

Frage von Kerstin Tran:

Guten Tag, wir haben einen Audi A4 B5, 1,6 Liter, Baujahr 96. Die Temperaturanzeige steigt auf 110°C und sie fängt an zu piepsen, woran kann das liegen? Vielen Dank im Voraus MfG K. Tran

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Kerstin, wahrscheinlich ist das Kühlwasser zu heiß! Wenn ein bestimmter Temperaturwert überschritten wird, meldet sich das Kombiinstrument, um die Fahrerin (also Dich!) vor dem Motorexitus zu warnen. Der Grund für dieses Kühlmittelüberhitzung kann zu wenig Kühlwasser, ein verkalkter Kühler oder (das ist es meistens!) ein defekter / nicht funktionierender Kühlerlüfter sein. Letzteres ist der Fall, wenn das Auto nur im Stau zu warm wird.

Frage von Viola:

Hallo, mein VW Vento, 15.06.1995, 55 kW/75 PS, Benziner knallt, wenn ich die Kupplung kommen lasse und er zieht nach links. Ist aber nicht immer, sonst lässt er sich vernünftig schalten. Was könnte es sein? Danke LG Viola

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Viola, lasse das Auto auf eine Hebebühne fahren und dann von unten die Motoraufhängung und die Vorderachsaufhängung inspizieren. Irgendein Teil davon ist gebrochen oder extrem verschlissen. Das ganze ist kein Hexenwerk und nicht so teuer, wie sich das anhört. Und: Warte damit nicht zu lange, damit der Motor nicht auf die Straße fällt..... Cheers vom Autopapst

Frage von Konstantin Kröning:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen MG B, Bj.1976, 1,8 Liter, 98 PS - das europäische Modell. Trotz eines Werkstattaufenthaltes mit neuen Zündkerzen, Luftfiltern und den entsprechenden Arbeiten, springt der MG im warmen Zustand, also nach einer mittellangen Fahrstrecke, nicht mehr an - man muss warten, bis der Wagen abgekühlt ist. Was könnte die Ursache sein? Viele Grüße, Konstantin Kröning

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kröning, das liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Vergasern bzw. an den Nadelventilen der Schwimmerkammern. Wenn eins oder beide undicht sind, laufen die Schwimmerkammern über, was bei warmem Motor für eine totale Überfettung des Gemisches sorgt. Erst wenn der Motor nach einer Zeit wieder „belüftet“ (also das Zuviel an Kraftstoff verdunstet) ist, kommt wieder ein zündfähiges Gemisch zustande und der Motor startet. Begünstigt wird dieser Effekt durch die Lage der beiden SU-Vergaser, die zu einer starken Erwärmung der Schwimmerkammern und einer daraus resultierender Druckerhöhung führt. Lassen Sie die Nadelventile erneuern und besorgen Sie sich Wärmeabschirmbleche für die Vergaser, die es z.B. bei Limora für den MGB gibt. Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Domenico:

Hallo Herr Papst, wenn ich bei meinem Opel Zafira B 1.9 CDTI, Baujahr 2008, 150 PS, die Kupplung drücke, höre ich ein Rattern, aber nur beim Drücken und Loslassen. Seit ein paar Tagen höre ich ein Schleifen als würden zwei Metallgegenstände gegeneinander drücken. Was könnte das nur sein??? Und was würden eventuell für Kosten auf mich zukommen?? Mit freundlichen Grüßen Dome

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Domenico, das Ausrücklager der Kupplung ist hin! Das ist nicht teuer, aber zum Austausch muss leider das Getriebe ausgebaut werden. Und wenn das schon mal draußen ist, kann man auch gleich die Kupplung komplett erneuern. Das ist zwar teuer, aber wesentlich billiger als ein erneuter Getriebeausbau, wenn die Kupplung trotz des neuen Ausrücklagers dann nach 5000 km die Grätsche macht. Alles klar? Es grüßt der Autopapst

Frage von Rainer Böwes:

Hallo Herr Kessler! Mein Daihatsu Cuore, Bj. 1992, 30kw, 847ccm, läuft, sofern er warm ist (ca. sieben Kilometer), nur noch auf zwei Zylindern. Nach zehn Minuten warten läuft er wieder für die nächsten sieben Kilometer normal. Man kann Wasser über den Motor schütten, dann läuft er auch wieder für sieben Kilometer. Was hat der Motor für ein Problem? MfG Rainer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rainer, das dürfte so etwas wie „Altersrheuma“ bei Deinem Cuore sein! Wenn ein Schwall Wasser etwas verändert, ist die erste Handlung immer der Austausch / die Erneuerung der Zündanlage. Dazu gehören vor allem die Zündkabel, die Kerzenstecker und die Verteilerkappe nebst -finger. Neue Zündkerzen runden das Ganze dann ab. Nach 22 Jahren können selbst die besten Einzelteile (und Daihatsu hat wirklich gutes Zeug verbaut!!) am Ende ihres Verschleißvorrates angekommen sein. Ich würde den Rundumschlag machen und dann ist wieder Ruhe. Einstweilen jedenfalls..... Grüße vom Autopapst

Frage von Andreas Mischkin:

Hallo Herr Keßler, ich habe einen BMW 525 TDS, Bj. 1991, E 34. Der Durchzug ist bei niedrigen Drehzahlen verbesserungsfähig, sonst gut. Wenn aber der Tank ein Viertel leer ist, springt er schlecht an und scheint Luft zu ziehen. Eventuell die Vorförderpumpe? Grüße Andreas Mischkin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Andreas, denkbar ist tatsächlich eine ausgefallene Vorförderpumpe oder (wahrscheinlicher!) ein zugesetzter Kraftstoff-Filter. Wenn der Staudruck im Tank durch den sinkenden Pegel geringer wird, schaffen die Pumpen ggf. nicht genügend Sprit durch den „Filterkuchen“ für die Einspritzung. Ich würde zunächst mal den Filter wechseln, dann nach der Vorförderpumpe sehen und schließlich den Fehlerspeicher befragen (das kann man natürlich auch zuallererst machen....). Das mit dem Durchzug bei geringen Drehzahlen ist bei der Generation von Turbo-Dieseln noch normal, immerhin sprach man damals fast immer vom „Turboloch“, wenn man sich in so ein aufgepumptes Auto setzte. Es grüßt Der Autopapst

Frage von Jens Richter:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Cadillac CTS, Modelljahr 2008, funktioniert die elektrische Verstellung der Lenksäule nicht. Weder auf Bedienknopf noch auf Ansteuerung durch Programmtasten (1/2/Ausstiegshilfe) erfolgt eine Reaktion. Die 25A-Sicherung ist i. O. Können Sie mir einen zugehörigen Schaltplan vermitteln? Mir würde schon die Info helfen, welche Stecker sich wo befinden und welche Signale man prüfen kann. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Jens Richter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Richter, bei Schalt- oder Fehlersuchplänen ist die Autoindustrie besonders humorlos: Wer so etwas ins Netz stellt, bekommt sofort Post von den Konzernanwälten (Stichwort Copyright, besser wohl „Herrschaftswissen“). Am einfachsten (aber wahrscheinlich auch am teuersten....) ist der Versuch der Ansteuerung der Lenksäule und anschließender Diagnose mit Hilfe des GM-Diagnosesystems TECH2. Ohne dieses Tool werden Sie dem CAN-Bus des Cadillac kaum beikommen; mit Multimeter und Prüflampe geht bei Oberklassefahrzeugen dieser Generation leider kaum noch etwas. Hier ein Link zum TECH2: http://www.east-diagnostics.de/pkw-diagnosegeraete/sonstige-diagnose/tech-2-diagnosegeraet
Leider kann ich keine weiteren sachdienlichen Tipps geben, alles Gute wünscht Der Autopapst

Frage von Herrn Ebenau:

Guten Tag Herr Kessler, meine Frau fährt einen neuen Skoda Fabia 1,2 TSI, Handschalter mit fünf Gängen, Limousine. Da mir dieses Auto viel Freude beim Fahren vermittelte, kaufte ich vor vier Wochen den Fabia 1.2 TSI DSG als Combi. Selbe Ausstattung-Räder- nur in einer anderen Farbe. Von Anfang an fuhr der Combi anders. Er ist viel härter gefedert, und einen Tick lauter. Auch musste ich wegen Unwucht zwei Mal in die Werkstatt. Ganz leichte Unwucht ist immer noch zu spüren, aber laut Werkstatt in der Toleranz. Ich glaube, dass sich Vibrationen auf die Karosserie übertragen, woher sie auch kommen mögen. Jedenfalls hat man bei 160 km/h und bester Straße das Gefühl, wie wenn man in normaler Geschwindigkeit (40-80KM/h) über eine gute/feine Basalt-Straße fährt! Muss dass so sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo, Herr Ebenau! Ich verstehe Ihr Problem recht gut: Da findet man ein Auto gut (immerhin ein Massenprodukt, was so oder so ähnlich zu hunderten vom Fließband rollt...), kauft sich ein beinahe identisches Modell und stellt fest, das gerade dieses ganz anders fährt als das schon bekannte. Leider ist das fast immer so! Fahren Sie mal von einem beliebigen Modell ein anderes, gleich alt und gleich motorisiert: Sie werden sich wundern, was da alles anders riecht, scheppert oder eben nicht riecht und scheppert.... In Ihrem Fall handelt es sich sogar um eine völlig andere Antriebsvariante, die den Charakter eines Autos entscheidend verändern kann (und wahrscheinlich auch verändert!). Außerdem ist Ihr Fabia ein Kombi, der von Hause aus eine andere Feder-/Dämpferabstimmung hat. Das merkt man sehr genau, insbesondere, wenn man vorher mit der Limousine gefahren ist. Kombis müssen mehr laden können und haben daher andere Ferdern unter dem Bauch. Die Geräusche stammen sicher von den Reifen: Moderne Autos reagieren u.U. sehr empfindlich auf unterschiedliche Reifenfabrikate. In Ihrem Fall scheinen die verbauten Reifen einfach lauter abzurollen. Wenn Sie versuchsweise mal die Räder des Wagens ihrer Frau aufziehen, werden Sie Ihren Wagen nicht wieder erkennen. Fragen Sie sie doch mal, ob sie tauschen will..... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Hans:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Audi 80, BJ 1991, 1,6 L Motor mit 69 PS, Vergaser mit Kat, Laufleistung 21.000 km. Ich hatte das Auto alle Monate mal gestartet - ohne Probleme. Das letzte Mal wollte er aber nicht anspringen- Anlasser dreht freudig, Benzin kommt nach Abmachen des Schlauches auch, aber er springt nicht an. Mit Startpilot ist er sofort da. Bin ratlos, denn jeder sagt was anderes. Vielen Dank im Voraus für Ihren Rat. MfG Hans

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Hans, richtig defekt ist da nichts. Wahrscheinlich hat sich eine der zahlreichen Unterdruckdosen des als „Vergaser“ bezeichneten Roboters verabschiedet, den Audi seinerzeit zur Bekämpfung schlechter Abgaswerte eingebaut hat. Leider ist dieses Monster heute absolut nicht mehr beherrschbar. Sie werden auch nach langer Suche niemanden mehr finden, der in der Lage ist, diesen Vergaser einzustellen bzw. zu reparieren. Ich habe in der Vergangenheit mal sehr gute Ergebnisse unter Benutzung des „Jetzt helfe ich mir selbst“ vom Golf 2 gehabt: Der Vergaser wurde auch im zeitgleich gebauten Golf eingesetzt, deshalb steht in dem Buch eine recht genaue Fehler-Such-Beschreibung, die auch sehr schön bebildert ist. Wenn der Audi mit Hilfe dieser Anleitung nicht wieder anspringt, sehe ich leider eine sehr dunkle (= teure!) Zukunft für das Auto am Horizont heraufdämmern.

Frage von Jule:

Sehr geehrter Herr Kessler, seit Freitag trat im Motorraum auf dem Heimweg von der Arbeit ein merkwürdig klopfendes Geräusch in meinem Audi A4 T, BJ. 2000, 150 PS mit bisher 190.000 km auf. Es wurde von Kilometer zu Kilometer lauter. Erst habe ich es gar nicht bemerkt und dann fiel mir mit zunehmender Lautstärke auf, dass dieses Geräusch nur dann auftritt, wenn ich vom Gas gehe... Sobald ich beschleunige oder das Gas halte, ist es absolut still (weg). Ja, ich habe einen Turbo drin, allerdings hatte ich bisher noch keinen Leistungsverlust oder anderes. Was könnte es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jule, Geräusche sind aus der Ferne fast nicht zu analysieren! Wenn das Geräusch im eingekuppelten Zustand im Schiebebetrieb (Gas weg!) zu hören ist, wird es höchstwahrscheinlich aus Richtung Getriebe / Antrieb kommen. Ob es „nur“ eine Antriebswelle oder doch das Differential oder das Getriebe ist, wird leider nur ein mitfahrender Fachmann näher eingrenzen können. Ganz billig wird das ganze jedenfalls nicht (wenn meine Vermutungen zutreffen....). Cheers vom Autopapst

Frage von Dennis:

Hallo, ich habe mir vor paar Monaten auf meinen Audi A3 8P, Bj. 2010. neue Felgenaufziehen lassen. Seitdem schleift ab drei Personen Besatzung bei jedem kleinen Hubbel der Reifen in dem Innenraum des Radkastens. Welche vom TÜV erlaubten Möglichkeiten gibt es, dies zu beheben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Dennis, die einfachste Möglichkeit dürfte ein Federwegbegrenzer sein, den Dir fast jedes größere Reifencenter einbaut. Dazu müssen aber die Federbeine ausgebaut werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Es grüßt der Autopapst

Frage von Lutz Benkenstein:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Renault Twingo, Bj. 2002. Wenn ich das Lenkrad stark einschlage, z. B. beim Rausfahren aus einer Parklücke, poltert es und ich habe das Gefühl, dass etwas spannt wie eine Feder. Es ist laut, da die Leute auch darauf reagieren. Was kann das sein? LG Lutz Benkenstein

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Lutz, eine der zahlreichen Schwachstellen des Twingo sind Federbrüche! Das merkt man u.U. gar nicht sofort, ein Sicherheitsrisiko ist es trotzdem. Lasse mal einen Profi unter das Auto gucken (wozu der Wagen am besten auf eine Bühne sollte....). Federn gibt es im Zubehör deutlich (!!) preiswerter als bei Renault. Und: Immer beide Federn wechseln. Eventuell bietet sich dabei ein Tausch der Stoßdämpfer vorne an, weil das dieselbe Arbeit für zwei Komponenten ist (Federn + Dämpfer). Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Karl Lauckner:

Lieber Herr Keßler, ich fahre einen BMW 318i gebraucht gekauft – 31.200 km gefahren - muss ich wirklich alle zwei Jahre das Motoröl wechseln? Herzlichst Karl Lauckner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Lauckner, leider altert Motoröl auch dann, wenn das Auto nicht gefahren wird. Und BMW-Motoren sind recht anspruchsvoll, was das Öl betrifft... Wenn der 318i meiner wäre, würde ich einmal pro Jahr das Öl erneuern. So ein Ölwechsel kostet in einer freien Werkstatt 60 - 80 Euro, was einmal pro Jahr wohl drin sein dürfte. Die Mehrkosten stehen jedenfalls in keinem Verhältnis zu den Kosten eines Nockenwellenschadens, der bei zu altem oder chemisch gealtertem Öl auftreten kann. Es grüßt der Autopapst

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.