BMW lässt Mercedes und Audi im April hinter sich

Ein Trumm von Auto: der BMW X7. © BMW

Der Autobauer BMW hat im April mehr Autos verkauft als noch im Jahr zuvor. Damit ließen die Münchner die Konkurrenten von Mercedes und Audi hinter sich.

Der Absatz der weiß-blauen Stammmarke wuchs um 2,3 Prozent auf gut 171.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Hauptgrund war die starke Nachfrage in China – dort legten die Auslieferungen um über 18 Prozent zu.


„Die in einem herausfordernden Umfeld erzielte positive Absatzentwicklung zeigt, dass wir mit unseren aktuellen Modelleinführungen neue Kunden für unsere Kernmarke gewinnen. Wir liegen damit auf Kurs, 2019 wie geplant unseren Absatz zu steigern“, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota.

Die Nachfrage nach dem großen SUV BMW X7 etwa übertreffe die Erwartungen. Damit hätte dieses Modell dazu beigetragen, den Absatz der X-Modelle um über 20 Prozent zu steigern.Die X-Modelle sind größter Wachstumstreiber. So hat sich der globale Absatz des BMW X2 im Vergleich zum April des vergangenen Jahres mehr als verdoppelt, während sich die Auslieferungen des X3 um 71 Prozent erhöhten und der X4 ein Plus von über 36 verzeichnete. Insgesamt machten die BMW X Fahrzeuge mit über 74.049 weltweiten Auslieferungen über 43 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke aus. Der Modellwechsel des BMW 3er verlaufe wie geplant.

Mercedes hat Absatz eingebüßt

Der Absatz von Mercedes-Benz war im April um 5,5 Prozent auf 182.000 Autos gesunken. Die Auslieferungen von Audi gingen um 13 Prozent auf 140.300 Autos zurück. BMW konnte schwächere Verkäufe in Europa und Amerika mit deutlich höherem Absatz in China mehr als ausgleichen. Seit Jahresbeginn legten die Auslieferungen der Kernmarke um 0,8 Prozent auf 690.500 Autos zu.

Schlecht lief es allerdings bei Mini: Der Absatz sank seit Jahresbeginn um rund vier, im April sogar um fast zehn Prozent. Ein Grund: Wegen des ursprünglich für März geplanten Brexits hatte Mini seine Produktionspause für Wartungsarbeiten auf April vorverlegt.

Insgesamt verkaufte der BMW-Konzern mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im April 196.200 Fahrzeuge oder 0,7 Prozent mehr. Seit Januar stieg der Absatz damit um 0,2 Prozent auf 801.500 Fahrzeuge. (AG/dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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