Tanken vor Pfingstferien wieder teurer

Der Benzinpreis hat sich wieder verteuert. © dpa

Der Nahost-Konflikt wirkt sich auch auf den Preis an der Tankstelle aus. Aufgrund der gestiegenen Ölpreise hat sich das Tanken für die Autofahrer weiter verteuert. 
Wie der ADAC mitteilte, kletterte der Preis für einen Liter Super E10 gegenüber der vergangenen Woche um 2,1 Cent auf durchschnittlich 1,434 Euro. Der Diesel-Kraftstoff verteuerte sich sogar um 2,2 Cent je Liter und kostet derzeit im Tagesmittel 1,273 Euro.

Der Grund für den Preisanstieg liegt am gestiegenen Ölpreis. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Dienstag 78,90 US-Dollar. Das waren 67 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 39 Cent auf 71,35 Dollar. Zeitweise stieg der Brent-Ölpreis knapp über 79 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit November 2014. Der Preis für US-Öl lag nur knapp unter dem Höchstwert seit Ende 2014.


Drohende Förderkürzungen der Opec

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den jüngsten Preisanstieg mit einer neuen Einschätzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Demnach sei der Ölmarkt wegen der bestehenden Förderkürzung wichtiger Opec-Staaten gemeinsam mit Russland aktuell angespannt. Außerdem hieß es, dass Saudi-Arabien als wichtigstes Mitgliedsland des Ölkartells im April so wenig Rohöl gefördert habe, wie noch nie seit dem Beginn des Kürzungsabkommens Anfang 2017.

Am Montag hatten noch jüngste Gewaltausbrüche im Nahen Osten den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Die Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem war überschattet von massiven Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten.

Kurz vor dem Start in die Pfingstferien rät der ADAC Autoreisenden, den Tank möglichst spätnachmittags oder abends aufzufüllen. Dann sind die Spritpreise erfahrungsgemäß besonders niedrig. Der Automobilclub empfiehlt Reisenden zudem, die Augen beim Tanken im Ausland offen zu halten. Hier lohnt wie auch in Deutschland ein Preisvergleich. (AG/dpa)

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