Fragen an den Autopapst im August 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Alle Probleme aus dem August 2009.

Frau M. Gerntoh fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Mitsubishi Space Star, Baujahr 1999. Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden, aber seit einiger Zeit schlägt das Lenkrad beim Bremsen ab einer Geschwindigkeit von 130 km/h aus bzw. es wackelt. Die Bremsen selber wurden überprüft und es wurden keine Mängel festgestellt und das Radlager und Radnarbe (rechts) wurden ausgetauscht. Ich bin etwas ratlos und würde gern wissen, ob dies evtl. eine typische Mitsubishi-Macke ist (vorher war ich VW Fahrerin) oder welche Ursachen es noch haben könnte. Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das nennt man «Aufbaubremse», ein Problem vieler Autos. Durch nicht ideal zueinander passender Bremsscheiben und Bremsbeläge bilden sich auf der Oberfläche der Bremsscheiben minimale Unebenheiten, die beim Bremsen zu diesen Vibrationen führen. Abhilfe würden neue Bremsscheiben und neue Bremsbeläge schaffen, die nach einigen 1000 km aber wieder mit den gleichen Problem zu kämpfen hätten. Bei neueren Autos fällt das Problem nicht so stark auf, weil dort die Achsgelenke und Achsführungsgummis noch straffer sind und sicht nicht zu Schwingungen anregen lassen.
Zusammenfassend kann man das (sofern die Verzögerungswerte der Bremse o.k. sind!!) fast als Schönheitsfehler bezeichnen, dessen Beseitigung recht teuer werden kann.

Ruth Noack fragt:

Werter Autopapst, folgendes Problem belastet mich: mein VW Passat, Bj. 2003, 142 kW, 2771 ccm frisst zu viel Öl!!! Nach ca. 1400 km muss ich 1/2 Liter nachfüllen. Es sind keine Ölspuren zu finden. Ich habe den Wagen aus 2ter Hand im Februar gekauft. Jetzt wurden insgesamt schon 50000 km damit gefahren. Die Verkaufswerkstatt meinte, dies wäre für solche Motoren normal. Das Auto ist außerdem sofort nach dem Kauf auf Autogas umgestellt worden, aber auch dort war man sich einig, dass dies nichts mit dem erhöhten Ölverbrauch zu tun hat. Stimmen diese Aussagen? Liegt es wirklich an diesen «neuartigen» Motoren? Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu.Vielen Dank! Ruth Noack

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ruth, wenn ich Sie richtig verstanden habe, braucht Ihr Auto 0,35 Liter Öl auf 1000 km Fahrstrecke. Wenn mein Auto diesen Ölverbrauch hätte, würde ich einfach nachgießen und die Sache auf sich beruhen lassen. Allerdings ist mein Auto 15 Jahre alt und hat schon 165.000 km auf der Uhr. Wenn Sie mit dem Auto seit dem Kauf 50.000 km gefahren sind (wow...), wird das wohl in erster Linie auf der Autobahn mit relativ hohem Tempo passiert sein. Und da wird eben der eine oder andere Tropfen Motoröl verbrannt, speziell im Gasbetrieb (die Temperatur im Verbrennungsraum ist mit LPG höher als mit Benzin.). Sollte ich die 50.000 km missverstanden haben und es sich dabei um die Gesamtfahrleistung handeln, ist das für ein Auto dieser Klasse recht wenig (12.500 km / Jahr) und die Frage nach der Authentizität des km-Standes auf dem Tacho muss gestellt werden. Vielleicht fehlt ja eine «1» vor den 50.000 km? Jedenfalls ist der Ölverbrauch noch nicht besorgniserregend hoch, sollte aber beobachtet werden! Wenn er weiter und kontinuierlich steigt, ist Handlungsbedarf gegeben (Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe...)

Dietmar Glieti fragt:

Hallo Autopapst, nachdem Andere am Ende sind, wende ich mich als letzte Hoffnung an Sie. Mein Mitsubishi Charisma Dynamic, 1,9 l GDI, EZ.01, z.Zt. ca.27.000 km gelaufen, macht Probleme, weil er alle paar KM zum Reinigen der Drosselklappe in die Werkstatt muss. Mitsubishi wurde dieses Problems auch noch nicht Herr. Nach Auskunft des Kfz-Meisters meiner Werkstatt hängt dies wohl mit der Abgasrückführung zusammen. Wäre es eine Möglichkeit, die Abgasrückführung außer Gefecht zusetzen, oder treten dann andere Probleme auf?
Ich wäre Ihnen für einen guten Rat äußerst, dankbar. Mit freundlichen Grüßen, Glieti


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie die Abgasrückführung «tot» legen, also die Beimischung von Abgas zur Verminderung der Stickoxide im Verbrennungsgas unterbrechen, verlieren Sie (rein rechtlich betrachtet...) die Betriebserlaubnis für das Auto und damit den Versicherungsschutz. Technisch möglich und in Ihrem Fall sinnvoll wäre dies Operation schon (sie wird auch häufig im Internet beschrieben...), aber eben leider nicht legal!

Frage von Herr Muck:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe bei der letzten Inspektion bei meinen Twingo, neun Jahre alt, 142.000 Kilometer zum ersten Mal den Zahnriemen und Wasserpumpe bei ATU austauschen lassen (Ich hatte damit nie Probleme, es waren auch nie irgendwelche komische Geräusche zu hören. Ich habe dies nur aus Sicherheit und der hohen Laufleistung ausgetauscht). Nach dem Auswechseln bemerkte ich bei niedrigen Drehzahlen ein schleifendes, manchmal sogar ein metallisch quietschendes Geräusch, genau aus der Ecke, wo Zahnriemen und Wasserpumpe liegen. Bei ATU reklamiert. Diese haben dann Spannrolle ausgetauscht. Jetzt ist das Geräusch zwar ein bisschen leiser, aber immer noch bei niedrigen Drehzahlen da. Was könnte das sein? Freundliche Grüße M. Muck

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Muck, hat ATU auf der Rechnung auch eine neue Wasserpumpe vermerkt? In aller Regel wird die nämlich beim Zahnriemenwechsel gleich mit getauscht, weil die alte unter dem neuen Zahnriemen undicht werden würde. Für mich hört sich das so an, als ob entweder die alte Wasserpumpe noch `drin ist und sich langsam verabschiedet oder als ob die neue Wasserpumpe von minderer Qualität ist und ebenfalls schon auf der Abschussliste sitzt. Lassen Sie die Wasserpumpe auf Garantie wechseln, eine andere Geräuschquelle kommt m. E. nicht in Frage.

Frage von Dominik Roser:

Ich habe einen Ford Fiesta 1.1 L CLX, Baujahr 1991. Wenn ich fahre, fängt er fast immer an zu ruckeln. Dann sinkt die Motorleistung und dann stellt er ab, lässt sich danach auch nicht mehr starten. Manchmal ist es aber auch nur das Ruckeln und er stellt nicht ab. Zündkabel und Zündkerzen hab ich schon gewechselt. Zu dem kommt, wenn ich stehe also im Leerlauf, wird mein Abblendlicht sehr schwach. Wenn ich dann aber Gas gebe, so ungefähr 2000 Umdrehungen, wird es wieder heller! Ich hoffe sie können mir helfen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Funktioniert Ihre Ladekontroll-Leuchte noch, Herr Roser? Ich tippe auf einen Defekt des Lämpchens, wodurch die Vorerregung der Lichtmaschine entfällt und der Ladebeginn erst bei etwa 2000 U/min einsetzt. Das führt natürlich zu ständigen Problemen mit der Bordspannung, die auch die Zündanlage nicht unbeeinflusst lässt. Lassen Sie die Lima und die Batterie prüfen (und die Ladekontrolle!!). Nach einer entsprechenden Reparatur sollte das Auto dann auch wieder genügend «Saft» für die Zündung haben.

Roland Kaiser:

Hallo, meine Frau ihr Renault Kangoo, Bj2000, klappert beim Starten und nach ca. zwei Sekunden ist dieses Geräusch weg, (die Ölkontrollampe leuchtet im Stand (bei etwas mehr Gas geht sie aus) laut Renault ist der Öldruck okay), aber bei schnellerer Fahrt besonders beim Übergang von Gas wegnehmen und Schub fahren, klackert es sehr laut. Wir waren schon bei Renault und dort weiß so recht keiner einen Rat. Der Öldruckschalter ist schon neu, aber das Klackern beim Start ist schon sehr laut. Wird das Auto kurz danach erneut gestartet, klackert es kaum. Geben Sie uns bitte einen guten Tip, denn die Jungs bei Renault sind auch keine Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nach dem ersten Lesen deutet diese Schilderung auf defekte Hydrostößel der Ventilbetätigung hin. Das ist ein sehr häufiges Problem von älter werdenden Autos und (solange es nach ein paar Sekunden von selbst verschwindet) ein Schönheitsfehler. Wenn das Geklapper ein Motor- oder Lagerschaden wäre, würde es mit wärmer werdendem Motor lauter werden und die Öldruckkontrolle würde schließlich nicht mehr aus gehen. Das Geräusch beim Gasgeben bei schneller Fahrt kann ohne weiteres auch Motorklingeln sein. Das entsteht bei der Verwendung von nicht genügend klopffestem Kraftstoff, wenn gleichzeitig der Klopfsensor defekt ist. Sie haben leider nicht geschrieben, wie viele km der Kangoo schon auf der Uhr hat. Das macht die Diagnose leider etwas unsicher...

Frage von Heinz Brutscher:

Ich habe vor zwei Wochen einen Renault Clio1 gekauft, Baujahr 7/96, 40 kW, Limousine, Benzinmotor, Schaltgetriebe. Jetzt habe ich folgendes problem: Wenn der Wagen mehrere Stunden draußen bei feuchtem, nassem Wetter steht, stottert der Motor. Nach ein paar Kilometern läuft er wieder ganz normal. Zündkerzen und Zündkabel sind ganz neu. Können Sie mir einen Rat geben.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heinz, machen Sie die 3-K-Lösung perfekt und investieren Sie noch in eine neue Verteilerkappe und einen neuen Verteilerläufer. Wenn das Problem dann immer noch auf tritt, würde ich mir noch den Motortemperaturfühler und dessen Steckverbindung ansehen.

Frage Gaby Möller:

Ich habe vor einer Woche einen Citroen AX gekauft. Er ist 17 Jahre alt, hat aber erst 47.000 km gelaufen. Nun läuft er seit heute sehr unruhig im Stand. Auch wenn ich beschleunige hat man das Gefühl, er bremst kurz ab und dann wird er wieder schneller. Bei Konstanter Geschwindigkeit, ruckelt er ziemlich, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Woran könnte das liegen? Ich weiß, er ist alt, aber bezahlt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gabi, eigentlich sind die Motoren der AX-Modelle die Teile des Autos, die am wenigsten Probleme machen. Ich tippe aufgrund der langen Standzeit und der geringen Fahrleistung auf Nebenluft, die der Motor durch einen porösen Schlauch des Ansaugsystems oder eine undichte Dichtung im Ansaugtrakt ansaugt. Wenn das so ist, ist es von einem Profi schnell zu lokalisieren. Die Reparatur kann je nach Ursache billig oder teuer werden, das kann ich von hier aus nicht sagen. Wenn das «Leck» erst einmal beseitigt ist, wirst Du aber sicher viel Spaß mit dem Hopser haben....

Frage von Hans:

Hallo, ich habe einen Ford Fiesta 1.4 PTE, Bj. 95 (GFJ).
Nachdem das Auto beim Bremsen nach links gezogen ist, und die Bremse weiter gebremst hat, obwohl man nicht mehr auf die Bremse drückte, dachte ich, es seien die Bremssättel. Nun habe ich auf beiden Seiten die Bremssättel und neue Beläge getauscht. Nun war das Problem weg, dass der Sattel fest hing, oder dass das Auto nach links gezogen ist. Nach etwa drei Tagen habe ich jetzt das Problem wieder, dass das Auto nach links zieht beim Bremsen und dass der Sattel wieder fest ist. Woran könnte das noch liegen?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Kaum ist so ein Wagen 13 Jahre alt, bekommt er Arterienverkalkung... So ähnlich muss man sich das Problem vorstellen: Im Laufe der Jahre quellen die Bremsschläuche an den Rädern so zu, dass der Querschnitt für die Bremsflüssigkeit als Druckmedium zu klein wird. Dadurch baut sich der Druck nicht oder kaum noch ab und die Bremsenschleifen (bzw. die Kolben klemmen). Eine andere Möglichkeit ist überalterte Bremsflüssigkeit. Wenn das der Fall ist, hat diese einen zu hohen Wassergehalt, der in den Bremszylindern für Korrosion sorgt. Der Rest ist dann selbsterklärend. Andreas Kessler

Frage von Stefan Dreisbach:

Hallo Team, mein Opel Vectra B DI 16v bekommt keine AU-Plakette, weil er nicht höher als 4650 U/min kommt. Was könnte der Grund dafür sein?
Der Motor hat 260.000 km gelaufen. Die Traversendichtungen wurden vor drei Jahren erneuert. Danke für Eure Antwort


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Abregeldrehzahl liegt tatsächlich beim Vectra B etwa 400 U/min höher. Als einfachen Grund könnte ich mir einen verbrauchten Dieselfilter vorstellen, der bei hohen Drehzahlen nicht mehr genug Diesel zu den Einspritzdüsen durchlässt. Dieser Defekt fällt im normalen Fahrbetrieb kaum auf, wenn man nur in der Stadt oder auf Landstraßen mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs ist. Eine weitere Möglichkeit ist eine abgenutzte Nockenwelle, die im oberen Drehzahlbereich keinen genügend schnellen Gaswechsel mehr erlaubt. Alles in allem dürfte die Ursache aber beim Fachmann schnell gefunden werden.

Frage von Amazone:

Lieber Herr Kessler, ich habe einen Golf 3 Variant TD, 55m kW, 1993, 160.000 km. Beim Starten morgens oder nach längerem Stehen kommt eine schöne weiße Rauchfahne hinten raus. Riecht nach Diesel. Der Ölverbrauch ist gering (ca.0,5 Liter auf 3000 km).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf eine oder zwei defekte Glühkerzen. Wenn die Glühkerzen defekt sind, kommen automatisch auch die Einspritzdüsen in den Focus einer Überprüfung. Ersatzteile gibt es bei www.dieselsend.de.


Frage von Oliver Raczka:

Bella machina in bella figura: Der Alfa 156. Meine Freundin will mir einen mit dem 1,6 Liter Motor mit 120 PS aufschwatzen. Der Wagen ist neun Jahre alt und hat knapp 100.000 km gelaufen. Ist das Auto gut für Fahranfänger? Sind die Ersatzteile sehr teuer für dieses Auto??? MFG Oliver Raczka

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Oliver, die Ersatzteile sind auch nicht teurer als bei anderen Automarken, es gibt aber relativ wenig im Zubehörhandel. Das treibt die Kosten im Defektfall ziemlich nach oben. Außerdem gehen die Dinger deutlich öfter kaputt als «normale» Autos. Dafür sehen die 156er einfach immer noch sau-geil aus, das muss der Neid ihnen lassen. Als Anfängerauto ist der Alfa m.M. nach aber ungeeignet. Suche Dir lieber einen schicken 3er BMW, der macht noch mehr Spaß beim Fahren (Heckantrieb...) und ist um Längen besser verarbeitet!

Frage von Franz Kapeller:

Hallo Herr Kessler! Anfang August habe ich mir bei einem BMW-Händler einen 728iA von 6/99 gekauft, er ist in jeder Hinsicht wie neu und hat erst 47.000 km runter. Jetzt kamen aber von der Lichtmaschine seltsame Geräusche. Diagnose beim Händler: Lager ausgeschlagen. Der Generator wurde im Rahmen der Garantie gewechselt. Es deutet bei diesem Auto außen wie innen, sowie im Motorraum und am Unterboden des Fahrzeuges nichts darauf hin, dass der Kilometerstand manipuliert wäre (alles wie neu). So gut kann man Gebrauchsspuren gar nicht kaschieren. Nur, warum dann die Sache mit dem Generator? Bei so wenigen Kilometern dürfte das doch nicht sein, oder?
Welche Schwachstellen gibt es erfahrungsgemäß sonst noch bei diesem Auto? Vielen Dank für ihre geschätzte Antwort! Mit freundlichen Grüßen Franz Kapeller


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Kapeller, ich stimme Ihnen 100-prozentig zu: Der 728iA ist ein wunderbares Fahrzeug, optisch wie technisch! Ich habe lange selbst so einen gehabt und bin dazu sogar von BMW-Motorentwicklern beglückwünscht worden (Das waren noch Motoren...). Die Verarbeitungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben, der kleine Lagerschaden der Lichtmaschine war sicher nur ein zu stramm gespannter Antriebsriemen (da hat es jemand zu gut gemeint, das kommt mal vor...), also ein Ausrutscher! Vergessen Sie es einfach....

Frage von Tom Keyser:

Hallo Herr Keßler! Ein Freund in Hamburg hat bei einem Händler einen siebenjährigen 230 SLK mit Kompressor und 85.000 km für 8250 Euro gesehen. Das Angebot kommt mir bei der Km-Leistung und dem Baujahr etwas spanisch vor, da es mit 8250 Euro schon ziemlich günstig ist. Kann da alles stimmen oder was meinen Sie? Vielen Dank, Tom Keyser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Tom, da stimmt etwas nicht! Normalerweise müsste das Auto etwa 50 Prozent teurer angesetzt sein.... Wahrscheinlich ein Lockvogel! Wenn Sie um die Ecke wohnen, können Sie ja versuchen, das Auto zu kriegen. Eine Reise quer durch die Republik würde ich nicht antreten.... Darauf zielt das Spiel nämlich ab: Wenn ein Interessent erst einmal da ist, ist das Auto «.....gerade eben verkauft worden, sehr schade! Aber sehen Sie doch mal den hier, der ist auch sehr schön....» Und ohne Auto will man ja dann ja auch nicht von dannen ziehen, oder?

Frage von Friedhelm Krüger:

Hallo, wir haben einen Citroen Saxo 1.1, mit dem wir seit dem wir dieses Auto habe auch Probleme haben. Wir haben alles, was möglich ist, in der Vertragswerkstatt wechseln lassen. Aber alles half nur kurzfristig. Neue Zündspule, beide Lambdasonden erneuert, Standgasstellmotor erneuert. Doch der Fehler tritt immer wieder auf. Der Wagen geht aus und das meistens beim Abbiegen. Die Motorkontroll-Lampe leuchtet dann und beim Auslesen des Fehlerspeichers wird dann angezeigt: Gemisch zu mager. Wir wissen nicht mehr weiter, denn selbst die Werkstatt weiß keinen Rat mehr. Können sie uns hier weiter helfen. Der Saxo ist Baujahr 2001

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Als erstes: Wechseln Sie die Werkstatt! Wenn sich die Diagnose einzig und allein auf das Auslesen des Fehlerspeichers und planloses Teilewechseln beschränkt, sind Sie dort nicht gut aufgehoben. Wenn das Problem immer in Kurven auftritt, tippe ich auf einen undichten Schlauch des Ansaug- / Unterdrucksystems, der durch die Fliehkräfte in der Kurve Nebenluft zum Motor gelangen lässt und damit das Gemisch abmagert. Diese undichte Stelle gilt es zu finden; eigentlich dürfte damit keine Werkstatt überfordert sein. Und viel Geld dürfte das auch nicht kosten....

Frage von Harald Hipel:

Bei meinem Mondeo-Turnier, Baujahr 2004 treten drei Probleme auf, die bestimmt eine gemeinsame Ursache haben:Sseit einiger Zeit funktioniert die Funkzentralverriegelung oft schlecht (erst nach mehrmaliger Betätigung). Beim Einschalten der Zündung muss häufig die PIN des Audio/Navi-Systems eingegeben werden (d.h. das System war kurzzeitig ohne Spannung). Alle Anzeigen des Armaturenbrettes gehen kurzzeitig aus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das wird ein Massefehler sein! Wenn Sie sich selbst mit der Fehlersuche befassen wollen, müssen Sie unter der Abdeckung des Armaturenbrettes
(Fahrerseite) nach Massepunkten suchen und ggf. die Befestigungen nachziehen. Wenn die Werkstatt sucht, kann das teuer werden. Es ist aber wahrscheinlich der einzige Weg, das Problem zu lösen....

Frage von Ramona Grewe:

Bei meinem VW Beetle, Bj. 11/2002, 40 Tkm, musste die Kupplungsscheibe ausgetauscht werden. Darf das sein? Ist mir noch bei keinem Auto passiert. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist auch sehr früh! Wenn die Kupplung eines meiner Autos so früh verschlissen wäre, würde ich einen Materialfehler vermuten. Natürlich hängt das sehr stark von den Umständen der Benutzung ab. Wer ständig mit schwerem Anhänger am Berg anfährt, darf über 40 Tkm sehr froh sein. Sie werden aber auch mit der Materialfehlerargumentation nicht weiter kommen, weil sich bei Verschleißteilen der Nachweis darüber fast nicht erbringen lässt. Also: Augen zu und durch. Andreas Kessler


Frage von Jürgen Barth:

Ich fahre einen Ford Mondeo Turnier (BNP), Bj. 1997. Wenn ich mal richtig stark bremse und das ABS eingreifen muss, schaltet es sich nach 2-3 Regelvorgängen ab und die ABS- sowie die Bremskontrollleuchte leuchten auf. Beide Leuchten erlöschen erst, wenn man den Motor aus- und wieder anmacht. Meine Werkstatt tippt auf einen Defekt des ABS-Steuergerätes - bei dem Alter des Autos ist der Tausch jedoch nicht lohnenswert. Könnten noch andere Ursachen zu diesem Problem führen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde nach Ihrer Schilderung der Werkstatt beipflichten. Ein neues ABS-Steuerteil verbietet sich in der Tat aus wirtschaftlichen Überlegungen. Ein gebrauchtes Teil kann aber sinnvoll sein, es gibt entsprechendes in großer Zahl im Internet zwischen 50 und 100 Euro zu kaufen. Oft wird sogar Gewährleistung gegeben, wenn der Verkäufer gewerblich unterwegs ist. Andreas Kessler.

Frage von Wolfgang Hube:

Ich fahre eine Renault Scenic 1.4, Bj. 2001 und habe zum dritten Mal Probleme mit den Zündspulen. Bei meinem dritten Besuch wurde mir mitgeteilt, das die Werkstatt bei der zweiten Reparatur «falsche» Zündkerzen eingesetzt hätte, (Zündkerzen der Firma Bosch dürfen in dem Scenic nicht verwendet werden) ist das möglich? Im Serviceheft ist mir kein Hinweis aufgefallen. Mfg. W. Hube

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Das ist natürlich Bull-Shit! Gerade die Produkte der großen Zulieferer sind über jeden Zweifel erhaben, und außer Bosch haben auch Beru, NGK und Champion für wirklich jeden Motor mindestens eine genau passende Zündkerzenausführung. Ich nehme an, dass die Werkstatt von den ewigen Reklamationen der Zündspulen (Sie sind nicht der Einzige, bei dem die reihenweise durchschlagen....) die Nase voll hat und Ihnen die Schuld in die Schuhe schieben will. Ich rate Renault-Fahrern immer, bei Problemen mit der Zündspule keine Orginal-Ersatzteile, sondern passendes aus den Programmen der o.g. Zulieferer zu verwenden. Das hält dann wenigstens...

Frage von Vincent:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Ford Fiesta Calypso 1,3L mit 60 PS von 1996, Schaltgetriebe, 160000 km und Super. Wenn ich die Kupplung trete, dann dreht der Motor manchmal in sehr hohe Drehzahlbereichen, ohne dass ich Gas gebe. Er beruhigt sich erst, wenn der Wagen zum Stehen kommt. Woran könnte das liegen? Vielleicht am Leerlaufregelventil?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann am Kupplungsschalter oder am Leerlaufventil liegen. Das Leerlaufventil kann man zunächst mit Bremsenreiniger reinigen, dann müsste eine vorübergehende Besserung eintreten. Der Kupplungsschalter muss gewechselt werden, das ist keine große Sache. Manchmal überlagern sich beide Probleme und der Ärger verschwindet erst, wenn beide Teile neu sind. Der Kupplungsschalter ersetzt den früher benutzten Dämpfer am Gasgestänge, damit das Auto beim Gaswegnehmen nicht ruckelt. Heute wird dafür mit Hilfe des Kupplungsschalters die Einspritzmenge geregelt. Diesen Zustand erkennt die Motorregelung am Kupplungsschalter. Andreas Kessler.

Frage von Pierre Quaschnik:

Hallo Autopapst! Habe mich schon einmal erfolgreich an Sie gewandt. Ich habe ein weiteres Problem - Ich fahre einen VW Polo 86c, Bj.1994 - seit einigen Monaten hat er mächtige Ruckelprobleme. Wenn ich Ihn anlasse, läuft er wie auf zwei Pötten und ist immer kurz vorm ausgehen. Während der Fahrt stottert er immer wie bei mehreren Fehlzündungen hintereinander! Leerlaufsteller ist neu, Zündkerzen sowie Verteilerfinger und Kappe neu! Ich und die von VW wissen nicht mehr weiter. Im unteren Drehzahlbereich (z.B. beim Anfahren) ruckelt und ruckelt er bis ca. 4000 u/min - auch an Bergen und Kurven (Gas vor Kurve geben und halten in der Kurve stottert er bis er wieder gerade fährt) HILFE!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Pierre, ein ähnliches Verhalten hat mein guter 135-Euro-Peugeot 205 von E-Bay letztes Jahr auch an den Tag gelegt. Nach ewigen Versuchen, die Sache billig in den Griff zu kriegen, musste schließlich das Drosselklappenpotentiometer erneuert werden (womit sich der Zeitwert des Autos verdreifachte....). Das dürfte dann wohl auch bei Deinem Polo des Pudels Kern sein!

Frage von Edith Blank:

Wenn ich das Licht bei meinem Golf IV, Baujahr 1991 anhabe und den Schlüssel abziehe kommt das Warnsignal nicht mehr.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Problemlösung:

1. Sie haben unabsichtlich die «Licht-an»-Warnfunktion abgeschaltet (Bedienungsanleitung, VW-Händler)

2. Der Türkontaktschalter ist defekt (geht die Innenbeleuchtung an, wenn Sie die Tür öffnen?)

3. Der Warnsummer ist defekt (ersetzen, Werkstatt).

Übrigens: 1991 gab es noch den Golf II und der Golf III wurde gerade eingeführt.

Frage von Thomas Scheucher:

Hallo Herr Kessler, fahre einen Renault Scenic 2.0, Bj. 1998 mit 200.000 km, 115 PS, Schaltgetriebe. Sehr zuverlässiges Auto ohne Probleme. Wollte nur mal fragen, ob und wann muss man das Getriebeöl wechseln, wie kann man den Ölstand prüfen? Bin sehr skeptisch, weil mein Vater hatte vor kurzen bei seinem VW Polo SDI, Baujahr 1998, 68 PS, nach 125.000 km einen Getriebeschaden.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, ein Getriebeölwechsel kann nicht schaden! Die Alterung des Öls ist im Getriebe zwar wesentlich geringer als in der Ölwanne des Motors, aber doch vorhanden. Spätestens nach 100.000 km würde ich die Brühe erneuern. Was noch wichtiger ist, ist die Ergänzung von kleineren Verlusten des Schmierstoffes. Das Getriebe hat ja meistens keinen Ölpeilstab, deshalb fahren viele Leute mit älteren Autos fast ohne Getriebeöl in der Gegend herum und haben deshalb schließlich einen Getriebeschaden. Der Schaden am Polo Ihres Vaters ist eher der «Unterdimensionierung» des Getriebes geschuldet, das mit den hohen Drehmomenten des SDI-Motors auf die Dauer nicht klar gekommen ist....

Frage von Igor:

Hallo, habe ein Problem mit meinem Seat Ibiza 1,9 TDI, 110 PS. Das Auto will gar nicht mehr anspringen. Wenn ich den Schlüssel drehe, kommt nicht mal ein Geräusch. Könnten Sie mir vielleicht sagen, was das sein kann????? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da tippe ich spontan zunächst mal auf die Batterie! Was sich trivial anhört, lässt sich am besten mit Starthilfekabeln und einem Stromspenderfahrzeug testen: Wenn der Wagen mit den Kabeln startet, ist die Batterie entweder leer oder defekt. Sollte auch Starthilfe nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann entweder die Verkabelung zwischen Batterie und Anlasser oder / und der Kabelweg zwischen Zündschloss und Magnetschalter gestört sein. Schließlich bleibt noch der Anlasser als Problem übrig, der irgendwann auch defekt sein kann. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter....

Frage von Peter Heider:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen MB 211 E-Klasse Kombi 220 CDI m, ca. 334.000 km gelaufen. Die Temperaturanzeige erscheint mir in letzter Zeit ungewöhnlich niedrig. (30 bis max. 60 Grad). Sonst ist alles o.k. Ist evtl. die Zylinderkopfdichtung defekt und sonstiges? Peter Heider

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, wenn die Zylinderkopfdichtung ein Ding weg hätte, würde der Wagen kochen und sehr viel Kühlwasser verbrauchen. Ich tippe eher auf einen defekten Temperaturfühler. Der ist nicht teuer und schnell gewechselt. Die genaue Lage des Fühlers zeigt Ihnen der Ersatzteil-Mann von Mercedes am Computerschirm (hoffentlich!). Andreas Kessler.

Frage von Svetlana Spitz:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Opel Corsa 1,2 i, Bj. 1993,160 Tkm. Seit gestern läuft er unruhig. Im Stand macht er Geräusche, als würde er jeden Moment ausgehen, er ist sehr unruhig. Während der Fahrt merke ich die Unruhe an der Armatur da diese quietscht. Allerdings muss ich sagen, dass er zuvor eine Zeit lang zwischendurch im ersten Gang, ohne das ich Gas gegeben habe, von alleine fuhr, hat sich sozusagen bis 25 km/hd selbst Gas gegeben. Das ist jetzt verschwunden. Liegt das am Luftfilter? Ich fahre ihn meistens bis zum Reservetank bis ich ihn tanke! Eine Frage hätte ich noch, vielleicht ist da ein Zusammenhang. Beim Öl nachfüllen vor kurzem sah ich schmierige Ablagerungen vom Öl im Öldeckel. Zudem hat der Corsa einen neuen Mittelschaldämpfer bekommen! Ich wäre Ihnen so dankbar, wenn Sie mir antworten würden und vielleicht wüssten woran das liegt, dass er so unruhig ist. (Zündkerzen haben wir sauber gemacht) Viele Grüße Sv. Spitz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Svetlana, ich habe den Eindruck, dass der Corsa etwas mehr braucht als die Zündkerzenreinigung! Was ich dringend empfehlen würde, ist neben einem Ölwechsel ein Satz neue Zündkabel, eine neue Verteilerkappe nebst Verteilerfinger und schließlich doch noch neue Zündkerzen. Die Schüttelei dürfte damit erledigt sein. Das Hochdrehen ohne Gasgeben kann an einem verschmutzten Leerlaufsteller liegen, der die normale Leerlaufdrehzahl nicht geregelt bekommt. Leider sind das alles Dinge, die sich gegenseitig überlagern können. Ich halte Ihnen die Daumen. Andreas Kessler.

Frage von Mandy Gröschel:

Hallo Herr Kessler habe alle Schlüssel von meinem, Fiat Cinquecento, Bauj.1997, verloren. FIAT sagt die ganze Elektronik muss neu, ca.1.500-2.000EUR Kosten stimmt das oder könnte man alles, was man braucht, aus einem Unfallwagen ausbauen. Danke im voraus für Ihr Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie den Erstbesitzer des Autos ausfindig machen können, kann der wahrscheinlich den Fiat-Händler nennen, der den Wagen ausgeliefert hat. Dort müsste im Archiv noch eine «Zweitschrift» des Master-Keys sein. Mit dem lassen sich dann Nachschlüssel bestellen. Sonst muss das Steuergerät, die Lesespule, das Zündschloss, sämtliche Türschlösser und der Zündschlüssel mit passendem Transponder aus einem Schlachtauto ausgebaut werden. Hört sich verdammt nach wirtschaftlichem Totalschaden an. Andreas Kessler.

Frage von Thomas Christmann:

Bei meinem Ford Fiesta 1.3, Baujahr 1997 (60PS), kommt im Fußraum auf der Beifahrerseite Wasser rein. Jetzt habe ich schon mit Silikon den Luftfilterkasten auf der linken Seite (der ist für die Lüftung, oder?), sowie die Dichtung in der Mitte unter dem Scheibenwischer (dort gehen zwei Schläuche durch in den Innenraum - allerdings habe ich keine Klima!)abgedichtet. Leider nicht mit Erfolg. Nachdem ich mal im Innenraum den Teppich weggeräumt habe, konnte ich erkennen, dass aus der Mitte und auch von der rechten Seite Richtung Kotflügel jeweils ein kleines Rinnsal von oben herabgelaufen kommt. MfG, Thomas.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, das dürfte die Dichtung der Frontscheibe sein! Der freundliche Autoglaser um die Ecke klebt das Ding wieder neu ein. Das ganze ist keine große Sache, kostet aber eine neue Scheibendichtung und eine Stunde Arbeit. Andreas Kessler.

Frage von Michaela Leimgruber:

Hallo Autopapst, wir fahren einen Renault Espace4 JK dCi, Bj. 2003. Das Auto hat folgende Macken: Beim Starten dreht der Anlasser, das Auto springt aber nicht an. Der ADAC-Mann konstatierte mittels Diagnosegerät dass der Nockenwellensensor kaputt sei. Wir tauschten diesen aus. Jetzt fuhr ich mit dem Auto auf der Autobahn, als der Motor plötzlich ausging. Woran kann das liegen? Bin ziemlich ratlos... Gruß, Michaela

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michaela, wahrscheinlich war der Sensor gar nicht defekt, sondern nur die Steckverbindung korrodiert. Das ist ein altes Renault-Leiden und lässt sich mit Kontaktspray und «Stecker ab und wieder an» lösen....

Frage von Bernhard Sauer:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Escort Turnier, Ghia Ausstattung mit beheizbarer Frontscheibe, welche leider inzwischen nur noch die Beifahrerseite beheizt. Ich habe in der Betriebsanleitung nach der Sicherung gesucht und auch gefunden, aber wenn die Sicherung defekt wäre, würde ja auch die rechte Seite nicht beheizt. Vielleicht wissen Sie ja Rat. Vielen Dank im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Bernhard, da hilft wahrscheinlich nur eine neue Scheibe! Die Heizdrähte zwischen den beiden Schichten der Verbundglasscheibe sind höchstwahrscheinlich irgendwo unterbrochen. Das lässt sich leider nicht reparieren. Vor dem Gang zum Autoglaser würde ich aber noch die Anschlusskabel überprüfen (schwer zugänglich zwischen Armaturenbrett und Dichtung Frontscheibe).

Frage von Matthias:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Mitsubishi Lancer, Baujahr 1997, Benziner mit ca. 200.000 km. Vor einigen Wochen habe ich den Kühler im Auto wegen einem Leck austauschen lassen. Jetzt bemerke ich, wenn die Heizung/Gebläse eingeschaltet ist im Stand, nach kurzer Zeit einen scharfen Geruch nach Gummi im Auto. Allerdings nur wenn das Gebläse Außenluft zieht. Kann das mit dem Einbau des neuen Kühlers in Zusammenhang stehen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann wirklich mit dem Kühlerwechsel zusammen hängen! Wahrscheinlich ist bei der Montage irgendein Kunststoffteil so unglücklich verlegt worden, dass es mit heißen Motorteilen in Kontakt kommt. Die Gerüche, die beim «kokeln» entstehen, riechen Sie im Innern des Autos. Während der Fahrt kühlt der Fahrtwind bzw. tritt der Kontakt nicht auf. Was da genau vor sich hin schmöckert, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Werfen Sie doch mal einen Blick unter die Haube, während der Motor läuft. Vielleicht sehen Sie anhand der «Rauchsignale», wo das Problem liegt....

Frage von Dieter Siebert:

Hallo, Herr Kessler! Fahre einen 93er Passat Variant VR6, kein Facelift! Die Klimatronic bläst nur noch Lauwarm bei 28 Grad und meine Temperaturanzeige geht nicht höher als 80 Grad. Habe Thermostat, Geber für Temperatur, Wärmetauscher, usw. getauscht. Was könnte es noch sein? Ich hoffe sie können mir weiter helfen. Sage schon einmal Danke im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen Dieter


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dieter, das sind wahrscheinlich zwei verschiedene Probleme! Die Temperaturanzeige ist entweder defekt oder hat ein Stecker/Kontaktproblem. Hier kann ein einfaches Ab- und wieder Aufstecken des Steckers zum Instrumentenblock für Besserung sorgen. Das mit der Klimaautomatik führe ich auf zu wenig Kältemittel bzw. ein defektes Expansionsventil zurück. Ohne professionelle Hilfe beim Klimatechniker ist da aber leider nichts zu machen.

Frage von Markus:

Bei meinem Opel Astra f hängt die Schaltung oft. Kann man da irgendwie Öl nachfüllen, oder was soll ich tun? Der 1. Gang geht nur, wenn ich ganz stehe. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Markus, wahrscheinlich trennt die Kupplung Deines Autos nicht mehr richtig! Oder die Führungen der Schaltung sind so verschlissen, dass der «Schaltbefehl» vom Getriebe einfach nicht verstanden wird. Mit Öl allein lässt sich da kaum was machen. Lass mal einen Werkstattmeister mit dem Auto fahren, danach weißt Du mehr. Andreas Kessler.

Frage von Ursula Tetzlaff:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Renault Megane 1,4l, Bj. 08.99. Im kalten Zustand gibt er zunächst selbstständig Gas. Das gibt sich dann nach einiger Zeit. Vielleicht haben Sie eine Idee, was das sein könnte. Besten Dank im Voraus und viele Grüße U.Tetzlaff

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann völlig normal sein! Diese Erscheinung nennt man «Kaltstartbeschleunigung». Sie wird über Temperaturfühler gesteuert und soll den kalten Motor am Absterben hindern. Wenn das Auto aber wirklich Gas gibt (also die Drehzahl nicht auf einem bestimmten Niveau hält, sondern ansteigen läßt...), könnte das ein Problem der Abgasrückführung sein. Durch Abgasbestandteile kann sich dann die Drosselklappeneinheit festsetzen und die Motorsteuerung durcheinander bringen. Abhilfe schafft die Reinigung des Drosselklappentraktes bzw. des Leerlaufregelventils. Andreas Kessler.