BMW Group knackt die Million im Mai

Kernmarke schwächelt in China und Deutschland

Der BMW X3. Foto: BMW
Der Generationswechsel des X3 wird sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 auswirken. © BMW

Die BMW Group hat erstmals im Mai die Millionengrenze bei den Verkäufen überschritten. Dabei musste die Kernmarke herbe Verluste im fünften Monat hinnehmen.

Die BMW Group hat erstmals nach den ersten fünf Monaten des Jahres über eine Million Fahrzeuge abgesetzt. 1.003.573 Einheiten von BMW, Mini oder Rolls-Royce wurden von Januar bis Ende Mai in Kundenhand gegeben.


„Zu diesem Zeitpunkt des Jahres erstmals über eine Million Fahrzeuge abgesetzt zu haben, ist ein echter Meilenstein“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Allerdings musste die Gruppe besonders auf dem Heimatmarkt sowie dem größten Einzelmarkt im Mai zweistellige Verluste hinnehmen.

Feiertage sorgen für Minus bei der BMW Group

Dabei ist das Minus über 13,6 Prozent in Deutschland auf Feiertage und somit fehlende Arbeitstage zurückzuführen. Auf dem chinesischen Markt sorgten unter anderem Änderungen bei Einfuhrzöllen zu einem Rückgang um 10,1 Prozent gegenüber dem Mai 2017. Insgesamt schloss BMW den Mai mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 204.041 Verkäufen ab.

Nach fünf Monaten liegen die Münchner im Reich der Mitte mit 2,5 Prozent bei 248.870 Verkäufen im schwarzen Bereich. In Deutschland steht dagegen nach 126.362 Neuzulassungen ein Minus über 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

BMW X3 noch nicht überall erhältlich

Ein weiterer Grund für den Rückgang ist der Hochlauf des neuen X3. Das SUV ist noch nicht in allen Märkten verfügbar und wird für Schwung sorgen, da die SUV über ein Drittel aller BMW-Verkäufe ausmachen.

„Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass unsere X Fahrzeuge bei den Kunden so populär sind wie nie zuvor, und dass wir trotz der fehlenden Verfügbarkeit des BMW X3 in China Rekord-Absatzzahlen verzeichnen. In der zweiten Jahreshälfte wird der X3 weltweit im vollen Umfang verfügbar sein und damit im dritten und vierten Quartal für weiteren Schwung sorgen“, so Nota weiter.

40 Prozent mehr Elektro-Verkäufe

Der Vertriebsvorstand freut sich über den steigenden Absatz der elektrifizierten Fahrzeuge. „Hier stieg die Zahl der Kundenauslieferungen um über 40 Prozent“, sagt Nota. 46.849 Einheiten wurden nach fünf Monaten weltweit verkauft. Besonders in den USA und Großbritannien waren die Modelle von BMW i, BMW iPerformance und Mini Electric begehrt. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals über 100.000 elektrifizierte Autos weltweit verkauft wurden, peilt die BMW Group für 2018 über 140.000 Auslieferungen an.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.