Fragen an den Autopapst im Juni 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil funktioniert nicht wie gewünscht? Andreas Kessler löst die Probleme. Die Antworten des Autopapstes vom Juni 2009.

Frage von M. Barthel:

Hallo Herr Keßler, für mich ist Ihre Sendung ein Highlight am Sonntag. Nun möchte ich Sie um Rat fragen. Ich fahre einen VW Passat 2.0 TDI, 140 PS, 2006 mit 125. 000 km. Zum wiederholten Mal (nach jeweils 15000 bis 20.000km) wird eine Warnung - Fehler im Abgassystem - angezeigt. Die Vertragswerkstatt hat bisher entweder den Differenzdrucksensor (3x) vom Partikelfilter gewechselt oder/und ein Softwareupdate (2x) vorgenommen. Ich habe das Gefühl, dass VW die Garantiezeit verstreichen lassen wollte, bevor man genauer nach der eigentlichen Ursache suchte. Können Sie mir bitte weiterhelfen. Viele Grüße aus der Lausitz von M. Barthel.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Barthel, Sie sind wahrscheinlich auch ein Opfer des «Filter-Clogging», wie die Fachleute die ständig verstopften Rußfilter mit geschlossenem System bezeichnen. Das ist nicht auf VW begrenzt, sondern zieht sich durch die ganze Branche. Damit ist eigentlich genau das eingetreten, was die Techniker vor der Rußfilter-Hysterie vor einigen Jahren vorher gesagt haben. Der ADAC hat in seiner unnachahmlichen Weise dann einen Schlußstrich unter die Diskussion gezogen, als er einen Peugeot mit dem FAP-System über 80.000 km testete und zufrieden war. Allerdings lief der Peugeot noch mit einem Filterfreibrenn-Additiv, VW arbeitet hingegen mit Piloteinspritzungen und Software-Tricks, um die Filterregeneration sicher zu stellen. Erschwerend kommt hinzu, daß Ihr Passat einen Pumpe-Düse-Motor hat, der zwar an sich sehr sauber verbrennt, aber nur sehr schwer auf einen Partikelfilter hin optimiert werden konnte. Unter dem Strich wird sich das Problem nicht dauerhaft lösen lassen! Es könnte stimmen, das VW sich irgendwie über die Garantiezeit retten wollte. Andererseits gibt es inzwischen eine BGH-Entscheidung (http://www.tagesschau.de/inland/russfilterurteil100.html ), die Probleme wie das Ihre als «normal» und hinnehmbar bezeichnet. So ist das leider..... Ich selber würde mir kein Auto mit einem geschlossenen Rußfiltersystem kaufen, sondern einen Euro3 oder Euro4-Diesel ohne Filter und den dann mit einem offenen System nachrüsten. Das ist steuerlich und zulassungstechnisch gleichwertig und viel betriebssicherer. Es grüßt. Der Autopapst

Frage von N. Grevner:

Hallo, Herr Keßler, finden Sie, dass etwas dagegen sprechen könnte, einen BMW Z1 zu erwerben? Sie wissen, der, wo die Türen sich ganz nach unten senken (Roadster), ca. nur 6500 Stck. für Deutschland und insgesamt weltweit nur 8000 Stck. aufgelegt worden. Seit Jahren verharren die Preise grob in drei Kategorien. 1. Kategorie: Sehr viel gelaufen, um die 100.000-150.000 km, meist kein Sammlerszustand mehr. Preise dennoch 18000 bis um die 20000 Euro. 2. Kategorien: 50-70000 km, mittlerer bis guter Zustand, Preise 25-27000 Euro. 3. Kategorie: Sehr wenig gelaufen, absolutes Sammlerfzg., 10.000 km bis 37.000 Euro oder mehr. Derzeit und in den Jahren zuvor stabile Preise und mit zunehmenden Jahren kein Wertverlust festzustellen. Derzeit und die Jahre zuvor, aber auch nur verhaltene Nachfrage. Die Preise werden derzeit, so wie Olditax und Classic Data bewertet, nicht am Markt gezahlt. Dennoch sicher ein Auto mit Fahrspaß, wenn man es nicht überteuert kauft, wo man sein Geld m.E. nach Jahren nicht verliert. Frage: Rechnen Sie damit, dass der Z! in mehreren Jahren wenn es in Richtung Oldtimer geht der Z1 einen boom erlebt ? Oder meinen Sie, dass die Preise ähnlich wie jetzt verharren, es aber nicht nach oben geht. Einige meinen, dass er auch in 10 J noch zu modern für einen Oldtimer aussieht. Denn wenn man bedenkt kostete der Z! neu ja auch nicht mehr als 40000 Euro also 80000 DM. Mit freundlichen Grüßen, N. Grevener.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Norbert, das ist eine interessante Frage, die Sie da aufwerfen! Im Augenblick ist auf dem gesamten Old- und Youngtimer-Markt eher von einer Stagnation zu sprechen, da macht der Z1 keine Ausnahme. Allerdings ist die gesamte Menschheit (soweit sie von der sogenannten «Krise» betroffen
ist...) auf der Suche nach investitionswerten Sachgütern.
Investitionswert sind Sachen, die ihren Wert wenigstens halten. Insofern könnte der Kauf eines guten bis sehr guten Z1 schon sinnvoll sein. Allerdings messe ich dem Z1 kein besonders großes Wertsteigerungspotential bei, weil das Auto nicht zu den Traumwagen der heute aktiven Käuferschicht zählt. Die sucht immer noch nach dem Traumwagen ihrer Jugend (also das Auto, welches seinerzeit gewünscht, aber nicht bezahlbar war...). Das sind die 911, Golf GTI und M3, aber auch W123 und Saab 900 turbo. Die genannten Autos waren zu ihren Bauzeiten Bestseller oder sind es in bestimmten Kreisen noch/wieder. Auf den Z1 trifft das nicht zu; allerdings ist er recht selten, was fast immer irgendwann doch die Preise treibt. Zusammenfassend wird der Z1 keinen Boom erleben, aber auch nicht deutlich an Wert verlieren. Wenn Sie einen langen Atem haben (ca. 12 -- 15 Jahre), könnte die Rendite eines Z1 schon erfreulich ausfallen. Aber wer will schon so weit in die Zukunft schauen?

Frage von Vuuren:

Bei meinem Ford Escort VI, Bj. 12.1994, 1,4 Ltr., 75 PS, Schlnr zu 2:0928, zu 3: 582. Es quietscht beim Betätigen des Fußbremspedals und beim Anziehen der Handbremse unter dem Wagen in den Bremszügen. Ist es möglich, die Züge zu ölen, oder
müssen sie komplett ausgetauscht werden ? Wieviel Bremszüge besitzt der Escort eigentlich ? Beim Betätigen der Fußbremse gibt es auch ein ganz komisches Geräusch direkt unter dem Pedal aus diesem Zylinder, der unter dem Pedal sitzt.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Quietschgeräusch kommt wahrscheinlich eher aus der Bremsbetätigung an der Hinterachse, weil beim Betätigen der Fußbremse die Handbremszüge nicht betätigt werden. Das Geräusch aus dem Bereich des Hauptbremszylinders könnte ein Luftdruckgeräusch aus dem Bremskraftverstärker sein, was Probleme aus diesem Bereich ankündigt. Ich würde Ihnen dringend raten, einen Fachmann mit diesen Fragen zu konfrontieren. Ferndiagnosen für Bremsprobleme können lebensgefährlich sein. Und bei einem 15 Jahre alten Auto ist die Bremse sicher nicht mehr ganz taufrisch...

Frage von Michael:

Hallo, Herr Kessler. Habe da mal eine Frage zur Zentralverriegelung meines Wagens. Es handelt sich um einen Ford Focus Turnier, Erstzulassung 2006. Seit ein paar Tagen geht der Wagen von selber wieder auf und zu. Manchmal auch während der Fahrt klackt es so vor sich hin. Was könnte das sein? Haben sie einen Tip für mich? Danke im voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Micha,

das Problem ist bei Ford bekannt. Es hängt mit einem sehr zähem Fett zusammen, mit dem die Türschlösser geschmiert sind. Bei tiefen Temperaturen verhindert es durch seine Zähigkeit ein korrektes Einrasten der Schlösser. Ford hat deshalb die Werkstätten angewiesen, die Schlossfallen im Rahmen der Sicherheitskontrollen bzw. Inspektionen nicht mehr zu schmieren. Für Selbermacher: Schlösser ausbauen, reinigen und mit dünnflussigem Kriechöl schmieren. Wenn als Spätfolge das Problem schon im Hochsommer auftritt, hilft wahrscheinlich nur ein neues Schloss in der Fahrertür (incl. Aller Sensoren und Servos), kostet etwa 200 Euro.

Frage von Andreas:

Hallo Herr Keßler, bei meinem zweieinhalb Jahre alten Golf GT 1.4 TSI haben sich innerhalb kurzer Zeit die Sommerreifen und in geringerem Ausmaß auch die Winterreifen verschlissen, Km-Stand 23.000. Bei der Fehlersuche kam eine an allen vier Rädern (vorn mehr als hinten) verstellte Spur heraus. Die Reifen sind alle vier innen völlig abgefahren (auch wieder vorn mehr als hinten). Der Hersteller weist alle Verantwortung von sich. Bei Auslieferung war das Fahrzeug i. O., der Vertragswerkstatt hat bei der Routineinspektion bei 18.000 Kilometern auch nichts bemerkt. Ich hatte keinen Unfall oder auch ähnliche Probleme. Insgesamt bin ich ein eher ruhiger und vorausschauender Fahrer, fahre keine Bordsteine hoch etc. Kann sich die Spur des Fahrzeugs während des normalen Alltagsbetriebes so verstellen. Es war keine Reparatur notwendig, nur eine neue Spureinstellung. Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Ihr Andreas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Andreas,

für mich sieht das wie ein Fall von Pech aus! Warum die Achsen so stark verstellt waren, dass sich die Reifen so extrem abgenutzt haben, ist zwar interessant, aber jetzt nicht mehr nachvollziehbar. Normal ist es jedenfalls nicht (wenn man nicht gerade Rundstreckenrennen fährt). Selbst wenn die Einstellung schon während der 18.000 km -Inspektion falsch gewesen wäre, wird niemand zugeben, das nicht bemerkt zu haben. Offiziell ist alles gecheckt und für o.k. befunden worden. Unter dem Strich hat Dich das jetzt ein paar Reifen und eine Spur-/Achseinstellung gekostet. Es gibt Schlimmeres, gerade bei fast neuen Autos, die gerade aus der Garantie sind.....

Es grüßt

DER AUTOPAPST

Frage von Carina Dähnert:

Hallo, ich habe eine Frage zum Verkaufspreis eines Mercedes 190E 1.8, Baujahr 1989, 136PS und 100.000 km. Das Auto stammt aus zweiter Hand und ist super gepflegt (Garagenwagen). Es soll nun verkauft werden, da mein Vater verstorben ist. Mich würde nun mal interessieren, welcher Preis für das Auto realistisch ist bzw. zu welchen Preis kann man versuchen das Auto zu verkaufen? Gibt es evtl. auch Börsen, außer mobile.de oder autoscout, für solche Autos? Danke und viele Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Carina, so ein Auto verkauft man nicht über die Börsen! Wenn ich nicht völlig «überautot» wäre, würde ich den direkt selbst nehmen....Also: Wenn das Auto so ist, wie Du ihn beschreibst, müsste er etwa 2500 - 2800 Euro bringen. Leider wird das kaum jemand bezahlen wollen, Glück kannst Du in den Märkten der Spezialforen für dieses Baumuster haben (dann mit vielen Bildern und genauer Beschreibung einstellen...). Wenn es schnell gehen soll, bringt der Wagen wahrscheinlich bei mobile oder autoscout 1800 Euro. Willst Du das Auto nicht lieber selber weiter fahren (und Deine gegenwärtige Ranzbimmel verkaufen??)? Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Henk van den Donk fragt:

Ich fahre einen Toyota Starlet P8, Baujahr 1996, und habe nun alle Autoschlüssel verloren. Was kann ich tun? Kann man da einen Originalschlüssel anfordern? Besten Dank schon mal.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Henk, da gibt es drei Möglichkeiten:
1.) Bestellung eines neuen Schlüssels über einen Toyota Vertragshändler (Bedingung: Original-Schlösser sind noch im Auto, und das Auto ist noch nicht zu alt). 2.). Anfertigung von Nachschlüsseln nach Schloss (z. B. bei www.keyprof.com (http://www.keyprof.com). 3.) Einbau eines gebraucht gekauften Schlosssatzes (billig, aber viel Fummelei. . .)

Rene fragt:

Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich habe einen Opel Corsa 1,4, Benziner, Baujahr 98 mit Schaltgetriebe. Wenn ich den Wagen starte, hat er einen Sound, als hätte ich einen richtig dicken Topf drunter. Der Auspuff ist nicht kaputt, habe schon einen neuen gekauft. Das Geräusch kommt von vorne aus dem Motor, da wo der Auspuff zum Motor geht. Was kann das sein???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einer durchblasenden Krümmerdichtung an! Wenn das «Geballer» mit warmer werdendem Motor leiser wird, und wenn beim sanften Dahinrollen ohne viel Gas fast nichts zu hören ist, liege ich richtig. Die Dichtung selbst ist billig, der Einbau aber tricky (da reißen gerne mal Stehbolzen ab, weil die Verschraubungen extrem korrodiert sind).

Roland Lück fragt:

Hallo! Ich habe folgendes Problem mit meinem Golf 2 GTI 16V mit PL Motor. Er läuft im Leerlauf nicht ganz sauber, er schüttelt sich sehr häufig, etwa so, als ob er zu wenig Benzin bekommt. Kann das sein, das der Mengenteiler defekt ist oder eine Einspritzdüse nicht richtig einspritzt? Ich hab echt selber keine Ahnung mehr, was es sein könnte. Wäre super, wenn Sie eine Idee hätten. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Roland

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roland, die KE-Jetronic leidet genau wie die K-Jetronic im Alter häufig unter Korrosion im Mengenteiler. Wenn der Motor aber oberhalb des Leerlaufs noch gut läuft und ordentliche Leistung hat, hilft vielleicht ein Einspritz-System-Reiniger. Ich habe bei meinem GTI mit „Fuel-System-Cleaner“ von Motul ganz gute Ergebnisse erzielt. Bevor Du aber auf die Suche nach dem Zeug gehst, würde ich auf jeden Fall die 3-K-Lösung empfehlen. Abgebrannte Kerzen und uralte Kerzenstecker an spröden Kabeln helfen dem Motor nicht wirklich auf die Beine. Eine neue Verteilerkappe nebst Finger sollte alle 2 Jahre routinemäßig unter die Haube kommen. Ein weiterer Geheimtipp: Die Gummidichtungen der Einspritzdüsen härten aus. Sie kosten fast nichts und sind schnell gewechselt (Einspritzdüse herausziehen, alten Gummiring abschneiden, neuen Gummiring aufschieben, Einspritzdüse wieder `reinschieben, fertig!). Danach zieht der Motor dort keine Nebenluft mehr und humpelt nicht mehr im Leerlauf. . .

Frage von Henry:

Hallo ich habe einen Opel Vectra, Bj. 1993. Da wurde das Zündschloss gewechselt, seitdem brennt die Airbaglampe ständig und geht nicht mehr aus. Was kann ich tun? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich haben die Jungs für den Zündschlosswechsel das Lenkrad samt Airbag ausgebaut und während der Bastelei mal die Zündung angeschaltet. Dabei fand das Steuergerät den Airbag nicht (konnte es ja auch nicht…) und hat einen Fehler im Airbag-Fehlerspeicher abgelegt. Der muss jetzt wieder geleert / gelöscht werden.

Frage von Frank Scherr:

Hallo Andreas, Spaßvögel haben mit einer Packung Mehl und Hefe mein Auto dekoriert. Ich machte den schönen Citroen ZX, Baujahr 1993 etwas sauber, nur leider kam Wasser in die Gegend unter der Windschutzscheibe. Wenn ich nun das Auto ausmache, signalisiert das Batterielicht, sowie die Dioden in der Automatikschaltung, dass die Zündung an ist, obwohl gar kein Schlüssel steckt. Zudem läuft ein Gebläse sehr leise und langsam. Wenn ich Batterie abklemme, ist nachher keine Spannung mehr da, also keine Dioden leuchten mehr und das Gebläse ist auch ruhig. Was kann das sein? Ist da ein Schalter oder Relais kaputt, oder hab ich irgendwo einen MasseKontakt. Freue mich auf deine Antwort!! Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mann, was haben wir gelacht! Es geht einfach nichts über ein niveauvolles Scherzchen, was, Frank? Na ja, was soll man machen. Also, wenn die Ladekontrolle bei ausgeschalteter Zündung leuchtet und Verbraucher aktiv mit Strom versorgt werden, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Brücke im Zündschloss entstanden. Am einfachsten prüft man das, indem man den Stecker von der Rückseite des Zündschlosses abzieht. Wenn dann alles aus geht, muss der Lenk-Anlassschalter im Zündschloss erneuert werden. Das ist kein teures Ersatzteil, aber eine endlose Bauerei (Armaturenbrett, Lenksäule,
Lenkschloss: Alles muss raus). Wenn trotz abgezogenem Stecker keine Veränderung stattfindet, muss die Lichtmaschine vom Netz getrennt werden (Kabel abschrauben). Wenn dann alle Lichter ausgehen, haben die + - Dioden einen Kurzschluss = Die Lichtmaschine ist im Eimer. Warum das so ist, kann ich, ohne das Auto zu besichtigen, nichts sagen.

Frage von M. Lange:

Sehr geehrter Autopapst, ich fahre einen Audi 80 TDI B4, 90 PS, 1,9 Liter. Bei Belastung des Motors ist ein Geräusch zu hören (schschschsch), als ob Luft irgendwo rausdrückt, aber kein Turboladerpfeifen oder so, er rußt auch wie 20 LKW, aber nur bei Belastung. Einspritzpumpe und Zahnriemen, Steuerzeiten usw., alles wurde gemacht und Besserung versprochen, doch es war nichts besser. Ich weiß nicht mehr weiter, Please help me. Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Beschreibung ist gar nicht so schlecht…. Wenn ein Diesel rußt, hat der Motor nicht genug Luft für die vollständige Verbrennung des eingespritzten Kraftstoffes. Wenn die Einspritzung selbst kontrolliert ist, bleibt wohl nur die Luftseite übrig. In Ihrem Fall würde ich mal den Ladeluftkühler überprüfen! Vielleicht ist der undicht und lässt einen Teil des Ladedrucks (schschsch…) in die Umgebung abpfeifen. Einen ähnlichen Effekt hat ein abgerutschter Schlauch zwischen Turbo und Ladeluftkühler. Oder ein Marderbiss in der Gummiverrohrung.

Frage von Reinhardt:

Ich fahre einen Ford Mondeo, Bj. 93, seit kurzem knackt die Kupplung beim Herunterdrücken , was kann das sein? Außerdem, wenn es kühl ist, startet er normal, aber sobald ich anhalten muss, fällt er unter 750 Umdrehungen im Leerlauf. Was kann das sein? Wenn ich dann Gas gebe, tourt er auf ca. 1100 hoch und alles ist i. O. MFG Reinhardt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Reinhardt, das Knacken kommt wahrscheinlich vom Kupplungsseil bzw. dessen Befestigung an der Aufnahme des Kupplungspedals. Im Laufe der Zeit arbeiten sich die Metallteile aneinander ab, bis es zu Klemmerscheinungen kommt. Dadurch verhakt sich die Öse des Kupplungsseiles im Haken des Kupplungshebels und springt schließlich ein Stück weiter. Das knackt! Abhilfe schafft entweder ein neues Kupplungsseil, ein neues Pedal oder beides. Das Leerlaufproblem lässt sich zunächst mit einer Reinigung des Leerlaufregelventils lösen, später muss es aber oft doch erneuert werden.

Frage von Alexander Heydt:

Sehr geehrter Herr Keßler, zu meinem Fahrzeug: VW Lupo 1.0, 50PS, Erstzulassung 1/99 als Neuwagen, 91.400 km, Wartung erfolgt regelmäßig bei VW. Inspektion in 9/09, TÜV 1/10. Ein tolles Fahrzeug für große Leute wie mich (2 Meter!). Zwei Probleme beschäftigen mich seit ca. drei Jahren: 1. Serienfahrwerk (bisher nichts erneuert) federt zunehmend «steif» (vorne wie hinten -Querfugen, Straßenschäden - als „Stuckern“ bzw. Trampeln / Poltern). Sommer oder Winterreifen (jeweils mit Reifengas; je 4 Jahre alt) (13-Zoll Stahl) gleichermaßen, Reifendruck ist (v: 2,1, h: 1,9; im Winter 0,2 erhöht. Hinten sind serienmäßige Gasdruckdämpfer verbaut (Ursache?!). Parallel zittert Lenkrad beim starken Abbremsen. Beim ADAC-Stoßdämpfertest (Werte: vo. li / re. 38,hi. li. 3 / hi. re. 40) war lt. Prüfer nichts zu erkennen, bei VW auf der Bühne entdeckte der Meister mit mir deutlich sichtbar langsam ausschlagende Stabilager / poröse Gummihülsen. Domlager wären auch denkbar. 2. Problem betrifft Motorbremse/Schubabschaltung: System hat nicht mehr die früher gewohnt leichte Bremswirkung. Drehzahl/Tempo gehen in Ebene kaum zurück - (Bsp.: heranrollen an Ampel) bei Gefälle nimmt Tempo manchmal sogar spürbar zu. Ist Reinigung der Drosselklappe sinnvoll? Kann es am Gaszug liegen? Fahrzeug hat meines Wissens noch kein elektronisches Gaspedal «EPC». Ab und zu geht nach Starten des Motors die Drehzahl kurzzeitig auf bis zu 1.700 U/Min. Bitte entschuldigen Sie meine umfangreichen Ausführungen. Ich will lediglich sicher gehen, dass Sie alle Informationen bekommen, die nötig sind. Herzlichen Dank und die besten Grüße aus Darmstadt!! Alexander Heydt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Alexander, nach neun Jahren und fast 100.000 km sollten Sie dem Fahrwerk mal etwas Gutes tun und neben den Stoßdämpfern auch möglichst alle Gummielemente der Vorder- und Hinterachse gegen Neuteile tauschen lassen. Die im Laufe der Jahre immer härter werdenden Gummis sind für das steifbeinige Federn verantwortlich, zu denen die schon recht laschen Dämpfer das ihre beitragen. Das Lenkradschütteln lässt sich so auch erklären.....Das Schubabschaltungsproblem dürfte an einem defekten / dejustierten Drosselklappenschalter liegen. Eine Reinigung mit anschließender Einstellung der Drosselklappen kann als flankierende Maßnahme gesehen werden.

Frage von Elke Jeckel:

Ich fahre einen Opel-Astra F-Caravan. TÜV u. Bremsen wurden erst gemacht. Leider habe ich absolute Probleme mit der Bremswirkung. Das Auto klackert ständig beim Fahren u. meiner Meinung nach springt ständig das ABS an u. das Geräusch ist dann auch kein Klackern mehr, sondern ein schnelles Rattern, als würde etwas unterm Auto nachgeschliffen. Sobald ich dann bremse, springt die Bremse raus u. es gibt Geräusche, als ob etwas Metallisches aufeinander schleifen würde. Die Bremse springt mir in dem Moment am Fuß immer wieder entgegen u. die Bremswirkung ist fast null. Mein Mann belächelt dies, aber ich bin nur noch vorsichtig. Sicherheitshalber haben wir vorne den ABS-Sensor erneuert, aber es hat sich nichts geändert. Beim TÜV war alles in Ordnung u. das Problem bestand schon vor der Bremserneuerung. Eine Fehlermeldung erscheint aber nicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Ihnen Ihr Mann schon nicht glaubt, lassen Sie doch mal einen anderen hinters Steuer! Am besten einen, der Autofachmann ist. Ihre Schilderung hört sich für mich so an, als ob die Bremsanlage ein echtes Problem hat, das in die Hände von Profis gehört. Denkbar ist ein Defekt des Bremskraftverstärkers oder auch ein Montagefehler. Wenn vor kurzem an den Bremsen gearbeitet wurde, könnte es sich auch um einen Fall von Gewährleistung handeln, der dann für Sie kostenlos sein müsste. Bitte zögern Sie nicht zu lange, weil bei den Bremsen der Spaß bekanntlich aufhört....

Frage von F. Schwellenthin:

Hallo! Ich besitze seit seit Wochen einen Ford Mustang V6 2006. Mein Problem ist das nicht immer auftretende Überkochen bei Kurzstrecken des Überlaufbehälters (keine Anzeige bei den Instrumenten in Punkto Überhitzung des Motors). Was könnte das sein?
Gruß F. Schwellenthin


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Schwellenthin, das dürfte der Thermoschalter im Kühler sein, der den Kühlerventilator zuschaltet, wenn der kühlende Fahrtwind fehlt.
Oder der Lüfter selbst ist defekt (Prüfung: Kabel am Thermoschalter abziehen und mit Büroklammer überbrücken. Wenn der Lüfter dann los braust, ist es der Thermoschalter. Wenn nicht, ist es (vielleicht) auch der Thermoschalter und der Lüfter). In aller Regel ist es aber mit einem neuen Thermoschalter für 25 Euro wieder gut....

Frage von Manfred Schulz:

Hallo Herr Keßler, ich fahre seit fast elf Jahren einen Volvo C70, neu > gekauft, bis dato 190.000 Kilometer. Seit einiger Zeit tritt folgendes Problem auf: Wenn der Wagen drei bis fünf Tage in der Garage stand, entleerte sich die Batterie, sodass ein Start ohne Fremdhilfe nicht möglich war. Mehrere Werkstattaufenthalte beim Volvo mit mehrtägigen Überprüfungen führten nicht zum Auffinden etwaiger Fremdverbraucher. Letztlich erhielt ich den Rat, mir ein Ladegerät anzuschaffen und es bei nicht täglicher Nutzung des Wagens anzuschließen. Das habe ich auch mit Erfolg getan, habe aber jetzt das Problem nach einem Umzug in der neuen Tiefgarage keinen Elektroanschluss zur Verfügung zu haben. Nun zittere ich wieder
mehrtägigen Nutzungspausen entgegen. Vielleicht haben Sie aus Ihren Erfahrungen einen Rat. Vielen Dank vorab für Ihre Bemühungen. Mfg Manfred Schulz


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schulz, wenn «Fachwerkstätten» (so werden landläufig ja Vertragswerkstätten bezeichnet, die eigentlich überlegenes Wissen zu den von ihnen verkauften Fahrzeugen haben müssten...) keine vernünftige Lösung anbieten können, bleibt nur der Besuch beim qualifizierten Autoelektriker und / oder der Einbau eines Trennschalters, der die Batterie bequem vom Bordnetz trennt. Fachgerecht eingebaut, ist das recht komfortabel. Allerdings ist der Einbau so eines «Nato-Knochens» (Bundeswehr-Jargon) die ultima ratio und nicht besonders ingenieus. Da alle anderen Lösungen aber offenbar unsicher und vor allem kostenintensiv sind, würde ich dieses Verfahren favorisieren.

Frage von Markus Spindler:

Guten Morgen, ich habe einen Renault Twingo, Baujahr 2002, 16V, 75 PS. Der verliert Wasser, aber ich finde aber nix, keinen kaputten Schlauch oder so etwas. Das Komische ist, wenn ich das Auto abstelle und komme nach 2-3 Stunden wieder zurück, dann ist Wasser unter dem Auto. Wenn ich dann die Schläuche anschaue, kann ich nichts finden. Ich versteh es nicht. Bitte um Hilfe. Mfg Markus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Markus, Du solltest Dich moralisch auf eine neue Wasserpumpe einstellen! Der Wasserverlust dürfte durch eine undichte Wasserpumpe verursacht werden, die sich nur austauschen und nicht abdichten lässt.

Frage von Peter Zöge:

Hallo, mein W 124 300 CE 24 V, Baujahr 1990, klackert beim Gasgeben an der Hinterachse (denke zumindest, dass es von dort kommt). Gehe ich vom Gas weg oder lasse ihn rollen, kommt kein Geräusch. Ist das die Antriebswelle? MFG-Peter Zöge

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte sein! Etwas genauer gesagt: Die Geräusche können aus den Antriebswellengelenken stammen. Allerdings gibt es an der Hinterachse des W124 noch manch anderes Bauteil, das klackern oder poltern kann (Querlenkerlager, die div. Lenker, Differential-Lager etc.). Die Beschreibung lässt aber eigentlich nichts anderes als die Antriebswellen zu....

Frage von Hartmund Schütt:

Hallo Autopapst, wir fahren das zweite Londontaxi mit einwandfreier Historie und erst 14.000 Meilen auf der Uhr. Es ist saniert und schön bedruckt und in Gießen der absolute Hingucker. Nur die Sorge um die Abgase drücken uns. Gibt es eine zugelassene Nachrüstmöglichkeit mit einem Dieselkat mit Abgasrückführung mit der wir Euro 4 oder mindestens Euro 3 erreichen können und so die Steuer etwas drücken können? Vor allem die immer mehr ausufernden Umweltzonen machen uns Sorgen. Für eine Antwort sehr dankbar verbleiben wir Hartmund Schütt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Hartmund, formaljuristisch ist eine Ausnahme zum Befahren der Umweltzone entweder an ein H-Kennzeichen (älter als 30 Jahre + Gutachten) oder an die (ab 1.1.2010) grüne Plakette gebunden. Andere Möglichkeiten sehe ich nicht. Wenn es für das Cab keinen entsprechenden Umrüstsatz gibt (und den gibt es für die in Deutschland extrem seltenen Autos ganz sicher niemals!), musst Du leider mit dem Auto außerhalb der Umweltzone bleiben. Oder Du versuchst eine spezielle, auf den touristischen Einsatzzweck hin ausgerichtete, Ausnahmegenehmigung zu bekommen. In Berlin gibt es die z.B. für die Zweitakter der «Trabi-Tours» in der Innenstadt. Allerdings kocht hier jede Kommune ihr eigenes Süppchen, was die Kriterien an geht. Und teuer sind diese Genehmigungen obendrein. Irgendwie werden die Behörden Dir schon die Lust an Deinem alten Stinker nehmen....

Frage von Tobias Zech:

Ich fahre einen Mercedes C 220, Benziner, Baujahr 01.11.1994 mit 110 kW. Das Fahrzeug läuft nur im Standgas und geht beim Gasgeben aus. Ab 1500 U/min beim Gasgeben habe ich ein dumpfes Geräusch, als ob kein Luftfilter am Fahrzeug wäre. Beim Fehlerauslesen kam leider kein Fehler zum Vorschein. Ich vermute zwar, dass es der LMM ist, aber ich bin mir nicht sicher.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tobias, wenn es der LMM ist, müsste durch Abstecken des Steckers am LMM so etwas wie ein Notlauf produziert werden können, der erstens die Motorkontroll-Leuchte zum Leuchten bringt (und etwas in den Fehlerspeicher schreibt....) und zweitens eine Verbesserung des Motorlaufes bewirken müsste (also den Wagen fahrbar macht). Wenn das nicht passiert, würde ich mich mal mit der Spritversorgung (Kraftstoff-Filter? Kraftstoff-Pumpe?) beschäftigen. Für mich hört sich das nach einer recht brutalen Gemischabmagerung an, die vielleicht durch stockenden Spritnachschub ausgelöst wird.

Frage von Christoph Neumann:

Hallo Herr Keßler, ich habe mir kürzlich einen 1976er Fiat 131 S Mirafiori 1300 gekauft, der fast 15 Jahre so gut wie nur gestanden hat. Das Auto präsentiert sich zwar so weit in Top-Zustand und rostfrei, macht mir aber trotzdem Kummer, weil der Motor beim Beschleunigen heftige Aussetzer hat und teilweise sogar aus geht. Im Stand läuft er sauber wie ein Uhrwerk, dreht auch einwandfrei hoch. Während der Fahrt, besonders im dritten und vierten Gang gibt es dann dieses Verschlucken. Der Motor bleibt teilweise völlig weg, bis zum Stillstand. Manchmal rappelt er sich auch wieder und kommt mit kleinen Fehlzündungen wieder. Der Vergaser ist gereinigt (die Einspritzdüse der Beschleunigerpumpe war völlig zu, ist nun aber wieder frei), die Membran der Beschleunigerpumpe ist augenscheinlich in Ordnung, Zündkerzen, Luftfilter, Unterbrecherkontakt, Kondensator, Benzinfilter und Kraftstoffpumpe, alles neu. Das Auto hat erst 32.000 km gelaufen und hat auf allen vier Zylindern super Kompression. Ich weiß nun nicht mehr weiter, vielleicht haben Sie ja eine Idee...? Viele Grüße, Christoph Neumann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christoph, das hört sich für mich nach einem Zündungsproblem an. Das einzige Teil, das offenbar noch nicht gewechselt worden ist, ist die Zündspule. Sprühe die bei laufendem Motor mal mit Salzwasser an. Wenn die Ruckelei dann los geht, dürfte alles klar sein. Eine andere Möglichkeit ist eine zugewachsene Hauptdüse (hatte ich mal bei einer 4-Zylinder-Honda, die sich von einem Golf mit 50 PS abhängen lassen musste...). Düsen-Ahlen gibt es im Motorrad-Zubehörhandel.

Frage von Evers:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre VW- Polo 6N, Baujahr Juni 2000. Vom oberen Bereich breitet sich an den Oberflächen beider Hauptscheinwerfern eine Erblindung des Klarsichtkunststoffglases aus. Wie kann dieser Prozess aufgehalten oder gar rückgängig gemacht werden? Mit freundlichen Grüßen V. Evers

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr oder Frau Evers, da lässt sich m. E. nichts machen! Ursache sind ungeeignete Reinigungsmittel / Detergenzien im Waschwasser der Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage bzw. auch der Waschstraße, in die Sie mit dem Auto gefahren sind. Sie können versuchen, das Glas mit einem geeigneten Poliermittel wieder klar zu bekommen; in der Mehrzahl der Fälle ist die Trübung aber nicht nur oberflächlich, sondern durch eine Molekularveränderung des Kunststoffes verursacht. Im Ergebnis heißt das: Neue Scheinwerfer einbauen! Früher war alles besser, da waren die Streuscheiben noch aus Glas.... (dafür sahen die Scheinwerfer auch recht dröge aus!)

Frage von Beate Kasterke:

Hallo, heute wenden wir uns an Sie. Wir haben einen Golf 2 Automatik, Bj. 89, ca. 80.000 km oder auch etwas mehr. Es wurde ein neuer Tacho eingesetzt, daher kein aktueller Stand. Zur Zeit haben wir ein unrunden Lauf, er springt sehr schlecht an und nimmt so gut wie kein Gas an und braucht auch ein Augenblick, bis er Vollgas gibt - nur im Kaltzustand. Folgende Teile wurden schon gewechselt: Finger, Zündkabel, Lambdasonde, Zündkerzen, Zündspüle, 3K geprüft und getauscht, Vergaserflansch, Motorspülung. Das Auto hat einen Kaltlaufregler seit zwei Jahren und wir hatten auch bisher keine Probleme. Mein Mann würde jetzt noch die Hydrostößel wechseln oder eine Kompressionsprüfung tätigen und zuletzt noch den Vergaser wechseln. Mein Mann verzweifelt so langsam, wir bitten um Ihre Hilfe, vielen Dank im Voraus und weiterhin viel Erfolg. LG Frau Kasterke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Kasterke, ich vermute, dass der Golf den 2EE-Vergaser hat, mit dem VW damals einen letzten Versuch der Abgasreinigung beim Vergaser unternahm. Der Vergaser ist elektronisch gesteuert und mit diversen Stellgliedern «angereichert». Das macht die Mischfabrik sehr kompliziert und für heutige Mechatroniker unwartbar. Was Sie machen müssten, ist entweder eine sehr gute Reparaturanleitung mit Diagnoseleitfaden für den 2EE-Vergaser besorgen und sich in das Thema einlesen oder eine Werkstatt finden, die in der Lage ist, das Ding zu reparieren (ich kann Ihnen im Augenblick leider keine nennen.....). Viel Erfolg wünscht der AUTOPAPST (das zum Auto passende «So wird´s gemacht» hat m. E. n. eine ganz gute Selbstdiagnose im Vergaserkapitel...)

Frage von Andreas Knorr:

Hallo, ich fahre einen Opel Astra F-CC 1.6, Automatik, 71 PS, Bj. 12/95. Seit einiger Zeit geht der Motor immer nur dann aus, wenn ich anfahre (vorwärts + rückwärts) und sofort vom Gas gehe. Ein Fehlercode ist nicht gespeichert. Lambdasonde ist neu, Leerlaufregler gereinigt, AGR-Ventil gereinigt, Zündkerzen und Kabel sind in Ordnung, Luftfilter ist sauber, Unterdruckschläuche sind okay und das Drosselklappenventil habe ich auch gereinigt. Ich weiß allmählich nicht mehr weiter, ich hoffe Sie können mir helfen. Mit freundlichen Grüßen
Andreas Knorr


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Überprüfen Sie mal die Flanschdichtung zwischen Saugrohr und Kraftstoffeinspritzungs-Oberteil. Vielleicht hat die einen Riss, der sich bei Motorbewegungen öffnet und den Motor absterben lässt. Und Motorbewegungen entstehen speziell beim Anfahren (egal, in welche Richtung...).

Frage von Matthias Engert:

Werte Damen und Herren, ich hätte ich gern die Frage beantwortet, ob es stimmt, dass ich Benzin spare, wenn ich vom dritten Gang gleich in den fünften Gang schalte. Besten Dank und mit freundlichen Grüßen Matthias Engert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Matthias,
die Antwort lautet «ja»! Wer Kraftstoff sparen will, sollte möglichst viel im großen Gang fahren, so einfach ist das....Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Andre Pfleger:

Guten Tag, folgende Frage: Erdgas oder Autogas, Pro & Contra? Was empfiehlt der Experte? Mit freundlichen Grüßen André Pfleger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo André, wenn Du ein Auto neu kaufen willst, würde ich eine serienmäßige CNG-Version wählen (CNG = Erdgas), weil diese Autos immer noch von den Gasversorgern subventioniert werden. CNG ist im Augenblick der billigste Kraftstoff. Allerdings gibt es nur sehr wenige (ca. 800) Tankstellen in Deutschland. LPG (Autogas) ist besonders gut für die Nachrüstung von bereits im Betrieb befindlichen Autos geeignet. LPG-Tankstellen gibt es inzwischen überall, unter dem Strich ist diese Variante am besten für nachträglich damit umgerüstete Gebrauchtwagen geeignet, die noch etwa 60.000 km vor sich haben (damit sich der Umbau noch amortisieren kann....). Egal, ob man mit LPG oder CNG fährt: Es gibt dadurch keine bessere Schadstoffklasse oder geringere Kfz-Steuern. Dabei stößt der Motor durch den Gasbetrieb weniger Schadstoffe aus. Viel Spaß beim «Gasen» wünscht DER AUTOPAPST

Frage von J. Bauer:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte meine Pkw auf Elektroantrieb umbauen (lassen). Ist es in Deutschland möglich, eine Lithium-Batterie für den Umbau eines normalen Pkw zu erwerben? In Norwegen soll es diese ja schon zu kaufen geben. Können Sie mir weiter helfen? Mit freundlichen Grüßen J. Bauer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Bauer,
technisch dürfte es kein Problem sein, Ihren Wagen auf Elektro-Antrieb umzubauen. Leider muss so ein Umbau, bevor Sie damit am öffentlichen
Straßenverkehr teilnehmen dürfen, von einem Sachverständigen begutachtet werden. Durch den Umbau würde nämlich die Betriebserlaubnis Ihres Autos erlöschen, die mit einem neuen Gutachten (das die Zulässigkeit der Umbauten bestätigt) neu beantragt werden muss. Wie Sie sich denken können, braucht das seine Zeit. Und diese Zeit muss bezahlt werden; die nötigen Behördenauflagen müssen auch beachtet und bezahlt werden. Um zu Ihrer Frage nach Lithium-Batterien zu kommen: Diese Batterie-Art ist inzwischen tatsächlich am Markt, aber in einer «Auto-Größe» ordentlich teuer (weil die Nachfrage im Moment noch keine großen Serien zulässt....). Unter dem Strich ist so ein Umbau in Eigenregie nicht in die Praxis umzusetzen, jedenfalls nicht für Normalmenschen mit Normalbudgets. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiter helfen....Herzliche Grüße Andreas Keßler

Frage von Matthias Georg:

Sehr geehrter Herr Kessler, fahre einen Ford Fiesta 1.2, 75 PS, Bj. 2001, nach dem Kaltstart tritt ein lautes Geräusch auf; tritt man das Kupplungspedal ist das Geräusch weg bzw. nach ca. 5-6 KM Fahrstrecke. Was könnte das sein?? Danke für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüssen M.Georg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Matthias, das dürfte die Torsionsdämpfung der Andruckplatte der Kupplung sein. Wenn man das reparieren will, muss das Getriebe ausgebaut werden. Auf deutsch heißt das: Neue Kupplung, etwa 500 Euro.

Frage von Ralf Schmitt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen 95er Saab 900 Cabriolet mit 190.000 km. In unregelmäßigen Abständen geht die Temperaturanzeige sprunghaft in die Höhe. Durch Einschalten der Heizung und des Ventilators geht die Anzeige zügig wieder zurück auf Normaltemperatur. Haben Sie eine Idee? Gruß, RSR.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Hitzewallungen können an zu wenig Wasser oder Luft im Kühlkreislauf, an einem hängenden Thermostat, an einer defekten Wasserpumpe oder an einem beginnenden Schaden der Zylinderkopfdichtung liegen. Wenn Sie meine Vermutungen in der genannten Reihenfolge abarbeiten, bewegen Sie sich von «billig» nach «teuer». Hoffentlich ist spätestens nach Möglichkeit 3 der Fehler behoben!

Frage von Dieter Schwab:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein Problem mit meinem Daewoo Nubira. Im 4. Gang bei ca.60 kmh fängt das Auto an zu stottern. Angeblich sind es die Kerzen, die haben wir jetzt ausgewechselt. Dann hieß es - Wasser im Sprit, also wurde Spiritus in den Tank geschüttet. Das Problem bleibt aber trotzdem, obwohl das Auto ansonsten keine Probleme macht. Nun sagt die nächste Werkstatt: es könnte die Zündspule sein. Haben Sie vielleicht einen Tipp? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Mit frdl. Gruss, Dieter Schwab.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schwab, die Zündspule ist es höchstwahrscheinlich nicht, viel eher der Kraftstofffilter oder die Kraftstoffpumpe! Ihrem Nubira fehlt nach meiner Einschätzung schlicht der Spritnachschub, wenn er etwas mehr Leistung liefern muss. Andreas Kessler.

Frage von A. Maurer :

Guten Tag, beim Abschleppen, bzw. Rausziehversuch eines Baumstumpfes (Buschstumpfes) kam es bei meinem Seat Alhambra Bj 99 2.0 TDI zur Qualmbildung im Motorraum. Darauf habe ich den gleich abgestellt, und er sprang auch nach Abkühlzeit normal an, roch aber noch nach Öl und etwas verbrannt. Wir haben keine Schäden gesehen, er war auch gerade bei der Inspektion. Ich habe den Motor auch nur bis ca. 3000 U/M gebracht. Der Baumstupf bewegte sich aber nicht, und es qualmte halt. Was kann das sein, und wie können wir das feststellen. Danke vielmals im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Maurer, ein Minivan ist kein Ackerschlepper! Den hätten Sie für den Baumstumpf gebraucht (oder wenigstens ein Auto mit Geländeuntersetzung). Was bei Ihrem Alhambra geraucht und gestunken hat, war der Reibbelag der Kupplungsscheibe, der völlig überhitzt worden ist. Mit dieser Aktion haben Sie die Lebensdauer der Kupplung drastisch reduziert; vor der nächsten großen Tour über die Alpen mit Kind und Kegel würde ich mir ein neues Kupplungskit gönnen.

Frage von Teixeira:

Besitze einen Audi A-4 Combi TDI, Bauj. 01.09.2004. Beim Überholen bzw. beim Gasgeben bei Tempo 100 hat er keine Leistung mehr !? Habe danach mehrmals das Auto (3mal) an und aus gemacht. Leider geht es immer noch nicht. Was soll ich jetzt noch machen? DANKE

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Aus langjähriger Erfahrung mit diesem Problem tippe ich hier auf den Luftmengenmesser! Der ist schnell und preiswert zu wechseln, bitte kaufen Sie ein Originalersatzteil!

Frage von Roman Erbar:

Hallo, ich fahre einen Mazda Mx-5 nb, Baujahr 1998, allerdings die kleinere Variante mit 81kw. Und zwar wäre meine Frage, ob ich, um ein paar Extra-PS hervorzurufen, die Einspritzdüsen des 1.8ers verbauen kann (16er = 210 ccm ; 1.8er = 256 ccm) oder bedarf der Einbau weitere Veränderungen am Steuergerät? Vielen Dank im Voraus! Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roman, Du möchtest offenbar die Einspritzmenge erhöhen und erhoffst Dir dadurch mehr Leistung. Die Idee ist grundsätzlich richtig, allerdings leben wir im G-Kat-Zeitalter: Wenn sich die eingespritzte Kraftstoffmenge zu weit vom «stöchiometrischen Gemisch» des Lambda-Bereichs entfernt, dreht die Elektronik den Düsen ohnehin den Hahn ab. Um hier nennenswerte Verbesserungen zu erzielen, müsste der Mazda mit 2 Doppelvergasern ausgerüstet werden, denen die Lambdasonde egal ist. Das funktioniert auch, ist aber ungesetzlich, weil sich die Schadstoffwerte dadurch drastisch verändern. Also: Der einfachste Weg ist der Verkauf des «kleinen» Mazda MX-5 und der Kauf eines «großen». Andreas kessler

Frage von Carla Beirau:

Ich habe 1/09 einen Opel Astra, Bj. 07/04 im Opel-Autohaus mit
Gebrauchtwarengarantie gekauft, Km-Stand 61.000. Gefahren bin ich etwa 3600 km bis jetzt und die Inspektion leuchtet auf. Inspektionen wurden vom Vorbesitzer 06/06 nach 30.143 km und 01/08 nach 51.620km von der Opelwerkstatt gemacht. Die nächste stünde dann in 01/10 oder nach weiteren 30.000 km an. Warum jetzt die Inspektion und muss ich sie zahlen? Für eine Antwort wäre ich dankbar. Mit freundlichen Grüßen Carla Beirau


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Carla, weil das Auto dynamische Inspektionsintervalle hat! Wenn der Wagen unter erschwerten Bedingungen betrieben wird, kann eine Inspektion schon nach 5000 km fällig sein. Erschwerte Bedingungen sind viele Kaltstarts, Kurzstreckenverkehr, schwere Beladung, Fahrten in staubiger Gegend etc. Die Laufleistung, die Du mit dem Auto hinter dich gebracht hast, deutet auf viele Kurzstrecken hin, die Anzeige kann also stimmen. Bezahlen musst Du die Inspektion, das gehört zur Pflege des Autos. Und durchgeführt werden sollte sie auch, damit die Gewährleistung, die der Autohändler gibt, nicht gefährdet wird.

Frage von Instynski:

Hallo, mein BMW E46 320d Touring hat schon 187.000 km und seit paar Wochen läuft der Motor unruhig, vor allem, wenn der Motor kalt ist. Man hat mir gesagt, dass eine Spannrolle defekt ist, das ist ein Automatik und er ist bei «D» unruhig, ich merke das, wenn ich an der Ampel stehe. Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Falls die Spannrolle wirklich die Ursache sein sollte, kann die relativ schnell und billig getauscht werden. Ich glaube eher an verschlissene Injektoren (Einspritzdüsen), die im Kaltlauf für die Schüttelei sorgen können. Und einen ATF-Wechsel würde ich auch machen lassen, der ist bei der Laufleistung ganz sicher fällig....

Frage von Czubek:

Sehr geehrter Herr Kessler, meine Schwester besitzt einen Polo mit Automatikgetriebe, Bj. 96. Das Auto ist ihr heute einfach ausgegangen und musste abgeschleppt werden. Nach einer Standzeit von rund zwei Stunden ist es wieder angesprungen. Mir ist aufgefallen, dass es aus der Richtung Vergaser ein dauerhaftes pfeifendes Geräusch kommt. Was kann das sein? Für Ihre Hilfe danke ich im Voraus, Czubek

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Typisch für die Polomotoren ist der Ansaugflansch zwischen Einspritzung und Ansaugkrümmer (ich gehe von einer Monojetronic aus...). Der reißt irgendwann ein und lässt dann extrem viel Nebenluft in den Motor, was erst zu einer starken Gemischabmagerung und schließlich zu Überhitzung und ausgehen führt. Wackeln Sie mal am «Vergaser» (der eigentlich das Oberteil der Einspritzung ist...). Wenn das zu deutlichen Bewegungen führt, liege ich richtig. Andreas Kessler.

Frage von Dieter Kozubek:

Hallo, ich möchte gerne selber die Kupplung bei meinen Nissan Primera Kombi ausbauen. Was für ein Werkzeug benötige ich dafür und welche Drehmomente sind zu beachten? Was muss alles demontiert werden? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Dieter, bevor Du Dich das erste Mal mit einer Kupplung beschäftigst, würde ich mir einen erfahrenen Freund und eine gute Reparaturanleitung suchen. Für «bloody Beginners» ist eine Kupplung nichts, schon gar nicht die eines Japaners (da sind die Teile zu teuer, um sie «versuchsweise» zu vermurksen...). Immerhin muss das Getriebe nebst Antriebswellen ausgebaut, die Kupplung zentriert und vielleicht sogar die Schwungscheine abgedreht werden...

Frage von Christian Stieger:

Guten Tag Herr Keßler, ich fahre seit ca. einem Jahr einen Rover. So an sich find ich das Auto perfekt. Wenn nicht die Sache mit dem Kühlwasser wäre. Fast jedes Wochenende muss ich meinen Kühlwassertank erneut auftanken und frage mich warum. Mein Bruder hat auch ein bisschen Ahnung von Autos und hat schon danach geschaut, aber er findet nichts. Darum wollte ich Sie jetzt erst einmal fragen, bevor wir den Motor ausbauchen, um an die Zylinderkopfdichtungen zu kommen. Wäre sehr dankbar, wenn Sie ein paar Tipps für mich haben. Mit freundlichem Gruß Christian Stieger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Christian, ich würde zunächst mal das Kühlsystem auf Dichtheit überprüfen und das Abgasanteil im Kühlmittel messen lassen. Wenn der Druck bei der Druckprüfung zu schnell absinkt, ist entweder ein Leck im System oder die Zylinderkopfdichtung durch. Und wenn zu viel Abgas im Kühlmittel ist, ist es ganz sicher die Zylinderkopfdichtung (oder -schlimmer- ein Riss im Zylinderkopf...)

Frage von Claudia Schwarzer:

Hallo Herr Kessler, ich muss bei meinem Ford Fiesta GFJ, Baujahr 94, 1,1l, Benziner, immer das Bremspedal zurück ziehen, da sich das Bremsverhalten ständig ändert. Das Pedal bzw. der Widerstand ist mal mehr oder weniger hart. Je härter, desto weiter muss ich das
Pedal zurück ziehen. Es wirkt, als hätte man drei verschiedene Bremsen, weil das Pedal unterschiedlich weit fest hängt. Mal, als trete man auf eine Betonwand, dann als wäre ein Ball oder Luftballon dazwischen geklemmt, und dann ein weicher, relativ langer Pedalweg (den ich rein
gefühlsmäßig, als den korrekten bezeichnen würde). Auf der Autobahn kann der Wagen mitunter einen richtigen kleinen Schub bekommen, wenn man nach einer Bremsung erst Gas gibt, und dann an das Bremspedal denkt und sie zurückzieht. Insgesamt kein schönes Fahr- bzw. Bremsgefühl...Ich habe ein extrem schmales Portemonnaie, und bin darum für Hilfe doppelt dankbar. Claudia Schwarzer


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Claudia, sehr wahrscheinlich ist der Hauptbremszylinder defekt und muss sofort (!!) ausgewechselt werden. Wenn Du mit dem Auto in diesem Zustand einen Unfall baust, bei dem ein Mensch verletzt wird, könnte man Dir fahrlässige Körperverletzung vorwerfen, weil Du von dem Bremsproblem gewusst hast (ich sage es nicht weiter...). So ein Hauptbremszylinder für den Fiesta ist aber nicht teuer (etwa 50 Euro) und der Einbau dauert etwa eine Stunde. Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Jens Velten:

Hallo Autopapst, wie viel darf ein Auto in 9 Jahren kosten? Ich habe einen Renault Scenic 1.6 16V mit 154.000 km. Dieser kostete bis jetzt 2.600 Euro an außerplanmäßigen Reparaturen und 4.000 € für Wartung, Verschleißteile und Zubehör. Das sind ca. 733 Euro im Jahr. Jetzt würden schon wieder 700 Euro für das Einspritzsteuergerät anstehen. Dazu die zweite Frage! Der Motor geht zu verschiedensten Gelegenheiten aus. Im Leerlauf ist er aus und während der Fahrt gibt es einen Ruck und die Motorkontrolle geht an. Er startet aber in jedem Fall sofort wieder. Was für ein Folgeschaden kann entstehen, wenn ich es nicht repariere? Ist eine Neuanschaffung sinnvoller? Gibt es eine Institution, die ein Auto nach den sichtbaren Mängeln (Rost an Schraubverbindungen und Halterungen im Motorraum)bewertet und eine Prognose über die Lebensdauer dieser Mängel abgeben kann? Viele Grüße Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Jens, ohne die fixen Kosten liegt der Scenic bei Dir bei nicht mal 5 Cent/km. Dazu kommen noch etwa 14 Cent/km für Kraftstoff und etwa 10 Cent/km für Wertverlust. Zusammen gerechnet kommt man auf etwa 30 Cent/km Kosten, was völlig o.k. ist. Diese Zahlen sind natürlich nur grob geschätzt, entsprechen aber fast genau denen des ADAC. Wenn Du einen genauen Wert für die Kosten/km haben willst, die laut ADAC für den Scenic normal sind, kannst Du dich dort erkundigen. Das Steuergrerät ist bei www.hitzpaetz.de vielleicht reparabel; da kostet es weniger als die Hälfte! Andreas Kesler.

Frage von Jürgen Förster:

Sehr geehrter Herr Kessler, wenn ich kann dann sehe oder höre ich gern Ihre Beiträge im MDR; und so bin ich auf den Gedanken gekommen mein Problem mal Ihnen vorzutragen. Bei meinem Ford Fiesta Baujahr:1999; 50 PS, habe ich seit längeren ein Problem. Normal fahren wir nur Kurzstrecken im Stadtverkehr, so dass er nicht richtig warm wird und das Problem nicht zum Vorschein kommt. Wenn man dann aber doch mal eine längere Strecke fahren muss und man sich an eine Kreuzung, Kurve oder ähnliches heranrollen lässt, geht er beim Bremsen einfach aus. In unserer Ford-Vertragswerkstatt Werk hat man beim ersten Mal, ein von Mardern zerbissenes Kabel vom Drehzahlsensor dafür verantwortlich gemacht. Da das Problem aber weiter bestand, haben wir das in einer anderen Fordvertragswerkstatt prüfen lassen. Beim Abholen des Fahrzeugs sagte man uns, dass unser Fiesta fehlerlos funktioniere. Da wir uns das nicht nur einbilden denke ich, dass dies eine mehr oder weniger Strategie der Autohäuser ist. Was kann die Ursache sein, wie kann man Sie beheben und lohnt sich das bei diesem Auto noch? Ich möchte mich für Ihre Mühe vielmals bedanken! Mit freundlichen Grüßen! Jürgen Förster.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Förster, fahren Sie mal zu einer guten (!!) Freien Werkstatt und bitten Sie dort um eine Überprüfung des AGR (Abgasrückführungs-Ventil) und des Leerlaufregelventils. Wenn das AGR defekt oder verschmutzt ist, lässt es zu viel Ruß und Dreck in den Ansaugtrakt und stört dort das Leerlaufregelventil. Das passiert insbesondere bei Motoren, die viel Kurzstrecke fahren. Beide Teile können gereinigt werden, manchmal lohnt das aber nicht und Neuteile funktionieren besser. Ich hoffe, das war der Fehler. Andreas Kessler.

Frage von Tino Breuer:

Hallo Herr Kessler, mein VW T4 2,5 Benziner, Bj.97, 115 PS macht Probleme bei niedriger Drehzahl. Ob im Standgas an der Kreuzung, beim Beladen oder beim Gaswegnehmen auf der Autobahn, der Bus geht von alleine aus. Was sich als erstes durch eine blinkende Ölkontrolllampe bemerkbar macht. Wenn ich dann die Zündung ausmache und sie anschließend wieder einschalte, springt er sogleich wieder an. Auf der Autobahn brauche ich bloß auskuppeln Zündung aus, Zündung an, Kupplung lösen und er fährt weiter. Hin und wieder verläuft der Fehler so, dass er nicht sogleich wieder anspringt, dann wartet man für 2-5 Minuten und er läuft wieder. Das passiert, wenn man ihn an der Schranke aus macht oder in ein Geschäft geht und ihn nach 5 Minuten. wieder Starten will. Es passiert nix. Einige Minuten warten und weiter geht es. Auffällig hierbei man macht die Zündung an, die Öllampe blinkt und er startet nicht. Man macht die Zündung an und die Öllampe leuchtet, Starter, und er kommt. Eine Messung hat ergeben, dass beim Hallgeber kein Strom ankommt, wenn er nicht anspringt. Aus dem Nix ist der Strom wieder da und dann ein Startversuch und er läuft. Wenn der Fehler auftritt ist die Motortemperatur auf «mittel», die Außentemperatur ist unabhängig. Häufigkeit des Fehler im abstand von 5-1000 Kilometer. Folgendes wurde schon gewechselt: Zündspule, Zündverteiler, Schlosseinsatz, Kerzen, Wegfahrsperre.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tino, das hört sich verdammt nach dem Relais J176 an (Spannungsversorgung Kraftstoffeinspritzung). Das Relais sitzt nach meiner Erinnerung auf dem Steckplatz 3 der Relaisplatte der Zentralelektrik und kann einfach gewechselt werden. Ein neues Relais kostet weniger als 20 Euro (hoffentlich immer noch!). Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Helge Hasenau:

Hallo. Ich habe ein Problem mit meinem Skoda Fabia. Nach und nach legt sich die Elektrik nieder. Ich wollte jetzt in einer Werkstatt den Fehlerspeicher auslesen lassen: Darauf bekam ich die Antwort: «Er lässt mich nicht ins System rein» Kann das sein? Wie soll ich jetzt vorgehen? Bin ratlos, brauche Hilfe. Bitte. Mit freundlichen Grüßen Helge

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Helge, das kommt gelegentlich vor und liegt oft an nicht kompatiblen Diagnoseprogrammen. Wenn die Werkstatt nicht die originale Skoda-Software zur Diagnose verwendet, ist manchmal nichts zu machen. Oder die OBD-Schnittstelle stellt die Stromversorgung für das Diagnosesystem nicht her (dann muss der Rechner extra mit Spannung versorgt werden...). Vielleicht hilft ein Besuch beim Skoda-Vertragshändler, oder einfach eine andere, besser ausgerüstete Werkstatt.

Frage von Silvio aus Potsdam:

Hallo, folgendes Problem zu meinem Golf 3, Baujahr 1993, Motor ABD, 58 PS, 230.000 km, Verbrauch ca. 6l/100km. Der Motor stottert und hat kurze Aussetzer unabhängig ob Warm- oder Kaltlauf beim «normalen» Beschleunigen unterhalb von ca 2200 U/min und niemals bei Volllast oder über 2200 U/min. Habe Drosselklappenpoti gemessen nach «So wird’s gemacht»- Werte (S.98), Kontakt 1+2:
3-200 Ohm, Kontakt 3+4: max 200 Ohm (geschlossen), Kontakt 3+4: unendl. (offen). Bei mir waren es - egal wie (offen, geschlossen, Zündung an/aus) - , immer null Ohm. Vielleicht bin ich auch zu blöd zum messen :-). Also jetzt die Fragen: Mal vom Messunvermögen abgesehen, ist der Poti hin? Kann man den kostengünstig tauschen? Wie heißt die Baugruppe, die da getauscht werden muss? Was könnte es sonst noch sein? Vielen Dank Silvio


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Baugruppe heißt wirklich «Drosselklappenpotentiometer» und kostet (z.B. hier www.autosensorberlin.com) ca. 25 Euro. Ich tippe aber eher auf einen defekten Temperaturgeber. Wenn der spinnt, können auch alle möglichen Parameter der Motorsteuerung durcheinander geraten und den Motor in den Notlauf schicken. Lasse doch mal den Fehlerspeicher auslesen bzw. erst zurück setzen und nach einer Probefahrt auslesen. Dann ist die Diagnose etwas belastbarer....

Frage von H.-J Maaß:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen Skoda Oktavia II, Baujahr 2006, 2,0 Liter. Bis heute konnten folgende Probleme nicht gelöst werden: beim Entriegeln der Tür mit der Fernbedienung schaltet sich das Radio sofort an, ohne dass der Schlüssel im Zündschloss steckt. Dieses Problem tritt sporadisch auf. Außerdem kommt es vor, dass beim Starten der Motor nicht sofort anspringt und der Zündschlüssel längere Zeit in Startposition gehalten werden muss. Folgende Teile wurden schon gewechselt: Zündanlassschalter, Elektronikmodul für Lenkstockkombinationsschalter, Abgasrückführungsventil, Temperaturgeber, Bordnetzsteuergerät, Komfortsteuergerät, Drei Mal Radiotausch. Haben Sie eine Idee, wie man diese Probleme lösen kann? Mit freundlichem Gruß Herr Maaß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In der Computerbranche wird bei der Frage nach der Lösung eines solchen Problems gerne «it is not a bug, it is a feature» geantwortet. Das heißt auf deutsch: Das ist kein kein Fehler, sondern ein Extra! Vielleicht haben Sie das mal in einem Packet als Extra geordert, z.B. als «Permanent Multi-Medi-Packet»... Scherz beiseite: Ich weiß auch nicht, was da zu tun ist! Ich würde zunächst versuchen, mit Hilfe des Skoda-Diagnosecomputers dieses Phänomen «heraus» zu programmieren. Wenn das nicht klappt, kommt Plan B: Lassen Sie einfach einen Schalter in die Plusleitung des Radios einbauen! Irgendwie wird der Störenfried doch zur Ruhe zu bringen sein, oder??

Frage von Hendrik Keller:

Hallo Herr Keßler, wir fahren einen MB 190E 2.3, Bj. 1990, Benziner, Automatik, mit nachgerüstetem KAT, der als werkstattgepflegter Garagenwagen erst 90.000 km runter hat. Bis vor zwei, drei Jahren gab es mit dem Wagen gar keine Probleme. Seitdem haben wir massive Schwierigkeiten, wenn der Wagen ein paar Tage nicht gefahren wurde. Auch mehrere Werkstattbesuche mit exakter Fehlerbeschreibung halfen leider nicht weiter. Je nach Standzeit springt er sehr schwer an, hustet kurz und geht dann gleich wieder aus oder läuft extrem unrund und verabschiedet sich, wenn man aus P nach D schaltet. Auch wenn man erfolgreich nach D schalten konnte, ist dann endgültig Schluss, wenn man das Gaspedal betätigt. So steht man dann 5-20 Minuten rum und startet immer wieder, wobei es kontinuierlich besser wird und man irgendwann losfahren kann. Auf dem ersten Kilometer kann es dann passieren, dass er läuft wie ein Uhrwerk oder aber, dass er immer wieder anfängt zu husten, zeitweise dann nicht auf das Gaspedal reagiert und schlimmstenfalls wieder ausgeht, vor allem in den unteren Drehzahlbereichen, und die gleichen Probleme wie an Anfang macht. Das freut einen besonders, wenn man auf einer viel befahrenen innerstädtischen Hauptverkehrsstraße liegen bleibt. Wenn der kritische Punkt aber einmal überwunden ist, fährt der Wagen von da an wieder problemlos überall hin, auch wenn er zwischendurch abgestellt wurde. Obwohl diese Syptome bei jedem Wetter auftreten, scheint der Wagen Regen und Kälte besonders übel zu nehmen. Zudem zeigt sich, dass der Übergang vom Standgas zum Gasgeben ein kritischer Punkt ist. Außerdem schaltet der Wagen anfangs sehr spät aus dem ersten Gang in den zweiten. Zur Fehlerbehebung hat die Werkstatt nach und nach die komplette Zündanlage erneuert und einen neuen Kraftstoffverteiler (für den Kaltzustand???, bin kein Fachmann) eingebaut. Die «positive» Änderung der Situation sieht so aus, dass der Wagen jetzt öfters gleich anspringt und losfährt, aber ein paar hundert Meter weiter mit den bekannten Zeichen stehen bleibt. Unsere laienhaften Vermutungen sind jetzt noch Luft in der Benzinleitung, Probleme mit der Automatikschaltung oder an der Kraftstoffregulierung. Es ist ein schöner Wagen, den wir ungern abgeben würden. Allerdings sind die beschriebenen Schwierigkeiten extrem ärgerlich. Ich hoffe, sie sind beim Lesen bis hierher gekommen und haben auch einen heißen Tipp für uns. Mit freundlichen Grüßen Hendrik Keller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Hendrik, das ist mal wieder so ein «multicausales» Problem, bei dem sich mehrere Defekte ungünstig überlagern und eine Diagnose fast unmöglich machen. Ich würde als erstes einen Kraftstoffsystemreiniger mit in den Tank kippen. Mit etwas Glück löst dieses Zeug Ablagerungen im Mengenteiler der K-Jetronic, die für die miese Performance des Autos verantwortlich ist. Danach müssten die Drehzahlprobleme weg sein (sonst ist u. U. sogar ein neuer Mengenteiler fällig: Viel zu teuer, wirtschaftlicher Totalschaden!!). Das Problem mit dem zu späten Schalten hat damit nur indirekt etwas zu tun. Hier hilft wahrscheinlich ein ATF-Wechsel, ein Check der Unterdruckdosen und eine Neueinstellung von Bremsbändern und Unterdruckdosen. Ohne Probefahrt kann ich diesem Problem-Benz aber leider nicht wirklich näher treten.....

Frage von Oliver Fischer:

Lieber Herr Kessler, ich bin etwas ratlos wegen meines Hyundai Accent, 2001. Das gute Stück hat mich inzwischen 180.000 Kilometer weit problemlos gefahren, aber seit einigen Wochen muckt er ganz gehörig. Und zwar immer nach dem Tanken. Dann blinkt die Motorwarnleuchte, der Motor ruckelt furchtbar, er geht auch während der Fahrt aus. Wenn das Auto dann zur Ruhe kommt, ist alles einigermaßen wieder in Ordung, bis zum nächsten Tanken. Die Werkstatt hat beim ersten Mal eine Zündspule gewechselt, beim zweiten Mal den Luftmassenmesser. War beides recht teuer. Er lief danach besser, aber nur bis zum Tanken. Haben Sie eine Idee? Liebe Grüße Oliver Fischer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Oliver, ich tippe auf ein Problem mit der Tankentlüftung.
Modernere Autos (und zu denen zähle ich Deinen Hyundai schon....) haben einen Aktivkohlefilter an der Tankentlüftung, der eventuell austretende Benzindämpfe entgiften soll. Wenn es mit der Führung der Schläuche Probleme gibt, kann Kraftstoff in das System steigen und die Entlüftung behindern. Im Ergebnis entsteht im Tank ein Unterdruck, der keinen Kraftstoff nach vorne zum Motor kommen lässt. Wenn der «Pfropf» aus der Entlüftung wieder verschwunden ist, ist alles wieder gut. Sofortlösung beim nächsten Ruckeln: Tankdeckel auf! Der Rest ist fummelig und teuer.....

Frage von Matthias Tietze:

Hallo Herr Kessler, beim Bosch-Service habe ich die Dieseleinspritzpumpe mit sämtlichen zusätzlichen Teilen meines Ford Focus, BJ. 2000, wechseln bzw. reparieren lassen. Statt veranschlagten 1600 Euro musste ich 1930 Euro zahlen. Ca. 40 Kilometer nach dem Abholen des Fahrzeugs blieb dieser liegen und zeigte die gleichen Symptome: kein Anspringen. Zurück in die Werkstatt, Einspritzpumpe auf Prüfstand, irgendein Stellring nachstellen, Ergebnis nach Wiedereinbau: Auto springt nicht an. Das Vertrauen in die Werkstatt geht nicht soweit, jetzt von denen den Fehler suchen und beheben zu lassen. Kann es sein, dass ein anderer Fehler die Ursache ist (Förderpumpe, Kraftstoffsystem), nachdem der Wagen nach der ersten «Generalüberholung» 40km fuhr? Danke, beste Grüße Matthias

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Matthias, hier deutet sich zusätzlich zu dem technischen wohl auch ein rechtliches Problem an.... Ich würde mich mit der Geschichte zunächst einmal an die Schiedsstelle der zuständigen Kfz-Innung wenden. Nach meiner Einschätzung liegt hier eine Schlechtleistung der beauftragten Werkstatt vor, die jedenfalls kostenlos nachbessern können muss (das steht so im Gesetz, wie jeder Jurist Ihnen auf Nachfrage gern bestätigen wird!). Die ggü. dem Kostenangebot (lag das schriftlich vor?) etwa 20 Prozent höhere Rechnung könnte auf einem Missverständnis beruhen: Oft werden auch Privatkunden Nettopreise genannt, auf die dann bei Rechnungslegung noch die Mwst. aufgeschlagen wird. Für ein Angebot spielt das aber praktisch keine Rolle, weil Sie ja Endverbraucher sind und den Endpreis erfahren wollen. Die ursprünglich beauftragte Werkstatt muss die Gelegenheit erhalten, ihre mangelhafte Arbeit nachzubessern. Gelingt es ihr auch nach drei Versuchen nicht, können Sie einen dritten mit der Problemlösung beauftragen. Die Kosten dafür (und alle weiteren, die in diesem Zusammenhang entstehen...), trägt dann der Bosch-Service. Hoffentlich kommt des nicht so weit, weil das ganz sicher in die Hände eines Rechtsanwaltes gehört.

Frage von Elisabet Magiera:

Lieber Herr Kessler, mein Ford Fiesta 1.3, 44 kW, 5 Jahre alt, 31.000km, «stottert» beim Fahren meistens in den Drehzahlen unter 3000 U/min und am häufigsten im 1 und 2 Gang. Zwischendurch kraftloser Motor, der lauter fährt. Diagnose in der Werkstatt zeigt keine Fehler, ausgetauschte Zündkerzen haben nichts gebracht, sollte wegen Kurzstreckenfahrten das Auto «Spazieren fahren» nach 1000 km Autobahn in drei Tagen, keine Änderung. Bitte, Sie sind meine letzte Rettung. Mit freundlichem Grüßen, EM

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Elisabet, lassen Sie in einer Werkstatt mal das AGR (Abgasrückführungsventil) prüfen / reinigen / erneuern. Flankierend würde ich noch das Drosselklappenteil reinigen und neu einstellen lassen. Dann dürften die 60 Pferde wieder etwas williger gallopieren (mehr werden es dabei allerdings nicht! Ein Rennwagen ist etwas anderes...).

Frage von R. Kempe:

Ich habe laut Werkstatt bei meinem Ford Escort Cabrio
einen Kabelbrand. Nun wollte ich im Internet nach geeigneten Ersatzteilen suchen. Dort gibt es aber verschiedene Kabelbäume. Hab nur immer etwas von einem Hauptkabelbaum gehört!? Wie viele Kabelbäume gibt es denn nun und was kostet so einer bzw. eine Reparatur? Habe etwas von 1000 Euro nur für den Kabelbaum gehört!? Mit freundlichen Grüßen R.Kempe


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kempe, wo war denn der Kabelbrand in Ihrem Auto? Ohne diese Angabe ist wirklich keine Aussage möglich. Es gibt beinahe unendlich viele Kabelbaumvarianten, das hängt von der Ausstattung des Autos ab. Und 1000 Euro kommen schon mal zusammen, wenn es sich um eine aufwändige und seltene Variante handelt. Und: Das schlimmste bei Reparaturen an Kabelbäumen ist die Zeit, die dabei drauf geht. Die muss nämlich teuer bezahlt werden. Wenn Sie keinen Autoelektriker in der Bekanntschaft haben, der Ihnen die nötigen Tipps gibt, dürfte es sich bei diesem Fall um einen wirtschaftlichen Totalschaden handeln, sorry!

Frage von Stiller:

Was ist an meinem Opel Astra F, Baujahr 1998, defekt, wenn die Kontrollleuchte der Lichtmaschine angeht. Habe schon eine neue Lichtmaschine eingebaut, danach ging alles wieder eine Weile. Nun geht die Kontrollleuchte wieder ab und zu an, wenn ich die Zündung ausschalte und sie wieder einschalte, erlischt sie für eine Weile wieder, um dann wieder irgendwann anzugehen. Ich weiß leider nicht mehr weiter. Bitte sagen Sie mir, was die Ursache meines Problems ist. Vielen mit Dank, Herr Stiller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Stiller, was das genau ist, sagt Ihnen ein Autoelektriker. Der hat den Ladestromkreis in ein paar Minuten komplett durch gemessen, das kostet nicht viel. Vielleicht muss nur ein Stecker oder ein Kabel neu befestigt werden, und die Ladekontrolle bleibt aus. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Martin Denk:

Schönen Guten Tag Herr Kessler! Habe ein ziemlich ominöses und mittlerweile auch mehr oder weniger gefährliches Problem mit meinem Citroen Evasion 2,1 TD Bj.99: Das Auto erhöht ohne Betätigung des Gaspedals die Drehzahl. Unabhängig von Motor- und Außentemperatur. Pendelt im Sekundentakt zwischen 1.500 und 2.500 Touren. Beim Auskuppeln vor dem Hochschalten dreht er sogar bis auf 3.500 Touren. Im Stau oder beim Einparken ist das ziemlich mühsam und zum Teil auch nicht ungefährlich. Die Fachwerkstatt konnte keinen Fehler auslesen und tippt auf die Einspritzpumpe. Da dies aber eine ziemlich kostspielige Angelegenheit werden könnte, wollte ich um Ihren Rat bitten. Mit freundlichen Grüßen Martin Denk

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann leider alles Mögliche als Ursache haben! Sie haben nicht erwähnt, wie viel Kilometer der Wagen schon auf der Uhr hat. Vielleicht hat die Unterdruckpumpe ein kleines Leck und pumpt Motoröl in den Ansaugtrackt (hoher Motorölverbrauch?). Oder der Motor ist bereits relativ stark verschlissen und lässt zu viel «Blow-by-Gase» aus dem Kurbelgehäuse in den Luftfilter. Oder die Abgasrückführung ist verkokt und setzt dem Frischgas zu viel Abgas zu, was die Motorelektronik «ausregeln» möchte. Oder, oder.... Leider ist das kein guter Fall für Ferndiagnosen.

Frage von Armer Alter:

Hallo Autopapst! Mein VW Sharan (Bj. 2003, TDI, 110000 Kilometer) zieht auf Autobahnen leicht nach rechts, egal ob auf dem rechten, mittleren oder linken Streifen, ob mit oder ohne Gas oder Gang raus, egal bei welcher Geschwindigkeit. Wenn ich das Lenkrad loslasse, so zieht er nicht gleich, aber dann deutlich nach rechts weg. Ansonsten reichen zwei Finger im Lenkrad aus, um ihn in der Spur zu halten. In der Stadt oder auf Landstraßen kann man das nicht richtig testen. Der Effekt blieb trotz Reifenwechsel (Winter auf Sommer) und Spureinstellung bestehen. Meine Frage, was ich tun könnte? Gruß und Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hey Alter, das ist einerseits ganz o.k. (wenn die Autospezialisten sagen, da müsse nichts gemacht werden. Andererseits gibt es aber natürlich doch eine Ursache (die aber wirklich -zunächst!- noch tolerabel ist...). Ein Austausch der Querlenker der Vorderachse und der Stabilisatorlager dürfte dem Auto ein etwas definierteres und vor allem stetigeres Fahrverhalten verleihen. Da diese Arbeiten aber nicht ganz billig sind, müssen Sie selber abwägen, ob sofortige Aktionen nötig sind.... Spätestens bei der nächsten Hauptuntersuchung trennt sich dann die Spreu vom Weizen.

Frage von Bianka Köhler:

Hallo Herr Kessler! Habe ein Problem mit meinen Seat Arosa 1,4 Baujahr 11/2003. Wenn ich morgens losfahren möchte muss ich sehr viel Gas geben, ansonsten geht er aus, bei weniger Gas. Woran kann dies liegen? Bitte um Antwort. Mit freundlichen Grüßen Bianka. Danke im Voraus an den Autopapst.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Bianca, das kann an zu altem Motoröl, einer vernachlässigten Zündanlage oder (am wahrscheinlichsten) einem defekten Motortemperaturfühler liegen. Alle Möglichkeiten sind schnell zu reparieren und bezahlbar. Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST.

Frage von Holger Knoop:

Hallo! Bei meinem 96`er Daewoo Espero wurde die Wasserpumpe gewechselt. Trotzdem wird er im Stadtverkehr extrem heiß. Bei laufender Klimaanlage geht die Temperatur sofort zurück. Habe auch noch nie das Lüfterrad gehört, obwohl mir in der Werkstatt gesagt wurde, dass es sich bei 94 Grad zuschalten würde. Wasser war auch genügend im Behälter, das aber auch extrem heiß wird.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Holger, nach meiner Erinnerung hat der Espero zwei
Kühlerventilatoren: Einer für den Normalbetrieb ohne Klima, und einen zweiten für die erschwerten Bedingungen im Betrieb mit Klimaanlage. Ich würde beide Lüfter testen und unter Umständen erneuern. Wenn beide funktionieren, bleibt eigentlich nur der Thermoschalter für den Normallüfter als Ursache übrig. Viel Glück.

Frage von V. Kämpf:

Sehr geehrter Herr Keßler. Ich brauche Ihre Hilfe. Ich habe einen Dewoo Kalos (5 Jahre alt).Nach dem Ausfall des Lichtwarners, wurde er 2008 erneuert. Bewege ich das Auto ungefähr 700 Meter ertönt ganz kurz ein hupeähnliches Geräusch. Auch durch mehrmaliges Aufsuchen der Fachwerkstatt konnte mir keiner sagen, woran das liegt. Der Fehler wurde bis heute nicht gefunden. Können Sie mir helfen? Bedanke mich im Voraus. V. Kämpf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kämpf, könnte das vielleicht von der Bremse kommen? Sind Sie jemand, der beim Parken die Handbremse benutzt (und sie ggf. vergisst oder nicht richtig löst)? Oder ein Wenigfahrer, bei dessen Auto die Bremsen nach langer Fahrpause etwas korrodiert sind und beim ersten Bremsen ein Geräusch machen? Denken Sie mal darüber nach. Wenn der Lichtwarner eine Rolle in der Geschichte spielt, würde ich den mal probeweise abklemmen. Dann stellt sich sehr schnell heraus, ob das die Ursache ist. Andreas Kessler.

Frage von Stefan,Jäckel:

Ich habe eine Frage zum Thema Leistungssteigerung des Motors. Kennen Sie das Prinzip der Wassereinspritzung (Boost Cooler)um den Motor einer Leistungssteigerung zu unterziehen? Außerdem habe ich noch eine Frage, was passiert mit meinen Achsen und Bremsen, wenn ich anstatt wie Original 18 Zoll jetzt 20 Zoll fahren möchte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stefan, das Thema Wassereinspritzung taucht immer wieder auf und ist dabei eigentlich schon uralt: In den Motoren der Jagdflugzeuge des 2. Weltkrieges gab es Wassereinspritzung, um durch eine bessere Innenkühlung und den im Wasser enthaltenen Sauerstoff die Leistung der Motoren in großen Höhen noch weiter steigern zu können. Für diesen speziellen Einsatzzweck hat das wohl ganz gut funktioniert; bei den modernen elektronisch gesteuerten und abgasengifteteten TDIs dürfte das ganze sehr schnell zu einem Abstimmungs- und Abgasfiasko werden. Für den reinen Rennsport kann die Wassereinspritzung sinnvoll sein, für ein täglich genutztes Auto nicht. 20 Zoll-Felgen tun Achsen und Bremsen nichts, wenn der Abrollumfang des Rades sich gegenüber der 18 Zoll-Ausführung nicht ändert.