BMW mit leichtem Absatzplus im Juni

Der BMW X3 ist für die Münchner ein Bestseller. © BMW

China hat dem Autobauer BMW ein Absatzplus beschert. So stiegen die weltweiten Auslieferungen im Vormonat um 1,4 Prozent auf 203.523 Autos.

Das teilte das Dax-Konzern am Mittwoch in München mit. Die Marke mit dem weißblauen BMW-Logo legte vor allem in China stark zu und verkaufte dort gut ein Fünftel mehr Wagen. Mit 61.564 an Kunden übergebenen Fahrzeugen stieg dort der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 21 Prozent an.


Das Absatzplus von BMW resultiert daraus, dass mittlerweile mehrere Modelle der SUV-Baureihe nicht mehr nur in den USA, sondern auch in China gefertigt werden. Im ersten Halbjahr verkaufte BMW von den Stadtgeländewagen mit dem «X» im Modellnamen 23,1 Prozent mehr Fahrzeuge als in den ersten sechs Monaten des Vorjahrs. Besonders beliebt bei den Kunden waren mit einem Zuwachs von 19,1Prozent der BMW X2 und mit 66,6 Prozent der X3. Das gleicht die Schwäche bei den Limousinen aus, insgesamt liegt BMW von Januar bis Juni mit 1,6 Prozent im Plus bei 1,08 Millionen Premiumautos.

Krüger kündigte Abschied an

BMW-Chef Harald Krüger, der vergangene Woche seinen Abgang angekündigt hat, wollte BMW hier 2020 wieder vor dem Rivalen Mercedes-Benz aus dem Daimler-Konzern an der Weltspitze sehen, die die Münchener 2016 abgeben mussten. Ob ein neuer Chef an diesem Ziel festhält, wird sich zeigen. In der kommenden Woche will der Aufsichtsrat über die Nachfolge entscheiden.

Schlechter läuft es im Konzern allerdings nach wie vor bei der Kleinwagenserie Mini, die auf elektrischen Antrieb umgestellt wird. Am gestrigen Dienstag wurde in Rotterdam der Mini Cooper SE vorgestellt, das erste vollelektrische Auto der Marke. Ältere Modelle von Mini sind nicht mehr so gefragt. Inklusive Mini und der Luxusmarke Rolls-Royce liegt BMW nach sechs Monaten beim gesamten Fahrzeugverkauf nur mit 0,8 Prozent im Plus mit 1,25 Millionen Autos. Damit konnte BMW erstmals in einem Halbjahr mehr als 1,25 Millionen Fahrzeuge ausliefern.

Vertriebsvorstand Pieter Nota zeigte sich mit Blick auf die kommenden Monate zuversichtlich, dass BMW aufgrund seiner Modelloffensive seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann. (AG/dpa)

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