BMW mit Gewinnsprung im ersten Quartal

E-Modelle mit hoher Nachfrage

BMW mit Gewinnsprung im ersten Quartal
Emissionsfrei durch den Englischen Garten: der BMW iX3. © Daniel Kraus

Der Autobauer BMW hat trotz der Corona-Pandemie im ersten Quartal einen Gewinnsprung erzielt. Gefragt bei den Münchner waren insbesondere die E-Modelle.

Der Gewinn unterm Strich verfünffachte sich nahezu im Vergleich zum coronabedingt schwachen Vorjahreszeitraum auf 2,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Konzernumsatz kletterte um 15 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro.


Nach dem starken Jahresstart peilen die Münchener im wichtigen Autogeschäft bei der Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern nun immerhin einen Wert am oberen Ende der fürs Jahr eingeplanten Spanne von 6 bis 8 Prozent an, wie es weiter hieß.

Marge auf 9,8 Prozent gestiegen

Im ersten Quartal war die operative Marge wie bereits bekannt von 1,3 auf 9,8 Prozent gestiegen. Doch im weiteren Jahresverlauf sei eine anhaltende Volatilität zu erwarten, erläuterte das Management um Vorstandschef Oliver Zipse.

So geht BMW zwar mit fortschreitenden Impfungen von weniger Störfaktoren durch die Corona-Pandemie aus, sorgt sich aber dennoch um negative Auswirkungen und erwartet darüber hinaus weitere Belastungen durch höhere Rohstoffpreise. Rivale Daimler hatte für die Pkw- und Van-Sparte Mercedes-Benz seine Gewinnaussichten nach dem starken Jahresstart deutlich hochgeschraubt.

„Das erste Quartal zeigt: Unser globales Geschäftsmodell ist auch in Krisenzeiten erfolgreich. Wir bleiben auf Wachstumskurs – und das ebenso nachhaltig wie ertragsstark“, sagte BMW-Vorstandshef Oliver Zipse. „Grundlage dafür ist und bleibt ein klarer Fokus auf attraktive Hochtechnologie-Angebote für die Mobilität von morgen.“ Dabei läge der Schwerpunkt auf einer „digital vernetzten, nachhaltigen und elektrischen Mobilität“. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge soll bis 2025 um mehr als 50 Prozent pro Jahr gesteigert werden. BMW hat sich zum Ziel gesetzt, bis dahin rund zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert haben.

Neue Bestmarke bei Auslieferungen

BMW-Chef Oliver Zipse. Foto: dpa

BMW konnte bei den Auslieferungen im ersten Quartal eine neue Bestmarke erzielen. Insgesamt lieferte der Autobauer insgesamt 636.606 Fahrzeuge aus, ein Zuwachs von 33,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auf die Kernmarke entfielen davon 560.543 Fahrzeuge (+36,1 Prozent). Erfreulich zeigte sich der Absatz elektrischer Fahrzeuge. In den ersten drei Monaten des Jahres konnte BMW mehr als doppelt so viele E-Fahrzeuge (Plug-in-Hybride und rein vollelektrische Fahrzeuge) ausliefern wie im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt hat das Unternehmen 70.207 Fahrzeuge an Kunden übergeben (+128,7 Prozent). Darunter befanden sich 14.161 vollelektrische Fahrzeuge (BMW iX3, BMW i3, Mini Cooper SE). Das ist ein Zuwachs von etwas mehr als 119 Prozent. In diesem Jahr kommen mit dem BMW iX und dem BMW i4 zwei weitere reine E-Modelle auf den Markt. (mit dpa)

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