Fragen an den Autopapst im Oktober 2006

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet der Autogazette Lösungen für die Probleme. Fragen an den Autopapst im Oktober 2006.

Frage von Carsten Thurau:

Hallo erstmal, bei meinem Golf IV Kombi (Erstzulassung 2001) hören wir hin und wieder ein Quietschen, das aber recht laut ist. Es fällt uns in folgenden Situationen auf: 1. nach Autobahnfahrten, wenn wir wieder in der Stadt sind und z.B. den Wagen ausrollen lassen (dann aber auch beim Anfahren). 2. bei Staus: beim Ausrollen, aber auch wieder beim Anfahren. Wir können nicht richtig lokalisieren, wo das Quietschen herkommt. Meiner Ansicht nach eher rechts vom Fahrer, und eher hinten. Mit freundlichen Grüßen Carsten Thurau

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Carsten, berühren Sie bitte nach einer längeren Fahrt (vorzugsweise, wenn das Geräusch auf tritt!) vorsichtig die Felgen. Ist eine (womöglich hinten rechts?) deutlich wärmer (oder sogar heiß?) als die anderen? Dann kommt das Quietschen von schleifenden Bremsbelägen. Das kann an verschmutzten Bremssätteln, aber auch an einem korrodierten Handbremsseilzug liegen. Im ersten Fall hilft säubern und wahrscheinlich der Austausch der Bremsbeläge, im zweiten der Ersatz der Handbremsseile (reinigen und schmieren geht theoretisch auch, ist aber wahrscheinlich genau so teuer wie neue Handbremszüge und hält nicht so lange vor....).

Frage von Petra:

Guten Tag Herr Kessler. Ich fahre einen Golf II Baujahr 1990. Nun macht das gute Stück Probleme, heute habe ich ca. 15 Liter Wasser aus dem Fußraum auf der Beifahrerseite bzw. aus dem Fußraum dahinter vor der Rückbank geschöpft. Woher kann das Wasser kommen? Das Fenster war geschlossen und es sind keine Spuren von Feuchtigkeit an den Türdichtungen zu erkennen. Noch ein kleines Detail, was evtl. wichtig ist, das Gebläse funktioniert seit Kurzem nur noch in Stufe drei und beim letzten Benutzen gab es da ein kleines «gluggerndes »Geräusch. Über einen Ratschlag oder Tipp von Ihnen würde ich mich außerordentlich freuen. Schöne Grüße von Petra

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Petra, das hört sich nach verstopften Abflussschläuchen im Windfang an. Der Windfang ist die Mulde unter der Motorhaube, die direkt vor der Windschutzscheibe liegt. Durch die Starkregenfälle vom Wochenende ist wahrscheinlich alles voll- und dann über die Belüftungskanäle in den Innenraum gelaufen. Säubern Sie also zunächst die Ablaufschläuche, dann den ganzen Windlauf (da liegt wahrscheinlich schon Humus `drin....). Die Wasserflut kann natürlich den Vorwiderstand bzw. dessen Sicherung gekillt haben. Hier hilft nur ein neuer, oder Sie finden einen Bastler, der die Thermosicherung erneuert (neu: 60 Euro, Thermosicherung: 19 Cent).

Frage von Sonja Matthee:

Hallo. Brauche dringend einen Rat. Habe letztes Jahr Oktober einen Neuwagen Opel Corsa bekommen. Der hatte Anfang August einen Kabelbrand im Motorraum. Seitdem hat es Opel nicht geschafft ihn zu reparieren.Wie lange muss ich eigentlich warten. Bin nur noch genervt von ewigen Telefonaten und hinhalten seitens Opel. Wie verhalte ich mich richtig? Opel Corsa 1,0 Tiptronic. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wollen Sie mir ernsthaft erzählen, die Werkstatt lässt Sie mit einer Gewährleistungsreparatur seit 2 Monaten hängen? Machen Sie den Jungs mal richtig Feuer!! Das geht so: 1. Setzen Sie eine Frist (in Ihrem Fall reicht eine Woche), bis zu deren Ende der Wagen fahrbereit und repariert ist. Zweitens: Verlangen Sie bis zum Ablauf der Frist einen kostenlosen Ersatzwagen. Drittens: Sollte die Frist ergebnislos verstreichen, nehmen Sie sich einen Anwalt. Dann wird es für das Autohaus empfindlich teuer, weil dann zu dem Anwaltshonorar noch Nutzungsausfall und Schadenersatz für die zwei autolosen Monate kommt. Am besten klärt sich so ein Problem, wenn Sie dem Kundendienstmeister all´ das mal in ruhigem Ton vortragen..... Ich bin mit genau dieser Strategie vor einigen Jahren bei einer anderen Marke mal ganz gut gefahren, sonst könnte ich Ihnen als Nicht-Jurist in Ihrem Fall gar keine Auskünfte geben ;-)

Frage von Roland Müller-Marc:

Hallo Herr Kessler, nachdem ich meinem Renault Scenic, Bj 09/97 wegen defekter Schlüssel (Diode abgebrochen) einige Tage durch die manuelle Deaktivierung der Wegfahrsperre gestartet habe, trat folgender Effekt auf: Die nachsynchronisierten Schlüssel öffnen und schließen die Tür problemlos. Zum Entblocken der Wegfahrsperre muss ich den Funkschlüssel noch ein- bis zweimal zusätzlich ein- und ausschalten. OT-Geber? Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Keinesfalls, Roland! Der OT-Geber ist für den Motorlauf und dessen Steuerung zuständig und lässt im Defektfall keinen Motorlauf zu. Ich vermute entweder Empfangsprobleme oder eine nicht völlig geglückte Codierung des Schlüssels. Ich persönlich würde die Wegfahrsperre ganz still legen, weil ein 9 Jahre alter Scenic im Augenblick nicht genau im Zentrum der Planungen von Autoknackern steht (und da wohl auch kaum wieder hinein rücken wird...)

Frage von Christoph:

Hallo, Ich brauche dringend ein ABE von jama Laser Auspuff für einen Golf 2 GTI. Wo kann ich ein ABE erhalten? Mfg Christoph

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christoph, am besten wendest Du Dich an den Hersteller / Importeur unter www.laserexhausts.com. Wenn das nicht klappt, ist das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg Dein Ansprechpartner. Unter www.kba.de findest Du den nötigen Kontakt. Allerdings ist das KBA nur dann die richtige Adresse, wenn Du den Hersteller oder Importeur nicht ermitteln kannst. Unter Bekanntgabe der ABE Nummer ist es möglich, nähere Angaben wie z. B. den Namen des Herstellers, Anschrift, Telefonnummer oder den Typ mitzuteilen. Wenn der Hersteller/Inhaber einer ABE nicht mehr existiert, ist es möglich, einen Auszug aus der ABE beim KBA zu bestellen. Diese Dienstleistung ist gebührenpflichtig.

Frage von Ralf:

Hallo, Bei meinem Golf 3 GT Bj.7/95 Benziner mit Schaltgetriebe leuchtet die ABS Anzeige dauernd.Habe die Bremsflüssigkeit überprüft. Steht auf max. Auch die Bremslichter hinten sind in Ordnung. Können Sie mir einen Rat geben? Vielen Dank schon mal. Gruß an alle.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem Problem des ABS-Steuergerätes an. Bevor Sie aber nach einem neuen Gerät fragen, würde ich zunächst alle Radsensoren und deren Kabelverbindungen überprüfen. Oft sind einer oder mehrere Sensoren verschmutzt oder die Steckverbinder zwischen Sensor und Kabelbaum korrodiert. Die Chancen stehenn etwa 70 : 30, dass es nicht das Steuergerät ist.....

Frage von Christian:

Hallo, bei meinem Golf 3GL Bj.1994 (90 PS) leuchtet ab und zu beim Fahren die Öllampe auf, bei der Kontrolle des Ölstandes ist aber alles O.K..Nur aus dem Gehäuse des Ölfilters sind oben zwei Buchsen mit Gumminippeln mit Kabel, wenn ich darauf drücke tritt Öl aus, kann es sein, dass dies dafür verantwortlich ist oder etwas anderes, weil sonst kein Ölverlust am Motor sichtbar ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es kann immer möglich sein, dass ein Öldruckschalter (das sind die «Buchsen», von denen Sie sprechen!) undicht oder anders defekt ist. Da die Dinger nicht teuer und schnell zu wechseln sind, lohnt der Versuch auf jeden Fall. Achten Sie bitte darauf, dass man Ihnen den richtigen Öldruckschalter verkauft! Der Golf hat eine dynamische Öldruckkontrolle und deswegen 2 verschiedene Öldruckschalter.

Frage von Nico:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen VW Jetta 1,6 mit Pierburg 2EE Vergaser und Handschaltung, der mich in den Wahnsinn treibt. Hin und wieder geht beim Auskuppeln an der Ampel z.B. der Motor aus. Aber da er immer gleich wieder anspringt, könnte ich damit leben. Seit einigen Wochen aber «verschluckt» sich der Motor beim Beschleunigen immer und «huppelt/ruckelt» bis hin zum Ausgehen. Dies passiert aber immer nur zwischen ca. 80 und 100 Grad Motortemperatur. Gibt man unaufhörlich weiter Gas, verschwinden die Probleme ab ca. 3500 Umdrehungen. Unterdruckdose, Vergaserflanschdichtung, Tankentlüftungsventil, Zündschalter und -spule wurden schon erneuert. Der Luftklappenstellmotor wurde auch probeweise ausgetauscht. Alles hat nix geholfen. Einen andern gebrauchten Vergaser habe ich auch ausprobiert, aber nach ein paar Tagen traten auch hier die gleichen Probleme auf. Nun ist wieder der erste (Original) Vergaser drin, aber die Probleme sind immer noch da. Bitte helfen Sie mir. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Temperaturabhängigkeit deutet auf ein Problem mit dem Kühlmitteltemperaturgeber hin. Denkbar ist auch ein defektes Drosselklappenpotentiometer, aber dann müsste dieses Teil an beiden Vergasern defekt gewesen sein. Der Temperaturfühler sitzt aber nicht im Vergaser, deswegen hat er mehr Chancen, als Defekt-Teufel in Frage zu kommen. Zum Prüfen des Gebers muss er bei warmen Motor etwa 200 - 300 Ohm Widerstand haben. Liegt der Wert etwa 10 mal so hoch, ist das Ding fällig....

Frage von Dirk Berghoff:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen alten Audi, Baujahr 1992, Cabriolet, mit Klimaanlage, in der eine alte Klimaflüssigkeit (R12) eingefüllt war, angeblich ist die jetzt verboten. Kann ich die Anlage mit der neuen Flüssigkeit befüllen lassen (R134A ) oder geht das nicht ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das geht, allerdings muss die Klimaanlage auf das Kältemittel angepasst werden. Dazu müssen Drossel, Ventile, Dichtungen und der Trockner getauscht werden. Anschließend wird die Anlage gereinigt, desinfiziert und neu befüllt. Alles in allem wird das ca. 500 Euro kosten. Alternativ kann man ohne Umbau das Ersatz-Kältemittel R413 verwenden. Das funktioniert, ist aber nicht wirklich gut. R413 ist ein Gasgemisch, dessen Bestandteile sich im Trockner trennen können. Dadurch könnte das Gas, welches das Öl transportiert, nicht beim Kompressor ankommen. Auf Dauer macht das der Kompressor nicht mit und geht kaputt. Ich empfehle R413 nur dann, wenn man sein Auto nicht mehr lange fahren will.

Frage von Susanne:

Hallo Herr Autopapst. Ich möchte mir einen Golf 1 Cabrio, Bj: 01.93 zulegen. Hat Automatikgetriebe... Gibt es für Automatik einen Umbausatz wegen der Kfz-Steuer??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Leider nicht! Twintec bietet den Kaltlaufregler nur für Schaltgetriebe an, sorry!

Frage von Arda:

Ich werde einen BMW E36 mit E46 Haube kaufen. Die Haube ist jedoch nicht eingetragen. Wie und wo muss ich es eintragen lassen, brauche ich vorher ein Gutachten? Danke im vorraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mit dieser Frage kannst Du Dich vertrauensvoll an die Kollegen von TÜV und DEKRA wenden. Die überprüfen die Qualität des Umbaus, die Funktion der Lichter und Leuchten und erstellen ein Gutachten, mit dem Du beim zuständigen Kraftverkehrsamt Deine Fahrzeugpapiere entsprechend korrigieren lässt. Wenn Du das alles unmittelbar nach dem Kauf des Autos erledigst, wird der Papierkrieg in einem Aufwasch mit der Ummeldung erledigt. Das erspart Dir einiges an Gebühren.....

Frage von John:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Alfa 156, BJ 98. Letzte Woche hat ein Bekannter (Motorradmechaniker) bei meinem Alfa die vorderen Scheiben und die Klötze der Bremsanlage erneuert. Nun hab ich ab und dann so ein Pfeifen, Quietschen. Bremsen funktionieren wunderbar. Dieses Pfeifen ist nicht regelmäßig, passiert aber am meisten wenn ich sehr leicht auf die Bremse drücke oder auch mal so bei Geradeausfahrten oder manchmal in der Kurve. Mit den alten Bremsscheiben und Klötzen hatte ich diese Probleme nicht. Mein Bekannter meinte, ich soll erstmal abwarten, da die Bremsen sich erst einfahren. Bin schon knapp 500 km gefahren, aber das Problem besteht weiterhin. Woran kann es denn liegen? Ich hoffe sie können mir helfen. Besten Dank im voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich hat Ihr Bekannter die Bremsklötze «trocken» (also ohne Kupferpaste oder Brake-Lube) eingebaut. Bitten Sie ihn, die Dinger noch einmal auszubauen, die Sättel schön sauber zu machen und die Belagträgerplatten dünn mit dem Schmiermittel zu bestreichen. Danach ist Ruhe....

Frage von Wolfgang Keller:

Hallo Herr Kessler, ich fahre seit kurzem einen Mitsubishi Colt, BJ 2004. Kürzlich bin ich leider mit dem rechten Vorderrad durch ein Schlagloch (eher Krater) gefahren und seit dem Zeitpunkt zieht das Fahrzeug beim Fahren nach links (leichtes Gegensteuern nötig). An der Felge bzw. am Reifen ist nichts zu sehen, nun wäre es für mich interessant, ob die zwei Dinge in Verbindung stehen und was am wahrscheinlichsten verstellt wurde. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Schlag hat sicher die Spur der Vorderachse verstellt oder sogar eine Spurstange verbogen (was technisch dasselbe ist). Fahren Sie mit dem Auto auf einen Achsmessstand (z.B. bei einem Automobilklub). Das Ergebnis wird eindeutig ausfallen. Im schlimmsten Fall muss eine Spurstange ersetzt werden, sonst reicht wahrscheinlich die Neueinstellung der Achsgeometrie.

Frage von Klaus:

Hallo! Ich fahre einen Skoda Felicia Fun mit einem VW Motor 1.6 L, 55 KW und habe folgendes Problem. Die Kühlwassertemperatur steigt während der Fahrt nicht an. Wenn ich den Motor im Stand laufen lasse geht die Temperatur hoch, bis der Lüfter sich einschaltet. Ich habe schon zum zweiten Mal den Thermostaten ausgetauscht, ohne Erfolg. Auch den Deckel mit Schlauchanschluss habe erneuert. Beide Schläuche zum Kühler werden im Stand heiß. Mit freundlichen Grüßen Klaus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offenbar liegt das Problem nicht am Thermostat, sondern eher am Kühler! Fahren Sie doch mal einen Tag lang mit einem Geschirrspüler-Tab im Kühlwasser herum. Dann lassen Sie die Brühe ab und füllen neues Kühlwasser mit Frostschutz ein. Diese Prozedur entkalkt das Kühlsystem und bringt die alte Leistung zurück. Flankierend würde ich noch den Thermoschalter im Kühler wechseln, der hat nämlich zwei Schaltstufen (langsame und schnelle Drehzahl des Ventilators..)

Frage von Guido:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Escort Cabrio 1,6 Liter, 77 kW, Bauj. 1992. Ich habe folgendes Problem mit dem Motor. Er raucht bzw. qualmt aus dem Auspuff und hat einen sehr hohen Ölverbrauch. Motorleistung ist aber noch ok. Welche Bauteile am Motor könnten da defekt oder verschlissen sein? Besten Dank schon mal im voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Guido, ich nehme an, dass entweder die Ventilschaftdichtungen, die Ventilführungen oder die Kolbenringe verschlissen sind und Motoröl in den Verbrennungsraum gelangen lassen. Das lässt sich am besten durch eine Kompressionsmessung eingrenzen: Steigt der Wert bei einer zweiten Messung an, wenn man vorher etwas Öl durch das Kerzenloch gespritzt hat, sind es die Kolbenringe. Bleibt er gleich, ist es der Zylinderkopf (Ventilführungen, Abstreifringe). In jedem Fall ist eine größere Überholung des Motors fällig (Zylinderkopf oder neue Kolben nach Schleifen der Zylinder). Das ist auf den Normalfall (Benzinmotor, hohe Laufleistung) bezogen.

Frage von Richard Pfeffer:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Escord Ghia, Baujahr 1997, 90 PS. Mein Problem: Ab und zu, nicht immer, geht das Standgas auf ca. 2300 U/min. Das passiert meistens wenn ich an der Ampel stehe. Nach rund fünf Sekunden geht dann das Standgas wieder auf normale 800 U/min runter. Ab und an hat er auch nur ca. 500 U/min und «stirbt dann fast ab». Gibt man dann Gas, geht die Drehzahl auf über 2000 U/min und erst nach wiederum fünf Sekunden wieder runter auf normal. Es kommt auch vor, dass während der Fahrt das Standgas (wenn ich ihn einfach rollen lasse) so hoch ist, dass ich z.B. im Stadtverkehr sogar bremsen muss. Ich war schon in einer Ford-Werkstatt. Sie meinten, dass es eventuell der Geschwindigkeitssensor ist. Es könnte aber auch das Lehrlaufregelventil oder das Drosselklappenpotiometer sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssten alle Sachen überprüft werden, was heißt, dass dann locker ein Betrag von 400 Euro zusammenkommen könnte. Was meinen sie zu der Sache. Vielleicht können sie mir ja helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie das Leerlaufregelventil auswechseln! Das ist ganz typisch für die Escorts und wurde hier schon -zig Mal empfohlen......

Frage von Thomas:

Hallo Herr Kessler, bei meinem BMW E46 323i, Bj. 98 gehen vierteljährlich die Birnen (H7) vorne defekt, mal die linke, mal die rechte. Gibt es eine Möglichkeit das zu verhindern? Bringen Entstörfilter an der Batterie etwas, um Spannungsspitzen zu eliminieren? Vielen Dank im Voraus. Gruß, Thomas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Seit einiger Zeit ist das immer wieder ein Problem, komisch! Ich hatte mal einen Opel Zafira mit diesem Problem (wenigstens waren das nur H4-Lampen, nicht ganz so teuer wie H7...). Ich bin seinerzeit schließlich zu einem von Opel empfohlenen Autoelektriker gegangen (das Auto war noch in der Garantie!), der dann in die Leitung zum Scheinwerfer links und rechts einen kleinen Widerstand eingesetzt hat. Der hat die Spannung etwas «gedämpft», und gut war es. Die Scheinwerfer sind jedenfalls nicht dunkler geworden......

Frage von Werner Müller:

Hi Herr Kessler, mein Audi A6 ist acht Jahre und 105.000 km alt. Es ist ein Allradler mit Automatikgetriebe. Hat 164 PS. Ich höre, wenn der Motor läuft, am vorderen Teil, bei den Riemen, ein Geräusch. Es hört sich an, als wenn ein Lager trocken läuft. Beim Kauf im Juli 2006 als gebraucht habe ich schon ein bisschen was gehört. Kann es ein Lager sein ? Vielen Dank im voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Werner, fahren Sie am besten heute noch zu einem Spezialisten und lassen Sie den Zahnriemen und die Spannrolle desselben überprüfen! Die meisten Zahnriemen reiben sich nämlich an einer festgegangenen Spannrolle auf und reißen schließlich. Und den Rest möchte ich Ihnen ersparen....(Der Zahnriemen: Deutschlands Motorkiller Nummer 1....)

Frage von Ebner Christian:

Ich fahre einen Audi 80, Baujahr 88, Benziner mit 5 Gang-Getriebe. Bei kälterem Wetter bleibt mir mein Auto nach ca. 15 km langer Autobahnfahrt liegen. Er fängt an zu stottern und die Leistung lässt nach. Selbst bei Vollgas wird er immer langsamer bis ich stehe. Nach ein bis zweiminütiger Wartezeit springt er wieder einwandfrei an und ich kann meine Fahrt ohne Probleme fortsetzen. Ich hoffe Sie können mir bei diesem unangenehmen Problem helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Chris, was steckt denn da unter Haube? Noch der gute alte EA 827 mit 55 kW und Vergaser? Dann ist das höchstwahrscheinlich «Vergaservereisung». Die entsteht z. B., wenn der Schlauch der Ansaugluftvorwärmung nicht mehr existiert, oder wenn die Beheizung des Vergasers durch das Kühlwasser gestört ist. Die «Zwangspause» reicht aus, damit die Motorwärme das Eis im Vergaser auftaut. Ich bin gespannt, ob diese Diagnose zutrifft.....

Frage von Andreas Funk:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Golf 3, Bj. 1994 (90PS), ich habe seit einiger Zeit das Problem dass das Fahrzeug sporadisch ausgeht und dann auch nach Lust und Laune wieder angeht. Nach einer Recherche im Internet bin ich auf das 109er Problem gestoßen. Ich habe aber leider kein Relais mit einer solchen Bezeichnung. Sollte ja auf Steckplatz 20 sein! Ich habe bei mir folgende Relaisnummern: 99.72.79.179.53.18.22.167;Gibt es vielleicht auch eine andere Nummer für das Spannungsversorgungsrelais?
Ich danke Ihnen schon im Voraus für Ihre Antwort!!! Gruß Andy


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Andy, vergleiche Deine Relaiskiste mit den Infos bei http://www.doppel-wobber.de/. Sollte tatsächlich kein Relais 109 eingebaut sein, kann das Auto ja nicht vernünftig laufen ;-) (nicht ganz ernst gemeint...). Ein weiterer Verdächtiger in Deinem Fall ist der Zünd-Anlassschalter hinter dem Zündschloss. Der Wechsel ist etwas fummelig, man kann den Schalter aber vorläufig provisorisch aufstecken und ihn «testfahren». Viel Spaß dabei wünscht der AUTOPAPST

Frage von Kai Ostelmann:

Hallo Herr Kessler, mein Passat 3B hat seit kurzem einen enorm hohen Ölverbrauch (2l/1000km), er qualmt beim Beschleunigen und der Motor nagelt. Das Nageln wird beim warmen Motor dann etwas leiser. Ab und an kommen im Leerlauf Zündaussetzer dazu.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kai, Sie haben leider keine Details genannt (Benziner? Diesel? Laufleistung?). Ich nehme an, dass entweder die Ventilschaftdichtungen, die Ventilführungen oder die Kolbenringe verschlissen sind und Motoröl in den Verbrennungsraum gelangen lassen. Das lässt sich am besten durch eine Kompressionsmessung eingrenzen: Steigt der Wert bei einer zweiten Messung an, wenn man vorher etwas Öl durch das Kerzenloch gespritzt hat, sind es die Kolbenringe. Bleibt er gleich, ist der Zylinderkopf (Ventilführung, Abstreifringe) der Übeltäter. In jedem Fall ist eine größere Überholung des Motors fällig (Zylinderkopf oder neue Kolben nach Schleifen der Zylinder). Das ist leider nur ins Blaue phantasiert und auf den Normalfall (Benzinmotor, hohe Laufleistung) bezogen.

Frage von Stefan Wiprächtiger:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe einen Audi 100 CD, Automat, Jg.1986, 2,3 Liter-Motor , Benziner, 44.000 km. Nach 15 Minuten Fahrt, fängt er an zu bremsen und immer stärker, bis er nicht mehr fahrbar ist. Das Pedal hat dann etwa 3 cm leeres Spiel. Die Bremsklötze wurden gängig gemacht, Bremsschläuche neu. Liegt es am hydraulischen Bremskraftverstärker, oder am Hauptbremszylinder? Wenn das Problem auftaucht, ist der Hauptbremszylinder sehr heiß. Dann kühle ich Ihn mit Wasser und die Bremsen lösen sich für kurze Zeit. Vielleicht können Sie mir helfen. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, das ist höchstwahrscheinlich der HBZ (Hauptbremszylinder). Ich vermute, dass eine oder beide Ausgleichbohrungen verstopft sind und das deswegen bei Entlastung des Bremspedals kein Druckabfall im System stattfindet. Das potenziert sich durch die Wärmedehnung irgendwann und alles wird glühend heiß. Also: Lassen Sie den HBZ wechseln, aber möglichst in einer Fachwerkstatt! Mit den Bremsen spaßt man nicht, und so eine Ferndiagnose kann auch völlig in die falsche Richtung zeigen.....

Frage von Anonymus:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein Problem. Als ich gestern gefahren bin, stieg die Temperaturanzeige fast ins Rote. Kurze Zeit später war sie für zwei Minuten normal und dann wieder in Richtung rot. Ich habe ihn dann stehen gelassen. Es ist ein Mazda MX-3 und war erst vor zwei Wochen in der Werkstatt wegen dem Getriebegestänge. Dort wurde auch der Wintercheck gemacht. Also kann es nicht daran liegen, dass zu wenig Wasser im Kühler ist. Vielen Dank für ihre Antwort im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie haben ja ordentlich Vertrauen in Ihre Werkstatt! Warum überzeugen Sie sich nicht selbst über den Stand des Kühlwassers? Jetzt ist es morgens schon recht kühl, Sie fahren mit Heizung, die vielleicht während des Sommers leer gelaufen ist. Im Ergebnis haben Sie Luft im Kühlsystem. Das ist eine Möglichkeit, eine andere ist ein spinnender Temperaturfühler, der Temperaturen anzeigt, die es nicht gibt. Hier kann man mal ein Einkochthermometer ins Kühlwasser halten und den Stand der Dinge direkt ablesen.... Wenn auffüllen und selbst «Fiebermessen» nicht hilft, bleibt noch das Thermostat und der Thermoschalter im Kühler übrig, das dürfte aber wieder Werkstattsache sein.....

Frage von Frank Schubert:

A6 Batteriewechsel, muss da die Steuerung neu eingestellt werden? Kann sicher nur die Werkstatt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Können Sie auch! Die Bordelektronik fährt sich mit der neuen Batterie von selbst wieder hoch (genau wie der PC zuhause nach dem Einschalten...). Nur die Codes der Unterhaltungselektronik müssen Sie wieder neu eintippen. Das kann man aber vermeiden, wenn man einen «Code-Puffer» an die Polklemmen setzt (kleines 12V-Netzteil....). Viel Spaß beim Batterie-Stemmen wünscht der Autopapst

Frage von Benjamin Lüscher:

Hallo Autopapst, ich fahre einen 1990 Toyota Celica GtI, im Moment läuft er nur auf drei Zylindern. Ich hatte ihn kurz abgestellt, und nach dem Anlassen trat das Problem plötzlich auf. Liegt das daran, dass ein Ventil kaputt ist? Mit freundlichen Grüßen Beni

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Beni, ist denn ein Ventil kaputt? Wenn ja, dann ist das höchstwahrscheinlich die Ursache. Wenn Du wissen willst, ob ein Ventil kaputt ist, musst Du einen Kompressionstest machen lassen. Wenn ein Zylinder fast keine Kompression hat, ist es derjenige mit dem Ventildefekt.... Es gibt aber auch noch andere Ursachen, wenn ein Motor nur auf drei Zylindern läuft: Z.B. ein Marderbiss durchs Zündkabel, oder ein Brücke an den Zündkerzenelektroden (hatte ich mal: Alle Tricks fruchteten nichts, bis ich die Kerze ausgebaut habe. Die Elektroden waren offenbar durch herunterfallen «auf Kurzschluss» gegangen und es funkte nicht mehr).

Frage von Thomas Seiler:

Guten Tag, ich besitze einen Skoda Octavia Kombi 2.0, Bj. 2004. Das Fahrzeug hat eine Climatronic. Diese verursacht seit ca. sechs Monaten auch bei ausgeschaltetem Motor tickende Geräusche. Von der Werkstatt wurden alle Stellmotoren ausgetauscht. Als dies keine Abhilfe schuf, wurde auch noch das Bedienteil ausgewechselt, jedoch auch ohne Erfolg. Die Werkstatt weiß keinen Rat mehr und Skoda Deutschland sagt, dieses Geräusch gehöre zum normalen Betriebsgeräusch der Klimaanlage. Eine Klimaanlage, die nicht in Betrieb ist, kann aber meiner Meinung nach auch kein Geräusch verursachen! Was ist Ihre Meinung dazu? Gruß T.Seiler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich stimme Ihnen völlig zu, Herr Seiler! Wahrscheinlich will man sich mit dem Garantiefall (es ist doch einer?) nicht mehr Mühe als unbedingt nötig geben und wimmelt ab. Ich würde mal versuchen, das tickende Geräusch durch Ziehen der zuständigen Sicherung zu beenden. Damit ist die Ursache schon etwas weiter eingekreist. Zum Vergleich sollten Sie vielleicht auch noch in einen anderen Octavia mit gleicher Ausstattung hinein horchen: Wenn der auch tickert, gewinnt die Aussage von Skoda Deutschland an Glaubwürdigkeit (oder es handelt sich um ein «serienmäßiges» Problem). Ich habe vor kurzem ein ähnliches Geräusch in einem Golf V gehört, der etwa ein Jahr alt war. Da war es deutlich ein Servo, der seine Endposition nicht gefunden hat. Allerdings war das Geräusch bei abgezogenem Zündschlüssel nicht mehr zu hören.

Frage von Petra Rollar:

Hallo, wir haben beim Peugeot 106 ohne ABS die Bremsbacken hinten ausgewechselt, Leider dreht sich jetzt das Rad nicht mehr und die Bremstrommel geht auch nicht mehr runter....können sie uns helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie sollen doch als ahnungsloser Laie nicht selber an der Bremsanlage herumbasteln! Das ist jetzt das Ergebnis.... Die Selbstnachstellung der Bremse hat sich offenbar anders verhalten, als Sie gedacht haben. Um weiter zu kommen, sollten Sie sich wenigstens nachträglich mit der Materie vertraut machen und in einem der einschlägigen Bastelbücher die richtige Vorgehensweise nachlesen...

Frage von Bauer Rudolf:

Bei meinem Ford Fiesta, Bj.93, geht der rechte Blinker nicht mehr. Auch nicht beim Einschalten der Warnblinkanlage (blinkt nur die linke Seite). An was kann das liegen? Mit freundlichen Grüßen R.Bauer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rudolf, das hört sich sehr nach dem Blinkrelais an! Besorgen Sie sich ein passendes im Autozubehör und wechseln Sie es gegen das defekte aus. Das wars....

Frage von Christian Saner:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe mir einen 4-er Golf 1.9 TDI mit 130 PS, Jg. 2002, Occasion, gekauft. Wenn ich jetzt an eine Ampel fahre, dann nehme ich denn Gang raus und entlaste das Kupplungspedal. Wenn ich das Pedal langsam zurücknehme, entsteht nach ca. einem Viertel so ein «rchrchrchrchrchr» Geräusch. Dieses Geräusch hält an bis ich die Kupplung ganz entlastet habe, dann ist es wieder weg. Dieses Geräusch entsteht jedes Mal. Schalten und kuppeln geht aber tiptop, beim normalen Fahren hört man auch nichts.

Nach dem durchstöbern im Internet könnte es das Ausdrücklager oder das Zweimassenschwungrad sein, meine Werkstatt war zuerst ziemlich ratlos und fragte noch andere Werkstätten an. Meine Werkstatt meinte dann, man könne es mal so sein lassen und beobachten. Ach ja, das Geräusch ist fast verschwunden, wenn ich beim Auskuppeln etwas mehr Gas gebe...??? Ich habe Angst das es vielleicht einmal einen größeren Schaden daraus entstehen könnte. Haben Sie eine Idee?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das haben Sie schön aufgeschrieben, das «rchrchrchrchrchr» Geräusch! Kann wahrscheinlich nur ein Schweizer.... Spaß beiseite, ich tippe hier auf das Zweimassenschwungrad, das gerade bei den «TDI-Drehmomentriesen» gerne mal auseinander fliegt. Wenn der Golf noch unter 100.000 km auf der Uhr hat, könnte da noch Kulanz möglich sein (mauert VW in der Schweiz genau so wie in Deutschland, wenn man in einer VW-Werkstatt die «Online-Kulanz-Abfrage» machen lässt? Ich habe noch von keinem Fall gehört, der über diese Schiene kulant gehandhabt worden ist...)

Frage von Alexander Schuster:

Hallo, ich habe mir vor kurzem einen Daewoo Nubira Kombi mit 80 kW gekauft. Es handelt sich um ein zwei Jahre altes Händlerfahrzeug, das 6000 km hatte. Es wurde vor kurzem auf Autogas umgebaut. Der Motor klingt teilweise brummig und scheint nicht ganz rund zu laufen? Das Brummen hängt nicht mit dem Autogasumbau zusammen, da man es auch bei reinem «Benzinfahren» hört. Ist dieses Brummen («leichtes Hämmern») für Daewoo Motoren mit 80 kw typisch?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann man wohl sagen! Die Motoren in den etwas älteren Daewoo-Modellen sind fast immer Lizenz-Bauten anderer, eigentlich nicht mehr gebauter Modelle aus dem GM-Konzern. Der Nubira beispielsweise hat einen Motor unter dem Blech, der ehemals Holden-Modelle in Australien befeuerte. Eigentlich kein schlechter Antrieb, nur eben nicht mehr den hohen Ansprüchen unserer heutigen Zeit gewachsen. Aber schön billig ist er, der Nubira... (da kann man eben nicht unbedingt High-Tech erwarten!)

Frage von Christoph:

Hallo! Fahre einen Huyndai Atos, Bj. 02 . Seit einer heftigen Fehlzündung bei 30.000 km, leuchtet ständig die Motorfunktionsstörungslampe, allerdings ist man bei Huyndai nicht in der Lage einer genauen Fehlerdiagnose. Fehler nicht bekannt! Die Ursache der Fehlzündung war wohl ein Defekt an der Zündanlage, der mittlerweile behoben ist. Brauche seit dem fast 8 Liter auf 100 km. Könnte der Kat schadhaft sein? Würde mich über einen kompetenten Rat sehr freuen! Vielen Dank im voraus! Mit freundlichen Grüßen Christoph

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Fehlzündung könnte der Lambdasonde einen Schlag verpasst haben (ein typisches Zeichen ist ein plötzlich ansteigender Verbrauch), was auch die Motorkontroll-Leuchte nicht völlig unbeeindruckt lässt. Wenn die Abgasreinigung nicht perfekt funktioniert, muss die OBD-Kontrolle (On-Board-Diagnosis) die Lampe leuchten lassen, so schreibt es das Zulassungsgesetz vor. Lassen Sie mal den Fehlerspeicher des Atos auslesen, dann dürfte Klarheit herrschen.

Frage von Tanja:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Opel Astra G, Bj 2002 mit 85.000 km. Im Leerlauf wird der Motor seit kurzem nach ein paar Minuten heiß. Sobald ich losfahre senkt sich die Temperatur wieder auf normal. An was könnte das liegen? Ist das ein generelles (bekanntes) Opel Problem? Mein Corsa hatte ebenfalls dieses Problem. Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Opel und die Motorkühlung! Früher waren es die sprichwörtlichen Wasserpumpen, heute sind es (übrigens nicht nur bei Opel!) die Thermoschalter des Kühlerventilators im Wasserkühler. Kleine Ursache, große Wirkung: Wenn man das nicht beachtet, kann man sich durch eine Überhitzung schnell die Zylinderkopfdichtung hochjagen. Lassen Sie den Thermoschalter wechseln, und vergessen Sie dann den Funktionscheck des Ventilators nicht. Der kann es nämlich auch sein, ist aber etwa zehn Mal so teuer.....

Frage von Stefan:

Habe einen Audi 80, B3 1.8 Liter mit 90 PS und einer Mono - Jetronic. Er hat 290.000 km auf der Uhr. Wenn ich mit offenem Fenster fahre und mehr Gas gebe, dann riecht es im Auto nach Benzin. Außerdem ist er von der Leistung eher schlecht und manchmal ruckt er? Was könnte daran schuld sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz typisch für Benzingeruch im fahrenden Auto sind poröse Benzinschläuche im Motorraum. Die Textilummantelung der verwendeten Schläuche saugt sich mit durch Risse im Schlauchmaterial nach außen sickerndem Kraftstoff voll und lässt diesen dank der großen Oberfläche sehr effektiv verdunsten. Diese Benzingase werden durch den Fahrtwind verteilt und ins Wageninnere gesaugt.....
Die Therapie dürfte klar sein: Der Audi braucht neue Kraftstoffschläuche! Und gegen das Rucken empfehle ich zunächst mal die 3-K-Lösung (Kerzen, Verteilerkappe, Zündkabel). Sie werden sich wundern, was aus dem alten Herrn noch werden kann!

Frage von Kolja Birk:

Hallo Herr Kessler, ich habe auf der Hinterachse im Moment einen neuen Winterreifen und einen ziemlich abgefahrenen All-Seasons-Reifen drauf, weil der andere beim Montieren leider kaputt gegangen ist. Bis ich Ersatz für diesen Reifen habe, müsste ich noch rund 600 km fahren. Die Frage ist, ob sich der neue Winterreifen jetzt ungünstig, bzw. schief abfährt? Und wie gefährlich ist das für das Bremsverhalten? PS: Vorne sind auch die neuen Winterreifen drauf. Danke im voraus. Gruß Kolja

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kolja, zunächst einmal gibt es rein zulassungsrechtlich keine Bedenken gegen den Einsatz des «recht abgefahrenen All-Seasons-Reifen». Die StVzO verbietet lediglich den gemischten Betrieb von Gürtel- und Diagonalreifen (die es ja kaum noch gibt), was in Ihrem Fall ja nicht zutrifft. Fahrphysikalisch kann man wohl auch Entwarnung geben (obwohl ein Restrisiko nie auszuschließen ist....!), da beim Bremsen etwa 80 Prozent der Kraft von den Vorderreifen übertragen wird. Die ungleiche Bereifung der Hinterachse tut dem «guten» Reifen auf der einen Seite nichts, nach 600 km dürfte es noch keinen messbaren Verschleiß geben.

Frage von Ilka Roß:

Hallo Herr Kessler, folgendes Problem habe ich mit meinem VW-Polo 6N, Bj.97: Nach ca. einer halben Stunde Fahrzeit fängt die Drehzahl im Leerlauf bei stehendem Fahrzeug an zu schwanken (zwischen ca.400 und 1500 U/min). Manchmal geht der Motor sogar aus. Er lässt sich dann aber problemlos wieder starten. Nach Neustart des Motors, läuft er im Leerlauf (so etwa 3-4 rote Ampeln) konstant, allerdings meistens nur auf 700 U/min, manchmal aber auch auf 900 U/min. Die Drosselklappen wurden schon mehrmals gereinigt. Unterdruckrohr und Abscheider wurden auch gewechselt. Das Problem besteht aber immer noch. Auch die mehrfache Fehlerdiagnose war ohne Ergebnis, weil das Problem da nie auftrat. VW und eine freie Werkstatt empfahlen mir, auf Verdacht das Drosselklappenelement wechseln zu lassen. Nun meine Frage an Sie: Könnte diese Maßnahme Aussicht auf Erfolg haben??? Für Ihren fachmännischen Rat bedanke ich mich im Voraus und verbleibe mit freundlichem Gruß I. Roß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ilka, das könnte das Problem lösen! Um die Diagnose auf ihre Qualität hin zu überprüfen, würde ich die Drosselklappeneinheit zunächst einmal säubern lassen. In aller Regel bessern sich dann die Beschwerden, kehren aber über kurz oder lang zurück. Dann kann man immer noch eine neue Drosselklappeneinheit einbauen.....

Frage von Holger Konrad:

Hallo Herr Kessler, ich fahre ein VW-Golf 1, Cabrio, Bj.´93, Typ:155, 98 PS. Habe einen Radlagerschaden hinten und möchte dieses selbst reparieren. Habe mir das Lager bereits besorgt, finde aber keinerlei Angaben über das Anzugsdrehmoment der Achsen- bzw. Radlagermutter. Vielleicht können Sie mir sagen, mit wieviel Nm Drehmoment die Mutter angezogen wird. Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Holger Konrad

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Holger, für die hinteren Radlager gibt es keine Anzugsmomente! Hier muss man mit Gefühl das richtige Radlagerspiel einstellen: Zu viel lässt das Lager klappern und forciert den Verschleiß, zu wenig führt zum Fressen des Lagers und ggf. zum Verlust des Rades. Ein Anhaltspunkt für richtig eingestellte Hinterachs-Radlager ist die Anlaufscheibe zwischen Lager und Lagermutter, die gerade noch (mit geringem Kraftaufwand) verschiebbar sein muss. Sehr gut erklärt ist das in den einschlägigen Bastelbüchern («Jetzt helfe ich mir selbst» / «So wird´s gemacht»). Hilft vielleicht eine Reinigung, Schmierung und Neueinstellung des alten Radlagers?

Frage von Michael Barbian:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Stilo JTD 1,9 , Baujahr 2002. Meine wöchentliche km Leistung liegt bei ca. 800 km. Seit einiger Zeit habe ich einen immens hohen Ölverbrauch. Der liegt aktuell bei ca. 1 l auf 800 km !! In meiner Werkstatt konnte man mir nicht viel weiterhelfen. Ein nach außen hin sichtbarer Ölverlust ist nicht zu erkennen. Dass irgendwas nicht stimmt ist, merke ich wenn ich beschleunige, dann raucht er ganz schön. Bei meiner letzten Inspektion hat man vor dem Ölwechsel ein Additiv eingefüllt, den Motor dann 12 Minuten laufen lassen und dann den Ölwechsel durchgeführt. War wohl wegen Schlammlösung. Diese Maßnahme hatte kurzfristig Erfolg, denn danach sank der Ölverbrauch 1l auf 1500 km. Haben Sie eine Idee auf was der Ölverlust zurückzuführen ist? Ich muss inzwischen fast ein Ölfass mitführen. Vielen Dank im Voraus für einen Ratschlag.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das riecht irgendwie nach einem Motorschaden! Haben Sie mal einen Kompressionstest machen lassen? Ich vermute einen oder mehrere gebrochene Kolbenringe, die für den erhöhten Ölverbrauch zuständig sind. Eine Reparatur geht mächtig ins Geld; was halten Sie von einem neuen Auto? Geben Sie den Wagen doch einfach in Zahlung, im Augenblick bekommt man doch Traumpreise für Gebrauchtwagen, wenn man nur ein neues Auto mitnimmt.


Frage von Liane Trehkopf:

Lieber Autopapst, ich habe einen Fiat Punto (1,0), Baujahr 1994, der seit einiger Zeit Probleme mit der Einspritzanlage hat: Sobald der Motor warmgelaufen ist, geht die Warnleuchte «Fehler in der Einspritzanlage» an, jedoch nur dann, wenn das Auto sich dann für ein paar Minuten im gleichen Drehzahlbereich befindet. Beispielsweise bei Wartezeiten an der Ampel oder aber wenn ich eine Weile bei gleicher Geschwindigkeit fahre. Ändere ich die Drehzahl (hoch oder runter ist egal), dann geht die Leuchte kurze Zeit später wieder aus. Die Werkstatt hat einen defekten Schlauch festgestellt und ausgetauscht (die vermuteten erst eine Dichtung an der Ansaugkrümmung), aber das Lampen-Problem ist immer noch da.

Ich habe, als die Geschichte begann, u. a. den Ölstand überprüft und - manche Frauen und Autos halt - der Stand war kurz unter Minimum, also höchste Zeit. Und wie gesagt, zeitgleich trat das Problem mit der Einspritzung auf. Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich, ich wäre Ihnen so dankbar. Viele Grüße, Liane Trehkopf


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Um dem Fehler auf die Spur zu kommen, muss eigentlich nur der Fehlerspeicher abgefragt werden (möglichst zeitnah zum Aufleuchten der Lampe). Der dann hoffentlich auslesbare Fehlercode deutet meistens in die richtige Richtung und kann durch Fachleute in eine richtige Diagnose übersetzt werden. Andererseits ist das Problem «bloß» temporär; solange die Lampe reproduzierbar aus geht, ist das eigentlich kein echter Defekt......

Frage von Manfred:

Also ich habe einen Ford Escort mk5, Baujahr 92, 1,4l Benziner. Ich habe bei meinem Wagen immer so ein komisches Zucken, dabei verliert er Drehzahl, nimmt kein Gas an und man hört ein Klacken wenn er runter fällt. Dann ist er auch mal ausgegangen und jetzt springt er nicht mehr an! das Zündkasterl kriegt Strom und die Zündspule auch, aber es kommt kein Funken bei der Zündkerze raus! Könnte es auch was anderes sein, als die Zündspule oder die Kabel? Weil die Kerzen sind ja davor auch einwandfrei gegangen! Können Sie mir da vielleicht weiterhelfen? Den OT Geber hab ich schon erneuert! Will nämlich nicht alles erneuern, bevor ich nicht genau weiß, was das ist ???? wäre sehr dankbar wenn sie mir weiterhelfen könnten!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die alten Ford-Modelle haben alle irgendwann mal Probleme mit der Zündung: Ob es die Zündspule oder das Zündschaltgerät (nicht das Steuerteil!!) ist, kann man kaum diagnostizieren. Da beide Teile aber nicht so teuer sind (bei Kauf im Zubehörhandel!!), würde ich eine neue Zündspule und ein neues Zündschaltgerät einbauen (lassen), und alles ist wieder gut. Hoffe ich wenigstens....

Frage von Thomas Selmigkeit:

Hallo, seit Jahren fahre ich ohne größere Probleme einen Renault Twingo, Bj. 1995. Nun sind die Kohlen der Lichtmaschine abgeschliffen. Können Sie mir sagen, ob ich die Kohlen austauschen kann oder, wie es in allen Fachwerkstätten heißt, gleich die ganze Lichtmaschine ersetzten muss. Und wenn ja wo bekomme ich die her?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Leider kann man nach meiner Kenntnis beim Twingo tatsächlich den Regler nicht einzeln wechseln, man muss immer die ganze Lima tauschen. Das ist zwar ärgerlich, aber auch nicht so teuer wie bei anderen Autos (wassergekühlte Lichtmaschine bei Mercedes: 800 Euro!). Im Internet-Ersatzteilhandel zahlt man für eine Austausch-Lichtmaschine ca. 150 Euro, abzgl. Altteil-Pfand von ca. 40 Euro (wird zurück erstattet, wenn man die alte Lima an den Verkäufer schickt...). Eigentlich müsste jetzt alles klar sein....


Frage von Pierre Steinke:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Golf3, Bj 92 mit Automatikgetriebe. Nach unendlich vielen Versuchen möchte ich Sie fragen, warum beim Einlegen der Fahrstufe N die Rückfahrscheinwerfer leuchten, das ist echt ein Unding und selbst VW konnte mir nicht sagen woran es liegt. Vielen Dank im Voraus, Beste Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich nur der Schalter für die Rückfahrleuchten am Automatikwählhebel (genauer: In der Schaltkulisse des Wählhebels dejustiert und reagiert zu früh.) «N» liegt ja direkt neben «R» und läesst den Schalter eben aus. Das ist eine Kleinigkeit, fast selbst zu beheben. Suchen Sie sich mal eine neue Werkstatt, die Jungs in Ihrer VW-Vertretung wollen offenbar mal wieder ein neues Auto verkaufen.....

Frage von Bruno:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Golf Cabrio Jahrgang 1998 mit AGG Motor. Dieses Fahrzeug hat folgendes Problem: Während dem Fahren stellt der Motor plötzlich ab. Er kann nachher sofort wieder gestartet werden, dies passiert einfach zwischendurch. Haben Sie eine Lösung für dieses Problem ? Besten Dank im voraus, Bruno

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bruno, leider kann ich aus der Ferne keine zutreffende Diagnose stellen. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, die hier in Frage kämen. Bei den frühen Golf III - Modellen gab es immer Probleme mit dem Relais 109, das VW als «Steuergerät Spannungsversorgung» bezeichnet. Ob das in Ihrem Auto (immerhin eine Schweiz-Ausführung, da ist ganz vieles anders anders als in Deutschland!) auch so ist, weiß ich nicht. Eine weitere Möglichkeit könnte eine spinnende Wegfahrsperre sein, oder auch nur ein Marder, der ein Stromkabel zerbissen hat. Um einen Besuch bei einer VW-Garage werden Sie wohl nicht herum kommen. Ich hoffe mit Ihnen, dass der Fehler im Fehlerspeicher abgelegt ist. Sonst suchen die ewig.....

Frage von Nico Reuter:

Hallo Herr Kessler. ich fahre einen Hyundai Accent X-3, BJ 1999 (Benziner, 5 Gang-Schaltgetriebe). Der Wagen ist jetzt etwas mehr als 80.000 km gelaufen und bisher hatte ich keine Probleme. Seit etwa 2 Wochen allerdings nimmt der Wagen das Gas nicht mehr richtig an. Zündkerzen und -kabel habe ich schon ausgewechselt, trotzdem tritt der Fehler auf. Ich habe auch das Gefühl, als ob der Wagen irgendwo zuviel oder falsche Luft anzieht. Bitte helfen Sie mir weiter. Mit freundlichem Gruß Nico Reuter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Nico, das hört sich sehr nach meinem Lieblingsbauteil Drosselklappenpotentiometer an! Ich vermute, Ihr Accent fährt viel im Teillastbereich; genau hier findet dann auch die Abnutzung des Potis statt. Versuchen Sie mit einem entsprechenden Hinweis, bei einer Hyundai-Werkstatt eine Diagnise zu bekommen. Austausch auf Verdacht würde ich nicht empfehlen, dafür ist das Teil bei den Koreanern zu teuer....

Frage von Katrin Inzinger:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Renault Twingo, EZ: 04/2001 mit 55KW 16V. Er hat folgendes Problem: manchmal geht er im Leerlauf an der Ampel einfach aus, lässt sich danach starten und läuft dann ein wenig bis er wieder ausgeht. Kurzzeitig leuchtet die Kontrolllampe der Motorsteuerung kurz auf. Eine Werkstatt diagnostizierte zunächst, es läge am Saugrohrdruckfühler, fand dann aber heraus, dass ich ein neues Motorsteuerteil benötige. Meine Frage: was ist von gebrauchten Motorsteuerteilen für meinen Twingo halten? Sind diese auf andere Twingos übertragbar? Vielen Dank für Ihren Ratschlag!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn auf dem gebrauchten Steuerteil die selbe Ersatzteilnummer wie auf Ihrem steht, müsste der Wechsel problemlos möglich sein. Ich möchte dabei jedoch nicht von plug & play wie beim Heimcomputer reden. Immerhin muss die Wegfahrsperre noch auf Ihre Fernbedienung und den Transponder codiert werden. Das Ganze ist also mal wieder recht umständlich und darum nur teuer bei einem Renault-Händler zu machen. Haben Sie schon mal überlegt, Ihr Steuerteil prüfen zu lassen? Das kann man unter www.hitzpaetz.de in Auftrag geben.

Frage von Jens Reichel:

Guten Tag Herr Kessler,ich habe Probleme mit meinem Golf IV, 1.9 TDI 4motion, 85 kw Motor, AJM, Erstzulassung 12/99. Nach einer Laufleistung von 75 Tkm machte sich innerhalb einer Fahrstrecke von 300 km ein lautes Tackern ohne jeglichen Leistungsverlust bemerkbar. der VW Vertragswerkstatt wurden Zündaussetzer am 2.Zylinder diagnostiziert, die PD-Einheit daraufhin erneuert. Der Zustand ist danach unverändert. Der Kompressionsdruck läge bei 18 müsste aber 25 (bar?) haben. Jetzt will man den Kopf abnehmen, ohne Aussicht auf Erfolgsgarantie. Was könnte die Ursache sein und wie sollte ich sie beheben lassen? Ich bin ab und an in den Sommermonaten PME gefahren. Kann dies eine mögliche Ursache sein. Der Motor ist aber doch dafür laut Bedienungsanleitung zugelassen. Danke für Ihren geschätzten Rat

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Kompressionsverlust ist eigentlich recht eindeutig: Ich würde auf ein verbranntes oder sonst wie beschädigtes Ventil tippen. Lassen Sie den Kompressionstest noch einmal wiederholen, in einem zweiten Durchgang vorher etwas Motoröl in den 2 Zylinder träufeln. Wenn der Kompressionswert dann bei der Messung höher ist, liegt das Problem an den Kolbenringen, wenn nicht, an den Ventilen. Letzte Sicherheit kann ein Blick mit einem Endoskop in den Motor bringen (das haben meistens Gutachter oder Unis - telefonieren Sie mal ein bisschen...). Die Abnahme des Zylinderkopfes allein repariert das Problem nicht. Man kann dabei nur sehen, was defekt ist....

Frage von Uli Hildebrand:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich hoffe, Sie können mir helfen. Fahre einen Ford Escort GAL, Bj 04/92, Benziner, 44kW, 1300ccm. Mein Problem: das Auto springt in warem Zustand einfach nicht mehr an, wenn ich viel Glück habe, kommt er manchmal mit durchgedrücktem Gaspedal und dann aber sehr schleppend , lasse ich das Auto über Nacht stehen, springt er am nächsten Tag ohne Probleme an, ein-zwei Stunden zum Abkühlen reichen aber nicht, habe den Sensor für Ansauglufttemperatur, das Teil unterm Ansaugrohr-Vergaser abgezogen, dieser ist immer leicht feucht. Wenn der trocken ist, klappt es dann hin und wieder, ist der vielleicht defekt oder etwas undicht? Und dann noch eins, ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt, der Motor tourt sehr hoch und braucht recht lange zum Abtouren, wenn das Fahrzeug warm ist. wirds besser, ein Bekannter sagte mir, es könnte ein defektes Steuergerät sein, was aber nicht ganz billig ist. Ich hoffe, Sie können mir helfen, vielen Dank im Voraus Uli Hildebrand

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na, Uli, das wird mal wieder das Leerlaufregelventil sein! Was Du als «Sensor» bezeichnest, regelt das Verhältnis von Frischluft zu Abgas und verrußt irgendwann einmal. Man kann es mit Bremsenreiniger reinigen (dann läuft alles etwas besser und man hat eine sicherere Diagnose), meistens muss es aber ausgetauscht werden. Ist eine typische Krankheit bei Ford....

Frage von DaRIO:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen BMW 528i e39 Limo mit Handschaltung, Bj:99. Im kalten Zustand schwankt die Drehzahl sporadisch zwischen 600 und 1200 Umdrehungen total schlagartig rum. Meistens, wenn ich kurz nach dem Starten irgendwo halte. man hört jedoch nichts verdächtiges im Motorraum. Der Motor verliert an Drehzahl, und fängt die aber sofort wieder ein und stabilisiert diese. Doch kurze Zeit später kommt es wieder. Sobald er warm ist, schnurrt er wie ein Kätzchen. Habe schon alles probiert, Ölwechsel mit 5w-30, Öfilter, Luftfilter, Zündkerzen. LMM kann es nicht sein, da er sonst immer im Notprogramm laufen würde, aber das würde man merken, hab mir von einem BMW-Meister sagen lassen, dass es am Öl liegen kann, da der Motor so was wie ein Ölschalter hat, der die Drehzahl der Viskosität des Öls anpasst, und wenn das Öl schlecht bzw. dickflüssig(z.B. 15-w40) ist, soll dieser so lange spinnen, bis das Öl flüssiger bzw. warm ist. Klingt logisch, glaub ich aber nicht, da ich das vorgeschriebene Öl von BMW eingefüllt habe. Ich tendiere auf die Lambdasonde, Temperaturfühler oder Leerlaufregler??? Können Sie mir bitte einen Rat geben, wie ich am besten vorgehen soll, und vor allem, was es sein könnte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dario, da offenbar eine deutliche Temperaturabhängigkeit des Problems besteht, würde ich mit dem Wechsel des Motirtempeaturfühlers beginnen. Bitte nicht den Geber für die Wassertemperatur wechseln, sondern den Fühler für die Signale ans Steuergerät. Es müsste schon mit dem Teufel zu gehen, wenn das nicht die Ursache ist....

Frage von Ramona Schneider:

Hallo, ich fahre einen FORD KA, Bj.1996. Bei langsamer Fahrt (beim Einparken) sowie im Stand oder wenn ich wende, fängt die Lenkung an zu singen (heulen - jaulen . Bitte um RAT?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ramona, hast du eine Servolenkung im Auto? Dann würde ich zunächst den Ölstand im Vorratsbehälter prüfen (Bedienungsanleitung!). Wenn der Ölstand o.k. ist, kann ein Wechsel der Lenkflüssigkeit nicht schaden. mit Wasser im Öl kann sich nicht das rechte Servo-Feeling einstellen.....

Frage von Richard Lau:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe Probleme mit meinem VW Passat Diesel 3BG, Erstzulassung 06.12.02. Während der Fahrt funktionierte plötzlich der Tempomat nicht mehr. Gleichzeitig ging die Kontrolllampe für ESP an und leuchtet seit dem ständig. Nach kurzer Zeit kam dann auch die Kontrollleuchte für die Vorglühanlage mit dem Hinweis -Motorstörg. Werkstatt!- Ich bin aber langsam weitergefahren und habe sonst nichts Auffälliges festgestellt. Zu Hause habe ich die Sicherungen durchgemessen, aber keine Defekte gefunden. Ich würde mich freuen , wenn Sie für mich einen Tipp haben.
Viele Grüße Richard Lau


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tja, Herr Lau, was soll ich aus diesen Angaben machen? Das Motormanagement Ihres Passat hat Schluckauf und kommt mit den von den zahlreichen Sensoren übermittelten Werten nicht mehr klar. Sie können eigentlich nur noch mit einem Reset (Batterie über Nacht abklemmen) versuchen, alles wieder auf Null zu setzen. Wenn das keine Besserung ergibt, bleibt nur der Gang zur VW-Werkstatt mit dem Diagnosecomputer.

Frage von Visario D.

Hallo Herr Kessler, habe gestern vor Wut meinen E36 Coupe im ersten Gang hochgejagt. Zwei Minuten später ging die Temperaturanzeige auf «ROT»! Habe den Wagen abkühlen lassen, Kühler entlüftet und bin dann Abends noch eine Runde gefahren zu Testzwecken. Bin ganz normal gefahren, aber nach knapp sechs sieben Kilometern ging die Anzeige wieder in den roten Bereich. Als ich den Wagen in die Garage gebracht hatte, hatte ich bemerkt das auf der Strasse Wassertropfen waren. Kühlwasser!! Was kann kaputt sein?? Als ich heute noch eine Runde gedreht habe, ist mir danach aufgefallen, dass das Wasser kocht, aber wenn ich den wenn ich die Wasserleitung unterhalb des Deckels anfasse, dann ist das kalt! Sollte doch eigentlich heiß sein!! Ist vielleicht das Thermostat kaputt??? Danke im Voraus! Gruß Visario

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Visario, da hat Ihr südländisches Temperament entweder die Zylinderkopfdichtung zerschossen oder (was schlimmer ist!) einen Riss im Zylinderkopf produziert. Allerdings kann man sich da sehr leicht täuschen! Eine etwas genauere Diagnose bringt die Messung des CO-Gehaltes im Kühlwasser, der von etwas besser sortierten Autowerkstätten angeboten wird. Wenn zu viel Abgas im Kühlwasser gemessen wird, stimmt meine Vermutung wahrscheinlich. Das Wasser auf der Strasse ist vielleicht nur abgetropftes Kondensat vom Wärmetauscher der Klimaanlage....

Frage von Arndt Helpap:

Hallo, ich habe seit kurzem einen Audi 80, Typ 89, Motorcode:SD (113 PS) mit einer Laufleistung von 260.000 Kilometern. Das Auto ist optisch und technisch in einem TOP-Zustand ( TÜV - Protokoll ohne Mängel ). Ich habe aber ein Problem: die Hydrostößel machen klackende Geräusche, auch wenn der Motor warm gelaufen ist. Der Vorbesitzer sagte mir, dass dieses Geräusch schon seit etwa drei bis vier Jahren vorhanden ist. Ich habe mir einen Zusatz gekauft (zum Beimischen für das Motoröl), aber die Geräusche damit nicht wegbekommen. Wo liegt die Ursache? Müssen die Stößel gewechselt werden, oder sind die Ölkanäle verstopft? Was kann ich tun, um die Geräusche wegzubekommen? Ich möchte dieses gepflegte Auto noch eine Zeit lang fahren. Vielen Dank im voraus für jeden helfenden Rat. Mit freundlichen Grüßen Arndt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie müssen die Hydros wechseln, Arndt! Wenn Sie die Geräusche wegbekommen und die Nockenwelle nicht völlig ruinieren wollen, würde ich das machen lassen. Die Ersatzteile kosten etwa 160 Euro, der Einbau dauert ca. zwei bis drei Stunden. Für ein so gut erhaltenes Auto lohnt sich das noch (und erhöht die Chancen beim Wiederverkauf...)

Frage von Edgar Schenk:

Sehr geehrter Herr Kessler, an meinen Beinahe-Oldtimer Audi 80 CC, BJ1986, G-Kat,1760 ccm, 66kW, Benziner, der sonst nie Probleme macht, möchte ich die Werkstatt nicht planlos suchen und austauschen lassen, deshalb bitte ich Sie um ihre Meinung zum Problem: Beim Anlassen geht ab und zu das Standgas von konstant 1000 auf konstant 500 herunter, dann wieder hinauf, und so weiter. Dann auch wieder mehrere Tage alles in Ordnung. Unabhängig, ob Motor warm oder kalt ist. Neu seit einigen Tagen: Springt gut an, aber beim stärkeren Beschleunigen bockt der Motor und stottert, so als ob etwas abregelt. Beim behutsamen Beschleunigen ist alles ok. Seit heute läuft er aber auch im Standgas stotternd und am Verteiler/Unterdruckdose klappert es. Im Verteiler und an den Unterdruckschläuchen ist nichts zu erkennen. Weist dies auf einen Defekt am Verteiler, an der Unterdruckdose, an der Jetronic oder auf einen anderen typischen Fehler hin? Danke im voraus! Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Edgar, das können mehrere, sich ungünstig überlagernde Probleme sein! Die Leerlaufschwankungen würde ich einem Defekt des Taktventils in die Schuhe schieben (vielleicht ist es auch nur ein Wackelkontakt...). Die Beschleunigungsprobleme können am Mengenteiler liegen: Die Dinger reagieren sehr empfindlich auf Korrosion und Verschmutzung. Versuchen Sie mal einen Kraftstoffsystemreiniger mit anschließendem Wechsel des Kraftstoff-Filters. Und eine neue Verteilerkappe mit neuem Läufer kann nie schaden (hat bei meinem alten Golf1 GTI erst letztens wieder Wunder gewirkt...)

Frage von Christian:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Golf 2, 19e, GX-Motor und G-Kat. Ich habe Drehzahlschwankungen im kalten Zustand und wollte AU und HU . Nun sind meine AU-Werte zu hoch. Könnte meine Lambdasonde defekt sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist durchaus möglich, lieber Christian! Ich gebe immer sehr viel auf die Aussagen der Männer im blauen Kittel am AU-Computer. Durch die jahrelange Erfahrung mit den diversen Abgasreinigungskomponenten wissen die fast immer, was zu den «Ausreißern» auf dem Protokoll führt. Also: Versuchen Sie es mit einer neuen Lambdasonde, nach all' den Jahren kann die schon defekt sein......

Frage von Veronika Noack:

Ich fahre einen Kia Sephia, Bj.1995, Kilometerstand liegt bei rund 130.000. Seit einiger Zeit ruckelt es beim Anfahren bzw. bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Es ist fast unmöglich geworden, 30 km/h zu fahren ohne dass das Fahrzeug stottert und sich sträubt. Der Drehzahlmesser sinkt an Ampeln teilweise fast auf 0 und ich muss Gas geben, dass das Auto nicht ganz aus geht. Das ist auch schon passiert, wenn ich es verpasst habe. Er springt aber ohne Mühe wieder an. Bei höheren Geschwindigkeiten hab ich dieses Problem noch nicht so extrem festgestellt. Ich muss noch dazu sagen, dass die Auspuffanlage dieses Jahr ebenso erneuert wurde wie die Zündkerzen. Vielleicht können sie mir ja einen Tipp geben, woran es liegen könnte.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Auch ein Koreaner ist irgendwann mal am Ende seiner Zuverlässigkeit angekommen, 11 Jahre sind doch ein guter Wert! Wie ist den der Wartungszustand Ihres Sephia? Wie alt sind die Kerzen, wie sehen die Motoraufhängungen aus? Und wie hat sich der Verbrauch entwickelt? Lassen Sie doch mal eine «kleine» Motorinspektion machen (Kerzen, Filter, Öl). Wenn das Gestottere dann noch nicht weg ist, muss etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen werden (Motordiagnose / Fehlerspeicher auslesen...).

Frage von Mike Lüdicke:

Hallo Andreas Kessler, ich habe einen BMW 318 TD mit 90 PS, Bj 99, E 36. Ich habe das Gefühl, dass das Auto nicht seine Leistung von 90 PS bringt. Habe schon Luftfilter und Kraftstofffilter getauscht. Der Turbo geht, den kann man hören. Vom Gefühl her habe ich 50 PS.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was hören Sie denn da? Ein Abpfeifen? Oder ein Laufgeräusch? Wenn das Geräusch pfeifend ist, kann ohne weiteres eine Ladedruckleitung undicht oder abgerutscht sein. Dann kommt natürlich nicht mehr viel im Motor an und die Karre beginnt fürchterlich zu rußen. Von Leistungsabgabe ist dann auch nicht mehr zu sprechen. Wenn Sie nichts Auffälliges finden, bleibt eigentlich nur noch der Diagnosecomputer der Werkstatt übrig. Ohne entsprechendes Equipment kann man bei einem High-Tec-Diesel wie dem in Ihrem 3er leider nichts mehr ausrichten......

Frage von Birgit Lemke:

Werter Herr Kessler! Ich fahre einen Skoda Octavia Kombi Solution, Bj.2000, 1,6 l, Benziner. Das Auto hatte eine defekte Lambdasonde, eine kaputte Zündspule, kaputte Zündkabel und Kerzen. Der 2. Zylinder setzte aus. Alles erneuert. Allerdings rußt das Auto noch ungemein. Die Kompressionswerte wurden gemessen und für top befunden. Der Ölverbrauch ist seit einer Weile ziemlich in die Höhe geschnellt. Das Auto hat130.00 Kilometer hinter sich. Irgendetwas muss doch verursachen, dass das Öl offensichtlich in den Verbrennungsraum gelangt. Haben Sie vielleicht einen Tipp? Danke im Voraus und weiter so Ihre B.Lemke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Birgit, ich vermute einen Folgeschaden aus zu langem Betrieb mit dem Problem auf dem 2. Zylinder. Die Kompressionsmessung allein kann den Grund für den Ölverlust nicht erklären. Höchstwahrscheinlich ist erheblicher Verschleiß an der Zylinderwand / den Kolbenringen entstanden, der jetzt für den Ölverlust verantwortlich ist. Klarheit könnte «ein Blick» in den Motor bringen (mit einem Endoskop, telefonieren Sie mal ein paar Gutachter ab…). So ist eine Diagnose ohne teure Motordemontagen möglich, und das Auto bleibt fahrbereit (und das «jetzt haben wir schon alles auf, jetzt müssen Sie die Reparatur auch durchführen…» bleibt Ihnen auch erspart). Alles in allem werden Sie aber um eine Motorüberholung wohl nicht herum kommen

Frage von Yolanda Gonzalez:

Hallo, habe seit einiger Zeit Probleme mit meinem Golf 3 Tdi, Bj 12.1993. Seit einiger Zeit kommt beim Beschleunigen Rauch aus dem Auto. Es stinkt nach Abgasen und nach verbranntem Gummi. Außerdem ist das Auto laut, als hätte ich einen Sportauspuff. Es verbraucht auch seit längerem Öl und manchmal ruckelt es auch beim Beschleunigen. Hosenrohr wurde vor kurzem gewechselt, war ein Loch, aber das Geräusch ist trotzdem geblieben. Habe auch das Gefühl, das Auto hat nicht mehr 100% Leistung. In der Werkstatt wurde mir gesagt, es könnte der Turbo sein. Mit freundlichen Grüßen, Y. Pumarada

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Yolanda, ich würde die Diagnose der Werkstatt aus der Ferne unterstützen! Irgendwann ist beim Turbolader eben auch der Verschleißvorrat aufgebraucht und die Lager bzw. Dichtungen werden undicht. Der Turbo «zieht» dann Öl und drückt den Schmierstoff zusammen mit der Verbrennungsluft in den Motor. Der verbrennt das Motoröl dann recht heftig, was zu den ungewöhnlichen Geräuschen führt. Bevor Sie aber blind einen neuen ( oder besser: Austausch-) Turbolader einbauen lassen, würde ich mir noch eine zweite Meinung einholen. Ein Turbolader ist nämlich teuer....

Frage von Christian Hoffmann:

Hallo. ich habe einen Golf 2 cl, 55 PS. Das folgende Problem: er geht während der fahrt einfach aus. Wenn man dann das Auto ausmacht und nur die Zündung wieder anmacht, fährt er weiter als wäre nichts gewesen. Habe schon sehr viele Teile erneuert. Er war auch schon in der Werkstatt deswegen, aber die haben nur Teile erneuert und gemeint, es könnte weg sein, es kann aber auch noch da sein. Naja, dazu sag ich jetzt nichts

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hi Christian, leider hast Du nicht geschrieben, was die Werkstatt schon alles ausgetauscht hat! Am häufigsten machen bei alten Golfs die Zündanlassschalter und die Benzinpumpenrelais' Probleme. Und noch eins: Nicht in jedem Fall ist die Werkstatt unfähig, manchmal überlagern sich die Defekte an alten Autos so ungünstig, dass auch ein Autopapst graue Haare kriegen würde.....

Frage von Michael:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Audi A6 Avant 2,8 mit Multitronik. Nach der 120.000-Kilometer-Inspektion schliff an der rechten Bremsscheibe ein «Schutzblech». Da ich keine Ahnung von Autos habe, wurde das erst nach etwa 60 Kilometern behoben. Eine Woche später hatte ich das gleiche Problem nach einer Reparatur links. Hier konnte ich den Fehler nach rund 250 Kilometern mit Tempo 200 selbst beheben. Seit diesen Problemen habe ich ein Ruckeln beim Bremsen. Meine Werkstatt hat jetzt die Bremsscheiben ausgetauscht mit dem Hinweis «verzogen» Wie kann so etwas passieren? Kann das mit dem Schleifen zusammen hängen? Ferner habe ich das Gefühl, dass das Getriebe nicht richtig greift. Beim Rollen lassen und dann leicht Gasgeben ruckelt der Wagen. Das Getriebe wurde jedoch erst vor einem Jahr ausgetauscht. Danke und Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dann haben Sie ja noch Garantie! Die Multitronic ist als stufenlose Automatik natürlich etwas tricky und nicht in jedem Fall defekt, wenn Sie mal ruckelt. Es kann auch an der Steuerung des Getriebes und den Steckverbindern liegen. Hier kann nur und muss auch ein Audi-Zentrum weiter helfen (die Multitronic ist eine Audi-Spezialitaet und nur von den Ingolstädtern beherrschbar…). Die schleifenden Bleche sind jedenfalls nicht die Ursache der verzogenen Scheiben, sondern eher die harte Beanspruchung durch Ihre schnellen Langstreckenfahrten. Irgendwann sind die Bremsscheiben eben genügend oft heiss und wieder kalt geworden, dadurch haben sich Gefügeveränderungen im Material der Bremsscheibe ergeben. Das führt zu harten und weniger harten Stellen in der Scheibe mit entsprechend unterschiedlichem Verschleiss. Also: Das Bremsenproblem ist nur verschleissbedingt…

Frage von Martin:

Hallo, Herr Kessler. Ich betreibe eine Werkstatt und habe folgendes Problem. Ich habe hier eine Mercedes A-Klasse 140 mit Erstzulassung im Jahr 2002 zur Reparatur. Das Problem ist derAnlasser. Beim Starten hört es sich so an ,als wäre der Freilauf defekt. Daraufhin baute ich einen neuen Anlasser ein. Nach dem mühseligen Aus-und Einbau musste ich feststellen, dass auch der neue Anlasser nicht arbeitete. Die Prozedur wiederholte ich noch mit zwei anderen Anlassern, wobei der letzte ein original Mercedes-Teil war. Aber keiner funktionierte. Selbst bei Mercedes sind die Mechaniker überfragt. Das komische daran ist: Wenn ich den alten Anlasser wieder anklemme, funktioniert dieser - außer dem Freilauf. Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sind die Anlasser völlig identisch (gleiche Anschlüsse, gleiche Ersatzteilnummern)? Oft gibt es bei Mercedes «ersetzt durch» Positionen, die nur mit zusätzlichen technischen Anweisungen passend eingebaut werden können. Funktionieren denn die Anlasser «trocken», also im ausgebauten Zustand? Dann kann man doch ganz gut vergleichen, ob die Anschlüsse identisch sind. Ein weiterer Grund könnte noch fuer den «Streik» der Neuteile verantwortlich sein: Oft sind Beschichtungen oder galvanische Überzüge regelrechte Isolatoren und lassen keinen vernünftigen Massekontakt zustande kommen. Legen Sie doch mal ein extra Massekabel, vielleicht ist das die Lösung…

Frage von Christian Fennen:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe bei meinem Golf IV 90PS die Einspritzpumpe zum Überholen gegeben, weil ein O-Ring undicht war. Jetzt erreicht das Auto nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Muss ich die Grundeinstellung neu vornehmen lassen? Weiterhin macht das Auto an der Hinterachse immer mehr Geräusche, die klingen wie Eisen auf Eisen. Zuerst dachte ich, es sei das Innenleben des Geräuschdämpfers. Jetzt fängt die rechte Seite aber auch an. Sind das die Stoßdämpfer? Gibt es dazu Erfahrungen? Danke schon mal im Voraus, mit freundlichen Grüßen, Christian Fennen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Fennen, ich nehme an, die Reparatur der Einspritzpumpe hat eine Fachwerkstatt ausgeführt? Dann wenden Sie sich an die Jungs! Die Liste der Fehlermöglichkeiten für den Leistungsmangel ist lang, Sie beginnt bei einem ungenauen Einbau der Pumpe, geht über verstellte Steuerzeiten und gipfelt schliesslich in manigfachen Elektronikproblemen. Das Geräusch aus dem hinteren Teil Ihres Autos könnte an einem gerissenen Aufhängungsgummi der Auspuffanlage liegen. Eine Kleinigkeit, wenn das Auto auf der Buehne steht.

Frage von Michaela Lamber:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Smart Roadster (kein Brabus). Ist der Wagen wintertauglich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Michaela, auf jeden Fall! Der kleine Renner ist ja noch fast neu und hat ein qualitativ hochwertiges Dach. Die Heizung bekommt den Innenraum fast schlagartig warm, frieren müssen Sie also nicht. Das einzig Schwierige dürfte der Heckmotor sein, der auf Glatteis etwas mehr Fahrvergnügen vermitteln kann als ein langweiliger Fronttriebler. Gute Fahrt und viel Fahrvergnügen wünscht DER AUTOPAPST

Frage von O.Grohmann:

Hallo, ich fahre einen 91er Daimler, Typ W124, 2,3 Liter Benziner, 5 Gang-Schaltgetriebe. Der Wagen hat jetzt 180.000 Kilometer runter, war ein Seniorenfahrzeug, und wurde bei Daimler-Chrysler scheckheftgepflegt, bis ich ihn gekauft habe. Allerdings entsteht, seitdem ich ihn habe (fünf Jahre), bei etwa 105 km/h eine tiefe Brummfrequenz, die man deutlicher hört, wenn man den Kopf Richtung Knie bewegt. Im vierten Gang ist es leiser als im fünften, aber trotzdem nicht ganz verschwunden.

Es wird bis 120 km/h stetig deutlicher, ab 130 km/h wieder leiser. Bei höheren Geschwindigkeiten ab 170 km/h nimmt das Geräusch dann wieder zu. Der Wagen zieht auch ein wenig nach rechts - das konnten sie bisher beim Daimler nicht richten. Was das Brummen angeht, meinte die Werkstatt, ich solle das Geräusch weiter beobachten, es könnten die Radlager sein oder ein Motorlager. Die Teile sehen aber noch gut aus, nur ein Motorlager wurde mal erneuert. Haben Sie eine Idee? Wenn man länger fährt, scheint es weniger zu werden. Aber ich weiß nicht, ob meine Ohren dann nur abschalten.Vielen Dank im Voraus.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Grohmann, als alter W124-Fan kommt mir da eigentlich nur eine Antwort in den Sinn: Wechseln Sie sämtlichen Motor- und Getriebeaufhängungen aus! Das ist nicht so teuer und bringt im allgemeinen deutlich mehr Ruhe in das Fahren mit dem Stern. Eine weitere Möglichkeit koennte ein defektes Kardanwellen-Mittellager und / oder die Hardyscheiben sein. Letztere sind durch einfache Inaugenscheinnahme zu diagnostizieren (es dürfen keine Risse zu sehen sein...)


Frage von Roland:

Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Passat, 2 Liter Benziner, 115 PS, 2E, Baujahr 1992, Handschaltung. Als meine Batterie leer war, habe ich den Wagen mit einem Startgerät gestartet. Der Motor lief etwa zehn Sekunden, danach starb er ab und springt seitdem nicht mehr an. Der Anlasser dreht, auch Benzinzufuhr, Zündfunken und Zahnriemen kontrolliert - alles war okay. Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass die Zündkerzen nass sind und sich viel Benzin im Brennraum befindet, wenn ich den Starter mit ausgebauten Zündkerzen drehen lasse. Ich habe auch schon die Stecker von Kaltstartventil und Lambdasonde abgezogen - beides ohne Erfolg. Vielleicht können sie mir helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Roland, schlechte Nachrichten! Ich vermute, Du hast beim Starthilfe-Geben Dein Steuerteil gehimmelt. Der Kauf eines neuen Steuergerätes scheitert sicher an den Kosten, Du könntest Dein altes aber unter www.hitzpaetz.de zum Testen und gegebenenfalls Reparieren einschicken. Das kostet circa 250 Euro. Billiger bekommt man gebrauchte Steuerteile im Internet, da kauft man aber häufig die Katze im Sack….


Frage von Christoph:

Ich fahre seit Jahren ohne große Probleme einen BMW 318i, Baujahr 1991. Seit drei Monaten habe ich ein gravierendes Problem: Wenn ich längere Strecken gefahren bin und der Motor sich aufgeheizt hat, lässt sich der Wagen eine halbe Stunde später nicht mehr starten. Drei Stunden später oder am anderen Morgen springt er dann wieder ganz normal an. Ich war mit meinem Wagen schon in der Werkstatt. Dort wurde ein Steuerteil gewechselt, das Problem besteht allerdings weiter. Was kann man da tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ist das noch ein «eckiger» E30? Dann dürfte das eine L-Jetronic sein, bei der der Thermofühler defekt ist. Lassen Sie den tauschen, und alles ist wieder wie vorher (hoffentlich...)


Frage von Bianca:

Ich fahre einen Audi A6, Baujahr 1997, TDI. Der Wagen hat vor kurzem neue Bremsklötze und -zylinder bekommen. Doch jetzt leuchtet die ABS-Warnlampe auf, wenn ich ein paar Kilometer gefahren bin. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bianca, das ist hoffentlich nur ein Montagefehler. Die Werkstatt hat vielleicht einen der ABS-Sensoren nicht richtig montiert, oder es ist während der Montage der Ersatzteile Schmutz ins «Auge» eines Sensors gefallen. Fahren Sie bei den Jungs noch mal vorbei und reklamieren Sie! Die Qualität der geleisteten Arbeit ist mangelhaft und die Werkstatt muss nachbessern...

Frage von Janine:

Hallo Herr Kessler!! Noch heute bin ich mit meinen Ford Fiesta Style gefahren und gegen Abend sehe ich, dass das Auto wohl Wasser verliert. Vorne hat sich nun unter meinen Auto Wasser gebildet! Was soll ich nun tun? Was könnte es sein? Ist der Kühler undicht oder so? Können Sie mir ein paar Tipps geben, bevor ich in die Werkstatt fahre( wenn es überhaupt gehen würde), was es sein könnte? Schon mal vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Janine, sind Sie sicher, das Sie Kühlwasser gesehen haben? Es könnte auch Kondenswasser des Wärmetauschers der Klimaanlage sein (wenn Sie eine haben....). Als erstes würde ich den Stand im Kühlwasservorratsbehälter kontrollieren (Details dazu stehen in der Bedienungsanleitung). Wenn die Kontrolle keine Beanstandungen ergibt, war es das!
Wenn allerdings deutlich zu wenig Wasser vorhanden ist, würde ich zunächst normales Leitungswasser einfüllen und die Entwicklung weiter beobachten. Wenn das Auto weiter Wasser verliert, kommen Sie wohl an einem Werkstattbesuch nicht vorbei. Lassen Sie sich dort aber erst eine Diagnose geben und nicht gleich eine komplette neue Kühlanlage aufschwatzen.....

Frage von Otto:

Sehr geehrter Autopapst, habe einen Mercedes SLK 200, BJ.1999, mit
Klima und 5 Gang 100 kW, Klimaanlage ist defekt, Kühlflüssigkeit ok, Kompressor geht nicht an. Stecker am Kompressor gibt nur 8,3 Volt ab, Batterie gibt 13,2 Volt ab, haben Sie einen Tipp? Vielen Dank im Voraus


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Otto, wenn ich die Magnetkupplung des Klimakompressors wäre, würde ich auf 8,3 Volt auch nicht reagieren (haben Sie mal das Typenschild gesucht? Vielleicht steht dort eine Aussage über die Nennspannung..). Aus dem Bauch heraus würde ich auch eine Ansteuerung mit normaler Bordspannung vermuten. Machen Sie doch mal einen Versuch mit einer direkten Spannungsversorgung. Wenn dann die Magnetkupplung anzieht, sind Sie schon einen Schritt weiter. Warum an der Steuerleitung der Magnetkupplung nur eine so geringe Spannung anliegt, muss dann unter Konsultation des Schaltplans ein Elektronik-Spezialist der Marke mit dem Stern sagen......

Frage von Kevin Dauber:

Ich fahre einen VW Golf IV, Baujahr 1999, Kraftstoffart Benzin, Schaltgetriebe: Hallo,
wenn ich mehrere Verbraucher einschalte (Air-Condition, Licht..) habe ich ein Geräusch, 5-6mal, was sich anhört wie die Betätigung des Blinkers. Es liegst aber nicht am Blinkrelais und auch nicht am Steuergerät. Außerdem bewegt sich der Wischermotor ein paar Milimeter auf und ab. Nachdem das Geräuusch nicht mehr zu hören ist, ist alles wieder i.O. Im Voraus herzl. Dank, Mit freundlichen Grüßen, Kevin


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf ein Masseproblem! Suchen und säubern Sie möglichst viele Massepunkte im Motorraum, möglichst alle in der Nähe des Scheibenwischermotors. Irgend ein Massepunkt ist korrodiert und kann bei hoher elektrischer Leistung nicht mehr genug «Power» übertragen. Der Strom kommt in diesem Fall offenbar über die Masse des Scheibenwischermotors…. Gar rätselhaft ist der Weg des elektrischen Stromes…..

Frage von Christina Klein:

Hallo Herr Kessler, ich bin Besitzer eines 3erGolfes, Bj.:1995 und der geht manchmal, nicht immer, aus, wenn ich kein Gas gebe. Egal ob er warm gelaufen ist oder ich ihn kalt starte. Auch die Außentemperatur spielt keine Rolle. Ein Kaltlaufregler wurde mir vor ca. 2 Monaten eingebaut, jedoch war es zuvor auch schon. Was kann es dann sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Aus leidvoller Erfahrung mit diesem Problem nenne ich Ihnen erst einmal 2 Defektmöglichkeiten, die relativ schnell und preiswert zu beheben sind: Das wäre der Zünd-Anlassschalter und das Relais 109. Letzteres sitzt im Relaiskasten unter dem Lenkrad in der obersten Reihe als zweites von links (Steckplatz 20 - gab´s in dieser Rubrik schon ein paar Mal...) und der Zünd-Anlassschalter steckt auf dem Kabelbaum am Zündschloss. Wenn Sie das Kabel abziehen und einen neuen Zünd-Anlassschalter aufstecken (der dann provisorisch mit einem Schraubendreher betätigt werden muss), dürfte der Golf nicht mehr aus gehen. Das ganze ist leider eine ziemliche Fummelei und überfordert nicht nur den Laien, sondern auch die Durchschnittswerkstatt. Hoffentlich haben Sie eine bessere.....

Frage von Rasch:

Hallo, ich habe einen Opel Frontera 2,2 Limited. Immer wenn die Klima nicht angeschaltet ist, wird das Gestänge unter dem Schaltknauf tierisch heiß. Woran kann das denn liegen? Ich habe Angst, dass irgendwann mal was schmilzt!!! Bitte um schnelle Antwort.
Gruß, A.Rasch


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da müsste das Gestänge aber Temperaturen oberhalb von 180°C erreichen. Man täuscht sich da sehr schnell; wenn Sie die warmen Teile noch anfassen können, haben die kaum mehr als geschätzte 60°C. Mit eingeschalteter Klimaanlage wird die Wärmenergie von der gekühlten aufgenommen, ohne Klima eben nicht. Das ist ganz normale Klimatechnik und spielt sich in Bereichen ab, die konstruktiv vorgesehen sind. Wenn die übermäßige Erwärmung durch ein abblasendes Auspuffrohr verursacht würde, kämen sehr schnell wesentlich höhere Temperaturen zustande (die den Bodenteppich in Brand setzen könnten!). Zur Sicherheit können Sie das Wärmeabschirmblech zwischen KAT und Fahrzeugboden kontrollieren lassen. Und zu Ihrer eigenen Beruhigung würde ich mit einem der handelsüblichen Kontaktthermometer die tatsächlich bestehende Temperatur messen. Wenn man den Wert auf dem Display sieht, ist alles nur noch halb so schlimm....

Frage von Rosy:

Ich fahre seit Mai 06 einen Hyundai Getz 1.1, Baujahr 06. Ich habe ihn als Vorführwagen mit ca.1500 km gekauft, der , wenn es sehr warm ist, nicht richtig anspringt. Vor 8.Wochen wurde die Wegfahrsperre repariert. Man vermutete kalte Lötstellen. Nun haben wir wieder sommerliche Temperaturen und der liebe Getz will mal wieder nicht oder erst nach einigen Versuchen anspringen. Vielleicht wissen Sie ja eine Antwort auf dieses Problem. Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rosy, warum zerbrechen Sie sich den Kopf über Probleme, die der Hyundai-Vertragshändler lösen muss? Selbst wenn ich eine Idee hätte (die mir im Augenblick leider nicht kommt....), müssten Sie die Reparatur ja doch aus Garantiegründen bei Hyundai durchführen lassen. Warum also nicht die ganze Kompetenz des Händlers (mit der er ja vor der Unterschrift des Vertrages vollmundig geworben hat...) ausschöpfen? Wenn der dritte Reparaturversuch immer noch keine Besserung bringt, würde ich mal des Wort „Rückabwicklung“ fallen lassen. Oft kommt dann Bewegung in die Sache....

Frage von M. Bernhard:

Hallo, habe einen Mercedes W202, C180 T, Bj 12/2000. Folgendes Problem tritt mit der Klimaanlage auf. Wenn die Temperaturegler (keine Klimaautomatik) auf ganz kalt gestellt sind, wird weniger gekühlt als wenn sie auf der Mitte (weiße Bereich der Regler) stehen. Bei der Mittelstellung ist die Kühlleistung zu stark, aber bei max. Kälteeinstellung etwas zu schwach. Die Kälteleistung nimmt also mit Erhöhung der Temp. zu. Ganz am Ende des roten Bereiches der Regler wird dann geheizt und nicht mehr gekühlt, wie es wohl auch sein sollte. Normalerweise müsste die Klimaanlage doch im Kältebereich (blau) die höchste Kühlleistung haben und selbige dann abnehmen und nicht zunehmen. Lüfterschalter steht immer auf Stufe 2 und die Luftdüsen auf Stellung oben, vorne, unten.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, die Klimaanlage ist völlig in Ordnung und gibt (wie Sie selbst sagen...) fast zu viel Leistung ab. Das ist gut, denn Defekte an der Klimaanlage gehen schnell ordentlich ins Geld. Das Problem des Belüftungssystems an Ihrem Mercedes liegt wahrscheinlich eher in der Ansteuerung der div. Luftklappen. Ich befürchte, daß es sich dabei nicht nur um einen ausgehängten Bowdenzug handelt, sondern um defekte oder falsch angesteuerte Klappenservos. Hoffentlich wünschen Sie sich nicht doch einen Klimadefekt, wenn Ihnen die Jungs von der Marke mit dem Stern die wahre Ursache und den Preis ihrer Beseitigung nennen.....

Frage von Alexander S.:

Hallo Herr Kessler, ich habe heute ein weiteres Problem bei meinem Golf4 GTI 1,8T, 31.000 km festgestellt! Wenn ich im Stand auf ca. 5000-6000 U/min hochdrehe und dann die Kupplung voll kommen lasse und weiter Gas gebe, rutscht die Kupplung einige Zeit durch (Motor dreht weiterhin bei hoher Drehzahl, aber das Auto kommt nicht vom Fleck)! Was könnte dies sein? Ist ja auch nicht normal, denke ich! Vielleicht hängt das mit meinem anderen Problem zusammen, wobei ein schleifendes Geräusch für ca. 1 Sek. beim Gas wegnehmen und Kupplung treten erscheint. Gruß Alex

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Alex, noch brutaler kann man seine Kupplung wohl kaum behandeln..... Allerdings muss eine funktionierende Kupplung solche Exzesse schon einige Male aushalten, natürlich um den Preis eines sprunghaft ansteigenden Verschleißes. Mit einem Wort: Die Kupplung hat es hinter sich..... Wenn Sie (aus welchen Gründen auch immer!) öfter in diese Bereiche vorstoßen, empfehle ich eine verstärkte oder sogar eine Sinter-Kupplung. Letztere möchte ich nicht im Stoßverkehr fahren, da tun einem nach einer halben Stunde sämtliche Knochen weh. Für den Renneinsatz ist so eine Spezial-Kupplung allerdings ideal, wenn man nicht auf den Cent sehen muss (der Preis für ein Sinter-Kupplungs-Kit liegt etwa 3-4 mal höher als eine Serienkupplung. Ein Kompromiss ist die verstärkte Kupplung, die Sachs über sein Vertriebsnetz anbietet: Das Ampelrennen nach Feierabend steckt die locker weg.....

Frage von Uwe Braun:

Ich habe einen Renault Megane, Baujahr 1997.Letztes Jahr hatte ich ein defektes Radlager auf der Fahrerseite. Dieses wurde erneuert, wobei auch gleich neue Bremsbeläge montiert wurden. Kurze Zeit später bemerkte ich beim Bremsen, dass das Lenkrad vibrierte. Danach wurden auch die Bremsscheiben noch ausgetauscht. Und seit dem habe ich nur noch Probleme mit der Bremsanlage. Ich fahre ca. 1500 - 2000 km, dann kommen zuerst die Schleifgeräusche und danach beginnt beim Bremsen das Lenkrad wieder zu vibrieren. Mittlerweile bin ich wieder zu der Vertragswerkstatt gegangen und diese habe auch schon 2mal die Bremsscheiben bzw. die Bremsbelägen gewechselt. Und jetzt nach ca. 4 Wochen beginnt das ganze Elend von vorne. Und ich glaube, die finden das Problem wieder nicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist eine Frage der Materialpaarung! Leider ist dieses Problem nicht auf Renault beschränkt, die «Geiz ist Geil»-Mentalität lässt offenbar einfach eine qualitativ hochwertigen Waren mehr auf den Markt! Statt der «Orginal-Ersatzteile» von Renault würde ich mal einen Versuch mit Ersatzteilen der großen Bremsenzulieferer wie ATE, Girling, Sachs oder Ferodo machen. In den Katalogen gibte es Produktempfehlungen für fast jedes Auto, die unter Umständen wesentlich besser sind als der «orginale» Teilesatz. Pikanterweise sind diese Teile im Einkauf für den Hersteller oft teurer, für den Endverbraucher aber billiger als die Originalteile. Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt......

Frage von Christa Lotz-Hilger:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Honda Civic, EZ 1991. Wenn ich unter Last in die Kurven fahre, gibt es (beidseitig) rhythmisch klopfende Geräusche. Was ist das wohl? Und ist das schon sehr ernst zu nehmen, sprich: lohnt sich da noch eine Reparatur? Ich freue mich über eine Antwort und danke Ihnen dafür. Super Service! Christa Lotz-Hilger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christa, auch beim «japanischen Mercedes» (O -Ton eines amerikanischen Automechanikers in Manassas, Va., 1988....) nagt der Zahn der Zeit! Ich vermute bei Ihrem Klopfgeist verschlissene Stabilisatorbuchsen als Ursache. Generell kann es nicht schaden, nach 15 Jahren mal einen Achsprüfstand aufzusuchen. Neben den div. Kunststoff- und Gummielementen der Vorderachse könnten auch die Achsgelenke ausgeschlagen sein. «Selbstlose» Diagnosen der Vorderachse bieten z.B. die Gutachterorganisationen (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS etc.) an, soweit die Prüfstellen mit entsprechender Technik ausgerüstet sind. Wenn Sie die Vorderachse wieder auf Vordermann gebracht haben, werden Sie den CIVIC kaum wieder erkennen, besonders in der Kurve....

Frage von Reinhold Löchle:

Sehr geehrter Herr Kessler, an meinem Mercedes Benz 230 E, Baujahr 1991, 191.000 km ist vermutlich das Drosselklappenpotentiometer defekt. Bei Bosch und Mercedes will man nun eine komplette Einheit austauschen. Die Kosten liegen bei rund 500 Euro. Gibt es da keine billigere Lösung? Reicht nicht, allein das Potentiometer auszubauen und zu ersetzen? Angeblich geht das nicht. Vor einem Kauf beim Pkw-Ausschlachter werde ich gewarnt...Für einen guten Tipp wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Reinhold Löchle

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Reinhold, da gab es wohl eine kleine Begriffsverwirrung! Der M102 im W124 mit der KE-Jetronic hat gar kein Drosselklappenpotentiometer, sondern ein Stauscheibenpotentiometer im Luftmengenmesser. Nach Herstellervorschrift ist (das wurde Ihnen offenbar auch gesagt!) der komplette Luftmengenmesser zu erneuern. Den gibt es bei Mercedes (oder vom Zulieferer BOSCH für weniger Geld) zum genannten Preis. Die Warnung vor gebrauchten Teilen möchte ich unterstützen! Immerhin wurden Fahrzeuge mit diesen Motoren nur bis 1992 verkauft, Gebrauchtteile sind also meist deutlich älter als zehn Jahre. Eine weitere Möglichkeit ist die Suche nach einem überholten LMM, der zum halben Neupreis im gut sortierten Zubehörhandel erhältlich sein soll. Selbst benutzt habe ich so ein Teil noch nie; ich weiß nur, dass es solche Teile gibt. Die günstigste Methode ist der Austausch des Potentiometers selbst. Es handelt sich hierbei um ein BOSCH-Ersatzteil mit der Nummer 3 437 224 035, Kostenpunkt etwa 75 Euro. Die Bezeichnung dieses Bauteiles bei BOSCH lautet «Steckergehäuse». Es ist völlig identisch an fast allen Motoren von Mercedes-Modellen aus dieser Zeit verbaut worden.

Frage von Marcel Schneider:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Audi A3 Erszulassung 09/03, Typ 8P,Benziner, Schaltgetriebe. Nach 2 1/2 Jahren hat die Vertragswerkstatt festgestellt, dass das Getriebe ganz minimal Öl verliert. Wodurch kann das kommen, und was sollte ich tun? Die Audi Werkstatt sagte mir, ich sollte nach 2 Wochen noch mal kommen. Hab ich auch gemacht, angeblich keine Mängel mehr vorhanden. 6 Monate später.. das gleiche Problem wieder. Ölspuren am Getriebe... Vielen Dank im Voraus. Viele Grüße aus Freiburg sendet Marcel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marcel, nur ruhig Blut! Ein Ölverlust im Sinne von Ölflecken unter dem Getriebe ist in der Tat eine besorgniserregende Erscheinung. Wenn das Getriebe etwas «schwitzt», (also zwar ölfeucht ist, aber keine Tropfen bildet) kann man von einem Schönheitsfehler sprechen. Der Grund für Ölundichtigkeiten sind immer defekte Dichtungen, beim Getriebe sind das immer die Radialwellendichtringe der - in das oder aus dem Gehäuse hinein- bzw. hinausgeführten - Wellen. Zur Reparatur muss in aller Regel das Getriebe ausgebaut und wenigstens Teilweise zerlegt werden. Beobachten Sie das Ganze genau und werden Sie genau dann aktiv, wenn das Öl vom Gehäuse abtropft. Dann ist die Grenze überschritten, bei der eine Reparatur nötig ist. Vorher hilft nur eins: Nicht die Nerven verlieren....