Kleine Schäden am Auto mit Sonderteilen selbst beheben

Kleine Schäden am Auto mit Sonderteilen selbst beheben
Ein Mechaniker in einer Autowerkstatt. © dpa

Irgendwann ist es soweit: die ersten Mängel zeigen sich am Fahrzeug. Dann stellt sich die Frage, ob man das ein oder andere nicht selbst reparieren kann.

Doch nicht immer ist das möglich. Dann müssen sich die Profis in der Werkstatt darum kümmern. Während die Fachwerkstatt die Möglichkeit hat, zum Beispiel indirekt über den Teilehandel, beim Hersteller für Zeichnungsteile und Sonderteile zu bestellen und diese einzubauen, muss der Hobbybastler auf andere Möglichkeiten zurückgreifen.


Zeichnungsteile bzw. Sonderteile sind bei manchen Fahrzeugen nötig, vor allem wenn es sich um ältere oder seltene Autos handelt. Alternativ kann auf einem Schrottplatz nach den passenden Teilen gesucht werden. Allerdings haben Sonderteile den Vorteil, dass sie genau passen und auch eine Garantie habe. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Autoreparatur mit Sonderteilen im Handumdrehen gelingt.

Häufige erste Mängel

In der Regel sind das Licht und die Elektronik betroffen. In der Folge zeigen sich dann erste Schäden am Kühlsystem und auch die Klimaanlage zeigt erste Mängel. Wischblätter, Ölfilter und Bremsen reihen sich dann in eine mögliche Mängelliste ein.

Irrtümlich gehen viele Nutzer davon aus, dass Reifen, Zündkerzen sowie der Luftfilter ebenfalls zu den betroffenen Verschleißteilen gehören. Doch hierbei handelt es sich eher um langlebige Ersatzteile, die nur selten ausgetauscht werden müssen. Hier stellt sich dann aber auch gleichzeitig die Frage, ob man selber noch problemlos Reparaturen vornehmen kann, und welche man definitiv besser dem Fachmann überlässt

Neue Autos sorgen für Herausforderungen

Während ältere Autos in vielen Fällen wirklich noch sehr gut von Hobbyhandwerkern repariert werden können, stellt sich dies beim Neuwagen aufgrund der komplexen Technik schon ein echtes Problem das.

Leider ist man häufig gezwungen, direkt in die Werkstatt zu fahren, da heutige Autos eher mit rollenden Computern vergleichbar sind. Dabei sind es auch die Zeichnungsteile, die unbedingt individuell angepasst und auch von einem Profi produziert werden müssen. Allerdings gibt es trotzdem noch einige Dinge, die man wirklich recht unkompliziert alleine reparieren kann.

Das Austauschen der Glühlampen

Die Vergangenheit hat bereits deutlich gezeigt, dass ein einfacher Glühlampenwechsel zu einer echten Herausforderung werden kann, zumindest wenn man Besitzer eines Audis A2 ist. Um hier einen solchen Wechsel zu vollziehen, ist es nämlich notwendig, die komplette Motorhaube zu entfernen. Erst dann ist der Weg für den Glühlampenwechsel frei.

Dank der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) müssen sich die Hersteller der aktuellen Automodelle an § 30 halten. Dieser besagt: „Für die Verkehrs- oder Betriebssicherheit wichtige Fahrzeugteile, die besonders leicht abgenutzt oder beschädigt werden können, müssen einfach zu überprüfen und leicht auswechselbar sein.“ Hinzu kommt noch, dass die EU-Verordnung seit 2006 vorschreibt, dass der Tausch der Leuchten mithilfe des mitgelieferten Bordwerkzeug fehlerfrei durchführbar sein muss. Anders sieht dies bei der Halterung der Lampen aus, denn bei seltenen Teilen hilft an dieser Stelle auch nur ein individuelles Zeichnungsteil.

Wichtig zu wissen ist aber auch, dass die StVZO- und EU-Vorgaben nur für Halogenleuchten gelten. Wegen der hohen elektrischen Spannung sollten Xenonlampen von Profis gewechselt werden.

Der Luftfilter muss erneuert werden

Der Luftfilter reinigt die Luft von Schmutzpartikeln, Staub und anderen Fremdkörpern, um zu gewährleisten, dass die Luft möglichst sauber in die Zylinder gelangt. Der Motor kann das Gemisch umso effizienter verbrennen, je sauberer die Luft ist. Das hat natürlich auch positive Auswirkungen auf den Spritverbrauch.

Der Luftfilter befindet sich im Motorraum unter einem schwarzen Kunststoffkasten, aus dem ein dicker Schlauch herausführt. In der Regel wird der Deckel dieses Gehäuses mit Halteklammern fixiert. Zuweilen lässt sich ein solcher Deckel nicht weit genug öffnen, in einem solchen Fall muss die Schelle vom Schlauch gelöst werden. So lässt sich der Schlauch vorsichtig abziehen. Nun muss nur noch der alte Luftfilter entnommen werden und gegen einen neuen ersetzt werden. Danach wird der Filterkasten wieder verschlossen und der Schlauch wieder mit der Schelle befestigt. Sollte es sich um einen vergriffenen oder nur schwer zu beschaffenden Luftfilter handeln ,kann auch hier ein Zeichnungsteil Abhilfe schaffen.

Der Austausch von Zündkerzen

Zündkerzen zu wechseln ist im Prinzip nicht kompliziert. In der Regel befinden sich die Zündkerzen bei modernen Autos unter einer Kunststoffabdeckung im Motorraum. Die Zündkabel zeigen den Weg zur Abdeckung an. Nun müssen die Zündkabel nur noch vom Stecker abgezogen werden. Je verschmutzter, desto mehr Kraftaufwand ist nötig. Mithilfe des Zündkerzenschlüssels können die Kerzen nun vorsichtig herausgedreht werden. Es ist empfehlenswert, die Kerzen mit einem Magneten herauszuziehen.

Beim Einsetzten der neuen Zündkerzen ist Vorsicht geboten, denn hier kann schnell das Gewinde reißen, daher sollten sie nur mit der Hand angezogen werden. Die richtige Reihenfolge beim Aufsetzen der Zündkabel ist jetzt noch zu beachten und schon ist der Zündkerzenwechsel erledigt.

Der Wechsel des Radios

Eines vorweg, von modernen Autoradios sollte jeder Laie auf jeden Fall die Finger lassen. Hier sollte ausschließlich ein Profi ans Werk gehen. Anders verhält es sich jedoch bei älteren Modellen, hier stellt sich ein Autoradiotausch häufig als vergleichsweise einfach dar. Entscheidend ist das passende Werkzeug. Hierbei handelt es sich um Klammern, die aber bei dem Kauf eines neuen Autoradios immer mitgeliefert werden. Sie dienen dazu, das Radio aus dem Schacht im Armaturenbrett entnehmen zu können.

Beim überwiegenden Teil der Autoradios müssen zuerst das Display und ein Rahmen abgenommen werden. Nun werden die Klammern seitlich eingehakt und das alte Radio kann nun einige Zentimeter herausgezogen werden. Danach kann man es bequem greifen und soweit herausziehen, bis die Anschlüsse sichtbar werden. Hierbei handelt es sich um Stecksysteme, die einfach abgezogen werden können.

Es kann aber passieren, dass die Anschlüsse des Autos und des neuen Radios nicht kompatibel sind, da nicht jeder Hersteller die gleichen Anschlüsse verwendet. Aus diesem Grund liegen die entsprechenden Adapter dem neu gekauften Radio aber bei. Nun wird das neue Radio mit dem Iso-Stecker verbunden. Sie versorgen das Gerät mit Strom und schließen ebenfalls die Lautsprecher an das neue Radio an. Die seitlichen Rastzungen geben vor, welcher Stecker in welche Buchse gehört. Zum Schluss wird der Antennenstecker verbunden und das neue Radio ist voll funktionstüchtig.

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