Mini Clubman wird zum Lifestyle-Lieferwagen

Autosalon Genf

Der Mini Clubvan wird auf dem Autosalon Genf präsentiert. © BMW

Die BMW-Tochter Mini versucht neue Kundenkreise für die Marke zu erschließen. Auf dem Autosalon in Genf wird Anfang März das Conceptcar eines lifestyligen Lieferwagens präsentiert.

Der Mini wird praktisch. Auf dem Genfer Salon (8. bis 18. März) debütiert die seriennahe Studie Clubvan Concept, ein kleiner Stadtlieferwagens mit zwei Sitzen und viel Platz für Ladung. Das Lifestyle-Nutzfahrzeug kommt noch im laufenden Jahr als Serienmodell und soll der Marke neue Kundenkreise erschließen.

Den Fuhrpark eines Modedesigners, eines Kunstgaleristen oder eines Event-Caterers stellt sich die BMW-Tochter als mögliches Einsatzgebiet des Clubvan vor. Denn wer etwas zu transportieren hat, muss bislang mit nüchternen und wenig strahlkräftigen Kleintransportern Vorlieb nehmen. Der Mini-Lieferwagen will da die stilvolle Alternative sein. Historisches Vorbild ist der Morris Mini Van aus den 60er-Jahren.

Mini Clubman bildet Basis

Die Basis der Studie bildet der kombiartige Clubman. An Stelle der Fondbank gibt es nun jedoch eine ebene Ladefläche, die durch ein Trenngitter vom zweisitzigen Passagierabteil getrennt ist. Die hinteren Seitenscheiben sind nicht wie ansonsten bei Lieferwagen üblich durch Bleche verschlossen, sondern lediglich stark abgedunkelt. Auf Wunsch lassen sie sich zudem mit dem Firmenlogo des Besitzers bekleben. Weitere Änderungen gibt es nicht: Zugänglich ist der Kofferraum wie beim Clubman über eine Flügeltür am Heck, und auch die gegenläufig öffnende Fondtür an der rechten Seite bleibt erhalten. Sie soll das Beladen mit kleineren Gegenständen erleichtern.

Details zu den Motoren nennt Mini noch nicht. Ziemlich sicher werden jedoch die Diesel mit Leistungswerten zwischen 66 kW/90 PS und 105 kW/143 PS angeboten und auch die kleinen Benziner mit 72 kW/98 PS und 90 kW/120 PS dürften im Programm sein. Fraglich ist, ob es einen Clubvan Cooper S mit 135 kW/184 PS geben wird. Die Preise bei Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte sind ebenfalls noch nicht bekannt, dürften jedoch unter denen des Clubman liegen, der mindestens 18.600 Euro kostet. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.