Fragen an den Autopapst im Dezember 2006

207799 ©

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Autogazette Lösungen für die Probleme.

Sie haben Schwierigkeiten beim Anfahren, Ihr Auto macht laute Geräusche beim Bremsen oder die Kupplung schleift - unser «Autopapst» Andreas Kessler beantwortet ihre Fragen in der Autogazette. Ihre Anfragen im Monat Dezember 2006:

Frage von Hans-Joachim Rau:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Opel Omega B 3,0 V6. Bis Kilometerstand 80.000 hatte der Wagen kaum Ölverbrauch. Doch nach einer Reparatur bei Opel (es wurde der Ölkühler / Wärmetauscher ersetzt) verbraucht das Fahrzeug auf 4000 Kilometer rund 1,5 Liter Öl! So wie es aussieht, wirft er es zum Auspuff raus, der Wagen macht aber keine blauen Wolken wie bei Ölverbrennung im Motor, wenn die Ölabstreifringe defekt sind. Die Reparatur war am 12. September 2006, nach 4000 Kilometern habe ich einen Ölwechsel machen lassen. Nach weiteren 4000 Kilometern waren 1,5 Liter verbraucht! Ich kann keinen Leistungsverlust feststellen. Seltsam ist: Beim Öffnen des Öleinfüll-Deckels habe ich Probleme, weil der sich nur schwer öffnen lässt, so, als ob Unterdruck besteht. Können Sie mir einen Hinweis zur Ursache geben, bevor ich die Werkstatt aufsuche?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Rau, ein großes Problem sehe ich in dem Ölverbrauch eigentlich nicht! Wir sprechen von knapp 0,4 Litern / 1000 km, das ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber wohl tolerabel (der Hersteller spricht erst bei Ölverbräuchen über 1 Liter / 1000 km von Handlungsbedarf. Ist vielleicht im Zusammenhang mit der Reparatur synthetisches Öl in den Omega gekommen? Wenn ein älterer Motor «umgeölt» wird, verbraucht er zunächst mal etwas mehr Öl als vorher, um sich dann aber wieder einzupegeln. Beobachten Sie die Sache ruhig erst einmal! Selbst wenn sich nichts ändert, ist Öl nachfüllen immer noch viel billiger als jede Reparatur (die wahrscheinlich nur auf «blauen Dunst» hin ausgeführt wird....)

Frage von Helmut Förster:

Ich habe einen Opel Kadett E, Baujahr 91, mit dem Motor 1,4NZ und 60 PS. Der Wagen springt nicht an. Batterie und Anlasser sind in Ordnung. Außerdem habe ich die Kompression gemessen. Am ersten und dritten Zylinder hat er 0 bar, am zweiten vier und am vierten sechs bar. Was kann ich noch tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zuerst lohnt der Versuch, die Ventile einzustellen. Wenn die viiieeeel zu knapp sind, schließen sie nämlich nicht mehr richtig und können keinen Kompressionsdruck halten. Vielleicht läuft der Kadett dann wieder.

Frage von Wolfgang Kahnert:

Hallo Herr Kessler, was muss ich alles ausbauen, um am Ford Sierra Kombi den Wärmetauscher zu wechseln? Der ist laut Ford total dicht. Dementsprechend bleibt der Wagen kalt. Haben Sie einen Tipp für mich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolfgang, hoffentlich haben Sie ein paar Tage Zeit für die Reparatur! Zum Wechseln des Heizungs-Wärmetauschers muss nämlich das ganze Armaturenbrett ausgebaut werden. Das ist an sich kein Problem und dauert etwa eine Stunde, allerdings nur im Warmen und in einer gut beleuchteten Werkstatt. Wenn das Armaturenbrett draußen ist, kommen Sie gut an den Lüftungskasten hinter der Mittelkonsole, in dem der Wärmetauscher steckt. Ich würde vor der ganzen Bastelei mal einen Entkalkungsversuch unternehmen! Fahren Sie mal einige Tage mit einem Geschirrspüler-Tab im Kühlwasser herum und wechseln Sie dann das Kühlmittel. Vielleicht müssen Sie das noch ein paar Mal wiederholen (je nach Zustand des «Spülwassers». Oft reicht diese Entkalkung, um den Wärmetauscher wieder durchlässig zu machen.....

Frage von Andreas Knopf:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Peugeot 306 1,6 XS, 3-türig, Erstzulassung 10/96, 145.000 Kilometer Laufleistung. Nun mein Problem: Nachts steht das Auto in der Garage - wenn ich dann früh zur Arbeit fahren möchte und ihn starte, springt er nicht an. Man hört zwar den Anlasser, aber der Motor bleibt still. Erst wenn ich versuche, gleichzeitig Gas zu geben, kommt er langsam und springt an. Die Batterie ist nagelneu. Das Komische an der Sache ist: Wenn das Auto draußen steht, egal wie lange, springt er an, nur nicht, wenn er über Nacht in der Garage steht. Was für ein Problem könnte das denn sein? Ich hoffe Sie können mir weiter helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ist die Garage beheizt? Dann wird das Auto gerade eine Temperatur haben, die noch nicht den Kaltlaufmodus aktiviert.... Das könnte an einem schwächelnden Motortemperaturfühler liegen. Offenbar ist das Gemisch in der Garage für einen problemlosen Start zu mager, Sie müssen es durch zusätzliches «Pumpen» anfetten. Draußen (in der Kälte...) kommt der Thermofühler seinem Job wieder nach und läßt die Elektronik etwas fetteres Gemisch in die Brennräume blasen....

Frage von Philip Greber:

Hallo. Bei meinem Golf 1 GTI 1.8 ist während des Fahrens plötzlich ein sehr lautes Klopfgeräusch aufgetreten. Es klopft in jedem Drehzahlbereich - um so höher die Drehzahl, desto schneller das Klopfen! Könnte es ein Pleuelllager sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Philip, es könnte in der Tat ein Pleuellagerschaden sein! Versuche mal, durch Herausschrauben der Kerzen (eine nach der anderen, und dann jeweils den Motor starten: Er läuft dabei zwar nur auf 3 Zylindern, wenn Du aber die Kerze des defekten Zylinders heraus gedreht hast, müsste das Geräusch verschwinden) den Zylinder zu lokalisieren. Wenn das keine Veränderung ergibt, könnte das Klopfen auch etwas anderes sein (geplatzte Kupplung, defekte Lichtmaschine, etc.). Sieh Dich doch schon mal nach einem gebrauchten DX-Motor um, noch sind die ab und zu mal im Angebot. Deinen kannst Du dann nach allen Regeln der Kunst «machen» lassen..... (oder willst Du Deinen Einser etwa nicht bis ans Ende aller Tage behalten...?)

Frage von Christian:

Ich habe einen VW Golf 4 1.9TDI, 90PS, mit 346.000 Kilometern Laufleistung. Die Motorkennung ist AGR. Mein Problem ist, dass er erst nach einer Fahrt von etwa 15 Kilometern annähernd Betriebstemperatur erreicht. Woran könnte das liegen (Thermostat, Elektronik??)?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das einfachste ist in der Tat ein in Stellung «offen» hängen gebliebener Thermostat. Ich würde erst mal ein Neuteil einbauen, dann wird man schon sehen.....

Frage von Achim:

Habe einen Audi 80, Bj.89, der bisher super war. Nun hat er ein Problem. Nach dem Fahren beschlagen die Frontscheiben. Manchmal auch die Heckscheibe.
Dabei ist der Kühlwasserverbrauch bei einem halben Liter auf 100 km. Was kann das sein. Bin für jede Antwort dankbar, Achim


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Achim, das dürfte der Heizungskühler sein. Das fehlende Kühlwasser verteilt sich im Innenraum des Autos und kondensiert an den kalten Scheiben. Zum Test würde ich die Heizung mal einige Tage aus lassen und den Wagen gut durchlüften. Wenn die Beschlagneigung zurück geht, liege ich richtig....

M, Wetzel fragt:

Guten Tag Herr Kessler. Welches Ventilspielmaß braucht ein Seat Marbella, Bj. 98, Benziner mit VW-Getriebe, 5-Gang?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Einlass: 0,15, Auslass: 0,2

Frage von Georg Wilkening:

Hallo Andreas, ich habe einen Saab 9-3, Bj. 2002. Ich habe wegen schlechter Spurhaltung eine Achsvermessung bei ATU machen lassen. Ergebnis: Die Spur war verstellt. Das wurde laut Messprotokoll behoben. Dennoch ist das Lenkrad in manchen Situationen immer noch leicht schief, wenngleich deutlich besser als zuvor. Stelle ich es gerade, fährt der Wagen leicht in nach rechts. Beim Bremsen dreht sich das Lenkrad manchmal ebenfalls leicht nach rechts. Nach dem Wechsel von breiten Niederquerschnittsreifen auf Winterreifen ist der Effekt noch stärker geworden. Ein Vertauschen der Räder an der VA hat nichts gebracht. Luftdruck und Profilstärke ist ebenfalls identisch. Hast Du eine Idee, was man machen sollte bzw. prüfen müsste? Danke, Georg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Georg, ich würde mit dem Auto mal zu einem Spezialisten (in aller Regel wird das ein Saab-Zentrum sein....) fahren und auf einer Hebebühne die gesamte Vorderachslagerung untersuchen lassen. Wenn sich der Wechsel auf eine andere Reifendimension so stark bemerkbar macht, kann ich mir nur verbogene Querlenker oder ausgeschlagene Gummilager von Querlenker und / oder Stabilisator vorstellen. Normalerweise fahren die 9-3er wie auf Schienen geradeaus. Das Problem sollte durch eine einfache Besichtigung klar diagnostiziert werden können....

Frage von Axel Willemsen:

Hallo Herr Kessler, trotz 23 Jahren Erfahrung, was das Thema «schrauben» angeht, bin ich heute an unserem Opel Vectra an meine Grenzen gestoßen. Nachdem die Kupplung nur noch funktionierte, wenn es warm war und sonst das Pedal fast ohne Widerstand bis zum Boden durchzudrücken war, wollte ich das System einmal entlüften. Aber nun geht gar nichts mehr!!!! ;-( Wer kann mir sagen, was bei dieser blöden Kupplung zu beachten ist? Selbst mit 2 bar auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter kommt nichts an der Entlüftungsschraube raus. Wenn man die alte Methode wählt und seine Frau pumpen lässt, kommt zwar etwas heraus - aber: Obwohl ich wieder zugedreht und teilweise 10 Minuten gewartet habe, ist in der blöden Leitung immer noch ein Unterdruck und ich bekomme nichts raus. Auch das Entlüften bei ATU mittels Druckzylinder hat nichts gebracht. Bevor ich nun anfange einen der beiden Zylinder zu tauschen, möchte ich noch eine Frage stellen: Wenn der Geberzylinder absolut trocken ist und nichts aus dem Getriebe ausläuft, ist ja die Chance 50/50. Mir ist beim Entlüften noch aufgefallen, dass sich der Flüssigkeitsspiegel im Bremsflüssigkeitsbehälter folgendermaßen verändert. Egal ob die Entlüftungsschraube auf oder zu ist, sinkt der Spiegel, wenn man durchtritt und sobald man es wieder loslässt, steigt der Spiegel wieder an. Kann mir aufgrund dieser Beschreibung jemand einen Tipp geben ob eher der Geberzylinder oder eher der Nehmerzylinder der Verursacher ist? Dann noch Folgendes, normalerweise sollte sich das System ja über eine Öffnung im Geberzylinder selbst entlüften. Muss, um diese Öffnung freizugeben, das Pedal gedrückt sein, oder ist die Öffnung frei, wenn das Pedal nicht gedrückt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Axel, leider neigt man ja zu Betriebsblindheit, gerade bei scheinbar trivialen Zusammenhängen. Mir ist beim Lesen Ihrer Schilderung nur eine Idee gekommen: Es könnte der Druckschlauch zwischen Geber- und Nehmerzylinder sein, der entweder völlig zugequollen oder völlig weich ist. In beiden Fällen kann der Druck des Gebers nicht beim Nehmer ankommen: Entweder bläht sich der Schlauch auf und nimmt viel Volumen auf (darum auch das komische Absinken und Ansteigen der Flüssigkeit) oder er ist so eng zugequollen, dass bei Entlastung des Gebers nichts zurück strömt und Luft ins System gelangt. Das erklärt auch die Temperaturabhängigkeit. Versuchen Sie es also mit einem neuen Druckschlauch.....

Frage von Volker End:

Mein Sicherungskasten war defekt, beim Ausbauen sind mir die Relais herausgefallen. Kannst du mir sagen, wie ich herausfinde, wo sie genau hinkommen? Habe kein Handbuch!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Volker, Du wirst Dir aber ein Handbuch kaufen müssen! Nur Du weißt, was Du für ein Auto hast, und für dieses Auto gibt es auch irgendwo auf der Welt ein passendes Handbuch. Ein Versuch wert ist übrigens der Orginalteile-Händler, der möglicherweise mit einem Ausdruck der entsprechenden Seite des Ersatzteilkataloges aushelfen könnte.....

Frage von Lutz:

Hallo! Ich habe einen Golf 3 und möchte das automatisch spannende Kupplungsseil wieder einbauen. Wie bekomme ich das Teil wieder gespannt! Ich hatte es demontiert wegen Kupplungswechsel.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Nachstellmechanismus des (hoffentlich noch) intakten Kupplungszuges muss vor dem Wiedereinbau zusammengedrückt und in dieser Stellung mit einem Halteband (Kabelbinder) fixiert werden. Nach dem Einbau wird das Halteband dann wieder abgenommen / durchgeschnitten. Das wars schon....

Frage von Herbert Wagner:

Hallo Autopapst, ich fahre einen VW Passat, 3BG, Kombi, Diesel, 96kw, 1,9Liter, Baujahr 2001, Automatik, 130.000 Kilometer Laufleistung. Das Fahrzeug wurde immer in der VW Werkstatt gewartet. Jetzt habe ich die Achsmanschetten an der Radseite der Antriebswellen erneuern lassen, weil sie einen Riss hatten. Eine Woche vorher hatte ich noch eine Anhängerkupplung einbauen lassen. Seit die Achsmanschetten gewechselt sind, habe ich hin und wieder ein Klacken vorne rechts - wenn ich Gas gebe, dann das Pedal ruckartig loslasse und bremsen will, macht der Wagen das Geräusch. Wenn ich den Rückwärtsgang einlege und danach wieder vorwärts fahren will, klackt es wieder. Ich habe das Fahrzeug hochgebockt und die Vorderräder mal hin und her gedreht. Dort, wo das Geräusch herkommt, habe ich etwas Spiel. Meine Frage: Wieso klackt es jetzt und vorher nicht? Haben die in der Werkstatt diesmal geschlampert? Normalerweise sind die Mechaniker sehr gut. Was raten Sie mir?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Normalerweise werden die Antriebswellengelenke beim Wechsel der Manschetten ausgewaschen und mit einer neuen Fettfüllung versehen. Dann kommen die neuen Manschetten darüber. Entweder hat man die neue Fettfüllung vergessen, ein falsches Fett verwendet oder die Antriebswellengelenke haben es einfach hinter sich. Nach 130.000 Kilometern kann das schon der Fall sein... Schade um den Aufwand, aber eigentlich hätte die Werkstatt das bemerken müssen!


Frage von Gerhard Knoll:

Hallo Herr Kessler, ich habe seit drei Monaten einen gebrauchten Golf III, Baujahr 1997. Ich hatte zwei Tage lang das Problem, dass der Golf zwar einwandfrei zu starten war, die Drehzahl des Golf nach der Kaltstartphase aber im Leerlauf ständig zwischen 700 und 1000 Umdrehungen schwankte. Weiterhin war es so, dass nach Schiebebetrieb des Autos und anschliessendem Auskuppeln die Drehzahl bei etwa 2000 Umdrehungen hängen blieb. Während dieses Schiebenlassens (ohne Gas) war auch kein Abbremsen durch den Motor zu bemerken - wie bei einem Automatikgetriebe lief er einfach weiter. Der Spuk dauerte zwei Tage. Jetzt läuft der Golf wieder einwandfrei. Ich habe das Auto zur VW-Werkstatt gebracht, die aber bisher nichts finden konnte. Die haben wohl auch wenig Lust und Zeit. Vor meinem Problem war die Kupplung ausgetauscht worden. Kann es an der Steckverbindung der Lambdasonde liegen? (Ich hatte das gleiche Problem mal bei einem BMW E36). Woran kann das Problem bei meinem Golf liegen? Ich hoffe, Sie können mir helfen. Vielen Dank im voraus!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Knoll, wenn ich Sie richtig verstanden habe, war das Problem nur vorübergehend da, jetzt ist alles wieder okay. Ich würde dann auch nichts mehr unternehmen! Vielleicht war im Zuge des Getriebeaus- und -einbaus irgend ein Teil etwas unter Spannung geraten oder verdreht eingebaut, und hat sich nach ein paar Tagen wieder «entspannt». So ein Auto ist doch auch nur ein Mensch.....

Frage von Andreas Hoffmann:

Hallo Herr Kessler, ich habe mir im Juli 2005 einen neuen Skoda Octavia 1, TDI gekauft. Nach etwa 10.000 Kilometern bemerkte ich, dass das Auto beim leichten Bremsen anfing zu «flattern»! Als sich dieses im weiteren Verlauf verstärkte und ich daraufhin die Werkstatt (Skoda) aufsuchte, wurden mir komplett neue Bremsen eingebaut (Garantie). Als ich mit den neuen Bremsen wieder um die 10.000 Kilometer gefahren war, hatte ich wieder dieselben Probleme. Die Werkstatt erneuerte mir wiederum die Bremsen, ich sollte diesmal 30 Prozent der Kosten übernehmen. Nach Verhandlungen einigten wir uns, dass die Werkstatt die Kosten trägt. Jetzt habe ich 41.000 Kilometer runter und das Problem tritt trotz der neuen Bremsen wieder auf. Bis etwa 10.000 Kilometer war alles in Ordnung, dann fingen die Bremsen wieder an zu flattern - das heisst, beim leichten Bremsen hat man das Gefühl, das Auto wackelt leicht, als wenn eine Unwucht irgendwo vorn vorhanden ist. Je stärker man bremst desto schwächer ist dieses Verhalten. Ich fahre täglich 200 Kilometer auf der Autobahn und bremse relativ wenig und auch nicht stark! Da die Garantie bald abläuft, würde ich gern wissen, was das Problem sein könnte. Als ich das Auto kaufte, hatte ich außerdem anfangs das Problem, dass das Auto relativ stark nach rechts zog! Nach mehrmaligem Werkstattbesuch konnte das Problem größtenteils, aber nicht ganz behoben werden! Könnte das mit dem Bremsen zusammenhängen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Namensvetter, die Therapie der Werkstatt ist zwar die richtige, aber die Ursache wird offenbar nicht erkannt. Leider lässt sich das Problem zunächst wirklich nur durch den Tausch der Bremsscheiben und der im Reibwert passenden (!!) Bremsbeläge beheben. Und wenn Sie Pech haben, ist nach 10.000 Kilometern alles wieder wie vorher. Der Fachmann spricht von einer so genannten «Aufbaubremse», womit Gefügeveränderungen im Material der Bremsscheibe bezeichnet werden. Vereinfacht bilden sich in der Bremsscheibe durch die ständige Erwärmung und Abkühlung mit Temperaturspitzen «harte» und «weiche» Stellen, die den Verschleiß ungleichmäßig werden lassen. Das ganze kann durch im Reibwert nicht auf die Scheibe abgestimmte Belagqualitäten noch forciert werden. Ein ganz typisches Bremsverhalten forciert die Bildung der Aufbaubremse übrigens sehr stark: Schnelleres gleichmäßiges Fahren auf der Autobahn mit relativ hartem Abbremsen vor der Ausfahrt als quasi einzigem Bremsvorgang. Die Bremse wird dabei ordentlich gefordert und erhitzt sich sehr schnell, um dann (nach der Autobahnausfahrt) mangels Luftstrom (auf der Landstraße fährt man ja langsamer) ungleichmäßig abzukühlen. Das führt zu lokalen Wärmespitzen im Material der Bremsscheibe und den erwähnten Gefügeveränderungen. Ich rate Ihnen für die nächste neue Bremse nicht unbedingt zu Originalersatzteilen, aber zu qualitativ hochwertigen Produkten der bekannten Zulieferer (z.B. ATE Power Disc). Ich hoffe mit Ihnen auf eine lange «ruhige» Zeit mit diesen Teilen.....!

Frage von Stefan Melber:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich hatte vor ein paar Tagen schon mal wegen einem Problem mit der Kühlung beim VW Passat gefragt. Vielen Dank für Ihre Antwort - ich hab den Fehler jetzt gefunden. Da es nicht die (naheliegende) Kopfdichtung war, sondern was ganz anderes und dieser Fehler vielleicht auch für andere Leser interessant sein könnte hier die Ursache: An dem Kunststoffteil, in dem die Temperatursonsoren für das Kühlwasser sitzen (vorne am Motor) war schlicht die Sicke plus etwas vom Sitz abgebrochen - deswegen hat der Schlauch da nicht mehr gehalten und ist bei leichten Überdruck abgeflogen. Ursache für den Bruch war wohl, das dort keine der VW-Klemmen den Schlauch gehalten hat, sondern ein Metallband mit Verzahnung zum anziehen. Das hat eine schmalere Auflagefläche und war wohl auch gut angezogen, deshalb hat das Plastikteil dann wohl versagt ... Viele Grüsse, Stefan Melber

Frage von Dieter A.:

Hallo Hr. Kessler, ich habe eine Frage zu meinem Audi A6,Bauj.2002, 70 TKm, 2,5TDI : Beim Kaltstart wird eine bläuliche Qualmwolke ausgestoßen. Nach einmaligem kräftigen Gas geben und danach im Fahrbetrieb scheint es dann nicht mehr aufzutreten. Welche Ursache könnte das haben? Auch wenn es sich zurzeit vielleicht nur um einen «Schönheitsfehler» handelt möchte ich der Sache auf den Grund gehen, weil ich für das Auto noch Gebrauchtwagengarantie habe. Danke im Voraus für die Hilfe, Gruß, Dieter A.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dieter, wenn die 70tkm tatsächlich stimmen, kommt das «Bläuen» etwas früh! Andererseits ist das noch kein Beinbruch, solange sich der Ölverbrauch nicht oder nur unwesentlich erhöht. Ursächlich sind dafür undichte Ventilabstreifringe (kleine Simmerringe, die auf den Ventilführungen sitzen und das Öl daran hindern sollen, am Ventilschaft entlang in den Brennraum zu sickern). Messen Sie den Ölverbrauch: Sobald er über 0,5 Liter / 1000 km liegt, können Sie die Dinger wechseln lassen. Davor lohnt es sich noch nicht....

Frage von Herbert Holler:

Hallo, der Kraftstofffilter bei meinem Mercedes CLK 200 verlor tröpfchenweise Benzin (eine Stelle war leicht oxidiert). Ich fuhr damit noch ca. 250 km. Danach wurde der Kraftstofffilter gewechselt. War danach wenig Benzin im Tank und habe nun 20 Liter aufgetankt. Seit dem Auftanken höre ich ein Summen. Die Werkstatt vermutet jetzt eine defekte Benzinpumpe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die elektrische Benzinpumpe summt tatsächlich (wie jeder Elektromotor). In aller Regel hört man das jedoch im Auto nicht, es sei denn, die Gummi-Aufhängungen der Pumpe sind verschlissen oder die Pumpe hat direkten Kontakt zu einem Teil der Karosserie (Körperschallübertragung). Ich an Ihrer Stelle würde mit dem Wechsel der Pumpe noch etwas warten. Um die Frage besser beurteilen zu können, können Sie ja den Pumpendruck und die Pumpenförderleistung messen lassen. Danach sehen Sie klarer.....

Frage von Matadevi:

Hallo Herr Kessler, Ist ein Preis von 4.999 Euro für einen Mazda 323 Bj.96, 66KW ,75.000 km normal? Oder wie hoch schätzen Sie den Preis ein? Mit freundlichen Grüßen Matadevi

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist die oberste Grenze! Es gibt sehr viele 323 mit geringeren Laufleistungen aus diesem Baujahr, die günstiger angeboten werden. Die meisten bewegen sich in der Gegend um 4000 Euro und haben Laufleistungen zwischen 30.000 und 60.000 km. Handeln Sie mal ein bisschen, wenn Ihnen der hier genannte gefällt.....

Frage von Ingo Martens:

Bei meinem Mercedes C200 Kompressor ist schon zum zweiten mal innerhalb eines halben Jahres der Luftmengenmesser kaputt. Dieses Teil ist ja nicht ganz billig. Wo durch entsteht dieser Defekt? Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Durch mangelhafte Qualität! Selbst die großen Zulieferer haben mit erheblichen Schwankungen zu kämpfen, die dann über die Markenersatzteilhändler auf die Kunden abgewälzt werden. Um die Kosten zu drücken, weichen viele Leute auf den preiswerten Zubehörmarkt aus. Auf dem sind aber im Moment sehr viele gefälschte LMMs im Umlauf (wegen der großen Nachfrage ein gutes Geschäft....). Fragen Sie beim Bosch-Dienst nach einem Austauschteil, das ist m. E. die preiswerteste Variante für ein Ersatzteil!

Frage von Tim:

Hallo, es geht um einen Ford Sierra Turnier DOHC 2.0: Vor Einbau einer neuen Batterie war wohl während der Starthilfe kurzzeitig die Polarität vertauscht. Die alte Batterie war definitiv defekt und ließ sich auch nicht mehr aufladen. Jetzt gibt es aber immer noch Probleme. Die Batterieanzeige erlischt bei laufendem Motor, Lichtmaschine OK. Aber bei ausgeschalteter Zündung und abgezogenem Schlüssel leuchtet die Batterieanzeige weiter. Am nächsten Morgen war die neue Batterie auch wieder leer. Mit einem Zangenampéremeter habe ich herausgefunden, dass auf einer Plusleitung ein Strom von 3,5 A fließt. Wenn ich diese ca. 6 mm² große Leitung abklemme, leuchtet die Batterieleuchte bei laufendem Motor nicht. Deswegen tippe ich doch auf Lichtmaschinenkomponenten, die durch die falsche Polarität beschädigt wurden. Ein Freund meinte, es könnte eine Diode des Gleichrichters oder der ganze Gleichrichter defekt sein. Kann man das als „Kfz.-Laie“ selber wechseln und wie teuer wird das ca.? Vielen Dank im Voraus!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde mir nicht zu viele Gedanken um die Diodenplatte oder den Gleichrichter machen; im Zweifel kommt eine gebrauchte Lima vom Autoverwerter unter die Sierrahaube, und alles ist gut! Die Dinger sind in großer Zahl auf Lager und kosten selten mehr als 30 Euro.....

Frage von Rocky:

Hallo Autopapst !! Ich fahre einen Fiat Punto Cabri,1,2l 16V Motor mit 86 PS Schaltgetriebe, Benziner. Meine Frage: Seit kurzer Zeit hatte ich das Problem mit meiner Kupplung, die kurz vorm Anschlag immer einmal komisch knaxt, hab das einem Mechaniker in die Hände gegeben. Keine 2 Minuten hat er was am Kupplungsseil eingestellt, aber nach einer knappen Woche dasselbe Problem .Nun hat er es noch mal eingestellt, aber nicht wie beim ersten mal das alles schön sauber geht, nein nun geht es schlechter. Der Mechaniker meint, ich müsste die Kupplung wechseln und das soll mich 350 Euro kosten. Bin nun daheim und hab kurz vor Abstellen des Fahrzeugs selber mal an diesem besagten Regler gedreht. Komischerweise gehen die Gänge wieder ganz easy rein. Kann es wirklich sein, dass es die Kupplung ist und nicht das Kupplungsseil? Bitte um Hilfe, da ich keine 350 Euro mal so eben hinblättern kann:(und das Seil wesentlich billiger wäre... mfg Rocky

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rocky, versuch´ doch zuerst mal Dein Glück mit einem neuen Kupplungszug und einem passenden Reparaturhandbuch! Ein schwergängiger Bowdenzug hat schon öfter mal einen Getriebe- oder Kupplungsdefekt vorgegaukelt. Alles zum Wechsel Nötige ist in einem der handelüblichen «So wird´s gemacht» oder «Jetzt helfe ich mir selbst» Bücher bebildert und erklärt. Für Dich offenbar kein Problem, da Du ja schon ohne fachkundige Hilfe eine Verbesserung erzielt hast. Vielleicht wird aus Dir auf diesem Wege ein AUTOPAPST….Ein bisschen Unterstützung könnte ich hier schon gebrauchen!

Frage von Paul:

Guten Tag, ich habe einen VW Passat 1,9 TDI, Baujahr 2001, 101 PS. Das Problem ist: Er fährt nicht schneller als 180 Km/h - vor paar Monaten ging er noch 210. Ich habe ihn in die Werkstatt gebracht, um ihn an den Computer anschließen zu lassen. Sie meinten aber, es sei alles okay mit Turbolader und Motor - sie hätten keinen Fehler gefunden. Wenn ich den Wagen länger dort lassen würde, würde ich pleite gehen. Deswegen bitte ich Sie um Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Paul, das ist entweder ein völlig dichter Dieselfilter (schnell und billig zu ersetzen...) oder der LMM (Luftmassenmesser, kostet etwa 75 Euro). Ich bin gespannt....

Frage von Udo Laukel:

Hallo, ich fahre einen Opel Vectra, 2,2 Liter, Benziner, Baujahr 91. Ab 120km/h vibriert das Fahrzeug. Ein Auswuchten der Räder hat nichts gebracht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Fahren Sie doch mal zu einem Stoßdämpferprüfstand! Wählen Sie möglichst einen Automobilclub oder eine Gutachterorganisation (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS etc.), da man dort keine Stoßdämpfer verkauft. Die Vibrationen oder Schütteleien können sehr gut von springenden Vorderrädern stammen....

Frage von Frank Steinert:

Ich fahre einen drei Jahre alten Mercedes C180 Kompressor. Beim Anlassen höre ich ein schleifendes Geräusch.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte der Freilauf des Anlassers sein! Wenn das Ritzel beim Starten nicht schnell genug aus dem Motorzahnkranz «ausspurt», läuft der Anlasserfreilauf deutlich hörbar mit. Manchmal kommt man mit einer Reinigung des Anlassers davon, meistens muss der Anlasser beziehungsweise der Freilauf gewechselt werden. Warten Sie nicht zu lange, sonst ist das Schwungrad auch noch fällig.....

Frage von Jessica Günther:

Hallo, ich habe seit zwei Jahren das Problem, dass mein Opel Corsa, Baujahr 95, bei niedrigen Temperaturen im kalten Zustand ausgeht. Dies passiert beim Stillstand an der Ampel oder beim sehr langsamen Fahren. Vor zwei Jahren wurde deshalb der Temperaturfühler gewechselt, letztes Jahr die Zündkerzen und alles was dazu gehört - und nun hat die Werkstatt nichts gefunden. Und nun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offen gestanden, liebe Jessica, fällt mir jetzt auch nichts mehr ein! Die üblichen Verdächtigen sind letztes Jahr erneuert worden (wirklich? Oder nur auf der Rechnung...?). Entweder sind die Brocken schon wieder kaputt oder es ist etwas ganz anderes. Aber, jetzt mal unter uns: Ist Dir die Zeit nicht zu schade, Dich mit dieser Lappalie zu beschäftigen? Solange das Auto nach dem Ausgehen gleich wieder anspringt und nach der Erwärmung auch anbleibt, würde ich an die Karre keinen Gedanken verschwenden. Das spart Geld und Nerven, eigentlich doch nur ein Schönheitsfehler, oder? Stay cool, chicca......

Frage von Gottfried Klein:

Ich möchte an meinen Opel Astra die vorhandene Zentralverriegelung mit einer Funk-Fernbedienung kombinieren. Was muss ich da tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Gehen Sie zu einem der Elektronik-Bastelläden (Conrad, Merkur) und kaufen Sie sich dort einen Fernbedienungs-Nachrüstsatz, der auf Ihr Auto zugeschnitten ist. Die Kosten liegen bei etwa 20 - 30 Euro. Achten Sie besonders auf die Einbauanleitung: Es hat sich in ähnlich gelagerten Fällen bewährt, wenn die in deutscher Sprache verfasst ist.....

Frage von Edgar Lipski:

Werter Herr Kessler, ich fahre einen Opel Vectra A V6, Baujahr 5/93, 160.000 Kilometer Laufleistung. Im Mai letzten Jahres habe ich aufgrund eines klickernden Geräusches im Motorraum die Hydrostößel wechseln lassen. Nach dem Austausch lief der Motor wieder einwandfrei. Leider fing das Geräusch nun, nach 18 Monaten, wieder an und ich muss die Stößel schon wieder wechseln lassen. Nach der Frage in der Werkstatt, wie das möglich sei, bekam ich nur die Antwort Materialschwäche. In mehreren Opelforen habe ich gelesen, dass der Hydro-Schaden mehrere Gründe haben könnte, wie zum Beispiel zu niedrigen Ölstand oder Öldruck oder falsches Öl (ich fahre 5W40). Ich bitte daher um Ihre fachliche Meinung.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Edgar, von hier aus bleibt eigentlich auch keine andere Diagnose übrig! Unter Umständen (wenn nämlich die Werkstatt in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren nicht auf das übliche Minimum von einem Jahr reduziert hat!) könnte das noch ein Fall für eine kostenlose Nachbesserung sein. In aller Regel ist es dafür aber zu spät. Sie können ja mal einen Versuch mit einem anderen Öl oder mit den in letzter Zeit am Markt aufgetauchten «Hydro-Stößel-Additiven» machen, die angeblich für Ruhe sorgen sollen (ich habe keine Erfahrungen damit!!). Der schlimmste Fall ist in der Tat ein erneuter Wechsel der Hydros, diesmal vielleicht bei einer anderen Werkstatt.....

Frage von Bibiana Magsig:

Ich fahre einen Ford Escort XR3i. Seit etwa einem halben Jahr funktioniert die Heizung nicht mehr. Zwischendurch sprang Sie einfach so mal an, weil ich den Schalter auf Stufe 3 gestellt hatte, dann ging sie ein paar Tage und fiel dann wieder aus. Jetzt funktioniert sie gar nicht mehr. Es liegt auf jeden Fall nicht an der Sicherung. Ich habe mir extra ein Reparaturhandbuch gekauft, da steht aber leider nichts darüber drin. Woran könnte es liegen und wie kann ich es reparieren? Ich hoffe Sie können mir helfen, denn der Winter kommt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Beim Escort ist die Heizung meiner Erinnerung nach stufenlos regelbar, Sie meinen sicher das Lüftungsgebläse! Neben der Sicherung kann der Gebläsemotor selbst (selten) oder der Vorwiderstand (oft!) defekt sein. Suchen Sie sich in Ihrem Reparaturbuch die Stelle mit der Beschreibung des Gebläseausbaus heraus, da stehen auch alle Prüfschritte beschrieben. Viel Spaß beim Basteln und schöne warme Finger wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Thomas Ambiel:

Ich fahre einen VW Passat TDI 1.9 Liter mit 111 PS. Ich habe Probleme mit dem Kühlwasser. Es tritt schlagartig über Nacht aus dem Behälter. Die Wasserschläuche sind immer nach der Fahrt hart. Kann der Druck von der Zylinderkopfdichtung kommen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das befürchte ich! Lassen Sie den CO-Anteil im Kühlwasser prüfen. Ist er zu hoch, dürfte die Diagnose die richtige sein und die ZKD muß erneuert werden....

Frage von Sven W:

Hallo Herr Kessler, ich habe folgendes Problem. Vor zwei Wochen habe ich meinem VW Golf 2, Baujahr 1989 Winterreifen verehrt. Gleich nach den ersten paar hundert Metern habe ich laute Geräusche von der Vorderachse bemerkt (Rollgeräusche). Ich dachte erst, es seien die Laufgeräusche der Reifen, aber im vergangenen Winter hatte ich sie auch schon gefahren und diese Geräusche waren nicht da. Komischerweise sind die Geräusche beim Befahren von Linkskurven nicht mehr da, aber bei Rechtskurven und beim Geradeausfahren schon. Es wäre schön wenn Sie mir einen Tip geben könnten, denn wenn ich auf der Autobahn fahre, verstehe ich nicht mehr, was meine Freundin sagt, wenn sie auf dem Beifahrersitz sitzt (was ja manchmal nicht verkehrt ist :-) ). Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sven, wenn das Geräusch in Linkskurven verschwindet, tippe ich auf das Radlager vorne links! Das linke Rad wird durch die Fliehkräfte in der Kurve entlastet, mit ihm auch das Lager. In Rechtskurven bekommt es zusätzlichen Druck und macht wieder auf sich aufmerksam. Warum sich das Lager ausgerechnet nach dem Wechsel auf die Winterräder zu Wort meldet, weiß ich auch nicht.....

Frage von Gregor

Hallo, meine Heckscheibenheizung läst sich nicht mehr einschalten, Schalter ist neu, Relais sind neu, Sicherungen sind alle in Ordnung, läuft aber immer noch nicht. Was könnte die Ursache noch dafür sein, bitte um Antwort. Danke, Mit freundlichen Grüßen, Gregor.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gregor, wenn all´ das, was Sie hier beschrieben haben, wirklich erneuert wurde, bleibt eigentlich nur noch der Kabelweg nach hinten zur Scheibe als Defektursache (und natürlich die Scheibe selbst...) Haben Sie schon mal mit einer Prüflampe an den Anschlüssen der Heizheckscheibe geprüft, ob überhaupt Spannung an den Kontakten anliegt? Wenn da nichts ankommt, dürfte die Therapie klar sein, oder?

Frage von Susann:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen neuen Peugeot 206CC, Automatik, 110 PS (9000 km). Der Verbrauch ist jedoch recht hoch - knapp 10 Liter. Was würden Sie mir raten? Jede Woche tanken, ist ein wenig heftig. Mit freundlichen Grüßen, Susann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Susann, der 206 CC verbraucht nach Herstellerangaben mit Schaltgetriebe Innerorts 9,3 l / 100 km, mit Automatik sind es 10,5 l / 100 km. Aktuell gibt es den 206 CC nicht mehr mit Automatik, ob die hohen Verbrauchswerte dieser Version der Grund dafür sind, weiß ich leider nicht. Jedenfalls ist Ihr Auto offenbar völlig in Ordnung, der Verbrauch entspricht den Herstellervorgaben und damit dem Stand der Technik. Viel werden Sie daran nicht ändern können.....

Frage von Bernd Steinmann:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Hyundai Atos, Limousine, Bj. 2001, Benziner mit Schaltgetriebe. Beim stärkerem Gasgeben zieht der Wagen nach rechts . Wird das Gas weggenommen, kann man feststellen, dass sich das losgelassene Lenkrad selbstständig in die Geradeauslaufposition zurückbewegt. Der Reifendruck ist geprüft. Was kann es noch sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie das Auto mal auf einer Hebebühne von einem Fachmann inspizieren. Besonderes Augenmerk soll er auf die Stabilisatorbuchsen und die Querlenkerlagerung richten. Ich vermute, daß die Kunststoff-Lager der genannten Fahrwerkselemente verschlissen sind und das Fahrwerk dadurch «weich» geworden ist.

Frage von Dieter Wenzel:

Hallo Herr Kessler, habe folgendes Problem mit meinen Ford Scorpio 2,4 l Bj.95. Seit einiger Zeit leuchtet die Warnkontrolle für das ABS u. ASR auf. War bei Ford Werkstatt, habe den Fehler auslesen lassen. Ergebnis: ABS Modul defekt , Radsensoren ok. Habe mir nun bei ebay ein gebrauchte ABS Pumpen Modul ersteigert und eingebaut (neue würde 2000 Euro kosten laut Ford), leider ist nach dem Einbau der selbe Fehler vorhanden. Könnte es sein, dass nicht das ABS-Modul defekt ist, sondern das Steuergerät unterm Handschuhfach, wie ist da Ihre Erfahrung? Seit einiger Zeit geht auch meine Funkfernbedienung nicht immer. Damals, als unsere Funkfernbedienung nicht mehr ging, war der Zentralsicherungskasten defekt. Fahrzeugmotor lief damals auch nicht mehr, habe nun evt. die Befürchtung, dass dies wieder die Ursache von der ganzen Elektrik ist. Wäre nett, wenn Sie mir eine Antwort schicken würden. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Dieter Wenzel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dieter, die Hydraulikpumpe des ABS ist in meiner Praxis noch nie kaputt gegangen (darum sind die auch gebraucht so billig....). Was aber schon oft ausgestiegen ist, ist das Steuergerät für ABS und ASR (ASR ist eigentlich nur ein umgedrehtes ABS, das mit den gleichen Parametern wie das Antiblockiersystem arbeitet...). Leider lässt sich das Steuergerät nicht zuverlässig testen, man müsste versuchsweise ein anderes einsetzen. Um ein «Test»-Steuergerät in die Werkstatt zu legen, ist es leider zu teuer. Und reparabel sind die Dinger in der Regel auch nicht (inzwischen gibt es im Netz aber Anbieter, die ABS-Steuegeräte Instandsetzen oder wenigstens prüfen. Ich habe bislang noch kleine Erfahrungen damit....). Nehmen Sie es als Schönheitsfehler! Ohne ABS bremst der Scorpio eben wie ein Granada, und das war auch nicht so schlecht.....

Frage von Manfred Bemberg

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Alfa Romeo 146, Bj. 97. Meine Heizung funktioniert nicht und der Wagen wird zu heiß, ca. 110 Grad. Thermostat, Thermoschalter wurden bereits gewechselt und der Kühler ist auch frei, dennoch bleibt dieser kalt bzw. lauwarm. Es wäre nett, wenn Sie mir helfen könnten, denn ich weiß mir keinen Rat mehr. Mit freundlichen Gruß, Manfred Bemberg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Manfred, das hört sich leider nach einer defekten Zylinderkopfdichtung oder einem Riss im Zylinderkopf an! Lassen Sie in der Werkstatt mal den CO-Gehalt im Kühlwasser messen. Wenn der zu hoch liegt, muss leider am Auto geschraubt werden (kann teuer werden....). Ihre Beschreibung lässt aus der Ferne leider keinen anderen Schluss zu.....

Frage von Carl:

Lieber Autopapst, Carl fragt, warum die Türen an unserem Auto nicht zu und aufgehen, wenn er sie betätigt? Carl ist 5 und will wissen, warum Kinder mit einer Kindersicherung eingesperrt werden. Meine Erklärung als Vater reicht ihm leider nicht, dass dies zu seiner eigenen Sicherheit geschieht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Carl, mit so kleinen Rackern wie Dir hat man als Papa oder Mama ja den ganzen Tag viel Spaß! Das heißt für die Erwachsenen aber auch, dass Sie ständig auf Dich aufpassen müssen. Du willst zwar eigentlich bloß spielen, weil Du aber noch so klein bist, denkst Du nicht an die ganzen Sachen um Dich herum (z. B. an andere Autos, steile Treppen, heiße Herdplatten und was sonst noch so in der Gegend herum steht...). Wenn Du mit Papa im Auto fährst, bist Du zwar angeschnallt im Kindersitz, aber da wird einem ja immer so schnell langweilig. Das ist bei allen Kindern so, und deshalb fangen sie irgendwann an, an den Knöpfen und Schaltern in ihrer Nähe herumzuspielen. Toll sind z.B. die Knöpfe für die Fenster, damit geht das Fenster erst auf, dann wieder zu, dann wieder auf und dann....? Gar nicht mehr, weil Papa den Sperrknopf gedrückt hat. Oller Spielverderber. Der andere Knopf an der Tür macht die Tür auf. Und wenn Du mit dem spielst, während Papa schnell auf der Autobahn zu Oma braust, kann nicht nur Dein Teddy plötzlich aus dem Auto fallen, sondern sogar Du! Und was machst Du dann? Papa darf auf der Autobahn nicht anhalten...... (und die andern Autos fahren Dir womöglich über den Fuß oder noch etwas schlimmeres passiert!) Damit Du dich damit nicht herumärgern musst, gibt es die Kindersicherung. Die sorgt dafür, dass du mit dem Türöffner soviel spielen kannst, wie Du willst. Und sie sorgt dafür, dass die Tür zu bleibt! Denn Papa und Mama haben Dich sehr lieb und wollen Dich nicht auf der Autobahn verlieren.....

Frage von Markus:

Hallo, mein Schwager hat sich einen Opel Corsa acc, Benziner mit Schaltgetriebe gekauft. Jetzt sagte ihm ein Kollege, dass seine Nockenwelle kein Öl bekommt, bloß der kennt den Motor nicht und konnte nichts sagen, wo dran das liegen könnte. Vielleicht können Sie mir einen Tipp geben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde zunächst mal einen Ölwechsel machen! Die alten Corsas leiden oft unter erheblicher Ölschlammbildung, weil die Pflegementalität der zahlreichen Vorbesitzer nicht den Wartungsvorschriften des Herstellers genügt. Wenn die Ölkanäle zur Nockenwelle und in den Nockenwellenlagern verstopft sind, hilft eigentlich nur noch eine Motorspülung, die allerdings auch recht riskant ist: Durch die Chemie lösen sich überall im Motor Ablagerungen, die den Ölkreislauf dann an anderer Stelle verstopfen. Eigentlich ist das Problem, von dem Sie sprechen, fast schon das letzte im Leben des Corsa´.

Frage von Demsas:

Hallo Herr Kessler, ich habe eine Ford Mondeo 1,8TD, Bj. 1996, ca. 370.000 km. Er läuft tadellos, nur habe ich jetzt folgendes Problem: Die Bremsscheiben bekommen nach 1000 km «Wellen». Das heißt: ich habe sie 4 mal erneuert und bekomme nach 1000 km ein enormes vibrieren des Lenkrads sobald ich bremse. Was könnte sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das liegt an der falschen Reibpaarung! Scheiben und Bremsbeläge müssen zueinander passen: Zu weiche Beläge nutzen sich zu schnell ab, und zu harte spielen der Scheibe übel mit (so ist das in Ihrem Fall!). So blöd es klingt: Versuchen Sie mal die originalen Scheiben und Bremsklötze, das dürfte das Problem beenden. Vorraussetzung sind natürlich einwandfrei geführte Bremssättel und eine spielfreie Vorderachsaufhängung.

Frage von Thorsten & Sara Karb:

Hallo Herr Kessler, wir haben einen VW T3 LLE und zur Zeit ein großes Problem. Die Zylinderkopfdichtung muss gewechselt werden. Das Problem ist, das der Kopf erst gar nicht runter zu kriegen ist. Haben Sie vielleicht einen guten Tipp, wie man einen absolut festsitzenden Zylinderkopf lösen kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich erinnere mich an einen ähnlichen Fall, bei dem ein «Vorbesitzer» meines damaligen Mercedes W115 230/4 den Zylinderkopf mit Dichtungskleber auf die Dichtung gesetzt hat. Die war zwar irgendwann wieder völlig undicht, aber der Kopf war durch nichts mehr vom Block zu lösen. Seinerzeit habe ich einen anderen Motor gesucht und eingebaut (war eigentlich auch nicht teurer als die Dichtungsreparatur...). Allerdings ist das fast 20 Jahre her, und VW-Bus-Motoren gab es auch damals schon nicht!

Frage von Maik Freidank:

Hallo. Ein Kumpel von mir fährt einen Golf 3, 1.8 GT mit 90PS. So, nun zu meinem Problem. Er verliert Kühlflüssigkeit, ich habe schon geschaut und es ist alles dicht. Da würde ich sagen, dass die Kopfdichtung kaputt ist. Aber es ist komisch, wenn, bevor ich das Auto starte, der Kühlflüssigkeitsbehälter leer ist. Wenn er warm ist, ist der Behälter gut gefüllt, aber trotzdem weniger Wasser drin als am Vortag. Ich habe den Behälter auch im kalten Zustand voll gemacht, aber nach wenigen Kilometer war es wieder wie zuvor. Was würden Sie sagen? Wenn es die K-Dichtung ist, könnten sie mir eine kurze Beschreibung geben auf was ich beim Wechsel zu achten habe? Ich bin zwar angehender Kfz-Mechatroniker. aber das habe ich leider noch nicht selbst gemacht. Mfg Maik.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maik, versuche doch, den Fall als «Ausbildungsinhalt» zu deklarieren und nutze den Golf als Versuchsobjekt in Deinem Ausbildungsbetrieb! Der Motor ist sehr übersichtlich gebaut und ist eigentlich ein ideales Lehrobjekt. Eine Beschreibung des kompletten Zylinderkopfwechsels ist mir hier zu beschwerlich, zumal diese Arbeit in jeder Reparaturanleitung datailiert gezeigt wird. Wichtig ist die Beurteilung des Schadenbildes, um spätere Folgeschäden am Motor zu vermeiden. Dein Ausbildungsmeister wird Dir sicher gerne seine Einschätzung geben.... Das fehlende Kühlwasser wird wahrscheinlich vom Motor «verdampft», d.h., das Kühlwasser sickert in den oder die Brennräume und verlässt den Motor schließlich über den Auspuff als Dampf. Dem Motor tun diese dauernden Wassereinbrüche überhaupt nicht gut! Also, nicht zu lange zögern....

Frage von Dirk Albrecht:

Hallo Herr Kessler, hoffe sie können mir weiterhelfen. Ein Bekannter besitzt einen Golf TDI Variant,10 Jahre alt, aber in Topzustand! Sein Problem: Bei einer Urlaubsfahrt mit Wohnwagen verlor der Motor an Leistung - aber nur bei der Bergauffahrt und nachdem der Motor gut warm gefahren war..... Nach einer kurzen Abkühlpause ging alles wieder gut, bis der Motor wieder heißer wurde! Dieses trat nur auf bei der Fahrt mit dem Wohnwagen auf, ohne ihn gibt es keine Probleme. An was könnte das liegen? Die Werkstatt findet nichts und eine weitere Urlaubsfahrt steht kurz bevor. Können sie mir da weiterhelfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte ganz klar auf das Konto des Luftmassenmessers gehen! Das Ersatzteil ist bei VW für etwa 75 Euro zu bekommen und ist sehr schnell eingebaut (nur geclipst...)

Frage von Friedhelm Schewe:

Hallo Autopapst! Im April 2003 kaufte ich beim Händler einen Hyundai Trajet mit einem Kilometerstand von etwa 700. Die Erstzulassung war im März 2002. Dieses Jahr im August musste das Steuergerät für den Airbag ausgetauscht werden, zu einem Preis von 745 Euro. Daraufhin habe ich einen Kulanzantrag bei Hyundai Deutschland gestellt. Allerdings wurde der mit der Begründung abgelehnt, ich hätte eine Inspektion nicht beim Vertragshändler machen lassen. Meine Frage: Muss ich nach den EU Bestimmungen zu einem bestimmten Händler?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie müssen nach allgemein üblicher Verkehrsauffassung während der Gewährleistungs-/Garantiezeit zu einem vom Hersteller beziehungsweise Importeur Ihres Autos lizensierten Kfz-Betrieb. Das kann ein Markenhändler, aber auch ein Servicepartner sein. Dieser muss nach den Vorgaben des Herstellers / Importeurs warten und reparieren und das auch bewiesen haben. Wenn die Hersteller-Lizenz bei dem von Ihnen beauftragten Betrieb nicht vorliegt, haben Sie kulanztechnisch sehr schlechte Karten.....

Frage von Jürgen Jäckel:

Für unseren Nissan X-Trail hat es Anfang dieses Jahres eine Rückrufaktion wegen der Lambdasonde gegeben. Laut Nissan-Händler ist diese auch ausgewechselt worden. Mittlerweile haben wir beanstandet, dass das Fahrzeug nicht gut anspringt. Der Händler wechselte deshalb die Batterie, allerdings qualmt der Auspuff nun morgens und der Wagen startet fast gar nicht mehr. Nach ungefähr 200 Metern läuft der Wagen normal und der Qualm ist weg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich frage mich, wie jemand nach Ihrer Schilderung auf eine defekte Batterie kommen kann! Was wirklich defekt ist, dürfte die Kaltlaufregelung beziehungsweise ein Thermofühler sein, der nicht die Werte an den Einspritzrechner übermittelt, die der für ein startfähiges Gemisch braucht. Die Werkstatt hat beim betriebswarm angelieferten Auto natürlich Probleme, etwas zu diagnostizieren. Darum müssen Sie den Jungs das Auto über Nacht auf den Hof stellen, damit die am nächsten Morgen das (hoffentlich!) eiskalte Auto nicht zum Laufen kriegen. Dann wird sich das Problem schon lösen....

Frage von Merter Zamlut:

Hallo, ich fahre einen Opel Omega A2.0i, Baujahr 1991. Der Wagen hatte ein permanentes Klappern an der Vorderachse. Ich habe dann die Stabilisatoren links und rechts erneuert. Das Klappern während der Fahrt war danach weg, allerdings habe ich das Geräusch immer noch, wenn ich das Lenkrad stark nach links oder rechts einschlage. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es gibt an der Vorderachse nur einen Stabilisator! Was Sie erneuert haben, waren die Koppelstangen. Bei älter werdenden Omis sollte irgendwann grundsätzlich jedes Gummilager der Vorderachse gewechselt werden. Insbesondere sind dabei die Stabilisatorgummis zu beachten, die fast immer für Klappereien verantwortlich sind....

Frage von Reiner Nowotny:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Passat Variant, Bj. 1995 mit 66 KW. Seit einiger Zeit geht er, wenn ich vom Gaspedal runtergehe (zum Schalten) sehr langsam mit der Drehzahl nach unten, so als würde das Gaspedal klemmen. Es lässt sich aber leicht betätigen. Danke im Voraus R. Nowotny

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann am Leerlaufsteller oder am Leerlaufregelventil oder an beidem liegen. Oft hilft eine Reinigung, genau so oft müssen dann aber doch Teile ersetzt werden.

Frage von Mahmut Colak:

Hallo Herr Kessler Ich habe vor einem Monat einen Seat Alhambra TDI, Bj. 99, 81 kW, 194.000 km gekauft. Leider geht der Motor plötzlich - egal wo - aus. Ich habe das Kraftstoffabschaltventil wechseln lassen, jetzt stellt sich der Motor nicht häufig ab, aber der Fehler ist nicht ganz weg. Gibt es einen Zusammenhang mit den Glühkerzenrelais oder Wegfahrsperre oder Steuerung? Mit freundlichen Grüssen und vielen Dank Mahmut Colak

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mahmut, als Ursache des Problems könnte noch das Relais für die Spannungsversorgung des Steuergerätes in Frage kommen (beim Golf heißt das Relais 109), ein sehr häufiger Fehler in der VW-Welt! Viel Erfolg bei der Reparatur wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Frank Wodarzek:

Hallo Herr Kessler, mein Sprinter, Bj. 2000, 312 , 2900 ccm, läuft nach ca. 100 km nur noch auf halber Kraft. Schalte ich die Zündung aus und starte wieder, läuft er wieder nur diese Strecke und geht dann auf max. 2000 Umdrehungen. Die Fachwerkstatt hat alles bis aufs Steuerteil geprüft und weiß nicht mehr weiter, kannst Du mir einen Rat geben? Schönen Gruß, Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Frank, das ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Luftmassenmesser. Der berechnet über die Abkühlung eines beheizten Drahtes (mit der dadurch entstehenden Veränderung des Widerstandes) die Menge der angesaugten Luft für die richtige Gemischbildung. Wenn der LMM spinnt, kann der Einspritzcomputer nichts mehr mit den gelieferten Werten anfangen und schaltet auf Notbetrieb. Eine kleine Pause löscht das Problem, aber nur bis zum nächsten Mal.... Das Teil ist schnell gewechselt und kostet etwa 75 Euro.

Frage von Winfried Kühnlenz:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Kia Carens 2.0 CRDI, Bj. 2002, 114.000 km Laufleistung. Jetzt gibt es beim Schalten vom vierten auf den dritten Gang Geräusche. Was empfehlen Sie, kann ein Getriebe-Additiv helfen, wie kann ich Getriebeöl ablassen? Mit freundlichen Grüßen Winfried Kühnlenz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Von Additiven rate ich generell ab, weil man nie weiß, wie die mit den ohnehin schon im Öl befindlichen reagieren! Die Tricks mit Bananenmark im Entengetriebe funktionieren mit den hochbelasteten Schaltboxen der TDI-Zeit ohnehin nicht mehr. Als einzigen Tipp rate ich Ihnen, den Ölstand im Getriebe zu kontrollieren. Wenn der nicht stimmt, können Sie den Rest des Getriebeöls ablassen und auf Späne untersuchen (der Fachmann liest aus den Spänen wie eine Wahrsagerin aus der Glaskugel....). Das Getriebe müsste irgendwo eine Ablassschraube haben, deren Bedienung eigentlich klar ist (allerdings gibt es tatsächlich Getriebe ohne Ablassschrauben! Was sich der Hersteller dabei gedacht hat, kann ich mir leider nicht vorstellen....)

Frage von Reinhard Ulrich:

Hallo Herr Kessler, habe meinen Mitsubishi Colt, 1,3 CAO, Bj.95, verkauft und möchte einen Komplettsatz Winterreifen meinem Schwiegervater zukommen lassen. Er hat einen Honda Jazz 1,3, Bj. 2004. Sind die Felgen kompatibel? Beim Googeln habe ich etwas von BE 45 für den bzw. BE 46 für den Jazz gelesen. Von der Felge 14x5 1/2 her müsste es passen. Gruß Reinhard

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Reinhard, für die Kompatibilität von Autofelgen gibt es neben dem Durchmesser und der Breite (in Zoll gemessen) noch die Einpresstiefe in mm, den Durchmesser des Lochkreises und schließlich die Anzahl der Löcher für die Verschraubung. In einigen Fällen würden die Felgen von Fahrzeug A an Fahrzeug B passen, bei einer Montage erlischt jedoch die Betriebserlaubnis. Räder und Felgen gehören zu den bauartgenehmigten Teilen eines Autos und müssen bei Veränderung einem Sachverständigen zur Begutachtung vorgeführt werden. Die Mitsubishi-Felgen sind leider 1 Zoll schmaler als die Honda-Felgen; das allein reicht für ein negatives Urteil über dieses Vorhaben....

Frage von Peter Brockmann:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen recht alten BMW 730 i. Seit ein paar Tagen läuft Kühlwasser aus und ich traue mich nicht mehr längere Strecken zu fahren. Woran könnte das liegen? Vielen Dank im voraus und viele Grüße, Peter Brockmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, wenn kein Schlauch geplatzt oder abgerutscht ist, kann das Leck eigentlich nur noch eine defekte Wasserpumpe sein! Wenn Sie nicht mehr schneller Wasser nachschütten können, als unten wieder heraus läuft, müssen Sie die Pumpe wohl tauschen! Viel Spaß beim Basteln wünscht der AUTOPAPST

Frage von Thomas Möller:

Bei meinem T4 Transporter, 2,5 Liter Hubraum, 88 PS, Diesel, Baujahr 2001 mit jetzigem Kilometerstand von 200.000 km ist bei warm gefahrenen Motor ein Klackern im Bereich des Motors zu hören. Dieses Klackern ist unregelmäßig, mal stärker mal schwächer. die Werkstatt weiß auch nicht weiter, da bei jedem Werkstattbesuch dieses Klackern nicht zu hören war. Was kann das sein? Danke im voraus für Ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Klackern bei warmem Motor kann ein defektes Pleuellager, eine eingelaufenen Nockenwelle oder ein defekter Hydrostößel sein. Wenn das Klackern bei getretener Kupplung weg ist, und beim Loslassen des Kupplungspedals wieder zu hören ist, könnte es auch an der Kupplungs-Druckplatte liegen. Ohne eine eigene «Hörprobe» kann ich leider nicht konkreter werden....

Frage von Patrick Boden:

Hallo.. ich habe einen Renault 19 GTS mit einem Automatikgetriebe. Das Auto springt am Tage wenn ich ihn das erste Mal starte nur richtig an, wenn ich ein wenig Gas dazu gebe. Auch während wenn ich in der Stadt fahre und an einer Ampel halte, ist der Wagen untertourig. Er läuft bei knapp 800 Umdrehungen und geht auch schon mal aus.. was kann ich da tun ???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ricky, Du musst die undichte Stelle im Ansaugsystem finden, durch die der Motor Nebenluft zieht. Dadurch läuft er zu mager und neigt zum Absterben. Oder Du gewöhnst Dich an diese Macke und lebst damit (so würde ich vorgehen...). Herzliche Grüße aus der Hauptstadt vom AUTOPAPST

Frage von Sebastian Prickel:

Hallo! Ich habe ein Problem mit der hydraulischen Kupplung von meinem Audi 80, Typ 89, Baujahr 1989, 1,8 l, 90 PS. Das Kupplungspedal bleibt beim Treten unten und damit trennt die Kupplung nicht mehr richtig und ich habe Probleme beim Schalten während der Fahrt! Wenn ich die Kupplung entlüfte, geht es einige Tage gut und dann tritt das Problem wieder auf. Mir ist auch aufgefallen, dass dieses Problem stark witterungsabhängig ist (bei größeren Temperaturschwankungen)! Im Sommer ging das sogar mal drei Wochen gut und ich konnte ohne zu entlüften schalten! Da die Teile für einen Audi ziemlich teuer sind, möchte ich gern wissen, ob das Problem eingegrenzt werden kann! Kann man genau abgrenzen, ob es sich um einen defekten Kupplungsschlauch, Geber- oder Nehmerzylinder handelt? Mit freundlichen Grüßen Sebastian Prickel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sebastian, ich tippe auf den Schlauch zwischen Geber- und Nehmerzylinder! Wahrscheinlich macht der beim Betätigen der Kupplung «dicke Backen» und nimmt dabei einen Teil der Hydraulikflüssigkeit auf, die sonst in den Geberzylinder zurückströmen würde. Also: Einen neuen Schlauch kaufen (den gibt es auch im Kfz-Zubehörhandel, wie den ganzen Rest der Kupplungsbetätigung...), einbauen, und alles ist wieder gut!


Frage von Eleonore Mackwart:

Hallo Herr Kessler, beim Rückwärtsfahren sind laute ratternde Geräusche zu hören. Könnte das die Kupplung sein? Wenn ja, kann eine Kupplung repariert werden oder muss sie ersetzt werden?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Eleonore, wenn die Kupplung eine Macke hätte, würde man auch beim Vorwärtsfahren etwas hören! Kupplungen werden nicht repariert, nur ausgetauscht. Die alten Teile der Kupplung können und werden wieder aufbereitet und heißen dann «Austauschkupplung» (de facto sind fast alle Billig-Kupplungen« Austauschkupplungen). Die Geräusche müssen übrigens gar nicht vom Antrieb kommen, es könnten auch Klappereien vom Auspuff sein, der sich beim Rückwärtsfahren etwas verspannt.

Frage von Alex Glisoski:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen VW Bus T2, Baujahr 1982, 37 kW, Motorspezifikation CS, Schaltgetriebe, Diesel. Wie hoch ist die Ölfüllmenge mit und ohne Ölfilter. Da mir der Ölpeilstab abhanden gekommen ist, wäre das eine sehr wichtige Info für mich... Vielen Dank und beste Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Alex, mit Ölfilter sind es 3,5 Liter, ohne nur 3,0 Liter. Gute Fahrt wünscht der Autopapst!

Frage von Rainer Siefke:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Mondeo Kombi TDDI mit 90 PS, EZ 1/2004, 59.000 Kilometer. Bei mir löst sich das ABS beim Bremsen zwischen drei und ca. 70 km/h aus. Nach ca. 5- 10 Minuten Fahrzeit geht die Kontrollleuchte an und das ABS stellt sich aus. Die Fordwerkstatt hat, nachdem sie den Fehlerspeicher ausgelesen hat, einen Radsensor ausgetauscht, leider ohne Erfolg. Nachdem sie dann alle Verbindungen ohne Befund durchgemessen haben, haben sie gesagt, dass das ABS Steuergerät defekt wäre (Kosten einschl. Kulanz ca. 1.600,--?). Meine Frage: Kann das Problem ggf. noch andere Ursachen haben ? Was halten Sie von Überprüfungen und Reparaturangeboten für ABS Steuergeräten aus dem Internet?
Vielen Dank und viele Grüße Rainer Siefke


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Siefke, nach Ihrer Schilderung halte ich einen Defekt des ABS-Steuergerätes auch für wahrscheinlich. Dass Ford das Ersatzteil so extrem teuer macht, ist natürlich sehr ärgerlich (wenn man überlegt, wieviel ein High-Tech-Laptop kostet, wird der genannte Preis völlig unverständlich...). Leider gibt es nur sehr wenige Anbieter im Netz, die sich mit ABS-Steuergeräten beschäftigen (wohl aus Haftungsgründen...). Ich würde (bislang allerdings ohne Erfahrungen!) den Versuch einer Reparatur wagen; schlimmer werden kann es nicht und falls es nicht das Steuergerät ist, hat man wenigstens nicht 1600 Euro in den Schornstein geschossen....

Frage von Klaus Hof:

Hallo Hr. Kessler. An meinem BMW E 39 525 i leuchtet zuweilen die ABS- Warnleuchte während der Fahrt und der Tacho funktioniert nicht. Welche Ursachen kommen hier in Frage?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Spontan fällt mir hier ein Kabelproblem von der Hinterachse nach vorne ein. Ich glaube, der E 39 bekommt sein Tachosignal vom Differential (hier bin ich mir aber nicht sicher...). Wenn z. B. ein Marder kräftig ins Kabel gebissen hat, könnte sowohl das ABS- als auch das Tachosignal gestört sein. Warum nicht mal Augenblickseingebungen nachgehen?

Frage von Torte H.:

Hallo Herr Kessler. Bei meinem Passat 35i, Bj. 95 (245 Tkm) zittert die Lenkung erheblich und auch die Spur zu halten ist mit ihm derzeit eine kleine Herausforderung, obwohl kürzlich die SSK und die Domlager gewechselt wurden. Auch eine leichtes Knacken beim Rückwärtsfahren mit starken Lenkeinschlag ist nicht zu überhören. Bevor ich nun neue meine Reifen aufziehen und die Spur einstellen lasse, möchte ich die Ursache hierfür herausfinden. Eigentlich können es ja nur noch die Traggelenke sein, oder? Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen. Torte

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Torte, interessanter Spitzname (irgendwie süß...)! Die Lösung sind wahrscheinlich die Lager der vorderen Querlenker. Der Passat (genau wie sein sehr enger Verwandter Audi 80) hatten damit immer wieder Probleme. Das ging bis zu Rückrufaktionen bei ganz jungen Autos, im Grunde wohl ein Teil des Lopez-Effektes. Also: zwei neue Querlenker sollten das Problem lösen...

Frage von Alfred Janeck:

Ich fahre einen Citroen Berlingo, Baujahr 06/2002, Benziner. Während der Fahrt ging plötzlich das Gebläse an und es lässt sich nicht mehr ausschalten. Nur wenn ich den Motor abstell, ist auch das Gebläse aus. Wenn ich den Motor wieder starte, läuft auch das Gebläse wieder und zwar mit voller Leistung. Wo ist der Wurm??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Keine Ahnung, Herr Janeck! Versuchen Sie mal, die Sicherung für das Gebläse zu ziehen. Wenn der Püster dann still ist, kennen Sie schon mal den Stromkreis. Wahrscheinlich hat sich durch Vibrationen ein Kabel durchgescheuert und schließt den Stromkreis über Masse kurz. Wenn das so sein sollte, steht der Berlingo kurz vor einem Kabelbrand, lassen Sie also möglichst bald einen Fachmann in den Kabelbaum klettern.....

Frage von Andreas L.:

Hallo, ich hab mir gerade einen gebrauchten Corsa B mit 1,0 L Ecotec 3 Zylinder zugelegt. Muss noch Öl wechseln und dann geht´s los. Wie viel Liter Motoröl gehen in den Knirps denn rein? Gruß Andi

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Namensvetter, aus den Opel-Datenblättern für dieses Auto ergibt sich eine Ölfüllmenge von 3 Litern. Ob das mit oder ohne Öldilterwechsel ist, steht leider nicht dabei. Im Zweifel hilft der Blick auf den Peilstab aber weiter (es kann sich ja dann nur um 0,3 Liter zusätzl. handeln...).