BMW iX3: Noch ein weiteres Elektro-SUV

Der BMW iX3 ist das erste reine E-Auto der Münchner nach dem i3. © BMW

Die Kernmarke BMW hat bislang außer dem i3 kein reines Elektroauto im Angebot. Doch das ändert sich mit dem iX3. Er wird indes erst im kommenden Jahr in Deutschland erhältlich sein.

Mit ihm ist der Autobauer von der Philosophie, Elektroautos wie den i3 grundlegend anders als konventionell angetriebene Pkw zu konstruieren, abgerückt. Der erste Vollblutstromer der Marke nach dem Paradigmenwechsel heißt iX3. Er stammt, wie der Modellname schon sagt, vom SUV X3 abstammt. Mutig ist das nicht. Schließlich reihen sich die Münchner damit ein in den Reigen der Hersteller, die vor allem SUVs anbieten, wenn sie ein neues E-Auto präsentieren.


Im Sommer startet der Münchener Autobauer die Produktion des E-Modells in China und beliefert zunächst dort erste Kunden. Im Frühjahr 2021 ist er dann auch in Deutschland zu Preisen ab rund 70.000 Euro verfügbar.

Neue Generation des E-Antriebssystems

Der iX3 steht zugleich für eine neue Generation des eDrive genannten Elektro-Antriebssystems von BMW, welches 2021 auch in dem Modellen iNext sowie i4 zum Einsatz kommen soll. Unter anderem verspricht der Autobauer für die nunmehr fünfte eDrive-Generation eine um 30 Prozent gesteigerte Leistungsdichte des Motors, der sich außerdem durch einen Wirkungsgrad von 93 Prozent auszeichnet. Erstmals verzichten die Münchener bei der E-Maschine zudem auf den Einsatz seltener Erden.

Im Fall des iX3 stellt der Motor 286 PS sowie 400 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Damit soll der heckgetriebene 2,2-Tonner 100 km/h nach 6,8 Sekunden sowie maximal 180 km/h erreichen. Die brutto 80 kWh große Batterie mit 74 kWh nutzbarem Energiegehalt erlaubt laut NEFZ 520 und nach dem praxisnäheren WLTP-Zyklus 460 Kilometer Reichweite. Den Verbrauch gibt BMW nach NEFZ mit 17,5 und nach WLTP mit 18,5 kWh an. Neben dem Verzicht seltener Erden beim Motor ist laut BMW parallel außerdem der Kobalt-Anteil im Akku um zwei Drittel gesunken.

Dreiphasiges Laden möglich

Mit Wechselstrom soll ein- wie dreiphasiges Laden der Batterie mit bis zu 11 kW möglich sein. Hier dauert das Aufladen auf 100 Prozent rund siebeneinhalb Stunden. Alternativ kann unter Gleichstromzuvor auch mit bis zu 150 kW geladen werden. Strom für 100 Kilometer lässt sich so in 10 Minuten in die Akkus pressen, eine Aufladung von 0 bis 80 Prozent soll in 34 Minuten möglich sein. Wer auf Autobahntouren die Schnellladesäulen von Ionity ansteuert, zahlt als iX3-Kunde übrigens nur 29 Cent pro Kilowattstunde.
Wie der X3 soll auch die i-Variante dynamische Fahreigenschaften bieten, wie man sie von einem Vertreter des von BMW erkorenen Segments der Sports Activity Vehicles erwartet. Garanten dafür sind ein im Vergleich zum X3 um 7,5 Zentimeter gesenkter Fahrzeugschwerpunkt, Fahrwerksmodifikationen und das serienmäßig verbaute Adaptiv-Fahrwerk mit elektrisch geregelten Dämpfern.

Niedriger cW-Wert

Das Heck des BMW iX3. Foto: BMW

Optische Besonderheiten des iX3 sind unter anderem eine aerodynamisch optimierte Außenhaut. Zum Aero-Trimm zählen auch auffällige 19-Zoll-Räder mit besonders niedrigem Luftwiderstand. Diese sind bereits Teil der Basisausstattung Inspiring, die außerdem noch Panorama-Glasdach, Metallic-Lackierung, elektrische Heckklappe, Sportlenkrad, elektrisch einstellbare Vordersitze, 3-Zonen-Klimaautomatik, Infotainmentsystem mit Smartphone-Integration, Navigation sowie DAB-Radio, Abstandstempomat und viele weitere Assistenzsysteme umfasst.

Außerdem gibt es eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eine Handyablage für drahtloses Laden. Die Rückbank ist zudem im Verhältnis 40:20:40 umklappbar. Der Kofferraum kann so von 510 auf 1.560 Liter wachsen.

Alternativ wird BMW für den iX3 die Ausstattung Impressive anbieten, die 20-Zoll-Räder, adaptive LED-Scheinwerfer, Sportsitze, Lederausstattung, Premium-Sound, Head-up-Display und vieles mehr beinhaltet. (SP-X)

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