Fragen an den Autopapst im Dezember 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Ihre Anfragen aus dem Monat Dezember 2009.

Bernd Klotzbächer fragt:

An meinem BMW 1er, EZ: 05, 50.000km sind folgende Funktionen ausgefallen. Lüfter, Klimaanlage, DTC (ESP) und ABS. Kosten für das Auswechseln der Elektronikteile ca. 2500 Euro. BMW lehnt eine Kostenübernahme ab. Wäre es möglich, die Fehler auch kostengünstiger zu beheben oder macht es Sinn, mich weiter an BMW zu wenden.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, für BMW ist ein 4 Jahre altes Auto mit 50000 km auf der Uhr erstens aus der Gewährleistung/Garantie und zweitens auf dem besten Wege zum Autoverwerter..... Der Weg zum Hersteller ist leider völlig tot und nur mit viel Geld erfolgversprechend. Viel besser wäöre eine genaue Diagnose (Du hast ja nur die Symptome beschrieben, aber nicht deren Ursache....). Der Klima-Lüfter sollte von einem Kfz-Elektriker wieder in Gang gebracht bzw. kostengünstig erneuert werden können. Und beim ABS/ESP ist vielleicht ja nur ein Sensorkabel durch, wer weiß? Ich würde mir zunächst von einer vertrauenswürdigen Werkstatt eine genaue Diagnose stellen lassen. Wenn sich am Ende doch heraus stellt, dass ein Steuergerät defekt ist, kann man das bei Spezialisten reparieren lassen. Das kostet dann nur 250 €. Aber ohne genaue Diagnose sind alle meine Tipps aus der Ferne nichts wert!

Marcel Lantzsch fragt:

Hallo, ich habe einen VW Golf 2, Baujahr 90 und habe ein Problem mit der Servolenkung. Sie funktioniert im kalten Zustand gar nicht und nach ca. 10 km Fahrt kommt langsam eine Unterstützung zustande, ist aber eher rucklig und Drehzahlabhängig und auch immer anders. Ich vermute die Servopumpe, bin mir aber nicht sicher oder gibt es noch Druckventile, die mir da einen Strich durch die Rechnung machen können?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Marcel, Du liegst gar nicht so schlecht mit Deinen Vermutungen! Es könnte in der Tat an der Servopumpe liegen, und die Ventile in der Pumpe spielen auch eine Rolle. Die eigentliche Ursache ist aber das völlig überalterte (oder womöglich gar nicht mehr vorhandene??) Servoöl! Ich empfehle vor teuren Reparaturen zunächst mal einen Ölwechsel (des Servoöls!) mit einer Sorte, die eine VW-Freigabe hat. Es kann nötig sein, das 2-3 mal zu machen, bis der alte Schmodder aus der Servolenkung raus gespült worden ist. Dann läuft die Servounterstützung wieder wie am ersten Tag im Jahre 1990.

Frage von Jens Stephainsky:

Hallo Andreas, ich habe einen Passant TDI 85kw, AJM 04.2000, 275.000km, der Turbolader läuft nicht, springt perfekt an, alles schön hat nur kein Pep und läuft max. 120km/h. Kupplung, Kühler neu, Turbo gereinigt, mechanische Prüfung ok. Im Urlaub (Slowenien) lief der Motor normal auf der Autobahn, dann plötzlich Notprogramm (siehe oben). Zündung aus, Zündung an alles wieder normal. Ist ca. 25 Mal passiert. Jetzt funktioniert das mit aus-an nicht mehr. Er läuft nur noch im Notprogramm. Hilfe. Über einen Rat wäre ich sehr dankbar. Schöne Feiertage. Gruß Jens. PS: Trotzdem ein toller Wagen
Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Jens,
spontan würde ich das Problem dem Luftmassenmesser anhängen.... Aber: Genau wird man das nur nach einer Fehlerspeicherauslesung beurteilen können. Ich würde mich darum auch nicht herum drücken, weil die evtl. dafür aufgerufenen Kosten wesentlich geringer sein dürften als die für versuchsweise ausgetauschte, aber eigentlich nicht defekten Teile. Ursächlich könnte auch die Verstellmimik für den Turbo sein (VTG-Turbo??), oder die Ladedruckregelung (Elektronik!). Also: Lasse den Stecker in die Buchse stecken...Es grüßt der AUTOPAPST

Frage von Uwe Adam

Lieber Andreas, wir fahren einen Nissan Primera Traveller 1.6, Baujahr 1994, betagt, aber sehr zuverlässig. Seit einigen Wochen stelle ich fest, dass die Motortemperaturanzeige nur sehr langsam etwas steigt und dann auch nicht bis auf Normalstellung geht. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass die Heizung nicht so richtig leistet. Scheinbar kühlt der Motor mehr als er soll. Woran kann das liegen? Mit freundlichen Grüßen Uwe Adam
Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Uwe, kleine Ursache, große Wirkung: Das Thermostat des Kühlsystems ruft nach Erneuerung! Das Teil kostet im Zubehör etwa 15 Euro, zur Erneuerung braucht man sicher noch ein paar Dichtungen und Schlauchschellen. Die Werkstatt sollte bei der Gelegenheit gleich das Kühlmittel erneuern. Danach heizt der Nissan wieder wie das Kraftwerk am Barnackufer.... sagt DER AUTOPAPST

Katrin Schneider fragt:

Hallöchen, es geht um einen VW Caravelle, Bj 98: Die Kontrollleuchte für Bremsflüssigkeit leuchtet ständig, auch während der Fahrt, ABS Kontrollleuchte geht nicht an während Zündung.Seit diesen beiden Auffälligkeiten bricht die Batterie nur bei Zündung vollkommen zusammen, das Auto springt nicht an. Kurz nach Zündung Batterie nach kurzer Wartezeit wieder i.o.(festgestellt durch Messung)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katrin, die Batterie dürfte auch nicht der Grund des Problems sein, sondern die Verkabelung! Ich würde zunächst die Anschlüsse der beiden dicken Kabel an der Batterie und dann am Anlasser bzw. der Karosserie prüfen (abschrauben, säubern, mit Kupferpaste einreiben, wieder befestigen). Dann kommt die «Massekur» (suchen, lösen, säubern und neu befestigen aller erreichbaren Massekabel im vorderen Bereich des Autos). Wenn das immer noch nichts bringt, bleibt noch das Zünd-Anlass-Schloß hinter dem Schließzylinder des Lenkschlosses als Problemursache übrig. Danach kann dann nur noch ein Autoelektriker weiter helfen.

Illona Schroeder fragt:

Werter Herr kessler, wir fahren seit 3 Jahren einen Toyota Yaris, 5 Tuerig, 87 PS. Keine Probleme bis auf den Keilriemen. Der wird nun zum dritten.Mal gewechselt, da er, beim Starten, wenn der Wagen kalt ist, ganz dolle klingelt. Was kann das sein? Danke, Frau Schroeder

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Schröder, da wird entweder der Keilriemen nicht gewechselt, sondern nur gespannt, oder es kommt ein ungeeignetes Ersatzteil zum Einsatz oder eine oder mehrere Riemenscheiben sind so abgenutzt, dass der Riemen darauf keinen Halt findet. Vielleicht probieren Sie Ihr Glück mal in einer anderen Werkstatt, wenn die Garantie abgelaufen ist (das müsste doch jetzt bald der Fall sein, oder?). Viele Grüße vom AUTOPAPST

Achim Reiprich fragt:

Hallo, bei meinem Volvo V40 hat der Leerlauf an der Ampel plötzlich komplett hochgedreht. Ich habe den Motor dann ausgemacht und musste unheimlich orgeln, dass er wieder ansprang. Direkt danach hat er wieder hochgedreht, aber dann nicht mehr. Was könnte das sein? Vielen Dank, Achim Reiprich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwer zu sagen! Möglich wäre eine durch Schmutz, Öl und Ruß hängende Drosselklappe. Lassen Sie die mal reinigen und neue «anlernen». Das wirkt manchmal Wunder.

Kristina Schulze fragt:

Ich habe folgendes rätselhaftes Problem mit meinem Peugeot 206, Bj. 2000: Seitdem das vordere, zum Endschalldämpfer führende, Abgasrohr erneuert wurde, gibt es ein mittellautes «Rattern» als Fahrgeräusch, aber nur, wenn ich vom Gas gehe. Sobald ich wieder leicht Gas gebe, verschwindet das Geräusch wieder. Beim Auskuppeln bleibt das «Rattern», jedoch hört es sich etwas anders an. Bei Leerlauf an der Ampel ist kein Geräusch zu hören. Die Werkstatt, die das Abgasrohr erneuert hat, überprüfte daraufhin durch Sichtkontrolle die Dichtigkeit des erneuerten Abgasrohres und auch die Räder- jedoch ohne Auffälligkeiten. Nun besteht Ratlosigkeit und mir wurde angekündigt, das Auto komplett untersuchen zu müssen - was jedoch zeitaufwendig und daher mit hohen Kosten verbunden ist. Haben Sie vielleicht eine Idee vorher das «Rattern» herrühren könnte und ob es in Zusammenhang mit der Reparatur stehen könnte. Ich muss noch erwähnen, dass das Geräusch erst einen Tag (ca. 10 Fahrkilometer)nachdem ich das Auto aus der Werkstatt abholte, auftrat. Vielen Dank und schöne Feiertagewünscht Kristina Schulze.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kristina,

ich tippe bei Deinem Problem auf «Körperschall». Der entsteht, wenn das Abgasrohr Kontakt zu einem Teil des Unterbodens bekommt. Das passiert z.B., wenn beim Wechsel der Abgasanlage die alten Aufhängungsgummis weiter verwendet werden. Oder wenn die Motor-/Getriebeaufhängung schon etwas weich ist und der Antriebsblock beim Gasgeben etwas «kippt» ( das Abgasrohr wird förmlich an den Unterboden gedrückt, wenn die genannte Bewegung statt findet). Also: Checken lassen, ob die Aufhängungsgummis alle schön straff und richtig montiert sind und ob die Motor-/Getriebeaufhängungen o.k. sind. Das Abgasrohr darf nie Kontakt zum Unterboden bekommen, egal in welchem Betriebszustand. Schöne Feiertage wünscht DER AUTOPAPST

Katrin Schneider fragt:

Hallöchen, es geht um einen VW Caravelle, Bj 98: Die Kontrollleuchte für Bremsflüssigkeit leuchtet ständig, auch während der Fahrt, ABS Kontrollleuchte geht nicht an während Zündung.Seit diesen beiden Auffälligkeiten bricht die Batterie nur bei Zündung vollkommen zusammen, das Auto springt nicht an. Kurz nach Zündung Batterie nach kurzer Wartezeit wieder i.o.(festgestellt durch Messung)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katrin, die Batterie dürfte auch nicht der Grund des Problems sein, sondern die Verkabelung! Ich würde zunächst die Anschlüsse der beiden dicken Kabel an der Batterie und dann am Anlasser bzw. der Karosserie prüfen (abschrauben, säubern, mit Kupferpaste einreiben, wieder befestigen). Dann kommt die «Massekur» (suchen, lösen, säubern und neu befestigen aller erreichbaren Massekabel im vorderen Bereich des Autos). Wenn das immer noch nichts bringt, bleibt noch das Zünd-Anlass-Schloß hinter dem Schließzylinder des Lenkschlosses als Problemursache übrig. Danach kann dann nur noch ein Autoelektriker weiter helfen.

Illona Schroeder fragt:

Werter Herr kessler, wir fahren seit 3 Jahren einen Toyota Yaris, 5 Tuerig, 87 PS. Keine Probleme bis auf den Keilriemen. Der wird nun zum dritten.Mal gewechselt, da er, beim Starten, wenn der Wagen kalt ist, ganz dolle klingelt. Was kann das sein? Danke, Frau Schroeder

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Schröder, da wird entweder der Keilriemen nicht gewechselt, sondern nur gespannt, oder es kommt ein ungeeignetes Ersatzteil zum Einsatz oder eine oder mehrere Riemenscheiben sind so abgenutzt, dass der Riemen darauf keinen Halt findet. Vielleicht probieren Sie Ihr Glück mal in einer anderen Werkstatt, wenn die Garantie abgelaufen ist (das müsste doch jetzt bald der Fall sein, oder?). Viele Grüße vom AUTOPAPST

Achim Reiprich fragt:

Hallo, bei meinem Volvo V40 hat der Leerlauf an der Ampel plötzlich komplett hochgedreht. Ich habe den Motor dann ausgemacht und musste unheimlich orgeln, dass er wieder ansprang. Direkt danach hat er wieder hochgedreht, aber dann
nicht mehr. Was könnte das sein? Vielen Dank, Achim Reiprich


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwer zu sagen! Möglich wäre eine durch Schmutz, Öl und Ruß hängende Drosselklappe. Lassen Sie die mal reinigen und neue «anlernen». Das wirkt manchmal Wunder.

Kristina Schulze fragt:

Ich habe folgendes rätselhaftes Problem mit meinem Peugeot 206, Bj. 2000: Seitdem das vordere, zum Endschalldämpfer führende, Abgasrohr erneuert wurde, gibt es ein mittellautes «Rattern» als Fahrgeräusch, aber nur, wenn ich vom Gas gehe. Sobald ich wieder leicht Gas gebe, verschwindet das Geräusch wieder. Beim Auskuppeln bleibt das «Rattern», jedoch hört es sich etwas anders an. Bei Leerlauf an der Ampel ist kein Geräusch zu hören. Die Werkstatt, die das Abgasrohr erneuert hat, überprüfte daraufhin durch Sichtkontrolle die Dichtigkeit des erneuerten Abgasrohres und auch die Räder- jedoch ohne Auffälligkeiten. Nun besteht Ratlosigkeit und mir wurde angekündigt, das Auto komplett untersuchen zu müssen - was jedoch zeitaufwendig und daher mit hohen Kosten verbunden ist. Haben Sie vielleicht eine Idee vorher das «Rattern» herrühren könnte und ob es in Zusammenhang mit der Reparatur stehen könnte. Ich muss noch erwähnen, dass das Geräusch erst einen Tag (ca. 10 Fahrkilometer)nachdem ich das Auto aus der Werkstatt abholte, auftrat. Vielen Dank und schöne Feiertagewünscht Kristina Schulze.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kristina,

ich tippe bei Deinem Problem auf «Körperschall». Der entsteht, wenn das Abgasrohr Kontakt zu einem Teil des Unterbodens bekommt. Das passiert z.B., wenn beim Wechsel der Abgasanlage die alten Aufhängungsgummis weiter verwendet werden. Oder wenn die Motor-/Getriebeaufhängung schon etwas weich ist und der Antriebsblock beim Gasgeben etwas «kippt» ( das Abgasrohr wird förmlich an den Unterboden gedrückt, wenn die genannte Bewegung statt findet). Also: Checken lassen, ob die Aufhängungsgummis alle schön straff und richtig montiert sind und ob die Motor-/Getriebeaufhängungen o.k. sind. Das Abgasrohr darf nie Kontakt zum Unterboden bekommen, egal in welchem Betriebszustand. Schöne Feiertage wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Christian Janssen:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen Golf TDI, 130 PS (Kennbuchstabe ASZ), Bj. 2001, 219.000 km, Automatik: Er ruckelt bei 2800 U/min bzw. 140 km/h. Mal handelt es sich eher um ein «weiches», wellenformiges Auf-und-Ab (etwa so, als würde die Maschine ein leichten Widerstand überwinden
müssen), mal um richtiges Ruckeln, das das ganze Fahrzeug leicht durchschüttelt. Das Phänomen tritt sporadisch, aber zunehmend häufiger auf. Bei auch nur leicht höheren oder niedrigeren Geschwindigkeiten treten bislang keine Probleme auf. Die Werkstatt hat daraufhin das AGR gereinigt und glaubt zudem nicht, dass es der LMM sei. Phänomen bleibt aber trotzdem bestehen. LMM ist vor vier Jahren bereits einmal getauscht worden, hat seit dem jedoch ca. 130.000 km geleistet). Kraftstofffilter ist neu. Keine Einträge im Fehlerspeicher. Soll-/Ist-Werte sind, lt. Werkstatt, alle in Übereinstimmung. Fahrzeug rußt nicht mehr als üblich (leicht bei starker Beschleunigung). Haben Sie für mich und die Werkstatt einen Tipp zur Ursache? Viele Grüße und Dank im Voraus! Christian Janssen


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christian, spontan fällt mir dazu eigentlich nur das Ladedruckregelventil des Turboladers ein! Bei den alten TDIs ruckelte es immer, wenn der Nadelhubgeber im Eimer war (aber viel deutlicher als Du es beschreibst!). Eine weitere Möglichkeit könnte ein klemmendes AGR
(Abgasregelventil) sein. Und: Der LMM könnte es trotzdem wieder sein!
Versuch doch mal eine Reinigung mit Bremsenreiniger. Das könnte vorübergehend Besserung bringen, bis das Ding wieder «zu» ist..... Es grüßt DER AUTOPAPST

Frage von Hartmut Wuttke:

Werter «Autopapst», ich fahre einen Ford Fusion mit Durashift-Automatik, Baujahr 2004, Km-Stand 72.000. Seit einiger Zeit zeigt sich folgendes Problem: Wenn ich, insbesondere am Morgen oder nach längerem Stehen, im Automatikbetrieb mal verkehrsbedingt zügig anfahren muss, gibt es ein lautes Poltern und Ruckeln und ich bin gezwungen das Gas wegzunehmen, bis der Wagen Fahrt aufgenommen hat. Es fühlt sich an, als würde der Kraftschluss zwischen Getriebe und Antrieb stotternd unterbrochen oder wie ABS-Poltern. Nach längerem Fahren und im Handbetrieb tritt das Problem kaum auf. Ich habe den Wagen schon über Nacht in der Werkstatt gelassen, aber der Vorführeffekt .... Danke im voraus Hartmut Wuttke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Hartmut, das könnte eine defekte Antriebswelle, ein defektes Zweimassenschwungrad oder eine defekte Motor-/Getriebeaufhängung sein.
Nach Ihrer Schilderung tippe ich fast auf das Zweimassenschwungrad; die Durashift-Automatik ist keine «echte» Automatik, sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe mit automatisierter Kupplung. Das Zweimassenschwungrad ist eingebaut, um einen möglichst vibrationsarmen Motorlauf zu gewährleisten. Wenn dieses Bauteil versagt, ist davon natürlich keine Rede mehr, im Gegenteil.....

Frage von Dassios:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe einen DB 190E 2.6 (201). Wie lang dauert der Einbau v. Bremsscheiben nur vorn u. Bremsbelägen hinten und vorne sowie der Einbau eines Umlenkhebels? Was versteht man unter einer Arbeitseinheit und können Autoteile bei Mercedes günstiger sein als z.B. bei Textra? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dassios, lieber Freund! Was für einen erlesenen Automobilgeschmack Sie haben! Einen 190E 2.6, ein Auto für die ganz große Reise..... Habe ich im Augenblick auch und bin nach 30.000km immer noch ganz verliebt! Scheiben und Beläge vorne sollten nach spätestens zwei Stunden erneuert sein, ein Profi beim Bremsenschnelldienst schafft das auch in einer. Und für die Hinterachse kommen noch mal 30-45 Minuten dazu (ohne Bremsbacken für die Feststellbremse!). Arbeitseinheiten werden von den Herstellern für bestimmte Arbeiten vorgegeben, das ist so ähnlich wie die Akkordsätze in der Industrie. Theoretisch sollte also jede Werkstatt für den Bremsenwechsel gleich lange brauchen. Allerdings variiert der Preis pro Arbeitseinheit teilweise ganz erheblich. Zehn Arbeitseinheiten sind eine Stunde, und wenn eine Arbeitseinheit 8,50 € kostet, liegt die Stunde bei 85 Euro (allerdings nicht bei Mercedes....). Es gibt tatsächlich ab und zu mal Sonderaktionen bei der Marke mit dem Stern, in deren Rahmen Ersatzteile für ältere Baumuster sehr billig «abverkauft» werden. In aller Regel ist das aber immer noch teurer als Identteile vom Taxi-Ersatzteilhandel (www.te-taxiteile.de).

Frage von Daniel Hanisch:

Guten Tag, ich fahre einen Nissan Almera, Stufenheck, Facelift, Erstzulassung 04/99 mit gut 140.000 km auf dem Tacho. Mit einem Kilometerstand von 44.000 habe ich es 2003 gekauft. Über den Sommer fiel mir auf, dass mein Auto sehr träge und schwerfällig geworden ist. Kleinste Anhöhen waren nur noch mit Vollgas und runter schalten möglich. Beim Wartungsdienst III im Juli wurden in diesem Rahmen dann der Kraftstofffilter erneuert, der Luftfilter getauscht die Zündkerzen gewechselt und die Drosselklappe gereinigt. Letztere war nach Angaben meiner Werkstatt völlig verkokt. Mein Auto fuhr ab jetzt wieder flotter, hatte aber eine neue Macke. Dieses Problem tritt nur bei kaltem oder mäßig warmen Motor auf. Am nächsten Morgen beim Anlassen meines Fahrzeuges schnellte die Drehzahl auf 2000 hoch. Nach etwa zwei Sekunden fiel sie auf 1700 und blieb auch dort. Diese übermäßig hohe Drehzahl wurde beibehalten bis der Motor richtig warm war. Beim stoßweisen Gasgeben (bei kaltem-mäßig warmen Motor) verharrte der Drehzahlmesser jenseits der 2000er Grenze kurz und die Drehzahl ging anschließend nur sehr langsam zurück. Inzwischen habe ich zwei weitere Werkstatttermine hinter mir mit nur geringem Erfolg. Beide Male wurde irgendetwas eingestellt, wobei beim zweiten Termin angeblich ein Wachselement-Schalter gereinigt und entrostet wurde, der wohl für die Steuerung des Standgases zuständig sein soll. Ergebnis: Die Anfangsdrehzahl ist jetzt nicht mehr bei 2000 sondern nur noch bei 1800 und sackt nach einem kurzen Moment auf 1500 ab. Während der Aufwärmphase des Motors schwankt das Standgas zw. 1100 und 1600, wobei es zwischenzeitlich sogar 800 U/min haben kann. Dennoch selbst bei - nach Temperaturanzeige fast warmen Motor, sinkt die Drehzahl von 2000 auf 1200 nur sehr langsam ab und verharrt erst einen Moment bei 1200 bevor sie auf die üblichen 800 absinkt. Dieses Problem hatte ich vorher nie. Bei extremer Kälte war die Drehzahl zwar höher als normal aber nie 2000 U/min. Außerdem gab sich das bereits nach wenigen 100 Metern. Mit Klimaanlage hatte ich höchstens 1000 U/min bei mäßig warmen Motor. Noch nie konnte oder besser gesagt musste ich durch die halbe Stadt im Standgas und dem Fuß auf der Bremse fahren! Was ist hier los? Außerdem ruckelt er beim Beschleunigen zwischen 1500 und 2000 U/min. Der Spritverbrauch hat sich durch dieses hohe Standgas natürlich auch erhöht. 2/3 Landstrasse, 1/3 Stadt; Verbrauch zw. 8-8,3 Litern auf 100 km. Weiterhin fällt mir auf, dass mein Auto leicht Kühlflüssigkeit verliert. Komplett ausgetauscht wurde sie im Februar diesen Jahres. Da war der Flüssigkeitsstand bei max. bei kaltem Motor. Jetzt ist der stand knapp über min. bei kaltem Motor. Auffällig ist eine merkwürdig weiße kristalline Ablagerung vor allem an der Motorraumverkleidung, die sich aber abwischen lässt. Ich dachte bisher immer, das sei Salz vom Streuen im Winter, aber bisher wurde bei uns noch kein Salz gestreut. Gibt es hier einen Zusammenhang? Mit freundlichen Grüßen Daniel Hanisch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Hanisch, der weißliche Belag ist eine Mischung aus Kalk und Kühlerfrostschutz! Das Auto ist wahrscheinlich etwas inkontinent und bläst geringe Mengen Kühlmittel als Dampf durch schlappe Schlauschellen oder poröse Kühlschläuche in den Motorraum. Prüfen Sie mal die Schläuche (kneten! Sehen Sie Risse?) und die Schlauchschellen: Sind die rostig oder lose? Auswechseln!

Der schlappe Motor krankt an «Nahrungsmangel». Er bekommt zwar genügend Benzin, aber zu wenig Sauerstoff! Das liegt nicht an einem verstopften Luftfilter, sondern an einem hängenden Abgasregelventil (welches Abgas dem Frischgas zumischt, um die Abgasqualität zu verbessern). Wenn der Abgasanteil zu hoch wird, ist nicht mehr genügend Sauerstoff in der angesaugten Kraftstoff-Luft-Mischung und der Motor verbrennt schlecht. Der hohe Abgasanteil ist auch verantwortlich für die Verschmutzung des Leerlaufregelventils und damit für den merkwürdigen Leerlauf. Erzählen Sie der Werkstatt ruhig von meiner Vermutung, vielleicht ist da etwas Wahres dran.....

Frage von Holger:

Hallo, mein Ford Transit, Baujahr 1998, Diesel, 2,5l, qualmt sehr stark weiß, wenn er warm ist im Stadtverkehr. Auf Autobahnfahrten ist dies jedoch nicht. Was kann es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Holger, wenn das eine aktuelle Beobachtung ist, frisch von der Straße sozusagen, dann könnte das an den aktuell niedrigen Temperaturen liegen. Der weiße Dampf aus dem Auspuff ist Kondenswasser aus der Verbrennung und normal. Bei der Verbrennung von einem Liter Kraftstoff entstehen etwa 1,2 Liter Wasser (in Form von Dampf), der bei niedrigen Temperaturen sehr schön sichtbar wird.

Frage von Kai Rasmus Kuehne:

Sehr geehrter Papst, fahre einen Opel Signum, den mir meine Oma spendierte. Aber Gott meint es schlecht mit mir und hat die dritte Hochdruckpumpe zerlegt. Will am Wochenende mal das Ding öffnen. Sollen sich laut Leidensgefährten Späne oder Abrieb drin befinden. Keiner kann aber sagen, welches Öl wieder in die Pumpe gehört. Synthetisches 0W40 soll zu heiß werden. Was meinst Du? Danke!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kai, ein paar mehr Details zum Auto und seinem Motor wären nicht schlecht! Ohne die ist leider keine Aussage möglich. Dazu sind die Motoren mit ihren Aggregaten heute zu sehr «auf Kante» konstruiert und benötigen deshalb skurile High-Tech-Wässerchen. Im Zweifel musst Du mit den Fahrzeugpapieren zum freundlichen Opel-Dealer gehen und dort fragen, sorry!

Frage von Manfred Finkel:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Stilo JTD chipgetunt mit 200.000km Laufleistung. Der Motor wurde bei 120.000 Kilometern erneuert und hat nun 80.000km Laufleistung. Seit neuem braucht der Motor unheimlich viel Öl (1Liter auf 1000 Kilometern) und springt im kalten Zustand erst nach mehreren Umdrehungen an. Alle vier Glühkerzen gingen nacheinander kaputt und wurden gewechselt. Der Wagen selbst läuft an sich ganz gut. Jedoch Ölverbrauch und das schlechte Anspringen machen mir Sorgen, die Werkstatt hat keine Idee, die Hochdruckpumpe wurde erst erneuert. Was raten Sie mir? Danke im Voraus für ihren Tip.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Manfred, der genannte Ölverbrauch ist tatsächlich für einen Motor mit 80.000 Kilometern zu hoch. Wahrscheinlich haben sich im Brennraum und vor allem auf den Ventilen bereits dicke Ölkohle-Schichten aufgebaut, die für die Glühkerzendefekte und das schlechte Starten verantwortlich sein können. Ob der Ölverbrauch durch defekte Ventilschaftdichtungen/-führungen oder defekte Kolbenringe verursacht wird, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Generell ist der Tuning-Chip leider der Motorlebensdauer nicht förderlich! Unter Umständen ist die erhöhte Einspritzmenge (neben möglicherweise anderen, ebenfalls nachteilig veränderten Parametern der Motorsteuerung) dafür verantwortlich. Ich sehe von hier aus keinen «billigen» Reparaturansatz! Beim nächsten Motor / Auto würde ich den Chip weglassen.

Frage von Janek:

Hallo Andreas, ich habe diverse Foren zum Thema Zahnriemen durchforstet, um heraus zu finden, wie viel ein Wechsel kosten würde. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 500 Euro und 150 Euro. Mir wäre lieber, 150 Euro zu zahlen und deshalb folgende Frage: Muss tatsächlich der Zahnriemen oder nicht einfach die Steuerkette, wie behauptet wird, gewechselt werden? Es handelt sich um einen Ford Focus, Baujahr 2000, 1,6l, 16V, Benzin. Vielen Dank für die Hilfe Janek

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Janek, 150 Euro sind für einen Zahnriemenwechsel ein Traumpreis. Allerdings sehe ich nicht, wie man zu diesem Kurs Qualitätsarbeit zu leisten vermag; allein das Zahnriemenkit kostet ja schon fast so viel. Für Deinen Focus ist das Wechselintervall nach meinen Informationen 160.000 km oder zehn Jahre. Allerdings sind diese Informationen immer nur dann auf das jeweilige Auto zutreffend, wenn man Typschlüssel und VIN mit den Herstellervorgaben abgleicht. Und das kann am besten ein Fordhändler. Grundsätzlich ist der Zahnriemenwechsel aber kein Problem; eine einigermaßen gut beleumundete Werkstatt sollte das in den Griff bekommen. Ein «normaler» Preis liegt in der Gegend von 400 Euro. Ach ja, zum Schluss noch eins: Der Focus hat einen Zahnriemen und keine Steuerkette!

Frage von Stefanie Häger:

Hallo! Ich habe einen Ford Escort MK7, Bj. 1997! Seit einiger Zeit ruckelt er immer extrem beim Fahren und wenn es draußen kalt ist dann springt er zwar an, aber nach einiger Zeit geht er wieder aus z.B. wenn ich an eine Kreuzung fahre und bremsen muss! Zündkabel und -Kerzen sind gewechselt, Zündspule, Luftmengenmesser, alles gewechselt! Wurde danach alles kurzzeitig besser, aber jetzt wieder schlimmer, wenn es kalt ist! Was kann ich da noch versuchen????? Vielen Dank im Voraus!! MFG Stefie

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Stefie, versuch doch mal das Leerlaufregelventil zu säubern! Das ist oft völlig zu.... Oft wird es dann besser, aber auch wieder schlechter: Dann muss ein neues Ventil eingebaut werden. Das gleiche gilt für die Abgasrückführung: Hier heißt das Ventil AGR und leitet im Defektfall zu viel Abgas in den Ansaugtrakt, was dann zu den von Dir beschriebenen Problemen führt.

Frage von Klaus Roggmann:

Sehr geehrter Autopapst, ich hab da ein Problem mit meinem Skoda Octavia, Baujahr 1997, Typ 1U, 170.000km runter. Alles fing an mit einer Starthilfe, die ich jemandem gegeben habe. Einen Tag Später stecke ich den Zündschlüssel ins Auto und alles geht aus, Innenraumbeleuchtung, Bremslicht funktioniert nicht und das Auto springt nicht an. Weil ich dachte, dass das irgendwie mit der Starthilfe zusammenhing, hab ich an der Batterie gecheckt, ob da wohl eine Art Wackelkontakt vorliegt und kurz darauf hat alles wieder funktioniert. Nun geht aber auf einmal der Motor immer wieder aus und kann den Leerlauf nicht mehr richtig halten, beim Schalten, in der Kurve und beim kuppeln. Die Drehzahlnadel schwankt regelrecht ununterbrochen und sehr impulsiv. Und das Zünden ist ohne Gas zu geben auch nicht so einfach. Der ADAC konnte mir nicht wirklich weiterhelfen, das hätte wohl was mit der Drosselklappe zu tun. Aber wie hängt das alles mit der Batterie zusammen? Mir wurde empfohlen eine Skodawerkstatt aufzusuchen, nur hab ich oft Angst, dass die mir dort auch nicht weiterhelfen können und ich irgendwas bezahle, was mit dem eigentlichen Problem gar nichts zu tun hat. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, inwiefern ich als Student um eine teure Reparatur herumkomme bzw. was die Ursache des Problems ist. Mit freundlichen Grüßen Klaus Roggmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Klaus, ich tippe bei Ihrem Problem auf eine Verkettung von unglücklichen Umständen.... Zunächst würde ich mal eine «Massekur» durchführen: Suchen, lösen, säubern, konservieren und wieder befestigen sämtlicher Masseanschlüsse im Motorraum und unter dem Armaturenbrett (Masse = Minuspol der Batterie, der mit der Karosserie-«Masse» verbunden ist. Der negative Pol jedes Verbrauchers ist irgendwo mit der Karosserie verbunden!). Wenn die Massepunkte korrodiert sind, ist der Stromkreis unterbrochen und die von Ihnen geschilderten Probleme treten auf. Eine weitere Möglichkeit (auch im Zusammenspiel mit der o. g. Problematik) könnte ein versehentliches Verpolen während des Starthilfevorganges gewesen sein. Die geschilderten Probleme wären dann die Spätfolge. Um einen Werkstattbesuch (und sei es nur zur Bestätigung dieser Vermutungen...) kommen Sie also nicht herum.

Frage von Volker Schönberger:

Sehr geehrter Herr Keßler, könnten Sie mir vielleicht bei folgendem Problem helfen: Mein Kfz wurde als Neuwagen(Tageszulassung)mit nachgerüsteter Gasanlage(Einbau in der Vertragswerkstatt)gekauft. Nachdem das Fahrzeug bei der 30.000km Inspektion war, brannte die Motorcheckleuchte, mal dauerhaft, mal gar nicht; das Auto ruckelte; ging an der Ampel aus; mal Startprobleme. Fehler wurde nach dreimaligem Vorstellen nicht festgestellt(keine Fehlermeldung beim Auslesen).Zündkerzen wurden getauscht—kein Erfolg. Beim vierten Vorstellen sollte ich erst eine Auftragsbestätigung mit dem Hinweis bei der Ursache durch Ventilspiel, das ich die Kosten hierfür tragen müsse. Dies folgt anscheinend daher, dass KIA die Wartungsintervalle nachträglich (ohne das wir darüber informiert wurden)geändert hat, sie wollen wohl anstatt vorher nach 90.000km nun schon alle 15.000km das Ventilspiel prüfen,bzw. einstellen. Frage: Kann ein Wartungsplan geändert werden, obwohl dies(die damaligen Intervalle) Bestandteil des Verkaufsgespräches, und somit des Kaufvertrages waren? Kann durch den Gasbetrieb nun ein Motorschaden vorliegen? Sollen wir einen Gutachter hinzuziehen? Können Sie vielleicht einen unabhängigen Sachverständiger empfehlen? Der Mangel ist noch nicht behoben weil wir bei dem Autohaus hierbei auf einen Garantiefall bestehen, aber das Autohaus dies nicht ohne unsere Zustimmung einer evtl. Kostenübernahme (Unterschrift) als Auftrag annimmt. Wir wären wg. dringender Notwendigkeit dieser Klärung (auch wg. hinzugezogenem Rechtsanwalt) für eine schnelle Bearbeitung ihrerseits dankbar.
Mit freundlichen Grüßen Volker Schönberger


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sehr geehrter Herr Schönberger, wie alt ist Ihr Auto denn? Wenn es noch nicht drei Jahre alt ist, müsste es ja noch Garantie haben. Und wenn Sie den Wagen immer entsprechend den Herstellervorgaben zur Wartung zum Vertragshändler gebracht haben, sehe ich keinen Grund, warum man Ihnen die Garantie verweigern sollte. Die Ursache der Probleme ist wahrscheinlich tatsächlich der Betrieb mit Autogas; die Werkstatt vermutet das offenbar auch und will sich jetzt irgendwie um die Haftung aus der Garantie herum drücken. Der von Ihnen bereits beauftragte Rechtsanwalt ist da ganz sicher der bessere Ansprechpartner als ich, weil der sämtliche in diesem Zusammenhang wichtigen Dokumente bei Ihnen einsehen kann. Was genau an Ihrem Auto defekt ist, kann ich aus der Ferne natürlich nicht sagen.

Frage von Andrea Hübner:

Hallo Herr Keßler, ich hab nun schon seit vier Wochen einen nicht mehr fahren wollenden Audi A2 1,6 FSI BAD BJ02. Was mich sehr traurig macht, da ich mein Auto sehr mag, da bisher alles fehlerfrei funktionierte und es ein wunderbar praktisches handliches Frauenauto ist! Ich würde gern alles mal schildern in der Hoffnung, dass es vielleicht jemandem bekannt vorkommt. Folgendes geschah: Anfang September 09 leuchtete die Motorkontrollleuchte auf. Erst flackernd, später dann dauerhaft. Daraufhin brachte ich ihn zum freundlichen Audi-Helfer welcher die Diagnose stellt: Saugrohrunterteil und Unterdruckdose muss getauscht werden, da Steuerhebel aus Kunststoff abgebrochen war. Allerdings mit dem Hinweis, dass es sich ohne Weiteres mit dem Fehler fahren ließe. Das tat ich, da ich sonst keine Veränderung festestellte und die Rechnung fast vierstellig wurde. Ende Oktober ging plötzlich nichts mehr. Er fuhr nur noch auf drei Zylindern. Meine Vermutung ging sofort auf Saugrohrunterteil und brachte den Wagen zu einem Bekannten mit Werkstatt. Er stellte fest, dass eine Zündspule neu musste. Er tauschte die Spule sowie Saugrohr und Unterdruckdose in dem Arbeitsgang gleich mit. Leider leuchtete danach EPC sowie die Motorkontrollleute auf und beim Fehler aus lesen stand: «17428 Kraftstoffdruckregelung Regelgrenze unterschritten». Tja, da stand ich nun und keiner wusste was das heißt! Er verschluckte sich ständig beim Beschleunigen sodass Beschleunigen kaum möglich war. Er kam nur sehr langsam auf Geschwindigkeit und die Drehzahl ging willkürlich hoch und runter. Erster Versuch: Drosselklappen neu anlernen. Das ließ ich beim Boschdienst machen. Danach war EPC aus und er fuhr ruhiger. Drehzahl war angemessen aber null Beschleunigung! Selbst beim voll Durchtreten nichts! Aber nicht nur keine Kraft sondern auch Null Geräusche oder andere Reaktionen! Diagnose Boschdienst: Drucksensor tauschen kommt Null Bar an. Kosten ca. 1000,-!! Da Zahnriemen dafür angeblich runter muss! Bin mit der Info zu dem Bekannten, welcher den Sensor tauschte aber ohne Erfolg! Fehlercode blieb! Zweiter Versuch: Druckregeler tauschen! Gesagt! Getan! Ohne Erfolg! Fehlercode bleibt der Gleiche! Dritter Versuch: Steuerventil tauschen! Teil gebraucht gekauft aber leider wusste der Verkäufer nicht, dass in das Ventil ein «Bolzen» gehört. Nun fehlt dieser! Welchen es aufzutreiben heißt! Vielleicht kann dabei auch schon jemand helfen? Denn gebraucht gibt es davon nicht viele und neu Kostenpunkt 250 Euro! Aber nun hab ich auch gehört, dass es die Benzinpumpe sein könnte! Aber es könnte sicher auch was anderes sein?!?!? Nun hoff ich auf ihre Hilfe und/oder Tipps! Vielen Dank um Voraus Andrea Hübner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Andrea, unter dem Strich haben Sie jetzt jede Menge Teile getauscht / tauschen lassen und viel Geld dafür ausgegeben. Ursache ist die Diagnoseunsicherheit sämtlicher angesprochener Spezialisten, die mit den Daten des Fehlerspeichers nichts anfangen können. In diesem Fall hätte es sich ganz sicher gelohnt, bei einem Audi-Center eine (belastbare!) Diagnose stellen zu lassen und dort dann auch die Reparatur in Auftrag zu geben. Das ist zwar teurer als in freien Werkstätten, wenn man den Reparaturauftrag aber richtig formuliert, reparieren die Jungs so lange weiter, bis der Fehler behoben ist. Und zwar zum Angebotspreis! Schließlich kauft man beim Vertragshändler nicht nur Ersatzteile und ölige Fingerabdrücke, sondern Kompetenz. Das wird ja in jedem Werbespot und jedem Verkaufsgespräch immer wieder betont. Ich glaube übrigens an ein defektes AGR (Abgasrückführung), aber das ist auch nur eine Ferndiagnose, es könnte aber sein..... Viel Glück bei der Lösung wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Jens-Peter Gotthardt:

Guten Tag Herr Keßler, ich bitte verzweifelt um ihre Hilfe. Betrifft meinen Golf III Variant, 1997, 74 kW. Der Golf geht bei unterschiedlichen Bedingungen einfach aus. Manchmal tritt der Defekt tagelang nicht auf - oft jeden Tag - oft früh nach ca. 500 Metern Fahrstrecke. Auto springt dann nach 1-15x starten wieder an - dauert zwischen Sekunden bis 10 Minuten - und fährt dann ganz normal die Wegstrecke des Tages, auch die Rücktour meistert er ohne Stehenbleiben. Die Bosch-Werkstatt hat Relais gewechselt - 4 Tage ok - jetzt tritt der Defekt wieder auf. Ein Freund meint, es läge an einem Teil am Zündschloss oder Steuerteil der Wegfahrsperre? Hat mein Auto überhaupt eine Wegfahrsperre? Vielen Dank für ihre Rückmeldung, Grüße aus Potsdam Jens-Peter Gotthardt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Gotthardt, der Golf könnte schon eine Wegfahrsperre haben,
1997 wurden diese erstmals serienmäßig eingebaut. Als Defektursache käme der Transponder (im Schlüssel) oder die Lesespule in Frage. Eine andere (wahrscheinlichere) Möglichkeit ist der Zünd-Anlass-Schalter hinter dem Schließzylinder, der tatsächlich öfter mal «aufgibt». Das Ersatzteil ist preiswert, der Einbau aufwändig (Teile des Armaturenbrettes und der Lenksäule müssen ausgebaut werden....).

Frage von Falk Bischoff:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen VW Golf IV Variant 1.6, 74 kW, Motorkennung AEH, Baujahr 2000. Seit einigen Wochen habe ich Kaltstartprobleme, allerdings nur bei feuchtem Wetter! Der Motor springt problemlos an, tourt ein paar Sekunden auf über 1000 U/min, fällt dann aber sehr schnell auf unter 800 Umdrehungen und beginnt unrund zu laufen. Er nimmt schlecht Gas an und beim Losfahren (Automatik) ruckelt er sehr extrem. Kurioserweise läuft er über 2000 Umdrehungen rund, fällt jedoch die Drehzahl, stottert er erneut. Das geht so ca. 2-3 Kilometer, dann läuft er prima und auch nach längerem Abstellen tritt das Problem an diesem Tag dann nicht mehr auf. Nur wenn er scheinbar völlig abgekühlt ist (und es feucht ist), tritt das Problem auf. Die Fehlerauslese bei VW hat nichts gebracht, es ist kein Fehler abgelegt. Eine Diagnose mit einem mobilen OBD (CRecorder) ging nicht, da mein Wagen EOBD noch nicht unterstützt. Ich habe inzwischen drei Mal den Wagen über Nacht vor einer Werkstatt abgestellt, doch dann war es trocken und der Fehler trat nicht auf. Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Haben Sie vielleicht eine Idee?? Vielen Dank und beste Grüße Falk Bischoff

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Falk, ich tippe auf die 3-K-Lösung (Kerzen, ZündKabel, VerteilerKappe und -finger). Speziell die Zündkabel altern und saugen sich dann mit Feuchtigkeit voll. Das führt zu unkontrolliertem Spannungsabgang, und der Zündfunke im Brennraum des Motors fällt aus....

Frage von Karsten Frohn:

Ich habe einen Renault Megane II Grandtour 1.9 Cdi, Baujahr 2004. Seit geraumer Zeit habe ich die Fehleranzeige nach dem Start: «Servicelampe» leuchtet und «Einspitzung überprüfen». Nach einem oder zwei erneuten Starts erscheint der Hinweis nicht mehr. Des weiteren läuft der Motor sporadisch auf drei Zylindern (im Stand unruhig und während der Fahrt, geht der Verbrauch hoch). Fehlerauslesung bei der freien Werkstatt (Bosch) sowie bei der Renaultwerkstatt ergab: «Glühzeitrelais fehlerhaft» und «Drucksensor der Klimaanlage fehlerhaft». Die Überprüfung der Injektoren verlief fehlerfrei. Es wurden die Glühkerzen und der Drucksensor erneuert. Oben beschriebene Fehleranzeige kam noch etwa vier Mal, dann war die Anzeige weg. «Nur» das unruhige Laufen des Motors ist immer noch da. Es war auch schon die Rede vom Hauptrelais, was fehlerhaft währe. Diese Sache hat man nicht weiter verfolgt. Die Werkstatt kommt mir recht ratlos vor. Was kann ich noch veranlassen? Kann ich noch so weiterfahren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist sehr schwer zu sagen, lieber Karsten. Wie viele km hat der Grandtour denn schon auf der Uhr (das reimt sich ja sogar....)? Neben den erwähnten Reparaturen könnte es bei einer Laufleistung über 150.000 km auch an verschlissenen / verdreckten Injektoren (Einspritzdüsen) liegen. Das ganze kann sehr aufwändig werden, weil alleine die Diagnose trotz ausgefeilter Computerprogramme doch immer voller Unsicherheiten ist. Ich würde versuchen, von möglichst vielen Spezialisten eine Computerdiagnose machen zu lassen (mind. 3!) und dann mit einer weiteren Werkstatt aus den div. Ausdrucken den waren Defektgrund zu «interpolieren». Das kann dauern, und das kostet! Ich drücke die Daumen.....

Frage von Egon Griebel:

Ich bin ein großer Bewunderer Ihres Fachwissens. Meine Frage: Ich habe einen Honda Jazz 1,4 Comfort, Baujahr 2009. Der Zeiger der Tankanzeige steht auf null, der Computer zeigt wenig Benzin an für noch 40km, bei etwa 460km Fahrt, der Verbrauch wird mit 5,8 Litern angezeigt, der wirkliche liegt bei etwa 6,2l, Tankinhalt 42 Liter. Wenn ich tanke, passen etwa 28 Liter in den Tank. Wo liegt das Problem? Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort. Egon Griebel aus Thüringen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Problem liegt beim Hondahändler Ihres Vertrauens! Das Auto ist mitten in der Garantie und darf von niemandem außerhalb des Honda-Servicenetzes angefasst werden. Ich möchte den Kollegen deshalb nicht vorgreifen..... Wenn ich gezwungen wäre, eine Diagnose zu stellen, würde ich mich auf den Füllstands-Schwimmer im Tank des Autos werfen. Der ist höchstwahrscheinlich defekt/verbogen/ vollgelaufen und verfälscht deshalb die Messwerte. Alternativ könnte natürlich der Benzinstandsgeber auch dejustiert sein und das ganze System durcheinander bringen. Jedenfalls ist der Honda-Händler zur Lösung des Problems die richtige Adresse.

Frage von Michael Fischer:

Wo bekomme ich einen Bauplan zum Motor vom Seat Cordoba 1.8 her?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Einen echten Konstruktionsplan für den EA827 hat nur der Hersteller. Manchmal wird so eine Zeichnung für Schulungszwecke verwendet. Ich würde mich entweder an den freundlichen Mann am Ersatzteiltresen eines VW/Audi/Seat-Händlers wenden (der Motor wurde ja überall im VW-Konzern verwendet...) oder an die Service-Abteilung direkt beim Importeur in Mörfelden-Walldorf.

Frage von Heiner:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen alten Renault Twingo, Bj. 1996, 54 PS. Ich bin schon zwei Mal mit dem Auto liegengeblieben. Ich hatte selber feststellen können, dass die Batterie nicht mehr funktionierte.
Nachdem ich eine neue eingebaut hatte, konnte ich wieder fahren und war glücklich. Leider blieb ich wieder nach ein paar Tagen liegen und die Batterie ist schon wieder leer. Ist die Lichtmaschine kaputt oder etwas anderes? Noch angemerkt, die Batteriekontrollleuchte hatte schon Jahre vorher immer während der Fahrt ab und an aufgeflackert. Ich hoffe, Sie können mir ein Tipp geben. Danke. MfG Heiner


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Heiner, das hört sich sehr nach einer defekten Lichtmaschine bzw.
einem defekten Regler an. Ich würde zunächst einmal nach den Kohlen des Lichtmaschinenreglers sehen. Wenn die nur noch 3 mm lang sind, ist das Problem mit einem neuen Regler (aus dem Kfz-Zubehör) erledigt. Wenn trotz des neuen Reglers die Ladespannung die normalen 14 Volt nicht erreicht, dürfte die Lichtmaschine reif zur Erneuerung sein. Gemessen wird die Spannung direkt zwischen den Batteriepolen bei laufendem Motor.

Frage von Bernd Lollo:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe folgendes Problem. Ich fahre Alfa Romeo 146 1.4 TS und seit kurzem (ich habe ihn geschenkt bekommen) besitze ich auch noch einen 156er 2,0 ltr mit 155 PS. Meine Frage ist: Man hört so viel von den Motorschäden an diesem Fahrzeugen, lohnt es sich diesen überhaupt anzumelden, oder sollte man ihn gleich verschrotten? Er ist Bj. 2000, ist ca. 120 000km gefahren und hat noch ein Jahr TÜV. Sein Gesamtzustand ist noch sehr gut. Es wurden viele Teile ausgetauscht. Der Zahnriemen wurde bei 8.0000 km gewechselt. Vielen Dank im Voraus. MfG Bernd Lollo

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, bei diesem Auto hilft eigentlich nur eins: Sofort an den AUTOPAPST weiter verschenken, ein anderer bekommt den megakomplizierten Italiener ohnehin nicht in Griff. Spaß beiseite: Glückwunsch zum Geschenk, ich bin neidisch!! Besorgen Sie sich vor der richtigen Zulassung ein Kurzzeitkennzeichen, fahren Sie den Wagen ein Wochenende und bringen Sie ihn montags zum TÜV. Zunächst für eine Gebrauchtwagenbewertung (die ist billiger als eine normale HU) und, wenn die gut ausfällt, gleich zur HU. Dann wissen Sie, wie der Wagen ist (als Entscheidungsgrundlage) und haben im Idealfall ein Auto mit neuem TÜV. Das ist dann mindestens 1500 Euro wert und könnte theoretisch sofort wieder verkauft werden. So macht man eine schnelle Mark nebenbei (würde ich auch so machen!). Andreas Kessler

Frage von Frank Frodien:

Hallo Herr Kessler, ich muss mit meiner Mercedes B-Klasse(Bj.Dez.06)zum D-Service(60tkm)war aber bisher unzufrieden mit meiner Werkstatt(Öl wurde abgesaugt, statt abgelassen, dann zuviel Öl usw.). Habe gehört, alle Mercedes-Werkstätten machen das so. Muss ich trotzdem zu Mercedes wenn ich die Garantie nicht verspielen will, bzw. diese «mobilo-life» Gewährleistung, oder ist das auch in meinem Autoschutzbrief (bin Adac plus-Mitglied)enthalten? Ist Ölabsaugen eigentlich generell schlechter als ablassen? Vielen Dank. F. Frodien.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frank, generell ist das Absaugen des Motoröls schon seit einiger Zeit ein bewährtes und zuverlässiges Verfahren. Voraussetzung ist allerdings, dass der Motor darauf hin konstruiert und zum Absaugen das richtige Werkzeug (Sonde) benutzt wurde. Außerdem muss natürlich das richtige Öl verwendet und das Ölwechselintervall eingehalten werden. Leider muss man, wenn man ein neues Auto warten lässt, zunächst Vertragswerkstätten des Herstellers aufsuchen, um die Garantie Gewährleistung nicht zu gefährden. Es geht aber auch bei Werkstätten, die nach den Vorgaben des Herstellers arbeiten und von diesem für die Wartungsarbeiten zertifiziert sind (Servicebetriebe). Die müssen nicht für die richtigen Bodenfliesen, Glasfassaden und Vorführwagen bezahlen und sind darum meistens preiswerter (aber auch nicht wirklich billig!).Andreas Kessler

Sandra Elsner fragt:

Hallo Herr Kessler, ich wäre hoch erfreut, wenn Sie mir helfen könnten. Also, ich habe einen Opel Astra G, Bj. 98, 1,2 Motor, Schaltgetriebe, es ist ein Benziner. Mein Problem ist Folgendes: wenn das Auto Betriebstemperatur erreicht hat und ich mich im Drehzahlbereich von 2500 bis 3000 befinde, kommt meistens die Motorlampe. In der Zeit, wo die Motorlampe leuchtet (nicht blinkt), nimmt er kein Gas an. Wenn ich dann kurz ein paar Sekunden vom Gas gehe, geht die Lampe aus und er nimmt wieder Gas an. Im kalten Zustand passiert dies nicht. Die Werkstatt meinte es sei die Lambdasonde also hab ich sie austauschen lassen, aber das Problem besteht bis heute und scheint auch so nicht weg zu gehen. Ich flehe Sie an, bitte, bitte, helfen Sie mir, ich weiß keinen Rat mehr. Ich bitte um
Antwort, ich weiß, Sie haben viel zu lesen und trotzdem bitte ich Sie, helfen Sie mir!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, das hört sich fast so an, wie mein alter Opel Corsa fuhr! Der hatte auch einen 1,2-Liter-Motor und krankte an einem defekten Drosselklappenpotentiometer. Um die Diagnose etwas zu erhärten, würde ich den Fehlerspeicher bzw. die Motorsteuerung auslesen lassen. Das gab es damals bei Opel auch schon, die Multec-Einspritzung war ja ein Clone der Mono-Jetronic von Bosch, die damals den Opelanern offenbar zu teuer war. Im Ergebnis wird die Reparatur mit Neuteilen allerdings ein paar Hunderter kosten; vielleicht versuchst Du ja erst mal Dein Glück mit Gebrauchtteilen (die Schrottplätze sind dank Abwrackprämie voller alter
Opels...)

Michael Zwigart fragt:

Hallo Herr Keßler! Ich habe ein Problem mit einem Ford Fiesta 1,3 CFI, Typ GFJ, Bj.1994. Das Fahrzeug stellt ab, wenn der Motor warm ist, meistens an einer Kreuzung oder wenn man abbiegen will. Danach springt er ganz schlecht an. Man muss lange orgeln bis er wieder läuft. Zündkerzen sind erneuert und der Drosselklappenpoti ist auch ein neuer. ( Schwarzer ) An was kann das noch liegen? Vielen Dank! Michael Zwigart

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Spontan fällt mir dazu das Zündschaltgerät ein! Das ist ein
transistorgesteuerte Schalter, der im Alter gerne mal schwächelt. Das Teil ist billig im Zubehör zu haben und in ein paar Minuten montiert. Der Blick in die Reparaturanleitung erklärt den Rest.....

Frage von Frank Wiedemann:

Hallo Hr.Kessler . Ich fahre einen Kia Magentis 2.5 V6, 124 kW,
Automatik, Bj. 2003, Gasbetrieb. Nach dem Starten läuft der Motor unruhig u. ruckt (Zündaussetzer); dann wieder normal. Dieser Zustand ist unregelmäßig. Die Auswertung des Fehlerspeichers ergab kein Ergebnis. Möglichkeit eines Kurzschlusses (Beleuchtung z. B. Kofferraum oder Handschuhfach funktionieren nicht immer, ZV spinnt manchmal)? Eigene Diagnose! Besten Dank für Ihre Bemühungen!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frank, eigentlich müsste man schon von «Altersgebrechen» sprechen, aber nur, wenn man Neuwagenverkäufer ist.... In der Praxis ist das bei einem recht komplexen Auto wie dem Magentis natürlich nicht der Fall, aber trotzdem sind die genannten Probleme schwer zu diagnostizieren. Wie viel Kilometer hat der Wagen denn schon mit Autogas abgespult? Bei Gasautos ist gerade der Kaltstart immer so eine Sache! Bekanntlich erfolgt der ja immer mit Benzin, womit Probleme beim Kaltlauf in der Regel auch der «Benzinabteilung» zuzurechnen sind. Allerdings kann sich die «Gasseite» trotzdem nachteilig auf die Startwilligkeit des kalten Motors auswirken. Zum einen werden die Ventilsitze durch die höheren Brennraumtemperaturen im Gasbetrieb stärker belastet (und verschleißen schneller: Undicht, Kompressionsverluste), zum anderen halten die Zündkerzen nicht so lange. Ich würde zunächst mal die Zündkerzen erneuern (kostet nicht viel), dann einen Kompressionstest (bei kaltem Motor!!) machen lassen und schließlich (auf Verdacht!) den Motortemperaturfühler wechseln lassen. Wenn der ausgestiegen ist, weiß die Steuerung u. U. gar nicht, dass der Motor kalt ist und fettet das Benzin-Kaltlaufgemisch nicht entsprechend an. Ob die kleinen elektrischen Funktionsstörungen damit im Zusammenhang stehen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen; ich glaube es nicht. Das könnten z. B. Masseprobleme sein, oder ordinäre Kabelbrüche an einer Knickstelle des Kabelbaumes (schwer zu lokalisieren und zu reparieren!).

Frage von Danko:

Hallo, heute beim Anlassen des Fahrzeugs hat der Motor einiges
länger gebraucht wie sonst, bis er angesprungen ist. Danach war
alles wieder in Ordnung. Der Motor ruckelt ein bisschen im Leerlauf.
Kurztestprotokoll ergab folgenden Fehler: P1354 Synchronisation Nockenwelle zu Kurbelwelle. Der Fehler wird innerhalb einiger Sekunden gespeichert, die EPC Leuchte leuchtet nicht, der Motor lässt sich nicht mehr starten, die Pin Setup Kurbelwelle: 1: Masse Geber; 2: Signal, Pin Setup Nockenwelle 1:Masse Geber 2: Signal; 3: +12 V. Mögliche Ursachen: Nockenwellendrehzahl zu groß, Ausfall. Drehzahl nicht plausibel. Nockenwellen - Signal fehlt. Kann es sein das der Nockenwellensensor defekt ist? Der Kurbelwellensensor wurde vor einem Jahr ausgetauscht! MFG Danko


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Danko, so detailliert hätte ich Motordaten gerne immer!! Und Deine abschließende Frage würde ich deutlich mit «Ja» beantworten, mit einer kleinen Einschränkung: Vor dem Wechsel des Nockenwellengebers würde ich die Steckverbindung des Gebers zum Rest des Autos mal checken. Oft hat sich da Kontaktkorrosion breit gemacht und gaukelt den Defekt nur vor!
Also: Stecker öffnen, Kontaktspray in die Verbindung, Stecker wieder schließen und testen.... Vielleicht war es das dann schon! Bei einem echten Defekt würde der Motor nämlich gar nicht mehr starten.

Frage von Hüseyin Tepedag:

Hallo Herr Keßler, ich benötige dringend Hilfe, denn ich finde den Fehler nicht. Unser Kia Carnival 2.9 CRDi EX, Automatik, 130.000 Kilometer, 106 kW / 144 PS hat bei der Fahrt einen Leistungsverlust, meistens an Steigungen. Der Wagen hat trotz durchgetretenem Gaspedal keine Leistung mehr, aber er geht nicht aus, ich kann aber kein Gas geben. Wenn ich den Wagen ausstelle, warte und wieder anstelle, geht es erst wieder für kurze Zeit. Ein Fehlercode wird nicht ausgegeben ebenso erscheint auch keine Störungsanzeige im Cockpit. Gewechselt wurden der Kraftstofffilter sowie das elektronische Gaspedal, keine Besserung. Ich hoffe Sie können mir helfen! Mit freundlichen Grüßen Hüseyin Tepedag

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Hüseyin, das hört sich für mich nach dem Luftmassenmesser an! Der besteht aus einem beheizten Draht, über dessen Widerstandsänderung die Einspritzung das richtige Gemisch (also die Einspritzmenge!) regelt. Wenn dieser Sensor nicht im Fehlerspeicher als defekt auftaucht, würde ich trotzdem mal «auf Verdacht» das Teil ausbauen und zunächst reinigen. Wenn es dann besser wird, können Sie immer noch einen neuen kaufen.....

Frage von Andreas Kaufmann:

Hallo Herr Keßler, ich habe einen Opel Vivaro, BJ 2004, knapp 120.000 km Laufleistung, 1870 ccm. 100 PS, Diesel. Seit gestern stinkt es bestialisch nach Chemie aus der Lüftung/Ventilator. Egal ob die Heizung ein- oder ausgeschaltet ist. Eine Klimaanlage ist nicht vorhanden. Haben Sie einen Tip für mich, wo ich mit der Fehlersuche beginnen soll? Grüße Andreas Kaufmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kaufmann, sinkt etwa der Kühlmittelstand leicht ab? Und beschlagen die Scheiben mit einem schmierigen Film? Dann könnte der Gestank vom Frostschutzmittel des Kühlmittels herrühren, welches aus einem undichten Wärmetauscher der Heizung austritt. Als Reparatur kommt leider nur der Austausch des Wärmetauschers in Frage, keine schöne Aufgabe....