Acht Schnelllade-Säulen für Elektroautos

Auf A9 von München nach Leipzig

Ein BMW an der Ladestation.
Ein BMW an der Ladestation. © BMW

Fahrer eines Elektroautos können sich über einen Ausbau der Infrastruktur freuen. Entlang der A9 von München nach Leipzig wurden nun acht Schnelllade-Station installiert

Eines der großen Probleme der Elektromobilität ist neben einem zu hohen Anschaffungspreis, einer geringen Reichweite auch die fehlende Infrastruktur. Doch der Ausbau der Ladestationen nimmt langsam Fahrt auf. So wurden am Mittwoch auf der A9 zwischen München und Leipzig auf einer Strecke von 430 Kilometern acht Schnellladestationen für Elektroautos in Betrieb genommen.

Hier können E-Autos in weniger als einer halben Stunde auftanken. Die Installation fand im Rahmen des Schaufenster-Projektes „Bayern-Sachsen Elektromobilität verbindet“ im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothea Bär und Vertretern der Projektpartner von Siemens, E.ON und BMW statt.

Zahlen per SMS und Hubject

Fahrer eines Elektroautos finden die acht Ladesäulen in Schweitenkirchen, Ingolstadt, Lauf, Himmelkron, Selbitz, Hermsdorf, Schkeuditz und Dessau an Rastplätzen oder bei Partnern direkt an der Autobahn. „Die Schnelllade-Achse ist für uns ein weiterer Baustein, um Elektromobilität auch in Deutschland erfolgreich zu machen“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Herbert Diess.

„Erst durch die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen trägt die Elektromobilität zum wirklich nachhaltigen Umbau unserer Verkehrssysteme bei. Wir entwickeln deshalb auf Basis von regenerativer Energie neue Geschäftsmodelle und Bezahlsysteme und sammeln Betriebserfahrung, um das Fahren mit Elektrofahrzeugen umweltfreundlich und komfortabel zu machen“, so Leonhard Birnbaum, E.ON-Vorstand für Märkte und Dienstleistungen.

Bezahlt werden kann an den Schnellladestationen mit dem Handy per SMS und über die europäische Roaming-Bezahlplattform Hubject. Sie wird ab dem Sommer den Fahrern von E-Autos zur Verfügung stehen. Mit der Hubject-Plattform werden die Fahrer in Kürze die Gelegenheit haben, mit nur einem Vertrag und einer Karte überall in Europa an Ladesäulen verschiedener Anbieter Strom zu tanken. Derzeit können sich die E-Autofahrer noch freuen: Für die ersten vier Wochen des Betriebs ist das Laden an den acht Ladesäulen kostenfrei. (AG)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.