Bianchi E-SUV: Optisch wie eine Enduro

Das Bianchi_E-SUV Rally. © Bianchi

Das E-SUV ist das neue Flaggschiff des italienischen Fahrradherstellers Bianchi. Das Elektrobike ist optisch gelungen, doch das hat auch seinen Preis.

Das Mountainbike-Modell E-SUV ist dabei technisch und optisch zugleich das neue Flaggschiff der wachsenden Elektro-Sparte des traditionsreichen Fahrradherstellers. Mit seinem auffällig durchgestylten Rahmen wirkt das Bike schon ein wenig wie eine Enduro aus dem Motorradbereich. Auch preislich dringt es leider in diese Sphären vor.


Eindrucksvollstes Element ist der markant und muskulös wirkende Fully-Rahmen, der sich unter anderem durch eine charaktervolle Front mit integriertem Tagfahrlicht auszeichnet. Das wirkt wie der Cockpit-Vorbau eines Motorrads im Kleinformat. Auffällig am Rahmendesign sind zudem gezackte Dreiecksstrukturen, die an das Bergprofil der Dolomiten erinnern sollen. Das Styling wirkt dennoch aufgeräumt, denn Kabel und Züge wurden weitgehend in den Rahmen integriert.

Rückleuchten geschickt integriert

Eine sehenswerte Lösung ist die Integration langgezogener Rückleuchten in die oberen Streben der Hinterradschwinge. Ebenfalls integriert in den zweifarbig lackierten Carbonrahmen ist die mit 720 Wh üppig dimensionierte Batterie, die den starken Steps-E8000-Motor von Shimano mit Strom versorgt. In die abnehmbare Rahmenabdeckung des Akkus hat Bianchi neben einer Schutzblechfunktion noch ein Air-Flow-System integriert, welches per Kamineffekt die Batterie mit kühlender Luft versorgen soll. 2
Das E-SUV wird Bianchi ab Frühjahr des kommenden Jahres gleich in drei Ausführungen auf den Markt bringen.

Die Räder sind jeweils mit einer Zwölfgang-Kettenschaltung ausgestattet. Bei der stärker für den Alltagseinsatz ausgelegten, 6800 Euro teuren Einstiegsvariante Adventure wird ein GX-Eagle-Schaltwerk von SRAM verbaut, während die für den Offroad-Einsatz geschärften Versionen Race (9500 Euro) und Rally (10.500 Euro) mit einer XTR-Schaltung von Shimano gerüstet sind. Alle Varianten verfügen grundsätzlich über ein Fox-Fahrwerk mit 15 Zentimeter Federweg. Beim Race sind es bei der Vordergabel hingegen 16 Zentimeter Federweg. Angesichts der aufgerufenen Preise kommen die Räder der Italiener nur für eine besonders zahlungswillige Kundschaft in Frage. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.