Grünes Klimakonzept ohne Benzin und Diesel

Bis 2035

Alexander Dobrindt kündigt unangemeldete Abgastests an
Alexander Dobrindt kündigt unangemeldete Abgastests an © dpa

Die Grünen setzen auf ein Auslaufen der Fahrzeuge mit Benzin und Diesel. Die Partei setzt sich deshalb für besondere Anreize beim Kauf von Elektroautos ein.

Fahrzeuge mit klimaschädlichen Benzin- oder Dieselmotoren sollen nach dem Willen der Grünen in den nächsten 20 Jahren zu großen Teilen von Deutschlands Straßen verschwinden. Erreicht werden soll dies unter anderem mit Kaufprämien für Elektroautos sowie einer Stärkung von Bus und Bahn. Das geht aus einem Klimakonzept hervor, das die Grünen-Fraktion des Bundestages am Freitag auf ihrer Klausur in Weimar beschlossen hat. Ziel der Öko-Partei ist es, neben dem Kohleausstieg auch den Energieträger Öl aus dem Verkehr zu ziehen. Insgesamt soll der Klimaschutz als Verfassungsziel im Grundgesetz verankert werden. Internationale Vorgaben würden so unabhängig von der jeweiligen Wahlperiode national umgesetzt.

Schneller Umstieg nötig

«Wir Grüne wollen weg vom Öl im Straßenverkehr in den nächsten 20 Jahren. Wir wollen Städte, die Fahrradfahrern und Fußgängern ausreichend Raum geben und die frei sind von giftigen Abgasen», heißt es in der «Weimarer Erklärung zum Klimaschutz».

Ko-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, es sei ein schneller Umstieg nötig. «Die deutsche Autoindustrie muss raus aus der Dieselfalle.» Hersteller anderer Länder zeigten, dass dies gelinge. «Wir wollen nicht, dass es der deutschen Autoindustrie so geht wie RWE und Eon», sagte Hofreiter.

«Kaufprämie» für Anschaffung von E-Fahrzeugen

Ab 2036 würde es demnach nach dem Willen der Grünen zumindest keine neu produzierten Fahrzeuge mehr mit Benzin- oder Dieselmotor geben. «Alt-Fahrzeuge» würden dann nicht verboten. Als eine Auto-Generation gelten etwa sieben Jahre. Mit einer Investitionsoffensive sollen zudem der Bahnverkehr gestärkt sowie Bus- und Bahn-Angebote verdoppelt werden.

Erreicht werden soll der Ausbau der Elektromobilität mit einer «Kaufprämie» für die Anschaffung von E-Fahrzeugen sowie mit «besonderen Anreizen» für Busse, Nutzfahrzeuge sowie Taxis und andere Fahrzeugflotten im innerstädtischen Bereich. Für den Umstieg soll auch die nötige Infrastruktur ausgebaut werden. «Die Bundesregierung muss jetzt den Ausstieg aus den fossilen Energien einleiten», heißt es in dem Papier weiter. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.