BMW und Hyundai laufen Daimler den Rang ab

Branchenvergleich

Der Hyundai Veloster fährt mit innovativem Design vor © Hyundai

Einer Studie zufolge werden BMW und Hyundai ein hohes Wachstumstempo bescheinigt. In dem Branchenvergleich stürzte Spitzenreiter Toyota gleich mehrere Plätze ins Mittelfeld ab.

BMW und der koreanische Autobauer Hyundai stehen einer Studie zufolge kurz davor, Daimler in Sachen Leistungsstärke einzuholen. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Branchenvergleich hervor («Automotive Performance 2011»), der dem «Handelsblatt» vorliegt. «Das Wachstumstempo von Hyundai und BMW ist enorm», sagte Studienleiter Stefan Bratzel, Chef des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule in Bergisch Gladbach.

Minimaler Abstand

Daimler kann sich in Bratzels auf elf Indikatoren wie Absatz, Rendite und Innovationsstärke basierender Auswertung der Leistungskraft in der Autoindustrie im Vergleich zu 2010 um elf Ränge vorarbeiten und landet auf Platz zwei hinter dem neuen Spitzenreiter Volkswagen.

Der Prognose zufolge könnten allerdings die Koreaner, dieses Mal auf Rang drei, im laufenden Geschäftsjahr Daimler als Zweitplatzierten ablösen. Schon jetzt sei der Abstand minimal. «Es sieht sehr danach aus, als würde Hyundai einen weiteren Wachstumsschub machen und selbst einen Premiumanbieter wie Daimler überholen», sagt Bratzel.

Toyota auf Platz acht

Der Münchner Rivale BMW - beim Autoabsatz längst vor Daimler, in Bratzels Studie auf Rang vier - könnte die Stuttgarter ebenfalls abhängen. «BMW hatte schon vor der Finanzkrise Probleme, besonders in den USA. Das Unternehmen hat sich früh restrukturiert und ist heute kompakt aufgestellt», sagte Branchenkenner Bratzel.

Toyota stürzte nach den Rückschlägen wegen Qualitätsproblemen vom Branchenthron ins Mittelfeld ab und landet auf Platz acht, wie die Zeitung berichtet. (dpa)

Vorheriger ArtikelNeues Opel-Flaggschiff ab 2016
Nächster ArtikelRekord-Staus in Aussicht
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.