BMW kommt besser durch Chip-Krise als Mercedes

BMW kommt besser durch Chip-Krise als Mercedes
Emissionsfrei durch den Englischen Garten: der BMW iX3. © Daniel Kraus

Der Autobauer BMW verkraftet die Halbleiterkrise besser als Konkurrent Mercedes. Die Münchner setzen im dritten Quartal 593.000 Fahrzeuge ab, ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Mercedes-Benz lag im dritten Quartal 30 Prozent unter Vorjahr, wie die Schwaben am Mittwoch mitgeteilte hatten. Die Versorgungslage dürfte angespannt bleiben, daher seien «Effekte auf den Absatz in den kommenden Monaten nicht auszuschließen», teilte BMW am Donnerstag mit.


BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota zeigte sich aber «zuversichtlich, trotz Halbleiterengpässen unsere ambitionierten Vertriebsziele zu erreichen und damit für das Gesamtjahr 2021 ein solides und profitables Wachstum zu erzielen». Weil die Nachfrage hoch ist und die Preise für Neuwagen ebenso steigen wie für Gebrauchtwagen aus dem Leasinggeschäft, hatte BMW seine Gewinnprognose vor einer Woche angehoben.

1,932 Millionen Autos bis September verkauft

Von Januar bis September hatte der Konzern 1,932 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft und damit 18 Prozent mehr als im von Corona-Lockdowns geprägten Vorjahr. Aber im dritten Quartal lagen die Auslieferungen der Marke BMW mit 525 000 Autos 10 Prozent unter Vorjahr.

Mercedes-Benz hatte von Juli bis September weltweit nur 428.000 Autos der Marke mit dem Stern verkauft, 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die wacklige Versorgung mit Halbleitern «wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Quartalen auf die Produktion und den Absatz auswirken», warnte der Stuttgarter Autokonzern. Die Ingolstädter VW-Tochter Audi will ihre Absatzzahlen erst am 29. Oktober zusammen mit den Finanzzahlen veröffentlichen.

Die Verkäufe des BMW-Konzerns fielen im dritten Quartal in Europa um 20 Prozent, in China um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In den USA dagegen stiegen sie um 4 Prozent. «Seit Jahresbeginn konnten wir den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge mehr als verdoppeln» auf fast 60 000 Fahrzeuge, sagte Nota. Treiber sei das vollelektrische SUV iX3. Mit dem iX und dem i4 bringe BMW im November zwei weitere Elektro-Modelle auf den Markt. (dpa)

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