Fragen an den Autopapst im September 2008

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto. Autopapst Andreas Kessler löst in der Autogazette Ihre Probleme. Die Fragen vom September 2008.

Frage von Tobias:

Hallo, ich fahre einen Audi 80B3, Typ 89 2,0E K-Jetronic 140.000km. Ich habe ihn nach einem halben Jahr Standzeit von einem Freund gekauft. Ab 4000U/min zeigt der Motor keine Leistung mehr. Egal ob Bergauf/Bergab/Temperatur. Benzinfilter ist gewechselt. Zündung geprüft. Zündkerzen/Kabel geprüft. Drosselklappe/Mengenteiler geprüft. Ich weiß nicht mehr weiter die Zeit fürs Nachschauen geht richtig ins Geld. Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tobias, Autos mit K-Jetronic halten ewig, dürfen aber nie längere Zeit still stehen: Die Mengenteiler leiden dabei sehr (Korrosionsschäden durch Kondenswasser im Treibstoffsystem!), man spricht von Standschäden. Mengenteiler können mit normalen Werkstattmitteln faktisch nicht geprüft werden; der Hersteller Bosch hat zwar entsprechende Prüfvorrichtungen, bietet m.W. Diese Dienstleistung aber nicht mehr an. Neben einem neuen Mengenteiler (extrem teuer!) bleibt nur der Versuch, mit einem Kraftstoff-System-Reiniger Besserung zu erreichen. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst!

Frage von Wiegert:

Ich habe einen Polo 6n, Bj. 96 mit Automatikgetriebe und finde keinen Platz für eine Standheizung. Soll laut VW im Radkasten eingebaut werden, bekomme sie aber nicht rein. Gibt es noch eine andere Stelle. Danke Wiegert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Wiegert, nach dem Einbau der Standheizung muss diese vom TÜV oder der DEKRA abgenommen werden. Die Gutachter verlangen dabei einen geeigneten bzw. vom Hersteller vorgeschriebenen Einbauort, um zusätzliche Gefährdungspotentiale (Fußgängerschutz, Brandschutz, etc.) zu vermeiden. Am besten sprechen Sie vor dem Einbau mit einem Gutachter und lassen sich die Stelle am Polo zeigen, an der die fertig montierte Standheizung sehen will. Das ist eine von mir vielfach praktizierte Vorgehensweise und sorgt für gute Stimmung bei der Abnahme!

Frage von CvK:

Guten Tag! Mein Polo 86c, Vergasermotor mit 54 PS, 160 TKM, lässt über den Ausgleichsbehälter Druck und Kühlmittel aus, besonders hei hohem Tempo. Ich gehe davon aus, dass die Zylinderkopfdichtung beschädigt ist, oder was würden Sie sagen? Der Verschluss des Ausgleichsbehälters wurde erneuert. Im Kühlwasser sind aber keine Ölspuren zu erkennen, noch «verbrennt» der Wagen Wasser. Wie hoch belaufen sich die Kosten für die Erneuerung der Zylinderkopfdichtung in einer freien Werksatt? Für Ihre Mühe im Voraus vielen Dank! Gruß, CvK. P.S.: Das Problem trat von jetzt auf gleich bei hohem Autobahntempo auf. Wasserpumpe und Thermostat wurden bereits erneuert.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich glaube auch an eine durchgebrannte ZKD. Je nach Region und Defektumfang variieren die Kosten für eine solche Reparatur zwischen 400 und 750 Euro, im Einzelfall auch noch mehr. Andererseits läßt sich die ZKD beim 86c auch von begabten Hobbyschraubern an einem Nachmittag selbst wechseln; vielleicht haben Sie ja einen Freund, der das für eine Einladung zum Essen macht....

Frage von Rolf Stamm:

Beim Renault Kangoo 1,9 dtI läuft die Servolenkungspumpe nach Abziehen des Schlüssels munter weiter und leert die Batterie. Muss ich ein defektes Relais suchen? Und wo?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte an der Pumpe selbst liegen! Ich würde in die elektrische Zuleitung einfach einen Schalter schalten; das ist zwar Low-Tech, aber sehr kostensparend!!

Frage von Michael Ramke:

Hallo Autopapst, leider habe ich ein schwerwiegendes Problem mit meinem Astra H 1.6, 77 kW TwinPort. Er ist umgerüstet auf Autogas. Das Auto läuft im Leerlauf unruhig, hat Drehzahlschwankungen und Aussetzer. Im Gasbetrieb kommt es auch zu Zündaussetzern auf allen Zylindern sowie Leistungsverlust. Nicht selten geht das Auto auch aus, wenn es kalt ist und man die Kupplung tritt. Ansonsten fällt die Drehzahl manchmal bedrohlich auf ca. 500 U/min. ab und regelt dann wieder normal hoch. Ich war bereits beim Autogasumrüster, der mir sagte, dass Problem liegt nicht an der Anlage, da es auch auf Benzin - nur nicht so extrem - auftritt. War dann bei ATU und habe mir neue Zündkerzen einbauen lassen.

Eine Woche war auch die Leerlaufdrehzahl okay, aber wenn er kalt war, ist brachte er keine Leistung. Selbst bei 4000 U/min. wurde er langsamer. Darauf hin war ich bei Opel, es wurde die Ansaugrohrdichtung gewechselt, aber dies half nichts. Auch hat man testweise die Zündkerzen erneut getauscht, das Zündmodul gewechselt, eine Ventilspülung gemacht, ein Softwareupdate eingespielt, die Kompression der Zylinder gemessen (lag zw. 12,5 - 13,5 bar), das Steuergerät aus- und eingebaut (wozu auch immer das gut war, denn, getauscht wurde es wohl nicht). Unterdruckschläuche auf Dichtigkeit geprüft, aber alles Fehlanzeige.

Es hieß dann, liegt vielleicht doch am Gas. Kosten bis hierher ca. 400 €. War darauf hin dann in einer anderen Werkstatt, die auch umrüstet auf die Prins VSI Anlage, welche ich eingebaut habe. Dort war das Auto zwei Tage, man hat festgestellt, der Saugrohrdruck fällt ab bzw. ist zu gering. In den ersten 5 Sekunden sei er normal bei ca. 0,6 bar und fällt dann ab. Es wurde ein Druckverlusttest am Zylinderblock gemacht. Dieser war in Ordnung => kein Druckverlust. Auch hat man eine Rückstauprüfung vorgenommen. Diese war ebenfalls negativ. Wieder wurden hier die Schläuche auf Falschluft geprüft. Alles nix.

Ergebnis des Meisters: Mit dem Gas hat das nix zu tun, es ist vermutlich ein Problem aus der Abgasrückführung (was auch nicht untypisch wäre). Bin mit dieser Erkenntnis wieder bei Opel aufgeschlagen, dort sagte man mir, das könne nicht sein, kein Fehler im Speicher, der sagt, dass es nicht richtig schließen würde etc. Deaktvieren des Ventils ginge bei meinem Motor, Z16XEP, auch nicht. Nun hatte ich um kostenlose Nachbesserung bei Opel gebeten, das Auto war nun 4 Tage dort. Richtig gefunden hat man wieder nichts. Auch Opel selbst hätte keine Ahnung, außer, dass das Steuergerät vielleicht noch defekt sein könnte. Man hätte aber keines zum testweisen Tausch in der Werkstatt gehabt und hätte es daher nicht prüfen können.

Nun habe ich im Internet gelesen, dass eine falsch eingestellte Gasanlage dazu hätte führen können, dass die Kennfelder des Motorsteuergerätes sich in gewissem Rahmen verstellen können, was einen unruhigen Leerlauf erklärt. Man solle einige 100 km auf Benzin fahren und dann müsste es richtig sein, in dem Fall dann das Steuergerät für die Gasanlage einstellen lassen. Die Opeldiagnose war ja nun nur noch, dass das Steuergerät defekt sei, kann das sein? Mir fiel noch auf, dass zuletzt zeitweise der Tempomat nicht funktionierte.
Was halten Sie von all dem? In einer anderen freien Werkstatt - sagte man mir, man würde erstmal das AGR tauschen, egal ob Fehler im Speicher oder nicht. Habe bisher ca. 800 € für alles bezahlt und bin ziemlich unglücklich derzeit. Hast du noch einen Rat für mich? Danke im Voraus, Michael Ramke


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde den Wagen verkaufen! Durch die LPG-Anlage lässt sich einfach kein definierter Zustand mehr herstellen (ohne die Anlage still zu legen...). In letzter Zeit ist dieses LPG-Syndrom immer wieder aufgetaucht. Ursache sind Billig-Umbauten, von denen viele auch noch im Ausland durch geführt wurden. Wenn diese Anlagen dann Probleme bekommen, kann niemand mehr helfen, auch der Autopapst nicht. Ich würde nicht weiter Geld in den Trichter werfen, weil jeder weitere Reparaturversuch einem Stochern im Nebel gleich kommt....


Frage von Uwe:

Hallo, habe einen Saab 9000 turbo, Bj.: 1988-Zündbox!

Wenn ich richtig Gas mache (natürlich erst, wenn er warm ist), dann stinkt der Wagen nach Sprit! Zudem habe ich beobachten können, dass der Wasser-Ausgleichbehälter gluckert! Ich vermute, dass die Kopfdichtung nicht mehr so will, bei 192.000km! Liege ich damit richtig? Gruß Uwe


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja, das kann stimmen! Die Laufleistung ist recht typisch für einen Schaden an der ZKD. Die alten 9000er sind im Augenblick fast nichts mehr wert, die Reparatur kostet aber mindestens 1000 Euro. Ich würde mir lieber ein intaktes Auto kaufen und den «alten» aus der Hand geben. Das ist oft preiswerter (im Wortsinne....)!

Frage von Nicole N.:

Hallo Herr Autopapst, ich fahre einen Ford Mondeo 1,8td 90 PS, Baujahr 1997, Laufleistung 300.000 km. Der Wagen ist seit etwa neun Monaten in meinem Besitz, nun ist leider folgendes Problem aufgetreten. Der Wagen springt - wenn er kalt ist - sehr schlecht an und geht immer wieder aus. Dazu kommt noch ein konstantes Ruckeln beim Fahren hinzu. Des Weiteren qualmt er unsäglich, der Rauch ist weiß und riecht nach unverbranntem Diesel! Richtig Leistung hat der Wagen auch nicht mehr, er fährt so, als ob der Turbo gar nicht zum Einsatz kommt. Manchmal fährt er dann aber auch wieder normal, aber sehr selten. Es wurden schon der Diesel- und Luftfilter erneuert, Zahnriemen wurde gewechselt, LLM ist auch ein anderer drin, die Düsen sind neu, inkl.
Nadelbewegungssensor, die Kompression liegt zwischen 32 und 36bar


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nicole, lassen Sie die Abgasrückführung still legen und das AGR säubern bzw. auswechseln. Das ist ein Dauerproblem bei den Ford-Turbos der frühen Jahre und tritt immer wieder auf (wenn nach Herstellervorgabe repariert wird...).

Frage von Alexander Attemeier:

Wo sitzen die Glühkerzen beim Fiat Ducato, Bj.1990?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ungefähr da, wo beim Benziner die Zündkerzen sitzen (im Zylinderkopf).
Die Glühkerzen sind mit dicken Kabeln verbunden, durch die der hohe Strom zum Vorglühen fließt.

Frage von Willi Jansen:

Schadet Chiptunig dem Getriebe und den Injektoren? Musste alle auswechseln plus Hochdruckpumpe. Getriebe macht auch Probleme. Fahre einen Mercedes W210 CDI T-Modell.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Chiptuning schadet dem Getriebe und der Einspritzung nur dann, wenn die Mehrleistung / das Mehr-Drehmoment dauernd und rücksichtslos ausgeschöpft wird. Die Getriebe sind in der Serie auf ein maximales Drehmoment abgestimmt. Wenn das überschritten wird, verschleißen die Bauteile im Zeitraffer. Ähnlich sieht es mit den Injektoren, den Glühkerzen und allen im Brennraum befindlichen Teilen (Kolben, Ventile,
Kolbenringe) aus. Der gechippte W210 war ein Fehlkauf, ich sage es nicht gern....

Frage von Lothar Briesenick:

Guten Tag Herr Kessler, mein Auto: MB 320 C, Bj.: 93, 120.000 km. Folgender Fehler tritt seit ein paar Wochen auf: Der Zeiger des Tankanzeigers springt und zappelt hin und her, wenn der Tank halb voll ist. Soll wohl entweder am Tankgeber oder am Kombiinstrument liegen. Was mich nur wundert ist der Umstand, dass der Zeiger nicht zappelt, wenn das Auto steht und ich hinten am Kofferraum wippe. Auch wenn ich auf das Armaturenbrett klopfe, zappelt nichts. Was kann die Ursache des Zappelns sein? Wo würden Sie als erstes anfangen zu reparieren? Mit freundlichen Grüßen, Lothar Briesenick.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das deutet auf ein Masseproblem am Kombiinstrument hin. Möglich ist der Stecker zum Kombiinstrument mit seinen Kontaktfähnchen (unwahrscheinlich) oder eine «kalte» Lötstelle (wahrscheinlicher). Wo Sie genau suchen müssen, kann ich aus der Ferne auch nicht sagen, zu vielfältig sind die Varianten….

Frage von Gila Schmid:

Ich habe einen Renault Twingo, Baujahr 99 mit 60.000 km und es geht dauernd die Motorleuchte an, habe schon die Lambdasonde ausgetauscht und der Mann bei ATU hat gesagt, es könne noch der KAT sein, was kann es noch alles sein. er läuft ohne Probleme?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vorab eins: Wechseln Sie die Werkstatt! Wenn die Motorkontroll-Leuchte an ist, müsste auch eine typenoffene Werkstatt den Fehlerspeicher auslesen können und sich nicht auf wage Vermutungen verlassen. Warum die Motorkontroll-Leuchte an geht, steht im Fehlerspeicher. Mit Ferndiagnosen ist es in diesem Fall leider Essig, sorry...

Frage von Frank Rauen:

Meine Freundin fährt einen Mitsubishi Lancer V, Station Wagon 1,6 GLXi 16V mit Automatikgetriebe. Und eben dieses Automatikgetriebe spinnt. Während der Fahrt hörte die Schaltung auf hoch zuschalten. Dann hielten wir an und fuhren immer ein wenig an, hörten dann ein Schleifen. Dann hat es geknattert und der Gang sprang raus. Also wenn man jetzt zwischen den ganzen Stufen hin und her schaltet, schaltet das Getriebe nur noch nach Belieben, beim Anfahren schaltet es gar nicht mehr hoch oder es springt raus. Der Rückwärtsgang lässt sich gar nicht mehr einlegen. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, das hört sich leider sehr stark nach der finalen Phase der Automatik an! Vielleicht hilft noch ein Wechsel des ATF, wahrscheinlich muß aber ein neues / gebrauchtes Getriebe her. Wenden Sie sich mit diesem Problem am besten an einen auf Automatiken spezialisierten Betrieb. Einschlägige Adressen kann Ihnen jeder Taxifahrer geben, weil die Jungs fast immer Automatik fahren….

Frage von Karl Lindtke:

Hallo Herr Kessler, gerade habe ich mir einen gebrauchten Renault-Kangoo, Bauj. 2000 gekauft. Leider konnte mir der Autohändler dazu keine Betriebsanleitung mitgeben. Wo kann ich mir solch eine besorgen? Vielen Dank Karl Lindtke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Karl, lenke Deinen Schritt zum nächsten Renault-Händler und kaufe dort am Ersatzteiltresen eine Bedienungsanleitung für Dein Auto. Alternativ lohnt auch die Frage danach bei einem größeren Autoverwerter. Die haben oft ganze Schränke mit Autoliteratur gefüllt….

Frage von Gerhard Treiber:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich möchte in meinen Mazda 626, 90 PS, Baujahr 1996, Schlüssel-Nr. 7118, eine Funkfernbedienung einbauen. Leider habe ich bisher vergeblich versucht bei Firmen, über Internet usw... einen Kabelbelegungsplan
zu erhalten, selbst die Mazda-Zentrale kann keinen herausgeben. Wenn das so weitergeht, dann schmeiß ich das Ding in den Müll ... Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir da weiterhelfen könnten. Mit freundlichen Grüssen Gerhard Treiber


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Kann ich leider nicht weiter helfen! Eine Mazda-Vertragswerkstatt hat die nötigen Unterlagen.... Allerdings verwendet sie die nur dann, wenn sie die FB einbauen darf (und eine Rechnung erstellt....). Sorry, so ist das in Deutschland eben....

Frage von Frank Dietrich:

Hallo, ich fahre einen Passat 3b und habe mit der Lenkung Probleme. Ich habe irgendwo Spiel. Wenn ich bei laufendem Motor das Lenkrad schnell nach links und rechts bewege, wie es bei einem Ausweichvorgang der Fall wäre, habe ich ein Geräusch als hätte ich irgendwo Spiel. Die Spurstangenköpfe sind in Ordnung. Kann es das Lenkgetriebe sein? Die Querlenker sind neu.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es könnten auch die inneren Spurstangengelenke sein. In Frage kommt aber auch (und damit hast Du recht…!) das Lenkgetriebe. Ist denn noch genügend Öl im Servosystem? Vielleicht fehlt es ja am nötigen (dämpfenden!) Druckpolster, um den eckigen Bewegungen des mit Hefeärmchen am Lenkrad zerrenden „Chauffeurs“ etwas die Spitze zu nehmen. Eine Austausch-Servolenkung bestellt übrigens ATU aus dem Katalog. Das spart einiges gegenüber einem „Originalteil“, das auch nur von einem Zulieferer hergestellt wir. Und der liefert nicht nur an VW (und wird dort geknebelt, was die Preise anbelangt….), sondern auch an freie Zubehörhändler. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass die alte Lenkung drin bleiben kann!

Frage von Regina Fromm:

Hallo, ich würde doch gern noch wissen, wie der Wechselintervall von Steuerkette beim Opel Corsa 1.0 ist und ob man merkt, wann ihre Zeit abläuft? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Regina, ein Wechselintervall für die Steuerkette ist mir gar nicht bekannt! Eigentlich müssen Steuerketten erst nach astronomischen Laufleistungen getauscht werden (ca. 160.000 km), vorher kann allerdings der Steuerkettenspanner erlahmen und für Handlungsbedarf sorgen. Wenn Du deutlich schlagende Geräusche aus dem Steuerkettenschacht hörst, wenn der Motor im Leerlauf läuft, ist es jedenfalls Zeit für den Wechsel….

Frage von Martin Dettling:

Guten Tag Herr Kessler, mein Renault Kangoo 1.9 dti von 2002, 140.000 km, hat seit kurzer Zeit massiven Leistungsverlust in allen Drehzahlbereichen. Das Motoröl sieht normal aus. Den Turbo höre ich zumindest noch pfeifen. Ich ziehe auch keine sichtbare Abgaswolke hinter mir her. Im Internet habe ich etwas von verrußtem Abgasrückführventil gelesen. Allerdings wurde auch erwähnt, dass dies nur die sichtbare Auswirkung für das Problem sei und nicht die Ursache für schlechtes Gemisch. Das Auto hatte kürzlich einen großen Service, bei dem u. a. Diesel und Luftfilter ersetzt wurden. Können Sie etwas zu dem Problem sagen? Gruß Martin Dettling

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, wenn der Leistungsmangel mit dem großen Service im Zusammenhang steht, würde ich noch einmal in die Werkstatt fahren und um Nachbesserung bitten. Wenn z. B. auch der Zahnriemen gewechselt worden ist, ist auch die Einstellung der Einspritzpumpe berührt gewesen. Und wenn die verändert wurde, muss auch das Potentiometer für die Einspritzsteuerung neu kalibriert werden (da gab es in Deutschland mal eine technische Info an die Werkstätten von Renault…). Ich glaube jedenfalls, dass es nur eine Kleinigkeit / Einstellungssache ist!

Frage von Sarah Kuppinger:

Guten Morgen Herr Kessler, mein Freund fährt einen Skoda Oktavia 1,9TDI und hat seit einiger Zeit Probleme mit dem Kühlwasser. Innerhalb von zwei bis drei Wochen musste er sechs Mal das Kühlwasser nachfüllen, weil jedes Mal die Kühlwasseranzeige blinkte. Wir waren dann bei einer freien Kfz-Werkstatt und die haben die erstmal die Wasserpumpe gewechselt, weil sie etwas undicht war. Nach einer Woche ist das gleiche Problem wieder aufgetreten. Vor paar Monaten war schon mal das gleiche, nur nicht so häufig und da wurde gar nichts festgestellt, obwohl das Auto in einem Autohaus war. Können Sie uns helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sarah, füllt Dein Freund Kühlwasser nach, weil die Lampe blinkt oder weil tatsächlich Kühlwasser fehlt? Manchmal spinnt nur der Schwimmer im Vorratsbehälter und lässt das Lämpchen blinken. Dann füllt man nach, obwohl alles voll ist (überfüllt also…), was dann sofort wieder über den Überlauf auf die Straße gedrückt wird. Die Lampe blinkt wieder und so weiter. Ich würde erst mal den Schwimmer erneuern (natürlich nur, wenn eigentlich kein Kühlwasser fehlt…). Fehlt wirklich etwas, tropft es entweder an einer undichten Stelle aus dem System (Marderbiss, lockere Schlauchschelle, undichter Kühler, etc.) oder die Zylinderkopfdichtung lässt Kühlmittel in die Verbrennungsräume, wo es zu Dampf vernebelt und durch den Auspuff geblasen wird (das die teurere Variante: neue Zylinderkopfdichtung!). Die Kunst liegt in der richtigen (!!) Diagnose…

Frage von Christian Weber:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Opel Vectra B mit Xenon-Scheinwerfern. Da die Lichtausbeute subjektiv sehr gering war, habe ich eine Fachwerkstatt aufgesucht und die Leuchtmittel auswechseln lassen. Dies ergab jedoch kein positives Ergebnis. So habe ich die Leuchtmittel für das Fernlicht ausgebaut, habe mit einem Wattebausch an der Innenseite des Scheinwerfers gewischt und festgestellt, dass diese von innen total verschmutzt ist. Gleiches gilt für die Linsen. Ist dies «normal» oder liegt hier ein Sachmangel vor. Kann man diese Verschmutzungen selbst beseitigen oder....Mit freundlichen Grüssen Christian Weber

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist natürlich nicht normal! Auf dem Reflektor und im Scheinwerferinnern hat Schmutz und Feuchtigkeit nichts zu suchen! Wenn der Scheinwerfer verschmutzt, ist irgendwo eine Dichtung defekt und lässt Fremdkörper in das Scheinwerferinnere. Ich würde nicht zögern und neue Scheinwerfer einbauen, weil sonst das schöne teure Xenon-Licht für die Katz ist. Im Vergleich zu den Xenon-Brennern ist der Rest der Leuchte ja fast geschenkt….

Frage von Niko:

Hallo, meine Freundin hat ein Problem mit ihrem VW Polo, Baujahr 1991mit Kat 1,3l und 171.000km gelaufen. Der Wagen geht bei der Fahrt einfach aus und springt dann erst zwischen einer und fünf Stunden wieder an. Wenn er läuft, dann ohne Probleme im kalten wie im warmen Zustand! Bitte um Hilfe Mit freundlichen Grüßen
Niko


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Niko, das könnten zwei hässliche Probleme sein, die sich ungünstig überlagern. Zum einen habe ich den Motortemperaturfühler im Verdacht, der die Heißstartprobleme verursacht. Das Ausgehen würde ich dem Schalter im Zündschloss anlasten, der bei fast allen älteren VWs irgendwann einmal aufgibt. Beide Teile sind recht preiswert (je ca. 30 Euro), aber der Zündschalter erfordert recht viel Einbauaufwand. Vielleicht kannst Du das ja machen, dann bist Du mal wieder für ein paar Tage der Held…..

Frage von Josef Heffels:

Habe mir einen Fiat Stilo 1.6 16V Benziner gekauft, Bauj.2003, 58.000 KM gelaufen. Wenn ich den Motor starte, nagelt er 30 Sekunden wie ein Diesel, danach läuft der Motor normal. Das macht er aber nur wenn er länger gestanden hat. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das sind die «Hydros» (Hydrostößel = hydraulischer Ventilspielausgleich). 16 Stück sind im Motor, einer oder mehrere sind nicht mehr völlig o.k. Du kannst im Sommer etwas dickeres Öl verwenden, oder das „Hydro-Additiv“ aus dem Zubehör. Das ist aber alles Frickelei, letztendlich hilft nur der Austausch aller 16 Hydros (weil man leider nie weiß, welcher Stößel defekt ist). Die Stößel sind nicht sehr teuer, da macht es die Menge. Dazu kommt der Einbau, ca. 500 Euro wird der Spaß schon kosten.

Frage von Cihan Güneyli:

Hallo Herr Kessler, wie so viele bitte auch ich Sie um Rat. Mein VW Passat, Bj. 2000, 1,9 TDI, 90PS, hatte vor 3 Wochen einen Motorschaden, Ventilabbruch auf der Autobahn, der obere und der untere Motorblock wurden gewechselt, meine Aggregate wurden wieder eingebaut, nun geht der Wagen fast immer aus, wenn ich den Fuß vom Gaspedal nehme. Sporadisch läuft er 1 Std. durch im Stand. Sehr oft aber geht er einfach aus, lässt sich aber wieder Anmachen. Auch ich bitte Sie um Hilfe, und danke Ihnen für diesen gelungenen Webauftritt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Cihan, wenn der Motor beim Gasgeben normal reagiert und der Verbrauch im üblichen Rahmen bleibt, ist wahrscheinlich nur eine Kleinigkeit an der Gasbetätigung nicht richtig fest oder nicht richtig eingestellt. Wenn das Problem reproduzierbar ist, würde ich zu der Werkstatt fahren, die den Motor repariert hat, und um Nachbesserung bitten. Solange die Vorglühkontrolle nicht während der Fahrt aufleuchtet, ist es kein elektronisches Problem. Machen Sie sich keine Sorgen, nach so einer «großen» Reparatur muss der Motor fast immer erst ein paar hundert Kilometer bewegt werden, bis alles «sitzt» und sich aufeinander eingespielt hat. Erst dann ist eine endgültige Feinabstimmung sinnvoll.

Frage von V. Bauer-Kotselidis:

Bei meinem Toyota Carina, Baujahr 1996 ist die Lambdasonde defekt. Unsere «Hauswerkstatt» (keine Toyotawerkstatt), mit der wir eigentlich seit Jahren zufrieden sind, hat sich bemüht, eine gebrauchte Lambdasonde aufzustöbern (neue kostet 490 Euro), was sich als sehr schwierig herausgestellt hat, weil es sich um eine sehr seltene Ausführung handelt (Magermixmotor). Nun habe ich in einer Toyota-Werkstatt nachgefragt, ob die zufällig eine haben und dem Meister dort auch die Symptome, die das Auto seit Wochen hat, näher beschrieben: Nach einiger Zeit, kann auf der Autobahn auch erst nach 200 km sein, fängt der Motor an zu stottern, er nimmt das Gas nicht mehr an und wird langsamer, das kann plötzlich auch wieder aufhören, ist aber ziemlich lästig, wenn die Lkws am Berg hinter einem am Hupen sind. Der Toyota-Meister sagte, mit einer defekten Lambdasonde könne ich noch 2x die Welt umkreisen, das Problem liegt gewiss nicht daran. Könnten Sie mir vielleicht genau sagen, was für Symptome auftauchen, wenn diese Sonde defekt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Lambdasonde ist quasi die Nase im Auspuffrohr und erschnüffelt dort den Sauerstoffanteil im Abgasstrom. Wenn der nicht ideal ist (und Lambda ungleich 1 ist…), gibt sie ein Signal an das Motormanagement, damit das Kraftstoff-Luft-Gemisch verändert wird (Ziel ist ja bekanntlich die schadstofffreie Verbrennung….). Wenn das wegen einer defekten Lambdasonde nicht mehr klappt, müssten erstens die Abgaswerte sehr schlecht werden und zweitens der Verbrauch in die Höhe schießen. Die Schilderung Ihres Problems lässt mich auch eher an den Luftmassenmesser oder das Drosselklappenpotentiometer denken als an die Lambdasonde. Holen Sie sich doch noch eine Zweitmeinung ein, z.B. von einem AU-Spezialisten von TÜV oder DEKRA…. Übrigens: Die Lambdasonde für die Magermix-Motoren gibt es leider wirklich nicht im freien Ersatzteilhandel! Wenn die Sonde tatsächlich defekt ist, wird es leider teuer…

Frage von Fritz:

Sehr geehrter Herr Kessler, jetzt bin ich auch am Ende meines Wissens. Seit einiger Zeit leuchtet die Motorsystemanzeige meines Ford Focus Turnier. Lambdasonden wurden ausgewechselt. Umsonst! Im April 2007 musste eine Zündspule erneuert werden. Danach lief das Auto ohne o.g. Anzeige. Nun soll ich einen neuen Kat versuchen. Preis etwa 1100 EUR! Das Diagnosegerät zeigt an: Lambdasonde + Spritverbrauchsanzeige. Immer wieder wurde der Fehler gelöscht. Und nun brennt die Lampe wieder. Ich denke nicht, dass es der Kat ist. Können auch andere Geber die Ursache sein? Oder die Zündkerzen? Die Abgaswerte sind ok! Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Tipp geben könnten. Mit freundlichem Gruß, Fritz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Fritz, wenn die Abgaswerte o.k. sind, ist der Kat auch nicht defekt! Leider wird beim Auflechten der Motorkontrolle und unklaren Ergebnissen aus der Fehlerspeicherauslesung erst die Lambdasonde, dann der Kat und schließlich das Steuergerät gewechselt, und zwar auf Verdacht. Die Spritverbrauchsanzeige ist eigentlich nur ein Chip, der aus div. Signalen der div. Geber den aktuellen und den Durchschnittsverbrauch errechnet und anzeigt. Ist der Verbrauch denn auch o.k.? Wenn er zu hoch ist, würde ich die Lambdasonden noch einmal in Augenschein nehmen. Wenn der Verbrauch stimmt, bleibt nur noch die Suche unter den Gebern, die Signale an den Verbrauchsrechner schicken (Geschwindigkeit, Drehzahl, Drosselklappenpoti etc.). Nicht ganz einfach, da kann die so hoch gelobte Ford-Vertragswerkstatt und der Bach-up aus Köln mal zeigen, was sie so drauf hat.

Frage von Anne Siepmann:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen 11 Jahre alten Seat Toldeo, der seit einiger Zeit merkwürdige Geräusche beim Bremsen macht. Die Bremsen selbst sind neu gemacht u. nicht das Problem (habe ich schon abklären lassen. Es ist auch nicht regelmäßig, aber wenn, hört es sich an, als ob Metall auf Metall schrappt. Bremsen tut er trotzdem, wenn man sich von diesem Geräusch nicht abschrecken lässt. Fährt ihn ein Mechaniker, macht er es natürlich nicht. Wenn es anfängt, merke ich es, so bald ich das Pedal antippe. Es ist rau u. es fühlt sich an, als müsste sich da erst etwas entwirren u. das Geräusch ist einfach nur abschreckend, so dass man wirklich erst mal den Fuß von der Bremse nimmt. Zudem ist es total laut; jeder kann es hören. Langsam aber sicher macht es mir Angst. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass der Wagen tiefer gelegt ist. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören. Mit freundlichen Grüßen, Anne Siepmann

Autopapst Andreas Kessler

Hallo Anne, wenn das mein Auto wäre, würde ich damit mal ein paar Runden Nordschleife fahren, danach ist das Geräusch sicher weg… Ich tippe auf teilweise verglaste Bremsbeläge, alternativ kann es sich auch um Korrosion nach längerem Stehen handeln. Ich glaube an keinen Defekt, sondern eher an Schmutz / Rost / Abrieb zwischen den Belägen und der Scheibe. Wenn Du aus höherer Geschwindigkeit mehrmals bis fast zum Stillstand herunter bremst, müsste das Problem weg sein. Jedenfalls kein Grund für teure Reparaturen….

Frage von Uwe Schukat:

Mein Seat Toledo, Bj, 1992, 88 PS, qualmt aus dem Auspuff beim Starten, wenn er etwas länger gestanden hat.

Autopapst Andreas Kessler

Wieviel hat der Spanier denn schon auf der Uhr? Ist der Qualm eher weiß oder eher blau? Wenn er weiß ist, dürfte es sich um Wasserdampf handeln, der in Maßen normal ist. Sollte allerdings der Kühlwasserstand fallen, ist das oft die Zylinderkopfdichtung oder ein Riss im Kopf (beim Toledo unwahrscheinlich…). Wenn der Rauch blau ist, verbrennt während der ersten Motorumdrehungen Motoröl. Das kann durch undichte Ventilschaftdichtungen in den Brennraum gesickert sein oder durch verschlissene Ölabstreifringe in den Kolben nicht von der Zylinderwand abgestreift worden sein. Ich tippe auf die Ventilabstreifringe. Die Reparatur kostet etwa 350 Euro.

Frage von Michael Poweska:

Hallo Herr Kessler, habe einen Renault Clio 2. Der TÜV bemängelte Spurstangen und Spurstangengelenke. Nun habe ich mir die neuen Teile im Zubehör besorgt. Bekomme die alten Spurstangen nicht heraus. Was gibt es für eine Möglichkeit, sie ohne Beschädigung heraus zu schrauben. Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Autopapst Andreas Kessler

Für die Demontage benötigt man einen sogenannten Kugelbolzenabdrücker. Bitte beim Kauf nicht sparen, die besseren Werkzeuge kosten immer etwas mehr. Wenn Sie die Spurstangengelenke bzw. die Spurstangen erneuert haben, muss die Vorderachse neu eingestellt werden (Achsvermessung), sonst zieht das Auto beim Fahren in alle möglichen Richtungen und radiert die Vorderreifen in 250 km auf 0mm Profiltiefe (Übertreibung macht anschaulich…;-)).

Frage von Stephan Werner:

Hallo, wollte mir einen Nubira, Bj.: 98 kaufen, hat aber einen Zahnriemen-Riss. Können Sie mir sagen, ob der Wagen ein Freiläufer ist und der Kauf sich lohnen würde? Grüße Stephan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stephan, normalerweise ist das immer ein wirtschaftlicher Totalschaden, den man geschenkt bekommen müsste. Wenn Du die Reparatur selbst machen willst, solltest Du aber wissen, wie man einen Motor wechselt. Die Reparatur von Ventiltrieb, Kolben etc. lohnt auf keinen Fall (kostet in der Werkstatt 2000 €!), sinnvoller ist ein Austausch des ganzen Motors. Der Motor ist übrigens kein Freiläufer!

Frage von Peter Kordes:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Ford Focus, Bj. 2000 , 75.000 km gelaufen. Seit die Sommerreifen montiert sind, hören sich die Reifen so laut an und nach wenigen Kilometern sind die Bremsscheiben sehr warm. Können das die Radlager sein? Danke für Ihr Bemühen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein subjektiver Eindruck sein! Man täuscht sich gerade bei Geräuschen gerne mal…. Vielleicht liegt das Problem auch an ungleichmäßig festgezogenen Radschrauben, die zu Verzug der Flansche und damit zu Verzug der Bremse geführt haben. Das ist aber nur eine schwache Vermutung; lösen Sie die Radschrauben noch einmal und ziehen Sie sie mit dem in der Bedienungsanleitung genannten Moment wieder fest (Drehmomentschlüssel verwenden!!)

Frage von Gilberto:

Hallo, wie wechsle ich bei einem VW Polo, Bj. 2001, 1.4 ccm, den Luftfilter? Habe Angst, an den ganzen Kasten etwas fester zu ziehen. Nicht dass ich was kaputt machen. Würde mich über Ihre Hilfe sehr freuen. Danke im Voraus. Gilberto

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

VW hätte es wohl am liebsten, wenn man selbst zum Wechsel des Luftfilters in die VW-Vertragswerkstatt führe… Die Vorgehensweise ist folgende: 1. Den ganzen Luftfilterkasten (auf dem die Motorbezeichnung steht, z.B. 1.4 16V) abziehen (dabei nicht übertreiben, daran hängt noch ein Schlauch…) 2. Den ganzen Kasten um 90° kippen (die Unterseite zeigt zu Dir!), 3. Jetzt müsstest Du unten am Kasten 4 Schrauben sehen. 4. Schrauben heraus drehen und den Deckel des Luftfilterkastens a ziehen. Der Rest ist selbsterklärend, der Zusammenbau erfolgt genau umgekehrt wie oben beschrieben….

Andreas König fragt:

Hallo, unser Golf 1 Cabrio macht Stress und ich finde die Ursache nicht. Wenn er läuft, dann läuft er prima. Nur manchmal springt er nicht an, dann bisschen warten und er springt an, oder er geht während der Fahrt aus, wieder bisschen warten und dann geht er wieder an. Ist ein 2H, habe Zündendstufe, Kerzen, Kabel, Zündspule, Kappe, Finger getauscht. Ich weiß nicht weiter, was könnte das noch sein?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Tja, Andreas, was kann das sein? Ich würde an Deiner Stelle einen neuen Lenk-Anlass-Schalter einbauen (oder wenigstens kaufen und im Ausfall-Fall anstecken und testen….). Das ist immer meine letzte Rettung, die aber schon oft des Rätsels Lösung war. Ich hoffe auch bei Dir….

Frage von Werner Richter:

Hallo Herr Kessler,ich habe einen Opel Omega B, MV6, Bj.98 125 Tkm. Wenn der Motor kalt ist, ist ein metalliches Klappern zu hören, welches ich durch Gasgeben veränden kann, je nach Drehzahl (3000U/min) bis es dann klirrt, als wäre eine lose Schraube im Motor, nach ca.1 km flacht das Geräusch ab und verschwindet. Die Abgaskrümmer habe ich planen und wechseln lassen, danach war das Klappern für eine Woche verschwunden, jetzt ist es wieder da. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. MfG:Werner Richter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach einem Leck am oder im Abgaskrümmer an (Riss!). Dieses Leck verschwindet dann irgendwann mit zunehmender Erwärmung / Dehnung des Krümmers. Abhilfe schafft nur ein neuer, rissfreier Krümmer. Oder ein Spezialist, der den Riss findet und zu schweißen kann (das ist bei Gusskrümmern schwierig, aber nicht unmöglich…).

Frage von Katrin T:

Hallo Herr Kessler, ich fahre seit einem Jahr einen Renault 19, EZ: 04/95. Bisher gab es keine Probleme. Vor einer Woche habe ich das erste Mal festgestellt, dass er bei feuchtem, kühlen Wetter (Morgennebel) nicht anspringt. Tagsüber gab es keine Probleme mehr, auch nicht bei starkem Regenwetter. Nun musste ich wieder nachts bei kühlem Nebelwetter starten und das gleiche Problem trat wieder auf. Kein Starten. Alle elektrischen Funktionen sind in Ordnung, nur starten kann ich nicht. Mit freundlichen Grüßen, Katrin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Katrin, wende die 3-K-Lösung an! Die Ks sind in ZündKerzen, ZündKabeln und VerteilerKappe enthalten. Diese Teile müssen erneuert werden, dann funkts auch unter Wasser wieder perfekt…


Frage von Gerit:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Fiesta, Bj.1993 mit 50 PS. Seit ca. 2 Wochen habe ich Probleme beim Fahren wie folgt:
Beim Fahren, egal welchen Gang ich einlege, ruckelt er in regelmäßigen Abständen, als wenn man kurz voll auf die Bremse gehen würde. Benzinverbrauch ist im normalen Bereich, aber die Leistung hat stark nachgelassen. Kann maximal im 5. Gang noch 120 km/h fahren und Berge muss ich, wenn sie steil sind, schon bis in den 2. runter. Ein Kumpel von mir hat gesagt, es könnten die Zündkerzen sein oder der Zündverteiler, da ich seit 100.000 km nicht gewechselt habe, stimmt das? Können Sie mir helfen? Vielen Dank schon einmal im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Gerit


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das nennt man «Wartungsstau», lieber Gerit! Eigentlich müsste man dem Fiesta gratulieren, dass er in diesem Zustand überhaupt noch zu einer Leistungsabgabe in der Lage ist. Der Kent-Motor ist aber auch einer der genügsamsten, da kann man schon mal eine Inspektion auslassen (was ich natürlich keineswegs empfehle….). Also: Besorge Dir einen Satz Zündkabel, einen Satz Zündkerzen, eine neue Verteilerkappe, einen passenden Verteilerläufer und ein Selbsthilfe-Buch. Darin steht, wie die Teile gewechselt / eingebaut werden. Als Krönung und Sahnehäubchen würde ich dann noch die Ventile einstellen; das bringt noch mal 10 km/h Spitze zusätzlich….

Frage von xochipilli fragt:

Ich habe einen T5 Multivan, Bj. 2005, 2,5 TDI, 130 PS. Ich habe das Problem, dass ich während der Fahrt nicht in den zweiten Gang schalten kann. Erst wenn ich z.B. vom dritten in den ersten schalte geht der zweite auch wieder rein. Hochschalten ist kein Problem und auch im Stand kann ich die Gänge schalten. MfG Heiko Tetmeyer
Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Heiko, das ist wahrscheinlich nur die Schaltung (also die Mimik zwischen Schalthebel und Getriebe), da hilft in diesen Fällen eine Erneuerung der PVC-Führungsbuchsen oder/und eine Neueinstellung der Schaltung. Ist bei VW eine Standard-Reparatur und kostet nicht die Welt....

Frage von Andreas Schulz

Mein Toyota Carina, Bj. 1996, 175.000 km runter, klingelt seit einem halben Jahr. Die Werkstatt hatte mal irgendwo Talkum darauf getan, aber das war keine echte Lösung, was kann ich tun? Öl habe ich schon gewechselt.
Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Namensvetter, das könnte an einem defekten Klopfsensor liegen! Versuch mal eine Tankfüllung mit Super-Plus; wenn das klingeln dann weg ist, muss der Klopfsensor erneuert werden. Diese Vermutung trifft aber nur dann, wenn der Motor keine «Kurzstreckenschäden» (Ablagerungen im Brennraum) hat...

Frage von Rner Maurer:

Hallo Andreas, ich habe meinen Zweitwagen verborgt und der Fahrer wurde innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit einer um 31 km/h zu hohen Geschwindigkeit geblitzt. Mir wurde als Eigentümer ein Bild vom Fahrer zugesandt. Auf dem Bild ist jedoch nicht nur mein Auto zu sehen, sondern auch ein entgegenkommendes. Des Weiteren ist die Bildqualität so schlecht, dass ich den Fahrer nicht mit Sicherheit erkennen kann und ich auch nicht mehr weiß, wem ich das Auto geliehen habe. Was kann ich nun machen? Viele Grüße Rainer Maurer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rainer, da ich kein Anwalt bin, empfehle ich die Weiterleitung des amtlichen Schriftverkehrs (innerhalb der gesetzlichen Fristen!!) an einen entsprechenden Vertreter der Jurisprudenz. Aus Erfahrung weiß ich, dass bei schlecht erkennbaren Fotos und weiteren Autos auf dem Blitzerfoto oft ohne weiteres das Verfahren eingestellt wird. Allerdings nur, wenn ein Rechtsanwalt an die Behörde schreibt. Schreibst Du, nerven die Dich so lange, bis Du zahlst.... Da es hier aber um Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot geht, würde ich den Weg zum Anwalt nicht scheuen (vielleicht zahlt das ja dann Dein Freund, der die Punkte schließlich auch bekommen würde!). Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Christian Müller:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Ford Puma Baujahr 1999 mit 125 PS Zetec-Motor. Folgendes Problem, meine Klimaanlage will nicht mehr kühlen , sobald ich sie anmache, hört man, und wenn die Motorhaube auf ist, sieht man, dass der Kompressor kurzeitig angeht ca. 2-3 Sekunden, er aber danach sofort wieder ausgeht, dann der Lüfter anspringt. Und dann beginnt das ganze Spielchen wieder von vorn, wiederholt sich solange, bis ich wieder ausmache. Mein Auto stand nun schon knappe zwei Wochen in der Werkstatt. Dort wurden Druckluftschalter, Magnetkupplung und diverse Schläuche gewechselt, leider ist es immer noch der selbe Fehler. Können sie mir vielleicht helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wechseln Sie die Werkstatt! Ich vermute zu wenig Kühlmittel im System; wahrscheinlich hätte ein ganz normaler Klima-Service das Problem gelöst. Dazu gehört die Trocknung und Ergänzung des Kühlmittels, der Austausch des Trockners und die Desinfektion der Verdampferoberfläche. Wenn das immer noch nichts bringt, würde ich den Druckschalter zwischen dem Hoch- und Niederdruckteil des Systems als Problemlösung empfehlen. Andreas Kessler.

Frage von Nicole:

Hallo! Ich habe zwei Fragen an Dich. Ich fahre einen Rover 45 Baujahr 2000. Ich verliere seit einiger Zeit Kühlwasser, es wird immer mehr. Ich wah auch schon in einer Werkstatt, die haben Schläuche und auch Kühler geprüft und nix festgestellt. Es könnte die Kopfdichtung sein. Obwohl auch das nicht sicher ist, denn ich habe keinen Ölverlust, kein Öl im Ausgleichsbehälter, keine weißen Zündkerzen und kein Co2 im Ausgleichsbehälter...sie wissen es nicht. Das ist meine erste Frage und die zweite betrifft das selbe Auto, und zwar wenn es draußen kälter wird, springt das Auto nicht mehr an. Ich pumpe dann Benzin und dann kommt er langsam, zwar stotternd aber er geht dann an. Und wenn ich dann unterwegs bin und kurz anhalte (ca.10min) und den Motor ausstelle, habe ich das selbe Problem wieder. Aber wirklich nur, wenn es kälter ist. Im Sommer nie. Wäre schön, wenn Du mir antwortest. Vielen Dank, Nicole Bergmann
Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hi Nicole, wie viel Wasser verliert der Wagen denn (mehr als 0,5 Liter auf 1000 km ist zu viel!!)? Man unterscheidet Kühlwasserverlust und Kühlwasserverbrauch; beim Verlust läuft die Brühe irgendwo raus (Wasserpumpe, undichte Schläuche, durchgegammelter Kühler....), beim Kühlwasserverbrauch wird Kühlwasser im Motor verdampft. Das ist fast immer eine defekte Zylinderkopfdichtung! Aus Deiner Schilderung vermute ich, dass auch bei Dir; beide Probleme können damit zusammen hängen (Startprobleme, weil Kühlwasser in den oder die Brennräume einsickert. Bevor Du für viel Geld die Kopfdichtung erneuern lässt, würde ich es mal mit einem (leichten!!) Nachziehen der Kopfschrauben versuchen. Das ist zwar eigentlich nicht «fachgerecht», hat bei mir (bei beginnenden Dichtungsschäden) aber schon öfter mal geholfen. Genaueres könnte eine Endoskopie bringen. Leider gibt es kaum Endoskope in den Werkstätten, da musst Du mal ein bisschen herum telefonieren...Viel Erfolg, Andreas Kessler.

Frage von Doreen Schmidt:

Fahre seit 4 Jahren Smart Roadster Coupe mit Chiptuning. Hatte nie Probleme bis mir vor zirka 4 Wochen jemand hinten aufgefahren ist. Brachte das Auto zum Smart-Center. Schaden bisher über 3000 Euro. Jetzt geht nichts mehr. Turbolader baute einen Druck von 1,5 bar auf, war vorher nie der Fall. Tourte über 5000 Umdrehungen. Turbolader arbeitet gar nicht mehr und man kann nur auf Tiptronic fahren. Bei Automatik tourt er nur hoch, schaltet aber nicht mehr. Smart meint, es sei nur Zufall und liegt am Chip. Ich meine, es liegt am Aufprall.
Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Doreen, das kann ich von hier aus leider nicht beurteilen! Wahrscheinlich haben die Jungs im Smart-Center bei der Eingangsdiagnose den Chip zerschossen und damit die Motorsteuerung völlig durcheinander gebracht. Wenn vor dem Unfall alles o.k. war, würde ich den Aufprall auch als Ursache vermuten (denn die Profis von Smart werden ja wissen, was sie tun....). Warum wird das jetzt nicht einfach repariert? Immerhin zahlt das doch die Versicherung des Unfallgegners?

Frage von Tina:

Hallo Hr. Kessler, unser Ford Escort Tunier, Baujahr 1995, 108.000 km, verschluckt sich öffters und die Drehzahl schwankt im Leerlauf. Manchmal geht er auch aus. Was könnte dies für eine Ursache haben? Was können wir tun? Vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte am Leerlaufregelventil liegen! Das verdreckt manchmal durch die Öl- und Rußrückstände im Abgas, welches ja durch die Abgasrückführung dem Frischgas zugemischt wird. Das war eine etwas weniger gelungene Technik-Stufe zur Schadstoffminimierung….

Frage von Petra:

Bei meinem Passat, Baujahr1995, leuchtet die Öllampe und der Alarm, obwohl genug Öl vorhanden ist.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist eine typische VW-Macke. Wenn die „dynamische Öldruckkontrolle“ anspricht, kann entweder einer der beiden (!!) Öldruckschalter defekt sein, das Steuergerät der dyn. Öldruckkontrolle eine Macke haben oder (je nach Modell) das Drehzahlsignal nicht im Steuergerät ankommen. Vor weitreichenden Schraubereien würde ich zunächst mal den Öldruck mit einem Manometer messen lassen. Wenn da alles o.k. ist, ist es manchmal billiger, die serienmäßige Öldruckkontrolle tot zu legen und ein Ölmanometer aus dem Zubehör zur Kontrolle des Öldrucks einzubauen….

Frage von Regina Fromm:

Hallo, habe mir einen Opel Corsa 1.0, Baujahr 2002, gekauft. Das Auto hat eine Gasanlage. Wenn ich schneller fahre - so um die 120 km/h - hört man ein ganz leises Rasseln. Kann das die Steuerkette sein? Wie ist das Wechselinterwall bei einer Steuerkette? Das Auto hat jetzt 116.000 km gelaufen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Regina, das dürften Klingel- oder Klopfgeräusche sein! Man spricht auch von „Glühzündungen“, bei denen sich unverbrannte Kraftstoff-Luft-Gemischanteile an glühenden Teilen im Brennraum entzünden. Das dürfte aber nur beim Benzinbetrieb auftreten, LPG ist fast absolut klopffest (hat etwa 110 Oktan!). Was tanken Sie denn für Benzin? Wenn es Normal ist, würde ich mal auf Super umstellen. Wenn es nämlich weiter klingelt, können Sie sich auf die Dauer den Motor ruinieren….

Frage von Herwig:

Hallo Herr Kessler, wir haben einen Fiat Punto, Baujahr 1997, vor Jahren gebraucht gekauft - allerdings ohne Codekarte (wir wussten nicht, dass man die braucht). Wir haben nur noch den Masterkey und wollen einen Schlüssel nachmachen lassen. Lässt sich da außer dem Austausch sämtlicher Schlösser und der Motorelektronik noch etwas machen? Mit Dank und Gruß Claudius Herwig

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Herwig, haben Sie die Bedienungsanleitung zu Ihrem Auto noch? Da müsste irgendwo ein Datensatz stehen, in dem auch die Händlernummer des Autohauses steht, das den Fiat vor zehn Jahren ausgeliefert hat. Jeder Fiat-Händler sollte sich vor der Auslieferung einen Scan der Codecarte machen und diesen zu den Akten legen. Vielleicht haben Sie ja Glück, und der Händler schickt Ihnen die Kopie „Ihrer“ Codekarte. Ein Anruf kostet fast nichts…. Eine weitere Möglichkeit ist, den Masterkey auslesen zu lassen. Das geht bis irgendwann im Modelljahr 1997. Ich wette, bei Ihrem Punto auch…. (das wissen selbst Fiat-Händler nicht, also hart bleiben!)

Frage von Gennadi:

Hallo, die Motorkontrollleuchte beim Opel Astra G Automatik, Bj. 2000, brennt immer. Beim Kaltstart muss ich immer Gas geben, um losfahren zu können. Beim Opel-Händler wurde gesagt, ein Steuergerätewechsel kostet rund 1000 Euro. Kann das vielleicht an der Lambdasonde liegen? Extrem hoher Benzinverbrauch und Leistungsnachlass sind dabei. Manchmal beim Bergauffahren geht die Leuchte kurzfristig aus! Was soll ich unternehmen? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gennadi, Du musst als erstes unbedingt eine andere Werkstatt suchen! Wer schon auf eine einfache Frage genau weiß, dass das Steuergerät defekt ist, will betrügen! Ohne eine Fehlerspeicherbefragung lässt sich nichts zum eigentlichen Fehler im Motormanagement sagen. Vielleicht ist eine Dichtung undicht, oder das Drosselklappenpotentiometer spinnt, oder der Thermofühler, oder alles zusammen…. Das Steuergerät ist in 9,7 von 10 Fällen nicht defekt.

Frage von M. Fuchs:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Opel Astra Caravan, Bj.97. Folgendes Problem ist aufgetreten: Das rechte hintere Rad dreht sich nur noch im Leerlauf, sobald ein Gang drin ist, dreht sich das Rad nicht mit und ich kann weder Vor- noch Zurückfahren, außerdem macht es ziemlichen Krach. Was ist der Fehler und kann ich das selbst reparieren?
Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, M.Fuchs


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich kann mir offen gestanden keinen Defekt vorstellen, der dieses Problem verursacht: Der Astra wurde nie als Vierrad-Version verkauft (es sei denn, Sie haben ein Rallye-Fahrzeug…), es kann eigentlich nur ein Problem der Bremse sein. Vielleicht ist irgendetwas mit der Handbremsbetätigung nicht in Ordnung und wird vom Schaltgestänge beeinflusst (sehr vage Vorstellung….). In diesem Fall ist eine Ferndiagnose nicht möglich! Opel, übernehmen Sie….

Frage von «Night»:

Hallo, ich habe mir neulich einen Polo Fox gekauft. Der Wagen ist 15 Jahre alt und hat 25.0000 Kilometer auf dem Tacho. So fährt er echt gut und auch sehr ruhig. Mein Problem ist, wenn ich etwas länger auf der Autobahn fahre, springt er im 5. Gang gut 100 Kilometern raus in den Leerlauf, damit ich nicht die ganze Zeit im 4. Gang tuckern muss, halte ich den Gang fest, was natürlich keine Dauerlösung ist, was ist mit dem Wagen??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte ein Getriebeschaden sein, verursacht durch Getriebeölmangel. Vielleicht reicht Nachfüllen (bitte das passende Getriebeöl suchen, kein Motoröl verwenden…). Wenn das nichts bringt, wirst Du wohl den 5. Gang weiter festhalten müssen. Ein gebrauchtes Getriebe wird etwa 300 Euro zuzüglich Einbau kosten. Und das ist dann mehr als der Zeitwert des Autos…

Frage von Willibald:

Hallo Herr Kessler, habe mir vor kurzem einen Opel Omega 2,5dti mit 130 PS gekauft, jetzt fällt mir auf, dass der Motor, wenn er warm ist, schlecht anspringt. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ach Willibald, warum hast Du denn nicht geschrieben, wieviel Kilometer der Wagen auf der Uhr hat? Und welches Baujahr er ist? Wie soll ich denn jetzt zu einer Diagnose kommen…? Ich hatte mal einen ähnlichen Fall (bei einem BMW, der ja den gleichen Motor hat…), da war es der Nadelhubgeber am 4. Zylinder. Nach dem Wechsel (145 Euro + Einbau) sprang der Wagen auch nach langer Autobahnhatz wieder sofort an….

Frage von Moni:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf3 1.4 und werde bald wahnsinnig. Seit ein paar Monaten macht er beim Gasgeben, wenn er kalt ist, ein rasselndes Geräusch aus dem linken Motorraum. Außerdem beim Losfahren, wenn er kalt ist, bei Motorbremse kommt ein quietschendes Geräusch aus dem Motorraum. Tritt man dann die Kupplung, ist es weg. Beides ist auch weg, wenn der Motor warmgelaufen ist. Stellt man ihn dann aber auch nur kurz ab und fährt wieder los, sind die Geräusche wieder da. Ich hab jetzt schon Unmengen an Geld reingesteckt, wie neue Riemen, Spannrolle, Nockenwelle, Zündverteiler, Motorlager usw. Kein Mechaniker weiß mehr Rat. Vielleicht die Ölpumpe? Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen, denn diese Geräusche sind nicht zu ertragen...Bedanke mich im Voraus...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Moni, offenbar ist die Kupplung der Übeltäter. Ich ärgere mich mit Ihnen, dass die Werkstatt mal wieder konzentriert rund um das Problem herum gearbeitet hat… Wahrscheinlich sind die Torsionsfedern in der Andruckplatte defekt / lose / zerbrochen und sorgen jetzt für diese Geräusche. Eine neue Kupplung beruhigt das ganze höchstwahrscheinlich sofort….

Frage von Fred Pischler:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen W202 Automatic. Bei dem ist im Zündschloss der Mitnehmer zerbrochen. Nun habe ich ein neues Schloss und wollte zur Überprüfung den Schließzylinder in den Apparat stecken. Das Ergebnis, das Schloss ist falsch, obwohl bei Mercedes mit Schlüsselnummer und Papieren bestellt- da der Mitnehmer für die Automatic fehlt. Als mir das auffiel, wollte ich meinen Schließzylinder wieder aus dem Schloss entfernen, aber nichts geht mehr. Ich kann den Schlüssel nicht drehen und bekomme so die Sperre nicht behoben. Zum Umtauschen muss aber der Zylinder raus, aber wie? Haben Sie eine Idee, oder wissen vielleicht, wo man hin gehen kann? Mercedes sagt: Na, wären Sie mal direkt gekommen. Sie brauchen ein komplettes Schlss mit neuen Schlüssel (400 Eur). Das vermeintliche Schloss hat uns bis jetzt nur 80 Euro gekostet.. Bin sehr verzweifelt...Freue mich über jeden Tipp und bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe Gruß Fred

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Fred, Shit happens! Sie haben sehr vorausschauend gehandelt und einfach ein Neuteil als Ersatz für den alten Zylinder besorgt. Leider hat DC (heißen die eigentlich immer noch so? Mir war „Daimler Benz AG“ immer viel lieber….) das falsche Teil geliefert, und das steckt jetzt im Schloss. Da ist leider (von Ausbohren abgesehen…) nichts zu machen. Ein Link mit Verständnisbildern ist hier: http://www.mitoe-it.de/bbt/Zuendschloss/

Frage von Frank Schwöbel:

Ich habe einen Ford Mondeo, Bj. 96, der, wenn er heiß ist, zB. bei schneller Fahrt auf der Autobahn, irgendwie so undefinierbar (Gummi-Abgas ähnlich) stinkt. Mittel- und Endtopf habe ich schon gewechselt brachte aber nichts! Habt Ihr eine Idee, was es noch sein kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das „riecht“ nach einer sabbernden Ventildeckeldichtung! Ich nehme an, dass dort Öl austritt, auf den Auspuffkrümmer tropft und dort unter Geruchsentwicklung verdampft. Kontrollieren Sie als erstes den Ölvorrat. Wenn diese Vermutung nicht zutrifft, könnte es auch am fehlenden Hitzeblech zwischen KAT und Unterboden liegen. Dann müsste der Tunnel zwischen den Sitzen aber deutlich fühlbar warm sein. Außerdem besteht dann eine recht große Brandgefahr. Gucken Sie mal genauer hin, ob das Abschirmblech noch an Ort und Stelle ist!

Frage von Stefan Ester:

Hallo! Mein Audi 80, 1.8 S, Bj. 90 läuft tadellos, nur die Schalter in der Mittelkonsole und Beleuchtung der Lüfterverstellung leuchten nicht mehr. Birnen habe ich testweise ausgewechselt mit ernüchterndem Ergebnis. Haben Sie da eine Idee? Gruß Stefan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, da ist wahrscheinlich nur das Kabel von der Instrumentenbeleuchtung zu den Lämpchen an der Peripherie abgerissen oder unterbrochen worden. Du kannst aber fast jedes Kabel benutzen, das bei eingeschaltetem Licht + hat und es zu den Verbrauchern in der Mittelkonsole verlängern. Die Leistung dieser Leuchten ist so gering, dass der betreffende Stromkreis das schon noch schafft….

Frage von Alex:

Hallo, habe folgendes Problem. Habe einen Opel Vectra b, 1.6 16v und wenn ich den Motor starte (Kaltstart), dreht er auf ca. 2000 U/min. Wenn ich kurz Gas gebe, ist es weg und er dreht wieder mit ca. 800 U/min. Was könnte das sein? Das hat er früher nicht gemacht. Seit neusten läuft er im Leerlauf auch etwas unrund, aber nur ganz leicht. Das merkt man im Sitz oder Fußraum. Drezahlmesser schwankt aber nicht. Was könnte das sein? Brauche dringend Hilfe? Danke im Voraus Alex

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Alex, das ist ein Schönheitsfehler! Ursächlich ist wahrscheinlich der Leerlaufsteller, der beim Start immer erst die müden Knochen etwas dehnen muß. Wenn der Gasstoß nicht mehr für Beruhigung sorgt, hilft vielleicht die Reinigung und Schmierung des „Steppers“ (Werkstattjargon). Meistens muß er allerdings erneuert werden, deshalb mein Rat zum Abwarten….

Frage von Steve Ihle:

Ich fahre einen Toyota Corolla, Bj.93 und habe vor 10.000 km die Bremsscheiben wechseln lassen. Ein anderes Autohaus sagte mir jetzt, dass diese unter Minimum wären. Nun möchte ich diese gern selbst nachmessen, um zu wissen, ob ich ein schwarzes Schaf unter dem Autohändler habe. Nun meine Frage: Wieviel mm ist das Minimum bei meiner Bremsscheibe. Mit freundlichen Grüßen, Steve

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Steve, neu sind die Scheiben 22mm dick, die Verschleißgrenze liegt bei 20mm. Das ist schnell erreicht, insbesondere bei zu harten Belägen. Wenn Du mit einem Messschieber umgehen kannst, weißt Du schnell Bescheid…. Allerdings müsstest Du schon Rundstrecke fahren, wenn nach 10.000 km die Scheiben um 2mm abgenutzt worden sind, wahrscheinlich wurden die Dinger nie gewechselt….

Frage von Anja:

Ich habe einen VW Scirocco GT 2, Baujahr 1993. Mein Auto springt sehr schlecht an. Ich habe die Batterie ausgetauscht. Daran liegt es nicht. Wenn ich zuvor einige km gefahren bin und dann das Auto nach einiger Zeit, bis ca. 1 Stunde, wieder starte, springt er sofort und ohne Probleme an. Beim Standgas klingt der Motor auch immer so als würde er jeden Moment wieder ausgehen. Was kann das Problem sein? Danke im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ich jetzt noch wüsste, was der Scirocco für einen Motor unter der Haube hat, könnte ich mehr sagen… Ich tippe mal auf den 90 PS 1,8 Liter mit der Monomotronic. Als erstes würde ich mal die Sicherung 15 oder 18 prüfen. Als nächstes kommt der Motortemperaturfühler an die Reihe. Den würde ich auch einfach tauschen, damit der beim Kaltstart wieder die richtigen Werte ans Steuergerät liefert. Das würde auch das Schütteln im Leerlauf erklären. Es kann aber auch ein simpler Marderbiss sein, der irgend einen Schlauch des Unterdrucksystems perforiert hat. Jedenfalls ist das Problem nicht unlösbar….

Frage von Daniel Berger:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Mercedes Benz 420 SL, Bj. 1987; das Fahrzeug ruckelt im Leerlauf ca. alle 30 Sek., wobei der Öldruck abfällt. Die (Hersteller-)Werkstatt findet das Problem nicht, sagt, dass die Prüfgeräte anzeigen, es sei alles in Ordnung. Für enorme Kosten wurden alle Zündkabel und -kerzen bereits ersetzt - ohne Erfolg. Im Gegenteil, man hat den Eindruck, alles habe sich verschlimmert. Für Ihren Rat wäre ich Ihnen dankbar! MfG, Daniel Berger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Daniel, das könnte der Leerlaufschalter am Gasgestänge sein! Bau´ mal den Luftfilter ab (den großen runden Blechkasten oben am Motor…) und betrachte das Gasgestänge. An einer Stelle sitzt ein kleiner Schalter mit einem grauen Kabel, der bei geschlossener Drosselklappe das „Leerlaufsignal“ an das Steuergerät gibt. Wenn der nicht mehr schaltet, oder nur schlechten Kontakt hat, kann es zu den beschriebenen Aussetzern kommen. Das wäre schön einfach; komplizierter ist es, wenn z.B. der Mengenteiler Standschäden hat (innere Korrosion durch zu viel Wasser im Sprit…). Da könnte ein Einspritz-System-Reiniger helfen. Gibt’s z. B. von Motul: «Fuel System Cleaner.»

Frage von Axel Kessler:

Hallo Herr Kessler, bei meinem VW Passat, 16V, 100 kW Bj.92, springen der 1. und der R-Gang bei laufendem Motor ständig heraus, den 2.Gang kann ich normal nutzen. Nach Abschalten des Motors und Durchschalten bekomme ich dann auch den R und den 1. wieder hinein und kann ihn dann einmalig nutzen, denn nach dem Anfahren, Hochschalten tritt das gleiche Problem wieder auf. Ich habe das Gefühl, dass die Betätigung der Kupplung recht leicht geht, am Tag vorher war beim Durchtreten der Kupplung im letzten Bereich auch ein «knacken» spürbar, was nun fehlt. Ich habe mit den Autowerkstätten in Stralsund bisher keine guten Erfahrungen gemacht und so das Vertrauen allgemein in diese verloren. Zum Beispiel wurde nach dem Zahnriemenwechsel von der VW-Vertragswerkstatt 3mal nachgebessert, weil der Motor ständig, wenn er warm wurde, im Leerlauf ausging. Bei einer anderen wurden, als der Motor ständig bei ca. 1200 U/min rüttelte, alle Teile, die
der Fehlerspeicher anzeigte, von der Lambdasonde, Gemischregeler, Steuerteil usw. getauscht, sodass ich nach 14 Tagen auf die stolze Reparaturrechnung von 2500 Euro kam. Das Teil, das den Fehler dann wirklich verursachte, kostete nur 26 Euro. Deshalb nun meine Fragen, muss die Kupplung komplett gewechselt werden, kann das Getriebe defekt sein, mit was für einen finanziellen Aufwand muss ich rechnen? Vielen Dank im Voraus!


Autopapast Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf einen Getriebeschaden! Lassen Sie mal das Getriebeöl ab, wahrscheinlich kommt mit dem Öl einiges an Spänen und Teile von Synchronringen mit aus dem Gehäuse… Man kann das Getriebe reparieren (ein paar neue Lager, ggf. neue Gangräder…), aber dazu muss man erst einmal eine genügend qualifizierte Werkstatt finden. An Getriebe wagt sich kaum noch jemand heran, deshalb sollten Sie schon mal bei www.motoso.de nach einem gebrauchten Getriebe für Ihr Auto suchen. Diese Variante ist die „zeitwertgerechteste.« Gebrauchte Getriebe liegen zwischen 250 und 400 Euro.

Frage von Paule:

Ich habe einen EU-Wagen Hyundai Matrix 1,6 L. Der Wagen ist aus Dänemark, sowie der Motor läuft, brennt das Abblendlicht. Das möchte ich nicht wegen des Stromverbrauchs. Die Werkstatt kann mir nicht helfen, ich bräuchte ein neues Steuergerät für ca 1500 Euro. Stimmt das?

Autopapast Andreas Kessler antwortet:

Nein, das stimmt nicht! Wechseln Sie die Werkstatt, oder fahren Sie zu einem Autoelektriker, der die Schaltung des »Zwangsabblendlichts« ändert (wenn der Schaltplan vorliegt, eine Minutensache….). Allerdings rate ich Ihnen, diese Schaltung aktiv zu lassen: Der Sicherheitsgewinn ggü. dem Fahren ohne Licht ist enorm, und der Mehrverbrauch kaum messbar, jedenfalls aber vernachlässigbar klein.