Fragen an den Autopapst im Mai 2015

Autopapst Andreas Kessler
Autopapst Andreas Kessler © AG

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Skoda Octavia.

Frage von Andreas Dunte:

Lieber Autopapst, lieber Andreas, mein Skoda Octavia Diesel (Baujahr 2007) schwimmt bei über 100 km/h (da fällt es besonders auf). Kein Ausschlagen am Lenkrad, sondern eine Art Schaukeln wie auf hoher See, nicht ununterbrochen, aber ständig wiederkehrend. Aufgefallen ist es nach dem Wechsel auf Sommerreifen, deshalb habe ich sie nachprüfen lassen, auch wurden die Hinterräder mit denen vorn getauscht. Vermutung meiner Werkstatt: defekte Stoßdämpfer. Also bin ich zum TÜV-Test. Aber Pustekuchen, die Dinge funktionieren. Meine Frage an dich: Können die Stoßdämpfer dennoch defekt sein? Die Werkstatt will jetzt die Querlenker hinten austauschen. Was sagt der Autopapst? Grüße vom Namensvetter Andreas aus Halle/Leipzig.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Andreas, das können in der Tat die Querlenkerbuchsen sein! Die Autos aus dem VW-Konzern aus dieser Zeit haben zwar sehr gute Fahrwerke, aber diese sind auch nicht völlig verschleißresistent. Nach etwa 100Tkm merkt man die Abnutzung dann schon. Was ich empfehlen würde: Laß das Auto mal vermessen (Vorder- und Hinterachse!). Manchmal kommen solche Probleme durch unmerklich verstellte Achsgeometrien. Beim Octavia ist übrigens der Luftdruck recht wichtig: Nimm lieber ein paar Zehntelbar mehr als in der Bedienungsanleitung angegeben. Die Tschechen fahren offenbar lieber etwas weicher herum....Grüße aus der Hauptstadt vom Autopapst.

Frage von Kathrin Lange:

Hallo, ich besitze einen Skoda Octavia Combi 2, 1,6l, Modellreihe Z, Bj. 2006. Seit nunmehr drei Jahren habe ich ein Problem mit der Klimaanlage, die permanent Kühlmittel verliert. Verschiedene Leitungsteile wurden erneuert, obwohl immer das Prüfgerät keinen Druckverlust anzeigte. Insgesamt habe ich circa acht Mal das Kühlmittel auffüllen lassen, denn obwohl es angeblich nirgendwo entweichen soll, ist die Klimaanlage leer. Da ich relativ selten mit Klimaanlage fahre, ich den Spruch "mehr mit Klima fahren" leid bin zu hören, wende ich mich nun mit meinem Problem an Sie. Ich habe drei verschiedene Werkstätten aufgesucht: Skoda Vertragswerkstatt, Bosch Service und eine freie Werkstatt. Keine konnte bisher das Problem lösen. Da jedes Befüllen mit 75 Euro zu Buche schlägt und ich Alleinverdienerin bin, bin ich so ratlos, dass ich hoffe, Sie können weiterhelfen, haben eine Idee o. eine Vermutung. Ich bin Ihnen schon jetzt dankbar und hoffe sehr, wenigstens eine Antwort zu bekommen. Liebe Grüße aus Sachsen-Anhalt Kathrin Lange

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kathrin, da dürfte der Kompressor „Fratze“ sein.... Die Undichtigkeit tritt nur während des Betriebes an der Kompressorwelle auf; im Stand ist alles dicht und ein Leck lässt sich nicht nachweisen. Ich würde jetzt nochmal frisches Kältemittel einfüllen lassen, diesmal aber mit einem Lecksuchzusatz, der bei Beleuchtung mit UV-Licht grün leuchtet. Wenn das Zeug dann wieder über die Kompressorwellendichtungen ins Freie drückt, kann man meine Vermutung immerhin im Nachhinein bestätigen. Wenn sie stimmt, ist ein neuer Kompressor fällig. Bei der Suche kann es übrigens sinnvoll sein, in den USA (bzw. auf US-Ersatzteilseiten) danach zu suchen. Klimakompressoren sind da Schüttware und oft viel billiger als bei uns. Aber: Der Versand und der Zoll kommen immer dazu..... Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Inge Häßler:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich bitte dingend um Hilfe. Mein Renault Clio, Bj. 2004 fährt ganz prima. Nur leuchtet die Service- und Airbaglampe. Mein Wagen war vier Wochen bei Renault. Dort hatten sie keine Chance den Fehler auszulesen. Also fahre ich jetzt mit dem Fehler weiter. In der Werkstatt wollten sie mir alle Steuerteile auswechseln, wäre das die einzige Möglichkeit den Fehler zu beheben? Ich muss nächsten Monat zum TÜV und dem Fehler komme ich bestimmt nicht durch. In der Hoffnung auf Ihre Hilfe verbleibe ich mit ganz lieben Grüßen Inge Häßler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Inge, da bahnt sich Ärger an! Wenn selbst eine Renault-Vertragswerkstatt nicht in der Lage ist, in den Fehlerspeicher des Autos zu „gucken“, wer sollte das sonst können? Ich würde noch eine andere Werkstatt mit dem Renault-Rhombus über der Tür versuchen (die erste war eine 6! Wer braucht vier Wochen, um „Keine Ahnung was das ist!“ zu sagen??). Wenn es zu keiner Diagnose kommt und die Warnleuchte weiterhin nicht ausgeht, gibt es nämlich in der Tat keine erfolgreiche HU. So ist das leider..... Bislang habe ich aber noch von keinem Fall gehört, bei dem die HU an so einem Fehler gescheitert ist. Die Lösung wurde aber regelmäßig von den Genies in kleinen Werkstätten gefunden, in die Sie sich wahrscheinlich normalerweise gar nicht hinein trauen würden. Also, nur Mut!! Es grüßt Der Autopapst (der ohne Fehlercode in diesem Fall nicht einmal eine Vermutung anstellen kann)

Frage von Mirko Uhlmann:

Hallo, ich fahre einen VW Touran, Bj 2003. Ich habe vermehrt bei feuchtem Wetter und bei Beladung des Kofferraums oder wenn alle Sitze im Fahrzeug besetzt sind, ein nerviges Knarren im hinteren Bereich. Bei meinem Fahrzeug wurden bereits die Querlenker und irgendwelche Muffen gewechselt, aber keine Besserung. Meine Frage was könnte es noch sein? Eventuell die Stoßdämpfer? Für Ihre Antwort freue ich mich bereits im Voraus. Liebe Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mirko, mit Geräuschen ist das so eine Sache! Jeder hört sie anders, jeder beschreibt sie anders..... Nur ich muss dann ganz genau in die 12 treffen, wenn ich eine Vermutung äußere! Also, ohne Gewähr: Das Geräusch an Ihrem Touran dürfte von den Gummibuchsen der Stoßdämpfer bzw. den Federbeinstützlagern hinten stammen. Auf die Trefferquote bin ich in diesem Fall besonders gespannt.... Cheers! Der Autopapst

Frage von Anja Mifek:

Hallo, ich fahre einen Renault Mégane II, Benziner, EZ 31.10.03, 1598 ccm, 83 kW mit 92.000 km. Statt Schlüssel habe ich Keycards und das Handsfree-system. Seit einigen Wochen funktionieren zeitgleich beide (!!) Schlüssel nicht mehr richtig - beide Batterien habe ich gegen neu gekaufte ausgetauscht. Das Problem wechselt zwischen - alles normal, also hands-free, Tür geht nicht auf, ich muss also mit dem kleinen Ersatzschlüssel, der in der Keycard steckt, öffnen. Auto springt nur an, wenn die Keycard im entsprechenden Schlitz steckt. Auto springt auch dann nicht an, wenn die Keycard im entsprechenden Schlitz steckt, Meldung "Karte nicht erkannt" erscheint. Der Zustand ist jeden Tag mal anders, auch innerhalb von einigen Minuten kann es wechseln, d. h. beim Einsteigen funktioniert nix, beim Aussteigen nach kurzer Fahrt kann ich die Türen ohne Keycard von außen schließen. Meine Renault-Werkstatt will mir jetzt, nach "VA Test Steuergeräte mit Diagnosegerät Clip" (lt. Rechnung), einen neuen Schlüssel für 120 Euro bestellen. Sie sagen aber gleich dazu, es könne sein, dass das Problem hinterher nicht behoben sei. Sie bräuchten aber einen funktionierenden Schlüssel, um das abschließend testen zu können. Ich sehe aber nicht ganz ein, wieso ich 120 Euro für einen neuen Schlüssel zahlen soll, wenn dieser hinterher evtl. gar nicht das Problem ist. Was soll ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein hässliches Problem! Wenn selbst eine Vertragswerkstatt mit dem (hoffentlich!) geeigneten Test-Equipment nur zu so einer „könnte vielleicht“-Diagnose kommt, sehe ich schwarz für eine erfolgreiche Reparatur! Aus der Ferne würde ich das Problem nicht in den Schlüssel-/Keycards verorten, eher im Empfangsteil, also dem Steuergerät. Immerhin geht das Auto mit dem Notschlüssel auf, die Wegfahrsperre gibt frei (sobald die Karte erkannt u. akzeptiert wird) und der Motor springt an. Es dürfte also ein Problem mit dem Lesegerät / Empfänger bestehen. Fahren Sie doch mal in eine andere Renault-Vertragswerkstatt und holen Sie dort eine Zweitmeinung ein. Sie können ja mal vorsichtig fragen, was ein Austausch der fahrzeugseitigen Komponenten des keyless-go-Systems kostet. Ggf. lässt sich das betroffene Steuergerät ausbauen und bei www.ecu.de prüfen. Das ist jedenfalls viel billiger als ein Neuteil. Unter dem Strich sollten Sie das Auto, wenn es mal wieder „normal“ reagiert, schnellstens verkaufen! So ein Systemabsturz ist bei dem großen Renault ein sehr lauter Warnschuss vor dem wirtschaftlichen Totalschaden.....

Frage von Philip Schlegel:

Guten Tag, Herr Keßler! Nach einer Reparatur an meinem Renault Kangoo 90 dci, Bj. 2010, 70000 km, höre ich im 5. Gang ein pfeifendes Geräusch, turbinenartig. Erneuert wurde bei dem Eingriff von der Vertragswerkstatt die Kupplung, im Einzelnen: Austausch Ausrücklager, Kupplung, Nehmerzylinder. Was soll ich der Werkstatt sagen? Vor der Reparatur hat er das nicht gemacht. Danke und mit freundlichen Grüßen, Philip Schlegel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schlegel, ist das Geräusch reproduzierbar (und damit der Werkstatt vorführbar)? Da das Geräusch in unmittelbarem Zusammenhang mit der Kupplungsreparatur zu stehen scheint, würde ich damit zu der ausführenden Werkstatt zurück fahren (Gewährleistung!). Beim Wechsel der Kupplung wurde das Getriebe ausgebaut, was natürlich eine ordentliche Schrauberei (nicht nur an den direkt betroffenen Bauteilen, sondern auch an der Peripherie....) bedeutet. Dabei wird schnell mal ein Schlauch vergessen / falsch aufgesteckt. Wenn das nichts ergibt, würde ich mal einen Getriebeölwechsel machen lassen und das alte Öl durch ein Sieb laufen lassen: Wenn sich da viel Goldflitter (= Lagermetallspäne) sammelt, dürfte das Geräusch aus dem Getriebe kommen (teuer!).

Frage von Lothar Kranz:

Bei meinem Seat Ibiza Diesel von 2011 fängt die Vorglühlampe an zu blinken und der Motor erzeugt dann keine Leistung mehr, sobald ich Zündschlüssel an- und ausschalte. Während der Fahrt dann hat er wieder Leistung. LG Lothi

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Lothi, wenn bei einem Diesel während der Fahrt die Vorglühkontrolle leuchtet / blinkt, entspricht das dem Aufleuchten der Motorkontroll-Leuchte beim Benziner. Das Aufleuchten bedeutet: Es ist ein Fehler der Motorelektronik im Fehlerspeicher abgelegt. In Deinem Fall tippe ich auf den LMM (Luftmassenmesser), der für etwa 100 Euro ausgetauscht werden muss. Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Ralph Nellen:

Hallo, wir haben einen Smart 450, Baujahr 2005, 64 PS, 700ccm. Er verliert seit einiger Zeit Öl über den Simmering der Kurbelwelle an der Stirnseite. Im Stand bei laufendem Motor verliert er kein Öl (eine Stunde laufen lassen). Bei der Fahrt wirft er raus. Beim Parken immer Fleck drunter und leichte Sprenkel am Heck. Der Simmering wurde gewechselt und der Fehler blieb. Die Teillastentlüftung gewechselt. Der Anschluss Kurbelgehäuse ist frei (durchgepustet). Vollastentlüftung ist frei in beide Richtungen (durchgepustet). Was könnte ich noch prüfen? Gruss R. Nellen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ralph, Du bist der Ursache ja schon dicht auf den Fersen! Natürlich ist der Ölverlust auf einen zu hohen Druck im Kurbelgehäuse zurück zu führen. Nicht immer liegt das an geknickten oder verstopften Entlüftungskomponenten, sondern manchmal eben auch an zu viel „Blow-by-Gas“ im Motorinnern. Und das kommt durch verschlissene Kolbenringe aus dem Verbrennungsraum. Da der Smartmotor hinsichtlich seiner Lebensdauer ein „Minderleister“ ist, würde ich mal einen Kompressionsdruck-/Druckverlusttest machen lassen. Wenn die Werte schlecht sind, dämmert eine Motorüberholung am Horizont herauf..... Viel Erfolg dabei wünscht Der Autopapst

Frage von Oliver Kühl:

Ich fahre einen VW Polo 6n 1.0, Baujahr 1997. Seit kurzem fängt er an, während der Fahrt seine Drehzahl zu verlieren und geht aus. Man kann sozusagen auch kein Gas geben. Es dauert aber dann eine Zeit, bis er wieder anspringt. Zündspule wurde schon gewechselt. Summen tut die Benzinpumpe auch. Woran könnte es liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Oliver, die ausgehenden Motoren in diesem Forum bearbeite ich normalerweise nicht, weil es einfach zu viele mögliche Ursachen gibt. Ab und zu kommt die Liste der am einfachsten zu prüfenden Ursachen aber doch wieder auf den Schirm. Also: Kraftstoff-Filter dicht, erneuern! Kraftstoffpumpen-Relais defekt, erneuern! Zünd-Anlassschalter verschmort, erneuern! Zündkerzen verbraucht, erneuern..... Das könnte noch einige Zeit so weiter gehen, die wahre Ursache musst Du selbst oder eine Werkstatt (teuer, da lange dran...) suchen. Cheers vom Autopapst

Frage von Fritz Schüler:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Ford Focus 1.6 Ghia, 116.000 Km, Bj. 2001. Wenn ich das Fahrzeug starte, leuchtet des Öfteren nach ca. 100 Metern die Batterieanzeige auf und geht bis zum nächsten Halt nicht mehr aus. Wenn ich dann wieder starte, ist es meistens, als wäre nie etwas gewesen. Das passiert bei feuchtem Wetter, aber auch bei strahlendem Sonnenschein. Die Batterie wird ordnungsgemäß geladen, zumindest habe ich keinerlei Startschwierigkeiten. Die Ford-Werkstatt sagt zwar, es sei die Lichtmaschine, aber mir ist deren Aussage zu "wischiwaschi", da sie mehrmals alles geprüft haben und angeblich nichts fanden. Könnten Sie mir einen Tipp geben, was es sein könnte? Herzliche Grüße F. Schüler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eigentlich sollte so ein Problem (da trivial!) wenigstens sicher zu diagnostizieren sein.... Wenn die Ladekontrolle aufleuchtet, bedeutet das nur, dass die Batteriespannung höher als die Lichtmaschinenspannung ist. Warum das der Fall ist, muss man mit geeigneten Meßgeräten ergründen. Denkbar sind z.B. zu weit abgenutzte Reglerkohlen, die dann zu Kontaktproblemen führen. Oder Kabelverbindungen der Ladestromanlage sind korrodiert (= isoliert!). Eine weitere Möglichkeit ist ein Kurzschluss im Kabelweg zur Ladekontroll-Leuchte. Alle diese Probleme sind nicht ohne weiteres mit dem Diagnosecomputer zu erkennen, weshalb ich Ihnen zunächst den Besuch bei einem Autoelektriker empfehle. Der hat das Problem in 5 Minuten im Sack.....

Frage von Jan Suwalski:

Hallo, ich habe einen Peugeot 207 Compact, 1.4 Benziner, Baujahr 2010. Der Motor wird speziell bei Geschwindigkeiten über 80 km/h heiß, geht sogar in den roten Bereich. Kühlflüssigkeit ist neu, Thermostat und Wasserpumpe auch. Ölwechsel wurde auch gerade erst gemacht. Die Lüfter springen normal an. Kühlwasser zirkuliert. Woran kann es noch liegen? Mir wurde gesagt, es könnte die Kupplung sein. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wer die Kupplung in diesem Zusammenhang erwähnt, braucht wenigstens eine gute Geschichte als Begründung. Wenn er die nicht hat, hat er immerhin keine Ahnung..... Also: Vergessen Sie diese Diagnose! Ich tippe viel eher auf ein Zylinderkopfproblem. Entweder ist die Zylinderkopfdichtung „durch“ oder der Zylinderkopf hat einen Riss. Oder beides.... In jedem Fall muss der Kopf demontiert und per Ultraschall auf Risse überprüft werden. Wenn Risse festgestellt werden, hilft nur ein neuer Kopf! Die Zylinderkopfdichtung wird nach einer Kopfdemontage in jedem Fall erneuert. Wenn Ihr Auto 10 Jahre älter wäre, käme noch ein verkalkter Kühler in Betracht. Aber nicht bei einem 5-jährigen „Youngster“..... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Romy Mißbach:

Hallo Herr Keßler, wir haben ein Problem mit unserem Seat Ibiza, Baujahr 1991. Der Wagen springt nicht an. Wir haben die Zündkerzen gewechselt, die Benzinpumpe geprüft. Wenn wir ihn starten und dabei aufs Gas treten, kommt er kurz und geht aber sofort wieder aus. Als wenn er keinen Sprit bekommt. Was könnte diese sein? Liebe Grüße aus Berlin Romy Mißbach

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Romy, das könnte der Zünd-Anlassschalter hinter dem Zündschloss sein! Der ist nicht teuer und kann zunächst mal probeweise auf den Kabelbaum gesteckt werden. Dann mit Schraubendreher starten (und das Lenkschloß nicht vergessen!!). Wenn das Auto dann anspringt, könnt Ihr das Teil "richtig" einbauen (viel Spaß dabei!!). Es grüßt Der Autopapst

Frage von Wolfgang Weber:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen Skoda Octavia 1,2 TSI mit DSG Bj. 2010. Seit ca. drei Jahren ruckelt die Kupplung beim Anfahren. Erst war es sporadisch und kaum wahrnehmbar. Jetzt ruckelt es bei warmem Motor immer, teils sehr stark. Kalt läuft das DSG aber einwandfrei. In der Werkstatt wurde das Getriebeöl gewechselt und ein neues Update aufgespielt. Seitdem ist es eher noch schlechter geworden. Die Werkstatt will nun das Steuerteil wechseln, ist sich aber nicht sicher, ob das Problem damit behoben ist. Was können Sie mir empfehlen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Weber, ich würde mir eher das Zwei-Massen-Schwungrad vornehmen! Wenn das Steuerteil für die Ruckelei verantwortlich wäre, müsste es immer ruckeln oder wenigstens eine Fehlermeldung von sich geben. Meine Vermutung basiert auf Erfahrungen, die natürlich trügen können. Ruckelnde Autos sind meine Lieblingsprobleme, weil es so herrlich viele verschiedene Ursachen dafür gibt..... Cheers! A.K.

Frage von F. Gschwandtner:

Hallo! Komme zwar aus Österreich, hoffe aber, dass Sie mir trotzdem meine Frage beantworten können. Habe einen Audi Avant 2,5 TDI, Bj. 2002. Wenn ich vor einer Ampel bremse, geht die momentane Verbrauchsanzeige auf 0l/100km, wenn ich dann bei etwa 10 km/h bin, geht sie plötzlich wieder in die Höhe auf 2,5 bis 30l/100km. Auch wenn ich die Zündung aus-und wieder anschalte, ist der letzte Wert da. Ich hoffe auf eine Antwort! Mfg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Gschwandtner, das hört sich für mich normal an! Im Stand hat das Auto keine Geschwindigkeit, deshalb müsste die Verbrauchsanzeige von "l / k" auf "l / h" umschalten (was in der Regel auch passiert!). Fehlt also das Tachosignal (durch Stillstand), ändert sich die Einheit. 0l/100km entsteht nur, wenn die Schubabschaltung wirkt (so wie bei Ihrem Bremsvorgang im eingekuppelten (!) Zustand.). Der Wert für den "momentanen" Verbrauch weicht naturgemäß extrem vom Durchschnittsverbrauch ab und ist gerade beim Anfahren und Beschleunigen geradezu apokalyptisch hoch. Das relativiert sich aber, sobald der Wagen rollt und gleichmäßig weiterfährt. Spielereien mit dem Fahrpedal sollte man aber unterlassen. Der Wert, der nach dem Einschalten der Zündung sichtbar ist, ist der Durchschnittsverbrauch, der ein Mittelwert der letzten Fahrten ist. Details zu den verschiedenen Menüebenen des Bordcomputers bietet die Bedienungsanleitung. Soweit ich Ihre Frage verstanden habe, ist jedenfalls kein Defekt erkennbar. Es grüßt sehr herzlich der Autopapst

Frage von Joachim Lauth:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe einen Saab 9-3 Diesel gebraucht gekauft. Nach einem Leistungsverlust auf der Autobahn rief ich den ADAC an, er las den Fehler aus und löschte ihn. Fehler: Drosselklappe. Danach lief der Motor normal weiter. In einer Saab-Werkstatt wurde der Fehler erneut ausgelesen und gelöscht. Der Meister sagte: "Hier muss eine neue Drosselklappe rein, kostet ca. 550 Euro.“ Ich habe gehört, dass man Drosselklappen auch reinigen kann. Als ich ihn danach fragte, war die Antwort, das bringt nichts. In dieser Saab Werkstatt hatte ich bisher zwei Reparaturen, war auch zufrieden, aber stimmt das mit der Drosselklappe? Eine Volvo Werkstatt bot mir eine Ultraschallreinigung der Drosselklappe an - haben Sie damit Erfahrungen? Viele Grüße Joachim Lauth

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Lauth, gerade Probleme mit der Motorsteuerung bzw. der Kraftstoffaufbereitung löst Ihnen bei Ihrem Saab gerne die nächste Opel-Werkstatt! Die Dieselmotoren im 9-3 sind bis zuletzt (fast) baugleich auch bei Opel eingebaut worden. Da ist nichts von den Trollen übrig.... Fragen Sie nach einer Reinigung und Neuanpassung der Drosselklappe, das können die Jungs mit dem Blitz im Logo auch. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Bärbel Horvath:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen BMW 320i, Bj. 2005, Benziner. Seit drei Wochen muss ich den Ausgleichbehälter ständig auffüllen. Mal zeigt die Lampe an und mal nicht. In der Werkstatt wurde mir heute gesagt, dass das Kühlmittel schnell verbrennt. Es liegt an der Kopfdichtung????!!!!!! Diagnose ohne Fehlerauslesegerät! So ein Problem zeigt kein Fehlerlesegerät an?????!!! Im Voraus danke für die Antwort!!!! Sie sind Spitze!!! Weiter so!! Freundlicher Gruß B. Horvath

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bärbel, die Werkstatt hat höchstwahrscheinlich Recht! Das dürfte die Kopfdichtung sein; oder ein Riss im Zylinderkopf (soll die Werkstatt unbedingt prüfen, sonst nützt die neue Dichtung auch nichts....). Solche Defekte sind in der Tat nicht elektronisch überwacht und somit auch nicht "auslesbar". Gruß an die Jungs im Blaumann vom Autopapst

Frage von Kai Lohmeier:

Wir möchten gerne für unseren Sohn einen VW Golf 4 1.4, Baujahr 2002, 75 PS, Benziner, 124.000 km kaufen. Bei der gestrigen Probefahrt ist mir aufgefallen, dass aus Richtung vorne links Richtung Lichtmaschine ein nagelndes gleichmäßiges Geräusch kam, das sich auch nicht beim Gas geben veränderte. Festgestellt natürlich im Stand und bei hoch geklappter Motorhaube! Was oder woher könnte es kommen? Der Motor läuft zwar rau wie ein kleiner Diesel, dieses soll aber bei den Modellen normal sein.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Lohmeier, das Geräusch ist entweder ein undichter Hydrostößel oder eine eingelaufene Nockenwelle! Wenn an dem Motor alles o.k. ist, dürfte er nicht "rauh" laufen! Wenn der Verkäufer den Motorlauf als "normal" beschreibt, hat das Auto offenbar ein Problem.... Suchen Sie lieber noch etwas weiter! Golf 4 gibt es wie Sand am Meer. Es grüßt herzlich Der Autopapst

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.