Fragen an den Autopapst im Mai 2006

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler findet in der Autogazette für Sie Lösungen. Fragen im Mai 2006

Ihr Auto macht beim Anfahren komische Geräusche, die Bremsen schleifen oder der Motor verliert Öl. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Auto haben, fragen Sie Autopapst Andreas Kessler nach einer Lösung. Schildern Sie in untenstehender Mail Ihre Probleme. Geben Sie dabei folgende Daten mit an: - Modell (z.B. Opel oder VW) - Typ (Kombi oder Limousine) - Baujahr - Kraftstoffart (Benzin oder Diesel) - ggf. Getriebeart (Automatik oder Schaltgetriebe).

Frage von Stefan Kiesel:

Hallo Herr Kessler, ich habe die Absicht, mir einen VW Bora Bj 99 zu kaufen. Bei der Probefahrt sind mir kleine wiederholte Leistungslöcher beim Beschleunigen aufgefallen. Der Händler hat gesagt, dass die Mängel behoben werden können und er nur Autos verkauft, die einwandfrei sind. Heute habe ich angerufen und erfahren, dass das Auto in der Werkstatt ist und dass der Luftmengenmesser getauscht wird. Nun meine Frage: Ist anzunehmen, dass der LMM wirklich die Ursache des Fehlers war, wenn der Fehler bei erneuter Probefahrt nicht mehr vorhanden ist, oder muss man davon ausgehen, dass der Defekt des LMM nur das Symptom war und das Problem tiefer liegt und nach dem Kauf auch der neue LMM wieder kaputt geht?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Aus eigener, leidvoller Erfahrung kann ich die Aussage des Händlers bestätigen. Der LMM ist bei den Autos aus dem VW-Konzern sehr lange eine Schwachstelle gewesen (teilweise bis heute, wenn mit Fahrzeugen aus dieser Zeit wenig gefahren wurde). Sie können also bedenkenlos zugreifen, zumal das Auto ja ein Jahr lang die Gewährleistung des Autohändlers genießt und dieser bei weiteren Defekten kostenlos nachbessern muss.

Frage von Rene Krause:

Hallo Herr Kessler, habe Probleme mit meinem VW Bus t4 . Es ist ein 1.9 tdi Diesel. Beim Fahren tritt ein Ruckeln auf, wenn ich eine gleich bleibende Geschwindigkeit fahren will. Das Problem tritt zwischen 50-60 km/h auf, alles was drunter oder drüber ist, läuft normal. Der Bus besitzt ein elektronisches Gas. Man sagte mir, dass es am Nadelhubgeber liegen könnte. Das hat sich aber nicht bestätigt, nach dem wir eine Diagnose durchgeführt haben. Laut Diagnosegerät sind an diesem Fahrzeug keine Fehler. Alles in Ordnung, man sagte mir auch, wenn ich ein längeres Getriebe einbauen würde, sei dieses Problem aus der Welt, Mehr konnten die guten Männer von VW mir auch nicht sagen, deswegen wende ich mich nun an Sie, um mir noch mehr Rat zu holen. Können sie mir weiterhelfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Der Nadelhupgeber könnte die Ursache des Ruckelns sein, allerdings bestenfalls im Frühstadium. Wenn der richtig spinnt, ist da Auto fast unfahrbar. Ich tippe eher auf das bekannte T4-Problem mit der Keilverbindung zwischen Kurbelwelle und Zahnriemenscheibe. Lassen Sie das mal kontrollieren und spendieren Sie Ihrem Auto bei der Gelegenheit mal einen neuen Zahnriemen...

Frage von Alex:

Tachchen Herr Kessler, ich fahre einen Opel Vectra 1.6 , Baujahr 1996. Beim Beschleunigen stottert der Motor, die volle Leistung wird nicht erreicht. Die Leerlaufdrehzahl bleibt im Stand nicht konstant. Diagnosegeräte zeigen keine Fehler an. Was zum Teufel kann das sein? Bitte um Antwort...Alex

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Hallo Alex, versuchen Sie doch zunächst einmal die 3-K-Lösung (Kerzen, Kabel, Kappe = Zündung erneuern!). Mit alten Zündkerzen und porösen Zündkabeln kann der Motor nicht auf volle Leistung kommen.... Es gibt natürlich auch andere Gründe, die kann man aber erst mit intakten Zündungskomponenten diagnostizieren.

Frage von Christoph Netzas:

Ich suche einen Stossfänger für den Ford Scorpio, Bj 95, für vorne und gebraucht. Wo kann ich so einen finden?

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Versuchen Sie Ihr Glück doch mal online: www.renet.de bringt den Anbieter und den Käufer zusammen, wobei letzterer sogar die Wahl unter mehreren Angeboten hat.....


Frage von Simon Staimer:

Lieber Herr Kessler, ich fahre einen Opel Omega, BJ. ´96, mit Automatikgetriebe (2,0l 16V). Wenn der Wagen warm gefahren ist und er kein Gas bekommt, fängt manchmal der Drehzahlmesser an zu schaukeln. Das bedeutet, er schwankt zwischen 1500 und 4000 Umdrehungen. Wenn man dann zum Stehen kommt, geht er meist aus. An anderen Tagen ist das Phänomen nicht zu beobachten. In der Werkstatt wurde auf verdreckte Drosselklappen oder auf den Lehrlaufsteller getippt. Für eine kurze Einschätzung des Problems Ihrerseits, wäre ich ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Staimer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde eher die Kabelverbindung zwischen Hallgeber und Instrument verdächtigen. Sagen Sie der Werkstatt, sie soll probeweise ein paralleles Kabel verlegen und anschließen. Wenn danach alles o.k. ist, kann das Kabel ja noch sauber verlegt werden....

Frage von Kurt:

Hallo! Bei meinem Passat Kombi, Bj.1989, blinkt ab und zu die ABS-Leuchte auf. Bei der VAG kann mir nicht geholfen werden. Fehler kann nicht ausgelesen werden. Ist angeblich nur auslesbar wenn die Leuchte andauernd brennt. Was kann die Ursache sein. Bitte um Hilfe. Internette Grüsse u. besten Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Kontroll-Leuchte für das ABS leuchtet, sind häufig nur Sensoren an den Rädern verschmutzt oder Steckverbindungen zu diesen Sensoren korrodiert / lose. Eine weitere Ursache kann eine altersschwache Batterie sein: Unmittelbar nach dem Starten des Motors könnte die Batteriespannung unter einen bestimmten, einprogrammierten Mindestwert gesunken sein. Das System (Hydraulikpumpe) arbeitet dann nicht mehr zuverlässig und gibt daher die «Warnmeldung» ab. Eine neue Batterie wäre dann des Rätsels Lösung....


Frage von Ioannis Bardacas:

Hallo Herr Kessler, ich habe vor kurzem einen Ford Escort Cabrio 1,8 XR3i gekauft. Der Wagen hat sehr stark nach links und rechts gezogen und beim Anfahren geschlagen, bin bei A.T.U. gewesen und man hat eine Achsvermessung mit Einstellung vorgenommen. Jetzt ist das Ziehen nach rechts und links weg, aber im zweiten Gang beim Beschleunigen zwischen 40 und 50 km/h schlägt es immer noch. Bei A.T.U. konnte man nicht feststellen vorher das kommt. Können Sie mir vielleicht weiterhelfen? Viele Grüße Ioannis Bardacas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ioannis, das kann einige Ursachen haben, zumal die Beschreibung «schlagen» auch nicht eindeutig ist. Versuchen wir´s mal: Denkbar sind beispielsweise verschlissene Stoßdämpfer oder defekte Gleichlaufgelenke der Antriebswellen. Favorisieren würde ich aber die Kunststoffbuchsen des Stabilisators! Lassen Sie die mal wechseln; das ist nicht sehr teuer, verändert aber das Fahrverhalten völlig.....

Frage von T.J.:

Hallo, Herr Kessler, vielleicht haben Sie eine ganz einfache Erklärung für dieses Problem an meinem Golf 1, Cabrio (Juni 1990, 1800 ccm, 2H-Motor, 72 KW). Das Kupplungspedal ist sehr schwergängig. Alles ist prima geölt und gefettet - aber beim Runterdrücken des Pedals brauche ich doppelt so viel Kraft wie beim VW-Bus meines Vaters. Woran liegt das? Alle, die ich bisher gefragt habe, sagen, das wäre halt so beim Golf 1. Stimmt das? Oder soll ich einen neuen Kupplungszug einbauen lassen? Ich freu' mich schon auf Ihre Antwort. Beste Grüße, T.J.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein neuer Kupplungszug wirkt Wunder! Ich hatte mal das gleiche Problem bei einem 83er Golf 1 GTI, der ist kupplungstechnisch vergleichbar. Wahrscheinlich hat das Kupplungsseil die Kunststoffbuchse des Kupplungszuges «durchgesägt» und klemmt jetzt im «Sägeschlitz». Der Einbau dauert fünf Minuten und ist für halbwegs geschickte Finger problemlos selbst zu erledigen.

Frage von B. M. Mülder:

Wo bekomme ich relativ günstig einen Schiebedachmotor für einen Rover Tourer XW 400 her? Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie Ihr Glück mal bei Ebay.

Viola fragt:

Ich fahre einen BMW 318 i e 46, Zulassung 05/99. Abgesehen von den drei Federnbrüchen (die letzten beiden in den vergangenen zwei Jahren musste ich selber bezahlen grrrrr!!!), hatte ich folgendes Problem: mein Wagen fuhr wie mit 60-PS-Auto, nicht wie eines mit 119 PS... ich kam an keinem LKW am Berg mehr vorbei und tuckerte mit so nem´Hals hinterher...Meine Autowerkstatt sagte, es sei ein Filter im Auspuff, der total verstopft sei, (Auspuff völlig okay, ohne Rost, Kat okay, ASU erst vor zwei Wochen). Fazit: ich solle einen kompletten Auspuff kaufen (für 995 Euro), da sonst beim Motor keine Gewährleistung mehr bestehe. Hilfe! Was soll denn das? Haben Sie vielleicht eine Ahnung, ob man diesen Filter nicht extra ausbauen kann, ohne dass man gleich den ganzen Auspuff wechseln muss?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Viola, eine bodenlose Frechheit ist das, was Ihnen die Werkstatt da erzählt! Ich bin geneigt, mit Ihren Angaben entweder zu BMW in München oder zum ZDK (Zentralverband des Kfz-Gewerbes) zu gehen und für etwas Aufregung zu sorgen.....

Wenn ein Filter verstopft wäre, würde der Motor überhaupt nicht mehr laufen, weil er kein Frischgas mehr bekäme. Wechseln Sie also unbedingt als erstes die Werkstatt. Lassen Sie einen Kundendienstmitarbeiter eine Probefahrt machen; ich vermute entweder ein Problem mit dem Kraftstoffnachschub (hier könnte ein Filter zugesetzt oder die Kraftstoffpumpe defekt sein) oder Schwierigkeiten mit der Einspritzelektronik (Luftmengenmesser).

Dietmar Schletz fragt:

Hallo Autopapst Andreas, mein zukünftiger Schwieger-sohn ist mit seinem VW Passat nicht durch den Tüv gekommen, weil an der Vorderachse das Ankerschutzblech fehlt. Meine Frage: Was ist ein Ankerschutzblech ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dietmar, das weiß ich auch nicht! Diese Bezeichnung ist mir völlig neue; vielleicht ist es ein lokaler Ausdruck für ein Teil des Autos, der «normgerecht» ganz anders bezeichnet wird? Ich hoffe, wir kriegen von anderen Lesern des Rätsels Lösung per E-Mail.....

Frage von Siegfried Berelson:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen 306er Peugeot Break. Die beiden Fensterheber vorne funktionieren nicht. Wenn man auf den linken Schalter drückt oder zieht, hört man ein Brummen, das Fenster bewegt sich nicht. Ist der Schalter oder der Hebermotor kaputt? Gruß, Siegfried Berelson

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Weder noch, Herr Berelson! Wenn die Schalterbetätigung ein Geräusch auslöst, wird der Stromkreis offenbar geschlossen, der Schalter funktioniert also noch. Wenn das Brummen aus der Tür kommt, scheint der Motor auch zu arbeiten, kann aber wegen erhöhter Widerstände im Türschacht nichts bewegen. Diese Widerstände können an einem gebrochenen / losen / verkanteten Gestänge oder auch an starker Verschmutzung des Mechanismus liegen. Um letzte Klarheit zu erhalten, müssen Sie wohl die Türverkleidungen demontieren. Details dazu würde ich einem der Standard-Selbstbastelbücher entnehmen. Die Bilder darin sind wesentlich aussagekräftiger als mehrere Seiten Erklärung von mir......

Frage von Bernhard Kapfinger:

Hallo Herr Kessler! Unser Ford Ka, Bj, 1997, läuft nur noch auf drei Zylindern, da eine Ventilstange etwa einen Zentimeter tiefer sitzt als die anderen. Nun meine Frage: sitzt zwischen der Ventilstange und Nockenwelle noch irgendeine Hülse oder ähnliches oder kann es sein, dass die Nockenwelle nach 70.000 Kilometer schon so abgeschliffen ist? Ist das überhaupt selbst zu reparieren oder wäre ein Tauschmotor die günstigere Möglichkeit. Danke im Voraus B+S Kapfinger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Bernhard, zwischen Nockenwelle und Stößelstange sitzen noch die so genannten «Pilzstößel». Die bewegen sich direkt im Zylindermaterial und werden von den Gleitbahnen der Nocken bewegt. In den Pilzstößeln stecken die Stoß- (oder Stößel-) stangen, die über Kipphebel die im Zylinderkopf parallel angeordneten Ventile betätigen. Eine Reparatur dieses verhältnismäßig simplen Ventiltriebes lohnt eigentlich fast immer, insbesondere wenn man sie selbst ausführen kann. Ersatzmotoren gibt es in großer Zahl, weil vor dem Ka auch der Fiesta damit ausgerüstet wurde....

Frage von Andreas:

Hallo Herr Kessler! Gut, dass es Sie gibt. Mein Problem ist: Ich fahre einen Astra F Caravan, Bj. 95. Das letzte Mal im Winter tauchten plötzlich Rumpelgeräusche (schaukelt sich hoch) auf, mal bei 80km/h, mal bei 100 km/h. Beim Beschleunigen verschwinden sie wieder und dann sind sie tagelang weg. Das Lenkrad zieht leicht nach links, so dass man das Gefühl hat, gegenlenken zu müssen. Vor drei Tagen tauchte das Problem erneut auf und die letzten beiden Tage auch immer sporadisch. Folgende Arbeiten wurden bisher erledigt. Heute Auswuchten bei Opel (beide Räder) - Rumpeln ist immer noch da. Mittlerweile wurde die Antriebswelle erneuert wegen eines ABS-Fehlers, der jetzt weg ist. Bremsen vorne. Kann dies Rumpeln von den Stoßdämpfern sein, scheinen die ersten zu sein , obwohl Opel sagt, dass sie noch in Ordnung sind. ATU hat auch nichts feststellen können. Wie grenzt man solch einen Fehler ein. Bei Außerbetriebnahme des ABS geht der Fehler mit. Werkstätten und ich sind ratlos. Es wäre schön, wenn Sie mir helfen könnten. Der ASTRA soll mich noch zu vielen Orten bringen, pflege ihn auch recht gut. Toi, Toi: mit dem ersten Motor hat er jetzt 242.000km auf dem Buckel und schnurrt eigentlich wie eine Eins. Spritverbrauch 7 Liter auf 100 km. Andreas K.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Rumpelgeräusche stammen fast immer von Stellen, die in Gummi gelagert sind. Diese Lagerart wählen die Konstrukteure, um Körperschall von der Karosse zu entkoppeln. Bei den Stoßdämpfern könnten z.B. die Gummipuffer in den «Stoßdämpferaugen» (runde Ösen am unteren Ende der HA-Stoßdämpfer) defekt sein. Vorne sind sehr häufig die Gummibuchsen der Stabilisatoraufhängung verschlissen. Bei der Laufleistung lohnt schon fast eine pauschale generelle Erneuerung aller Gummilager der Vorderachse; richtig straff ist da nichts mehr. Die Tendenz zum nach links ziehen erhärtet die Stabilisator - Theorie übrigens.....

Frage von N.N:

Hallo Herr Kessler. Ich habe mir vor kurzem einen VW Golf II, Bj.1990, 75 PS, gekauft. Bei der Probefahrt kamen mir die Bremsen ziemlich weich vor. Mir wurde gesagt, dass der Wagen halt lange gestanden hat. Gekauft habe ich ihn trotzdem. Ist vielleicht etwas an der Bremsanlage defekt, oder ist es eine Einstellungssache? Vielleicht könnten Sie mir kurz antworten. Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen N.N.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

«Weich» oder «Hart» ist aus der Ferne keine gute Beschreibung für eine Bremsanlage. Bei einem bis dato unbekannten Auto ist das Bremsgefühl oft völlig anders als beim bisher gefahrenen Fahrzeug. Wenn Sie unsicher sind, ob das Auto zeitgemäße Verzögerungswerte bietet, empfehle ich den Besuch eines Bremsenprüfstandes. Wenn die Werte da in Ordnung sind, bleibt bloß noch die Frage nach dem Pedalweg und ob sich das Gefühl ständig verändert. Bei den beiden letztgenannten Fällen besteht Handlungsbedarf, wenn der Wagen immer gleich bremst, dürfte alles o.k. sein (Voraussetzung: Scheiben und Beläge sind nicht zu nahe an der Verschleißgrenze).

Frage von Hans Georg Joraschek:

Hallo Herr Kessler. I habe mir in meinem Opel Senator A einen 3-Liter-24V eingebaut. Diesen habe ich von der Firma WDS gekauft. Der Motor hing an einem Automatikgetriebe. Ich habe ihn auf Schalter umgerüstet. Der Motor läuft soweit ganz gut, bis auf folgendes: Motor wird gestartet, die Drehzahl befindet sich bei 600 U/min. Wenn ich rund drei bis fünf Kilometer gefahren bin und gebe dann leicht Gas, ruckelt er komisch. Bin ich dann über 3000 U/min, nimmt er richtig Gas an und geht er zur Sache. War in der Opelwerkstatt, kein Fehlercode, habe die Zündkerzen erneuert und auch den Thermofühler. Die Zündkabel habe ich auch noch neu gemacht. Habe keine Idee mehr, was das sein könnte. Würde mich sehr über eine positive Nachricht von ihnen freuen. Vielen Dank im voraus. Hans Georg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Hans-Georg, bei «transplantierten», also an ein «fremdes» Auto angepassten Motoren kann es mehr Probleme geben, als ein Hund Flöhe hat.... Nach Ihrer Schilderung tippe ich auf das Leerlaufregelventil, das offenbar nicht richtig gängig ist. Natürlich können Sie nicht wissen, wie der Motor «vorher» lief, ich nehme aber an, dass das Ventil verußt / verkokt ist. Ist die Abgasrückführung noch oder wieder angeschlossen? Die würde ich jetzt weg lassen; der A Senator braucht die u. U. noch gar nicht, um zugelassen zu werden. Ich bin gespannt, was es ist....

Frage von Johanna Kallert:

Hallo, mein Golf 4 dreht nicht höher als 5200 Umdrehungen und läuft dann nur 160 km/h und würgt ab wie ein Begrenzer, ansonsten ist er beim Gas geben im unteren Drehzahlbereich nicht spritzig. Vielen Dank für eine Antwort, Johanna Kallert.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Johanna, da schiebt sich doch sofort der LMM (Luftmassenmesser) als Defektteufel in den Vordergrund. Das Teil kostet bei VW inzwischen nur noch 75 Euro und ist im Handumdrehen gewechselt. Das geht meistens ambulant und man braucht keinen Termin.....



Frage von Günter Schilling:

Mein Toyota Corolla, Benziner, Baujahr 1986 (7104) (423) ruckelt während der Fahrt und geht im Stand (Ampelstopp) aus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schilling, bei Ihrer Corolla tippe ich auf Nebenluft! Irgendwo im Bereich des Ansaugtrackts dürfte eine Dichtung durchgeblasen bzw. ein Schlauch
undicht oder abgerutscht sein. Zur Suche können Sie bei laufendem Motor eine leichtflüchtige Flüssigkeit auf verdächtige Stellen sprühen. Wenn sich dabei der Motorlauf verändert, haben Sie den Übeltäter. Eine andere Möglichkeit ist ein defektes Leerlaufabschaltventil am Vergaser: Wenn das den Leerlaufkanal nicht frei gibt, kommt selbiger natürlich auch nicht zustande....´

Frage von Günter Jahnke:

Ich fahre einen Ford Scorpio 1, Baujahr bis 1994, Zwei-Liter-Maschine, 85 kW. Ich möchte auf Hochleistungszündkerzen umrüsten z.B. Boschzündkerzen. Wie heist die Bezeichnung der erwähnten Hochleistungszündkerze. Mit freundlichen Grüßen G. Jahnke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Für den Scorpio 92 sind lt. Bosch-Katalog «Super 4»-Zündkerzen mit der Bezeichnung FR 56 die richtigen! Gute Fahrt wünscht der Autopapst....

Frage von Stefan:

Servus Autopapst, ich fahre einen Audi A4, 2.0 Typ 8E (Benziner), ca. 115.000 Kilometer. Seit einiger Zeit habe ich einen extrem hohen Ölverbrauch, zumindest nach Anzeige!! Zuletzt 1500 Kilometer gefahren, ein Liter Ölverbrauch! Woran kann das liegen? Vielen Dank Stefan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, haben Sie den Ölverbrauch auch mal am Peilstab gemessen? Bei der Ölstandsanzeige kann neben zu niedrigem Ölstand auch ein spinnender Sensor oder ein Kabelbruch und sogar das Kombiinstrument für Fehler sorgen. Zur Beurteilung des Ölstandes hilft also wirklich nur die Messung am Peilstab. Wenn Sie bei Audi nachfragen, wird man Ihnen sicher erzählen, dass der Ölverbrauch von 0,7 Liter / 1000km völlig o.k. ist und kein Grund zur Besorgnis besteht. Das ist bis zu einem bestimmten Punkt sogar richtig, wenn man nämlich die Angabe in der Bedienungsanleitung als Maßstab nimmt. Dort wird der Grenzwert mit 1 Liter /1000 km angegeben. Dieser Wert war vielleicht in den 70er Jahren Stand der Technik, heute wundert man sich, wenn man zwischen zwei Ölwechseln nachfüllen muss. Sollte sich der Ölverbrauch bestätigen, würde ich zunächst einen Kompressionstest machen lassen, um einen Motordefekt ausschließen (oder bestätigen ) zu können. Wenn der ohne Ergebnis bleibt, kommen z.B. die Ventilschaftabdichtungen als Schwachstelle in Betracht.....

Frage von Holger Mohr:

Hallo Herr Kessler, ich habe folgendes Problem. Wir haben ein VW-Bus T2 mit einen 2,1L Wasserbosser, 70 kW / 95PS, Motorkennung MV. Vor einigen Tagen hat die Kopfdichtung angefangen Wasser zu verlieren, und ich hatte die Super-Idee das selbst zu reparieren. Mein Problem sind die Zylinderlaufbuchsen, die nach dem Einbau nicht mehr abdichten. Alle Dichtungen sind neu und eigentlich wird die Buchse doch wie in einen Sandwich zwischen Kopf und Block zusammengedrückt, was ihn abdichtet. Haut aber nicht hin. Die Zylinder bauen keinen Druck auf und das Kühlwasser wird ins Öl gedrückt. Ist mir ein Rätsel, weil die Maße doch alle vorgegeben sind.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Holger, wahrscheinlich müssten die Köpfe mal geplant werden, um den eigentlichen Grund für die Undichtigkeit weg zu bekommen. Das kostet etwa 100 Euro für beide Köpfe. Beim Einbau empfehle ich immer die von VW vorgeschriebene schwarze Dichtmasse.

Frage von Robert Karl:

Hallo, mein VW Bus, Bj.89, 2,1l Einspritzer, 70kW, hat etwa alle vier Wochen immer wieder Zündaussetzer wie wenn ein Kerzenstecker abgezogen werden würde. Dann ist wieder alles normal. Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Robert, treten die Zündaussetzer etwa bei feuchter Witterung auf? Dann dürfte Dein Bus ein Fall für die 3-K-Lösung sein (neue Kerzen, ZündKabel, VerteilerKappe und -finger). Vor dem Austausch der genannten Teile kann man ohnehin nur schwer eine belastbare Diagnose stellen.....

Christian fragt:

Wo finde ich ein Reparaturhandbuch oder ähnliches für einen Jeep Grand Cherokee, Bj. 98?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie mal Ihr Glück unter www.godai.at

Rudi Löche fragt:

Ich habe einen Audi A6 C4 2,6ltr Quattro Automatik Avant V 6, Bj. 02.97, 170.000 Kilometer. Seit einiger Zeit ist der Benzinverbrauch von früher 10,5 -11,00 Liter auf jetzt 13.0 -13,5 angestiegen. Die Fahrleistung bleibt unverändert. Zündkerzen sind neu, Öl 5W40 Syntethic. Bitte kurze Info über mögliche Ursache des hohen Verbrauchs. Gruß Fr. Löchel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Löchel, wenn sich der Verbrauch bei einem relativ modernen Motor plötzlich und ohne sonstige Veränderungen nennenswert nach oben verschiebt (und bei Ihnen sprechen wir immerhin von etwa 25% mehr!), rückt als erstes immer die Lambdasonde in den Focus der Diagnosen. Ihren Angaben entnehme ich ein gewisses Interesse für die Technik Ihres Audi mit einem entsprechenden Pflegeverhalten. Als Kur empfehle ich den Einbau einer neuen Lambdasonde (die sind über den gut sortierten Zubehörhandel bezogen gar nicht mehr so teuer...). Flankierend sollte vielleicht noch in einen Satz neuer Zündkabel und in eine neue Verteilerkappe nebst Finger investiert werden. Wenn der Verbrauch dann (inzwischen ist es ja auch wieder wärmer, das senkt den Verbrauch ohnehin!) immer noch zu hoch ist, wird es komplizierter und Sie müssen sich in die Hände der «Fehlerspeicherausleser und Teileaustauscher» begeben......

Rudi Mertens fragt:

Ich habe einen VW Golf Avenue 1,8l, 90PS, Bj 5/95. Beim Starten des Motors qualmt er weiß und riecht nach Öl! ( aber nur kurz) Kompressionstest war i.O., auf allen 4 Zylindern wurden die Ventilschaftdichtungen gewechselt! Kein Sprudeln im Kühlwasser und auch keine Imusion am Ölmessstab! Könnte es die Kopfdichtung sein oder die Ölabstreifringe? Oder ist es was ganz anderes???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Rudi, ich tippe auf einen Riß im Zylinderkopf, durch den während der «Nachtruhe» Kühlwasser und Motoröl in den oder die Verbrennungsräume sickert. Wenn der Motor läuft und sich erwärmt, schließt sich der Riß und alles ist wieder gut. Leider läßt sich diese Vermutung nicht ohne weiteres diagnostizieren. Wenn es mein Golf währe, würde ich einen gebrauchten Kopf besorgen, der natürlich o.k. sein muß. Der Austausch ist beim EA 827 - Motor nicht so kompliziert. Vielleicht war es das dann, eine billigere Reparaturmethode kenne ich nicht (wenn meine Vermutung zu trifft...)

Hierlemann fragt:

Hallo, an meinem Audi 100 S4, Bauj. 12/91 (230 PS) habe ich folgendes Problem: Im unteren Bereich der Kerzenstecker (5), steht das Motoröl ca. 5 mm hoch. Meine Frage: Woher könnte das Öl kommen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Entweder sind die Dichtringe der Kerzen platt (im wahren Sinne des Wortes...) oder der Zylinderkopf hat im Kerzengewinde einen Riß. Zusätzlich muß natürlich auch noch zuviel Öl im Brennraum sein, etwa durch einen defekten Ölabstreifring.

Torsten Hanemann fragt:

Guten Tag Herr Kessler. Ich fahre seit drei Jahren einen Renault Kangoo, 1,9 L., 65PS mit Klima, bei dem ist höchstwahrscheinlich die Lichtmaschine defekt. Muss man unbedingt ein Originalteil einbauen oder passt auch der Typ Valeo 2542145 14V /A13N164, A168 1 UV 7701499438?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Torsten, wenn die Lichtmaschine geometrisch passt (also eine gleich große Riemenscheibe hat und die passende Riemenflucht herstellen kann), sehe ich keinen Grund, sie nicht einzubauen! Gegebenenfalls lassen sich die Lagerschilde der alten Lichtmaschine an der neuen weiter verwenden. Wesentlich sind eigentlich nur die Leistungswerte: Der abgegebene Strom sollte wenigstens die ursprünglichen Werte erreichen, mehr schadet nicht. Und der Stecker zum Bordnetz sollte natürlich passen.....

Sven Degner fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Fiat Marea Weekend 1,6 L mit 103 PS, Baujahr 1996. Im Winter habe ich ein Problem beim Starten. Wenn ich nach dem Anlassen des Motors nicht schnell genug für ein paar Sekunden Gas gebe, geht der Motor sofort wieder aus und anschließend dauert es eine ganze Weile, ehe ich den Motor wieder zum Laufen bringe. Zwei Mal konnte ich den Motor gar nicht mehr starten, obwohl der Anlasser funktionierte. Jetzt bei milderen Außentemperaturen habe ich das Problem nicht mehr. Ich hoffe, Sie können mir einen Tipp zur Behebung des Problem geben. Kann das etwas mit dem Geschwindigkeitssensor zu tun haben, der nach Aussage der Werkstatt bei der Auslesung als Störung angezeigt wurde (noch nicht gewechselt). Ein zweites Problem steht eventuell im Zusammenhang damit. Der Drehzahlmesser zeigt mir während der Fahrt an, dass die Drehzahl kurz abfällt und dann wieder den ursprünglichen Wert annimmt. Die Fahrleistungen verändern sich während dieser Anzeige allerdings nicht. Mit freundlichen Grüßen Sven Degner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Oh Elektronik, segensreiche Himmelstochter! Die Erscheinung am Drehzahlmesser würde ich dem Hallgeber im Verteiler in die Schuhe schieben, der auch für Startprobleme verantwortlich sein kann. Wenn der Motor allerdings anspringt und bei niedrigen Temperaturen keinen ordentlichen Leerlauf hat, kann es eigentlich nur die Kaltlaufregelung sein. Hier kommen Thermofühler und Leerlaufsteller und natürlich das Steuergerät in Betracht. Alles in allem aber ein Stochern im Nebel, bei dem die Werkstatt am liebsten Teile auf Verdacht austauschen will. Versuchen Sie es doch mal selbst und kaufen Sie sich eins der zahlreichen Reparaturhandbücher! Die Bilder darin führen recht häufig erst zum richtigen Teil und später zum Reparaturerfolg.....

Torsten Volke fragt:

Hi, ich habe einen Ford Cougar (Schaltgetriebe, 1999, Super). Leider hat der viel zu hohe Drehzahlen (1500-2000). Das Leerlaufregelventil wurde auch schon gewechselt. das Auslesen hat keine Fehlermeldung gebracht. Alle Kontakte wurden überprüft. und das alles in einer Vertragswerkstatt. Die finden einfach den Fehler nicht. Bitte hilf mir. Danke

Autopapst Andreas Kessler rät:

Vielleicht liegt das an der Lambdasonde! Die muss allerdings nicht defekt sein, sondern nur «irritiert»! Eine Lambdasonde misst den Restsauerstoff nach der Verbrennung. Darum muss sichergestellt sein, dass kein Sauerstoff auf «illegalem» Wege während oder nach der Verbrennung in deren Messbereich kommt. Ein typischer Fehler bei älteren DOHC-Motoren (und älter ist der Cougar ja inzwischen) ist ein defekter Schlauch an der Motorentlüftung. Dieser Schlauch sitzt an der linken Motorseite (in Fahrtrichtung) unten im hinteren Bereich. Der Schlauch selbst misst nur wenige Zentimeter und hängt an einem fingerdicken Rohr, das von rechts nach links hinten am Zylinderkopf um den Motor herumgeführt ist. Der Schlauch verbindet dieses Rohr mit dem Motorbelüftungsventil, das dort in einem kleinen Ölabscheider sitzt. Der Schlauch wird rissig oder reißt durch die Hitze in diesem Bereich und sollte daher mit einer kleinen Metallhülse umgeben sein. In diesem Bereicht und auch in der Gegend des Auspuffkrümmers (durch Risse im Guss) entstehen die meisten Fehler, die zu den genannten Erscheinungen führen. Wenn die verdächtigen Stellen bei betriebswarmem Motor mit Bremsenreiniger eingesprüht werden und dabei Drehzahlveränderungen auftreten, ist meine Vermutung bestätigt.

Susanne fragt:

Wir fahren einen neuen Seat Altea, 2.0 TDI. Wenn ich das Auto abstelle und verschließe, gibt es manchmal einen Piepton. Was kann das sein? Das Auto hat keine Alarmanlage. Hängt es mit dem Licht zusammen, Leaving-Home-Funkion? Besten Dank für die Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Susanne, das kann ich von hier aus nicht einschätzen. Vielleicht konsultieren Sie mal die Bedienungsanleitung, das ist dieses mehrbändige Werk in der Mappe mit den Verkaufsunterlagen..... Durch die Vielzahl der möglichen Sonderausstattungen kann ich den Grund für das Piepsen leider nicht eindeutig feststellen.



Gerburgis Lievenbrück fragt:

Lieber Herr Kessler, mein Ford Escort Turnier, Baujahr 1997, 190.000 Kilometer, Benziner, geht bei nassfeuchtem Wetter immer aus, bevor er die richtige Temperatur erreicht hat. Es dauert dann einige Sekunden bis man ihn wieder starten kann, danach tritt das Problem nicht mehr auf. Was kann ich tun? fragt Gerburgis

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bevor wir jetzt hier in die Vollen gehen, liebe Gerburgis, rate ich Ihnen zunächst zur 3-K-Lösung: Tauschen Sie Ihre Zündkerzen, Zündkabel, die Verteilerkappe mit dem -finger gegen Neuteile aus. Die bislang in Ihrem Auto eingebauten Komponenten sind bestimmt noch aus dem Baujahr des Escort und porös bzw. verschlissen. Das kostet zusammen etwa 100 - 120 Euro und stellt einen «Grundzustand» wieder her, von dem aus überhaupt erst eine Diagnose möglich ist. Vielleicht ist das Problem damit aber auch schon verschwunden....