BMW 4er: Ein Kühlergrill zum polarisieren

Im neuen BMW 4er feiert ein neuer 3,0-Liter-Sechszylinderbenziner mit 374 PS Premiere. © BMW

Man muss den neuen Kühlergrill des BMW 4er nicht mögen. Doch damit fällt das Mittelklasse-Coupé aber auf jeden Fall auf.

Zugleich hebt sich die neue Generation der neuen BMW 4er-Reihe damit stärker als bisher vom bürgerlicheren 3er ab. Neben der Optik gibt es zudem auch einen neuen Sechszylindermotor. Die Markteinführung des Coupés erfolgt im Oktober, später ergänzen ein Cabrio und eine viertürige Fließheck-Limousine das Portfolio.


Optisch tritt der neue Vierer deutlich eigenständiger auf als sein Vorgänger, der im Grunde nur eine leicht aufgehübschte Variante des Dreiers war. Nun trägt der Viersitzer ein komplett eigenes Blechkleid – und vor allem eine neue Front. Die bietet auch eine Lösung für das schon länger gärende Nierenproblem der Marke an.

Anleihen beim 3.0 CSi aus den 70ern

Während der ikonische Kühlergrill bei den vergangenen Modellneuheiten unschön in die Breite gewachsen ist, spannt er sich nun vertikal über die Schnauze. Vorlage waren laut BMW unter anderem das Vorkriegs-Coupé 328 und der 3.0 CSi aus den 1970er-Jahren. Bei der auf der IAA 2019 präsentierten Studie „Concept 4 Series“ sorgte das neue Nierendesign noch für viele Diskussionen, die Serienversion wirkt gefälliger, dürfte aber trotzdem die Meinungen spalten.

Die Unterschiede zum günstigeren 3er sollen nicht nur optisch, sondern auch auf der Straße spürbar sein. Das Coupé erhält daher eine breitere Spur an der Hinterachse und einen um zwei Zentimeter gesenkten Schwerpunkt. Dazu kommen eigenständig abgestimmte Dämpfer, eine verwindungssteifere Karosserie und eine optimierte Aerodynamik. Optional soll sich die Fahrdynamik mit Sportbremsen und Hinterachs-Differentialsperre weiter heben lassen.

Sechszylinder mit 374 PS

Der Kühlergrill des BMW 4er regt zu Diskussionen an. Foto: BMW

Premiere in der Münchner Mittelklasse feiert an Bord des Zweitürers ein neuer 3,0-Liter-Sechszylinderbenziner mit 374 PS, der als M440i xDrive immer in Kombination mit Achtgangautomatik und Allradtechnik kommt. Unterhalb des Top-Triebwerks rangieren zwei 2,0-Vierzylinderbenziner mit 184 PS und 258 PS, ebenfalls mit Automatik, aber mit Hinterrad- statt Allradantrieb.

Das Dieselangebot besteht zunächst aus einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit 190 PS und optionalem Allradantrieb. Im Frühjahr 2021 ergänzt ein 3,0-Liter-Sechszylinder mit 286 PS das Programm. Zeitglich startet der sportliche M440d xDrive mit 340 PS das Angebot. Alle Motoren sind mit einem 48-Volt-Hybridsystem kombiniert.

Bei der Ausstattung wird sich das Coupé leicht von Limousine und Kombi abheben. Zur Ausstattung zählen unter anderem LED-Scheinwerfer, Smartphone-Integration und eine Dreizonen-Klimaautomatik. Auf Wunsch gibt es etwa Laserlicht, Head-up-Display und autonome Fahrfunktionen. Die Preise dürften bei rund 45.000 Euro starten. (SP-X)

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