Hohe Nachfrage: BMW legt Sonderschichten ein

6000 Autos zusätzlich

Neuer BMW 3er neu -341931 ©

Von Absatzkrise ist beim Münchner Autobauer BMW keine Spur. Wegen der hohen Nachfrage nach dem BMW er legt das Unternehmen Sonderschichten ein. Es sollen 6000 Autos zusätzlich gebaut werden.

Die Premiumhersteller sind von der Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt kaum betroffen. Sie schreiben Monat für Monat zumeist neue Bestmarken. Wegen der starken Nachfrage nach dem BMW 3er wird der Autobauer BMW die Produktion am Standort München nun deutlich steigern.

«Im ersten Halbjahr 2013 wird BMW zwölf Sonderschichten im Werk München fahren, wo der BMW 3er gebaut wird», sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Schoch der «Wirtschaftswoche». So würden rund 6000 Autos zusätzlich gebaut, weil sich das Modell so gut verkaufe.

Produktion bei BMW flexibel

Schoch betonte gleichzeitig, BMW habe die Produktion so weit flexibilisiert, dass der Autobauer selbst einen größeren Rückgang der Nachfrage ohne Personalabbau überbrücken könne. «BMW würde selbst einen schweren Absatzeinbruch von 30 Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren ohne Entlassungen von fest angestellten Mitarbeitern überstehen», sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende mit Verweis auf die neue Betriebsvereinbarung.

Sie ermögliche neben Arbeitszeitkonten auch Werksschließungen in Urlaubszeiten, den Abbau sämtlicher Leiharbeiter sowie Kurzarbeit an zwei Tagen pro Woche. Damit seien die Jobs der BMW-eigenen Mitarbeiter bis 2017 gesichert.

Nach den ersten zehn Monaten liegt BMW beim Absatz unterdessen auf Rekordkurs. Per Oktober konnten die Bayern weltweit 157.618 Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Für die BMW Group war es zugleich der beste Oktober aller Zeiten. Entsprechend zuversichtlich hatte sich Vertriebsvorstand Ian Robertson Anfang des Monats bei der Bekanntgabe der Oktober-Zahlen gezeigt.

Man sei auf einem guten Weg, ein neues Rekordjahr zu erreichen, hatte Robertson gesagt. Nach zehn Monaten konnte die BMW Group weltweit 1,493,153 Autos absetzen, ein Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (AG/dpa)