Fragen an den Autopapst im August 2008

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto. Autopapst Andreas Kessler löst in der Autogazette Ihre Probleme. Die Fragen vom August 2008.

Frage von Susan Ostwald:

Ich fahre einen Audi A3, Baujahr 1997! Der ist momentan in der Werkstatt, weil nach einem Austausch des ABS-Sensors ständig eine Warnmeldung im Cockpit angeht (gleichzeitig mit der ABS Leuchte) und dann auch die km/h-Anzeige nicht mehr funktioniert und keine gefahrenen Kilometer mehr gezählt werden! Die Werkstatt sagt, es wäre das ABS-Steuergerät defekt! Kann das sein? Und kann es sein das das Gerät allein 550 Euro kostet? Danke im Voraus für die Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Susan, das kann ohne weiteres die Folge einer Montagepanne sein! Wenn der Tacho weder die Geschwindigkeit noch die Wegstrecke anzeigt, bekommt er wahrscheinlich kein Geschwindigkeitssignal. Vielleicht ist nur der Stecker vom Geber am Getriebe abgerutscht? Und ohne dieses Signal kann der ABS-Rechner auch keine sinnvolle Berechnung anstellen und gibt eine Fehlermeldung heraus…. Ich würde mich keinesfalls bereit erklären, ein so ein sau-teures ABS-Modul zu bezahlen, weil es dann u. U. noch die gleichen Probleme gibt. Als erstes würde ich mir in einer anderen Werkstatt eine Zweitmeinung einholen, dann wissen alle Beteiligten mehr.

Frage von Michael Braun:

Moin, Herr Kessler, habe einen Seat Terra 1.4D (Polo-Maschine), bei dem ich jetzt zum dritten Mal den Anlasser getauscht habe. Immer wieder ist der Magnetschalter defekt. Kann es vielleicht das Start-Relais sein? Wenn ja welche Bezeichnung hat es oder Klemmen-Bezeichnung könnte es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Micha, das Relais für den Anlasser ist der Magnetschalter! Der kann aber sehr wohl ständig defekt sein (verschmoren…), wenn etwas mit dem Ritzel und der Verzahnung im Schwungrad nicht stimmt. Ich hatte mal so einen Fall, bei dem innerhalb von vier Monaten drei neue Anlasser kaputt gingen. Nach einem prüfenden Blick auf die Verzahnung des Schwungrades, also da, wo das Ritzel greift, konnten man sehen, dass die Zähne angefressen waren. Durch das zu große Spiel und die ständig zu hohe Last floss durch den Magnetschalter ein zu hoher Strom. Ein neues Schwungrad schaffte Abhilfe. Leider war das ganze sehr, sehr teuer.

Frage von Sascha Richter:

Bei meinem Opel Vectra GTS (Bj.02) bleibt während der Fahrt ab und zu die Tachoanzeige stehen und bleibt manchmal tagelang so stehen, dann wie aus dem nix funktionierts wieder. War jetzt schon in drei Werkstätten und keiner kann mir weiter helfen, ich hoffe doch Sie. Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem defekten (Kurzschluss) Geschwindigkeitsgeber im Getriebe an. Vielleicht sitzt der «Kurze» auch im Kabel zwischen Geber und Tacho. Sollte die Überprüfung dieser beiden Möglichkeiten nichts bringen, einfach mal Kontakt zum Spezialisten aufnehmen: www.fett-electronic.de.

Frage von Timo:

Hallo Herr Kessler, ich habe seit ca. einer Woche ein Problem mit meinem Ford Escort Turnier, Bj. 1996. War heute damit in der Werkstatt, aber leider konnte der Mechaniker den Fehler nicht finden. Anfangs lief der Lüfter zum Kühlen des Motors immer, ob Klimaanlage an oder aus. Seit einer guten Woche läuft er aber gar nicht mehr, er springt nicht mehr an. Das Kühlwasser hat schon gekocht und der Zeiger war schon im roten Bereich, aber nichts. Ein Überbrücken zeigte, dass der Lüfter auf jeden Fall noch dreht. Was ist das Problem?
Vielen Dank Voraus Gruß Timo


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Timo, der Lüftermotor ist offenbar o.k., nur der Stromkreis hat ein Problem. Normalerweise schaltet der Thermoschalter im Kühler bei zu hoher Wassertemperatur den Lüfter automatisch ein und nach der Abkühlung wieder aus. Naheliegend ist ein Defekt dieses Schalters, was sehr häufig vor kommt. Stutzig machte mich die Aussage, dass der Lüfter bis vor kurzem ständig an war. So weit ich mich erinnere, ist der Lüfter beim Escort über ein Relais geschaltet (welches das ist, steht entweder im Deckel des Sicherungskastens / Relaiskastens oder in einem der einschlägigen Selbstbastelbücher…). Vielleicht ist dieses Relais der Übeltäter!

Frage von Kurt Tschopp:

Hallo Hr. Kessler, bin im Besitz eines MB 200 W202 Kombi, 1996. Während der Fahrt kommt es manchmal vor, dass der fünfte Gang der Automatik ausfällt, nach kurzem Abbremsen aber wieder geht. Bis jetzt konnte mir keine MB-Garage Klarheit darüber geben, was es sein könnte. Mit bestem Dank K. Tschopp

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Tschopp, vielleicht ist es noch nicht zu spät…. Lassen zuerst einmal das ATF mit allen (!!) Filtern wechseln. Wenn sich dann keine Besserung zeigt, sollte der nächste Weg zum Taxiplatz um die Ecke führen. Erfragen Sie dort die Adresse einer guten Automatikwerkstatt. Es muss ja nicht immer das Etablissement mit dem Stern auf der Rechnung sein, oder?

Frage von Michael Maier:

Hallo Herr Kessler, würde gerne wissen, nach wie vielen Kilometern ich bei meinem Fiat Ducato 1,9 Liter, Diesel, Wohnmobil, den Zahnriemen wechseln muss. Gruß M. Maier

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Fiat empfiehlt den Wechsel des Zahnriemens nach 90.000 km oder nach sechs Jahren, whatever comes first. Wenn Sie nicht sicher sind, wann der Riemen das letzte Mal erneuert wurde, sollten Sie den Zahnriemen sofort wechseln!

Frage von Sebastian Homfeldt:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe ein Problem mit meinem Ford Fiesta, Baujahr 96. Es läuft Wasser in den Fußraum des Beifahrers, ich habe auch schon geschaut, ob es von der Türdichtung oder vom Ablauf des Dachfensters kommt - Fehlanzeige. Zurzeit habe ich die Radkastenverkleidung weggemacht, um zu schauen, ob ich da etwas finde. Liegt das an einer Dichtmasse oder einer Öffnung im Innenraum??? Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Mit freundlichen Grüßen Sebastian Homfeldt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zwei häufige Möglichkeiten für Wassereintritt sind verstopfte Abläufe im Wasserkasten vor der Windschutzscheibe oder an der Beifahrerfensterscheibe in die Tür laufendes Wasser, das durch verstopfte Abläufe nicht nach unten ablaufen kann.

Frage von Gabi:

Ich habe einen VW Golf III, Baujahr 1991. Der Wagen stand jetzt ca. drei Wochen unbewegt auf einem Parkplatz. Erst habe ich das eingerastetete Lenkradschloss nicht aufbekommen und musste heftig dran rütteln, danach sprang das Auto nicht an. Ob ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. Die Batterie ist geladen, Strom ist drauf. Licht, Radio etc. funktionieren. Eine Überbrückung hat nicht angeschlagen. Das Auto lässt sich nicht starten und tut keinen Mucks. Die Überprüfung der Kabel an der Batterie hat keine Auffälligkeit ergeben. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gabi, mit Anschieben würde das Auto wahrscheinlich sofort anspringen! Ich tippe auf einen hängenden Magnetschalter, der durch die dreiwöchige Pause vollends fest ist. Entweder hilft das bloße Fahren mit dem Auto (dabei „rüttelt“ sich alles wieder frei..) oder leichtes Klopfen mit dem Hämmerchen gegen das Magnetschaltergehäuse, während ein Helfer den Zündschlüssel auf „Starten“ dreht. Achtung: Dabei die Kupplung treten, den Gang heraus nehmen und die Handbremse anziehen (sonst wird der „Klopfer“ überrollt, wenn der Anlasser plötzlich doch einspurt…)

Frage von Postels Hinrich:

Habe einen Golf Mexico und ein Problem mit dem Steuergerät. Soll 900 Euro kosten. Geht das auch preisgünstiger?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn das Steuergerät wirklich defekt ist (was fast nie der Fall ist!!), können Sie es an www.hitzpaetz.de einschicken und überprüfen lassen. Wird ein Defekt fest gestellt, können die Jungs sofort reparieren. Das ganze kostet etwa 300 Euro….

Frage von Susanna:

Sehr geehrter Herr Kessler! Ich fahre einen Ford Ka, BJ. 1998, und habe zwei Probleme. 1. Bei starkem Regen bzw. in der Waschstraße ist anschließend die Fußmatte des Beifahrersitzes vollständig nass! Ich hab auch schon mal genau beobachtet und musste feststellen, dass teilweise sehr viel Wasser austritt! Problem 2: Seit einigen Tagen fällt mir auf, dass mein Auto, wenn ich z. b. an eine Kreuzung fahre (mit Kupplung) oder im Stadtverkehr einen Gang zurückschalte und sehr langsam fahre, der Motor abstirbt! Das Auto lässt sich dann zwar problemlos wieder starten! Mein Ford hat übrigens ca. 84.000 km und eine Klimaanlage! Vielen DANK

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zu 1: Hier gibt es zwei häufige Möglichkeiten für den Wassereintritt, die aber keineswegs die einzigen sind:
- verstopfte Abläufe im Wasserkasten vor der Windschutzscheibe oder
- an der Beifahrerfensterscheibe in die Tür laufendes Wasser, das durch verstopfte Abläufe nicht nach unten ablaufen kann.
Zu 2: Hier kann ich mir nur eine Undichtigkeit im Ansaugsystem vorstellen. Beim Abbremsen zieht der Motor wahrscheinlich Nebenluft, das Gemisch magert ab und der Motor geht aus. Wo die undichte Stelle ist. Kann ich aus der Ferne allerdings nicht erkennen, da muss ein Spezialist vor Ort unter die Haube gucken….

Frage von Andreas:

Hi Herr Kessler, ich fahre einen Mercedes C180, Baujahr 1999, Limousine, Benziner, Schaltgetriebe. Seit längerem quietscht bei mir etwas im Auto. Sobald ich auf die Kupplung trete, ist das Quietschen weg, sobald ich loslasse ist es da. Egal in welchem Gang ich bin. Nach einiger Zeit fängt es nun auch zu quietschen an, wenn ich den ersten Gang einlege und die Kupplung kommen lasse. Aber dieses Quietschen kommt nur beim Anfahren. Was ist alles an meinem Auto defekt? Gruß Andreas

Autopapst Andreas Kessler

Mit einiger Wahrscheinlichkeit das Ausrücklager der Kupplung! Leider ist dieses Axialdrucklager nur nach dem Ausbau des Getriebes zu wechseln, was die Sache teuer macht. Wenn Sie sich zum Wechsel entschließen, würde ich an Ihrer Stelle die komplette Kupplung wechseln lassen. Was nützt Ihnen ein neues Ausrücklager, wenn 15.000 km später der Rest der Kupplung aus steigt?

Frage von Georg Fabian:

Hallo, wie finde ich die Zündkerzen bei meinem Opel Corsa C, Baujahr 2001?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unter der vorderen Haube im Zylinderkopf! Im Zweifelsfall würde ich die Zündkabel verfolgen: An deren Ende sitzt jeweils ein Kerzenstecker, der abgezogen werden muss. Darunter werden dann die Isolatoren der Zündkerzen sichtbar. Wenn die Zündkerzen aus dem Motor heraus geschraubt werden sollen, empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Werkzeuges. Der Fachmann sagt dazu passender weise «Zündkerzenschlüssel». Viel Erfolg bei der Suche wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Legrand:

Mein Mazda MX5, Baujahr April 1996, 66 kW, erhält keinen Zündfunken mehr.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dann ist ja alles o.k.! Mehr Zündfunken kann der Motor ohnehin nicht verarbeiten…. Sollte es allerdings gar keinen Zündfunken mehr geben, würde ich zuerst einmal die Zündspule wechseln. Wenn das nichts bringt, wird es teuer: Die Diagnose muss dann nämlich ein Fachmann durch führen, und bei der Vielzahl der Möglichkeiten kann das länger dauern….

Frage von Felix M.:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe einen Audi A6 C4, 2,8l, von 1995, die amerikanische Version. Seit knapp einem Monat spinnt wahrscheinlich die Lichtmaschine. Manchmal, wenn ich den motor starte, geht kein Blinker, kein Licht, keine Klimaanlage. Dann muss ich ihn wieder «neu starten» und auf einmal geht alles wieder. Ich denke, dies liegt an der Lichtmaschine oder einem Wackler. Kann das sein, und was würde so auf mich dann zukommen, es zu reparieren. Ist es schlimm so weiterzufahren? Mit freundlichen Grüßen Felix

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Felix, die Lichtmaschine wird es nicht sein, sonst wäre die Batterie irgendwann einmal leer. Ich tippe eher auf eine mangelhafte Kabelverbindung zwischen Minuspol der Batterie und der Fahrzeugmasse. Leider ist so ein Auto von 1995 für Gelegenheitsschrauber nicht wirklich „übersichtlich“. Wenn Du also durch einfaches Draufschauen nichts findest, lohnt der Gang zum Autoelektriker! Der misst die Anschlusswiderstände und hat die Problemstelle meistens schnell gefunden….

Frage von Daniel:

Hi Autopapst, ich hab folgendes Problem mit meinem Ford Mondeo (von 97 glaube ich...): Wenn ich einen Gang hochschalten will, der Motor aber bei 2500 Umdrehungen ist, bleibt er erstmal dort, ohne wirklich runterzugehen beim nächsten höheren Gang, wenn man nicht außergewöhnlich lange wartet. Das heißt, ich schalte z.B. in den dritten und trotzdem röhrt der Motor erstmal weiter bei 2500/3000 Umdrehungen und es wird auch so angezeigt! Vielen Dank für deine Hilfe, mach weiter so! Daniel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine typische Ford-Macke ist das Leerlaufregel-Ventil! Das ist durch die Abgasrückführung oft so verdreckt, dass es seiner Aufgabe kaum oder gar nicht nachkommt. Versuche es mal mit einer Reinigung, ggf. hilft nur der Austausch! Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Peter:

Hallo, ich fahre einen Renault Laguna II 1.9 dCi mit 120 PS. Seit ca. 125.000 Kilometern ist ein Pfeifen beim Beschleunigen zu hören. Bei ca. 165.000 Kilometern ist der Turbo auf der Autobahn durchgegangen und wurde getauscht, das Pfeifen ist allerdings immer noch vorhanden und die Werkstatt ratlos. Mittlerweile habe ich fast 190.000 Kilometer gefahren und das Pfeifen ist immer noch sehr störend, auch habe ich seit dem Ladertausch das Gefühl, dass die Leistung nicht mehr ganz so ist wie vorher (das Turboloch scheint größer zu sein) Haben Sie eine Idee?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ein neuer Turbolader eingebaut wurde, muss natürlich der Ladedruck bzw. dessen Steuerung richtig eingestellt werden. Das klappt aber nicht auf der Hebebühne, sondern man muss ggf. nach Testfahrten mehrmals nachjustieren. Das wollen sich die Werkstatt-Jungs immer sparen (…keine Zeit, keine Zeit…). Im Ergebnis zieht die Karre nicht. Das pfeifende Geräusch kommt wahrscheinlich vom Waste-Gate und dürfte durch die Reinigung bzw. Erneuerung des Teils verschwinden.

Frage von Susanne Sönmez:

Hallöle AUTOPAPST, habe einen 316i BMW, Bj 12.97, Modell 98, 100.000 km. NUUUUN, mein Zündschloss macht mir Probleme! Schlüssel lässt sich weder vor noch rück drehen, konnte Schlüssel einfach abziehen und der Motor lief weiter. War mit dem noch laufendem Auto in der Werkstatt. FAZIT: Bräuchte neues Zündschloss und neue Schlüssel. Kosten: ca. 450.-€. Habe nun BMW in der Garage abgestellt, abgewürgt und von der Batterie getrennt. Habe momentan das Geld nicht für eine Reparatur, könnte es aber nach dem Urlaub checken lassen. KANN ICH WAS MACHEN? Wie kann man eigentlich ein eingerastetes Schloss überhaupt austauschen, ohne dass ich in die Werkstatt muss? Habe außerdem keine zwei linke Hände, hab schon meine Klimaanlage ausgebaut, gelötet, repariert und auch wieder eingebaut. Für Ihre Info im Voraus besten Dank Grüße Susanne

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Susanne, Hut ab! Offenbar endlich mal eine Frau, die wirklich tief in die Materie einsteigen will (es gibt glücklicherweise immer mehr Mädchen, die Mechatroniker lernen. Vielleicht kommt dann endlich mal etwas Dampf in die Werkstätten…). Ich kann Ihnen hier leider keine Beschreibung für den Zündschlossausbau geben (aus verständlichen Gründen…). Sie können sich aber bei BMW ein Zündschloss bestellen, das genau zu Ihrem Schließsatz passt (wenn noch die originale Schließanlage eingebaut ist). Den Ablauf und das Wie des Zylinderwechsels finden Sie sicher im Internet (Man braucht dazu eine längere Nadel!…;-) ).

Frage von Gunnar:

Ich habe einen Mercedes SL 500, Baujahr 1997. Der Wagen hat erst 30.000 km, da er nur im Sommer gefahren wird. Die Öldruckanzeige liegt während der Fahrt normalerweise bei 3 und sackt beim stehen auf rund 2 ab. Allerdings ist die Anzeige jetzt schon zwei Mal Richtung 1 gerutscht und beim Anfahren wieder auf 3 hochgeschnellt. Stimmt was nicht mit der Ölpumpe, oder muss ich mir keine Gedanken machen? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie oft machen Sie denn Ölwechsel? Ich tippe eher auf einen am Rande seines Fassungsvermögens angelangten Ölfilter als eine schwächelnde Pumpe! Sie müssen bei dem Auto mindestens einmal pro Jahr den Filter und das Motoröl wechseln, auch wenn Sie nur wenig fahren. Das weiß und glaubt immer keiner, es ist aber trotzdem richtig (und zum Erhalt der Motorgesundheit auch wichtig...)

Frage von Yvonne:

Hallo Herr Kessler, ich fahre z. Zt. noch einen Fiat Punto 55S. Der Wagen war im Mai zum TÜV/ AU und hat noch eine Rundumkur der Bremsen und diverser Kleinigkeiten bekommen. Zwei Probleme bestanden vorher schon. Der Wagen quietscht im kalten Zustand, bei höherer Drehzahl wird das Quietschen allmählich weniger. Der Keilriemen ist es nicht, der würde anders quietschen. Was könnte das sein? Dann hatte er, bevor er zum TÜV ging, ein Problem mit der ABS- Leuchte, die gelb aufleuchtet. Ab und zu in unregelmäßigen Abständen! Die Werkstatt hat einen Masseschluss rechts behoben (so steht es auf der Rechnung) und danach ging es auch eine Zeit gut (ca. 3 Monate!) Jetzt taucht das Problem mit der ABS-Leuchte erneut auf. Ist da etwa schon wieder ein Masseschluss aufgetreten oder hat die Werkstatt das nicht behoben????? Da das nicht das einzige Problem ist, was aus der Werkstatt zurückkam hier noch eins. Es wurde hinten links eine Glühbirne getauscht und dabei wahrscheinlich der Kontaktstecker verbogen! Der Blinker blinkt beim Linksabbiegen mal langsam, so wie´s sein soll und mal blinkt er so als wenn er eine kaputte Glühbirne hätte, nämlich schnell und wenn er schnell anfängt zu blinken sieht man das Blinklicht von außen nicht mehr. Bitte helfen sie mir schnell, da das neue Auto schon unterwegs ist und ich mit den Nerven schon völlig blank bin. Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Yvonne, die beiden Elektrik-Probleme haben wahrscheinlich die gleiche Ursache: Kontaktkorrosion! Wenn man die Blinkerbirne noch einmal heraus nimmt, die Fassung mit einen Drahtbürstchen etwas „entstaubt“ und anschließend mit Kontaktspray behandelt, dürfte der Blinkrhythmus wieder stabil sein. Ähnliches gilt für den Massepunkt, den die Werkstatt offenbar gesäubert hat: Nochmal das ganze, das ist ja kein großer / teurer Aufwand. Jedenfalls ist das kein Grund, die Nerven zu verlieren…. Das Quietschen ist da schon gravierender: Es könnte entweder von der Lichtmaschine kommen (die würde ich aber vor dem Fahrzeugwechsel nicht mehr erneuern…) oder (was wesentlich schlimmer ist!!) von der Spannrolle des Zahnriemens. Wenn sich diese Diagnose als zutreffend heraus stellen sollte, müssen Sie die Rolle und ggf. den Zahnriemen wechseln lassen, wenn nicht noch kurz vor Tores Schluss ein Motorschaden passieren soll….

Frage von Torsten Koch:

Hallo Herr Kessler, fahre einen Mazda 6, Bj:04 Seit einigen Wochen habe ich ein Rucken in der Lenkung so bald ich über eine etwas schlechtere Straße fahre oder ich scharf einlenke. Zur 3. Jahresinspektion erklärte mir der Werkstattmeister, dass dies ein Mazdainternes Problem mit der Zahnlenkstange wäre. Er könnte sie abschmieren, was aber nur 14 Tage halten soll. Leider ist die Garantie jetzt um und ich weiß nicht, was ich von der Aussage des Werkstattmeisters halten soll?
Danke.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich habe davon noch nichts gehört (was aber natürlich nichts heißen muss!). Normalerweise sind Auffälligkeiten der Lenkung beim Befahren schlechter Straßen keine Frage der Schmierung, sondern eher eine von fortgeschrittenem Verschleiß. Ich würde mir mal eine Zweitmeinung einholen und bei der Bestätigung des „Mazda-Problems“ einen Kulanzantrag stellen, Ein dreijähriges Auto darf einfach keinen Lenkungsdefekt haben. Und überhaupt: Wenn sich tatsächlich ein Serienproblem heraus stellt, könnte das KBA sich dafür interessieren und einen Rückruf veranlassen….

Frage von Marc Langhans:

Hallo, mein Chrysler Lebaron 2,5i turbo, Bj.: 1988 ruckelt bei 3000 Umdrehungen, nach einen Zahnriementausch. Wenn ich langsamer fahre und dann beschleunige, ruckelt der Wagen, es ist als wenn er sich verschluckt und nimmt kein gas mehr an. Wenn ich auf der Autobahn fahre und langsam beschleunige geht er über die magische Grenze. Und wenn ich unter 3000 Umdrehungen bleibe läuft der Wagen einfach super, kein ruckeln, kein stottern, nichts Unruhiges. Bis auf das Ruckeln bei 3000 Umdrehungen läuft der Wagen einwandfrei. Das Unterdrucksystem wurde schon von einem Chrysler Händler geprüft. Der Meister konnte nichts feststellen, er sagte nur das es eventuell der falsche Zahnriemen sein könnte, hat es aber noch nicht überprüft. Mein Opa KFZ Mechaniker Meister sagte nur das der Motor schon längst auseinander geflogen wäre, wenn es der Falsche wäre.
Bitte helfen Sie mir. Ich habe schon überall gefragt aber keiner kann mir helfen.
Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Marc Langhans


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marc, Dein Opa hat grundsätzlich recht! Allerdings ist die Lage der Dinge beim Turbo im LeBaron etwas anders als sonst: Durch die Aufladung haben die Konstrukteure die Verdichtung des Motors recht milde gewählt, so dass der Motor ein Freiläufer ist (es gibt beim Freiläufer auch dann keinen Kontakt zwischen Kolben und Ventilen, wenn die Nockenwelle steht…). Ich nehme also an, dass die Werkstatt beim Zahnriemwechsel den Riemen um einen oder zwei Zähne versetzt aufgelegt hat und damit den ganzen Gaswechsel durcheinander gebracht hat. Fahr´ noch mal hin und lass´ die Steuerzeiten überprüfen. Und noch eins: Allerbeste Grüße an den Herrn Großvater, der soll Dir mal die Basics bei bringen…;-)