Fragen an den Autopapst im August 2013

Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette
Autopapst Andreas Kessler © AG

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute dem Fahrer eines Fahrzeugs mit defekten Nebelschlussleuchten.

Frage von Norbert Uhlemann:

Meine Nebelschlussleuchten sind ausgefallen. Die Birnen sind okay, Sicherungen sind okay, Massekabel ist okay. Beim Betätigen des Schalters ertönt das Warnsignal für offene Tür, wenn Licht eingeschaltet ist, obwohl diese geschlossen sind. Danke für die Hilfe. Mit freundlichen Grüßen Norbert Uhlemann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Uhlemann, was haben Sie denn für ein Auto? Ohne den genauen Typ stochere ich ziemlich im Nebel.... Ich vermute, das Auto hat eine Heckklappe und die Nebelschlussleuchte sitzt in derselben. Wenn das so ist, dürfte die Ursache für die Fehlfunktionen an einem gebrochenen Heckklappen-Kabelbaum liegen (bricht in der Nähe des Scharniers!). Einfache Diagnose, extrem fummelige Reparatur. Viel Spaß!

Frage von Torsten Schlegel:

Hallo, bei meinem BMW 316 i, E46, Baujahr 1999, 188.000 km, leuchtet die Motorkontrollleuchte. Die Fehlerauslesung gibt an Kraftstoffanlage (Plusschluss). Könnten Sie mir sagen, was das bedeutet, danke. MfG Torsten

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Torsten, die Kraftstoffanlage besteht aus Tank, Leitungen, Kraftstoffpumpen und div. Filtern. Weiter geht es mit der Gemischaufbereitung (Einspritzdüsen, Steuergerät, Luftmassenmesser etc.). Wenn das Diagnosesystem einen Kurzschluss erkennt, muss es also etwas mit elektrischen / elektronischen Komponenten der Kraftstoffanlage zu tun haben. Da es davon extrem viele gibt, dürfte sich die Lösung mit Try and Error als zu teuer erweisen. In meiner Praxis wurde dieser Fehler immer entweder im Bereich Tankentlüftungsventil, Luftmassenmesser oder Kraftstoffpumpe gefunden. Leider waren es trotz identischer Fehlermeldung unterschiedliche Defekte! Ist der Fehlerspeicher mit einem BMW-Diagnosesystem ausgelesen worden oder mit einem Universaltester? Die BMW-Tester sind etwas genauer und die Jungs kennen ihre Autos auch besser als die freien Werkstätten....

Frage von Bianca:

Hallo Autopapst, ich habe einen Opel Corsa b, 45 PS, 120.000 Kilometer, Baujahr 08/95. Die Temperatur geht bis auf 100 °C ohne dass das Lüftungsrad anspringt und wenn ich dann die Kupplung trete, um zu schalten, flackert die Ölleuchte. Wir haben schon den Kühler gewechselt, aber das hat nicht wirklich geholfen. Manchmal springt er auch einfach nicht an, wenn man dann anschiebt, springt er über Kupplung kommen lassen an. Wäre über Tipps dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bianca, warum habt Ihr nicht den Thermoschalter für den Kühlerventilator überbrückt? Wenn der Lüfter dann losbraust, muss der Schalter erneuert werden. Wenn nicht, der Lüfter selbst. Ich hoffe, die Startschwierigkeiten deuten nicht auf einen beginnenden Schaden an der Zylinderkopfdichtung hin: Wenn der Motor dauernd zu heiß wird, ist die nämlich das erste Opfer....

Frage von Heike Jahn:

Guten Morgen lieber Autopapst, bei meiner Mercedes C-Klasse, Bj. 2001, gibt es eine "EC-Rest"-Taste, die vor allem im Winter sinnvoll ist, um nach Abstellen des Fahrzeugs die Motorrestwärme in den Fahrgastraum zu leiten. Diese Taste liegt zwischen der für die Klimaanlage und der Heckscheibenheizung. Nun lässt sich diese EC-Rest-Taste nicht mehr ausschalten, was bei den aktuellen Temperaturen nicht gerade schön ist. Ich habe den Eindruck, dass seit diese Taste leuchtet, die Klimaanlage mit der Motorwärme kämpft und entsprechend die Wirksamkeit der Klimaanlage zu wünschen übrig lässt. Haben Sie einen Tipp, wie ich diese zusätzliche Wärmequelle im Auto (auch dauerhaft) selbst ausgeschaltet bekomme? Oder muss ich am Ende doch in die Werkstatt? Ich verbleibe mit schönen Grüßen aus DD Heike Jahn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Jahn, Mercedes hat die Kontrollfunktion "schwäbisch" angelegt: Wenn die Leuchte an ist, ist die Klimaanlage aus.... (eigentlich denkt man ja, "Lampe an = Klima an"). Zunächst mal zur Funktion der Taste "EC/REST": Wenn die linke rote LED bei laufendem Motor leuchtet, ist die Klimaanlage deaktiviert. In dieser Stellung ist nur normale Lüftung/Heizung möglich. Wenn bei Klemme 30 (Zündschlüssel auf Stellung "aus" oder Radio "an") der Knopf betätigt wird, dann leuchtet die rechte rote LED und das Gebläse wird auf minimaler Stufe angesteuert und die Zusatzwasserpumpe im Motorraum pumpt das warme Kühlwasser im Stand weiter durch den Motor / die Kühlanlage. Sie können so bis zu 20 Minuten (bis die Wassertemperatur unter 40 °C oder die Batteriespannung unter einen Mindestwert fällt....) die Restwärme der Motorkühlflüssigkeit nutzen (sog. Taxi- und Chauffeurfunktion). Sie müssten also zunächst mal die beiden unterschiedlichen LEDs ansteuern bzw. deren Funktion prüfen (mit und ohne Motor, im Stand mit und ohne Zündung). Dazu kann es nicht schaden, noch einmal einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen. Wenn auch bei "richtiger" Bedienung das Lämpchen nicht zum Verlöschen zu bringen ist, lautet Diagnose wie folgt: Die Klimaanlage hat zu wenig Kältemittel im System! Bei zu wenig Kühlmittel wird die Klimaanlage automatisch über die EC/Rest-Taste abgeschaltet (damit der Kompressor nicht frisst!) und somit leuchtet die LED auf. Das bleibt so, bis wieder ausreichend Kühlmittel in der Klimaanlage ist. Zusammenfassend müssten Sie also mal zum Klimacheck und Kältemittel nachfüllen lassen! Es grüßt sehr herzlich Der Autopapst

Frage von Saskia Lehmann:

Guten Tag, ich fahre einen Nissan Micra K11, Benziner, 998 ccm, Erstzulassung: 03.2001, 81.000 km. Seit einiger Zeit habe ich das Problem, das die Ladekontrollleuchte nach dem Starten nicht sofort erlischt, sondern erst nach ca. 30 Minuten. Es kommt auch vor, dass sie während der Fahrt aufleuchtet und nach einiger Zeit wieder erlischt. Keilriemen ist stramm gespannt. Was kann die Ursache sein? Vielen Dank Saskia Lehmann aus Friedrichshain

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Saskia, lasse mal die Ladespannung messen! Wenn die Ladekontrolle leuchtet, ist die Batteriespannung höher als die Spannung der Lichtmaschine. Das ist bei stehendem Motor immer der Fall und bei laufendem Motor nur dann, wenn die Lichtmaschine ihre Energie nicht in die Batterie schicken kann. Ursache könnte ein Marderbiss sein (Wackelkontakt) oder (häufig!) abgenutzte Reglerkohlen. Letzteres ist schnell und preiswert zu reparieren, wenn man die richtige Werkstatt an der Hand hat. Aber das hast Du ja, oder? Grüße vom Autopapst

Frage von Norbert Kitschun:

Sehr geehrter Herr Keßler, als ich noch Trabbi fuhr, füllte ich gelegentlich in den fast leeren Tank etwas Spiritus und die Wasserperlen verschwanden. Bei meinem 13 Jahre alten Mitsubishi Carisma muss sich schon einiges an Kondenswasser im Tank angesammelt haben. Jetzt meine Frage: Muss ich etwas tun oder kann das Wasser keinen Schaden verursachen? Norbert Kitschun

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kitschun, Sie machen sich zu viele Sorgen! Zu Zeiten des Trabant (also vor einem Vierteljahrhundert!) waren die Kraftstoffe noch völlig anders zusammengesetzt als heute. Außerdem war die Fördertechnik an den Tankstellen noch recht altertümlich und häufig schlecht gewartet. Da konnte sich schon mal H2O in den Tank mogeln und die Spiritusgabe war sinnvoll. Heute sind die Treibstoffe mit „Bio“-Zusätzen „veredelt“. Gemeint ist der tolle Ethanolzusatz, der die Lebensmittelpreise und den Treibstoffverbrauch treibt. Da Spiritus aber nichts anderes als Ethanol ist, haben Sie das Zeug schon serienmäßig im Tank....

Frage von Heiko Klein:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen BMW 316, E 46, Baujahr 1998, und bin schon 182.000 km gefahren. Es ist ein sehr zuverlässiges Auto und ich liebe es. Jetzt habe ich aber ein Problem und niemand kann mir helfen, deswegen wende ich mich an den "Auto-Papst. Wenn die Außentemperatur niedrig ist, habe ich keine Probleme. Das Auto läuft wie ein Bienchen. Aber wenn es sehr warm ist, ich das Auto zum Einkaufen kurz abstelle und dann wieder losfahre, nimmt das Auto kein Gas an. Ich habe ein Loch im Übergang. Ich starte vom Parkplatz und möchte mich in den Verkehr einordnen. Ich sehe eine Lücke und gebe Gas, doch die Drehzahl geht erst mal in den Keller. Jetzt gebe ich vorher schon viel Gas, damit ich vom Fleck komme, aber das ist ja nicht gut für die Kupplung. Bei BMW wurde die Drosselklappe gereinigt und es sind keine Fehler im Fehlerspeicher abgelegt. Ich war schon beim Bosch-Dienst und bei ATU und niemand hat was gefunden. Ich habe 1981 eine Lehre beim VEB Berliner Aufzug-und Fahrtreppenbau gemacht und bin Maschinen- und Anlagenmonteur. Etwas später habe ich einen zweiten Facharbeiter, den Elektronikfacharbeiter gemacht. Ich weiß, dass bei ATU viel gepfuscht wird und mache gerne alles selbst. Doch bei meinem Problem weiß ich einfach nicht mehr weiter. Auch in diversen BMW-Foren konnte man mir nicht helfen. Ich habe die Zündkerzen und den Luftfilter erneuert. Der KAT ist in Ordnung und die beiden Lambdasonden arbeiten perfekt. Den Luftmassenmesser habe ich getauscht, doch der war genauso in Ordnung wie der alte und jetzt habe ich den alten wieder drin. Ich fahre oft auf der Autobahn und ich erreiche die Höchstgeschwindigkeit problemlos. Deshalb schließe ich einen verstopften Benzinfilter aus. Ich habe alle Stecker mit Kontaktspray K 60 gereinigt und alle Schläuche überprüft. Ich finde einfach nichts. Heute war es ja extrem warm. Ich war kurz einkaufen und habe das Auto angelassen. Dann legte ich den Rückwärtsgang ein, gab Gas und lies die Kupplung kommen. Da ist mir das Auto fast ausgegangen. Jetzt gebe ich immer kräftig Gas und lasse dann erst die Kupplung kommen, aber so macht das Fahren keinen Spaß. Vielleicht wird dem warmen, oder besser heißem Motor vorgegaukelt, dass er kalt ist und er spritzt so fett ein, dass er fast absäuft. Das Problem ist auf jeden Fall temperaturabhängig. BMW Graubaum konnte mir überhaupt nicht weiterhelfen und die waren schon sauer, weil ich vieles selbst gemacht habe. Vielleicht habe sie eine Idee, was ich noch machen könnte, denn ich weiß nicht mehr weiter. Sie sind ein toller Auto-Papst und konnten bestimmt jedem weiterhelfen. Viele Grüße sendet ihnen Heiko Klein aus Oberspree.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Heiko, zum Verzweifeln! Ich habe das Problem bildlich vor Augen! Die Schilderung der „Teile-Weitwurf“-Odyssee war aber ganz hilfreich: BMW hat die Drosselklappe gereinigt und nicht nach der Ursache der Verschmutzung geforscht, oder? Den Grund vermute ich nämlich in der Abgasrückführung bzw. dem AGR (Abgasrückführungsventil), welches gerade in heißen Zeiten gerne den zur Verbrennung des Benzin-Luft-Gemisches nötigen Sauerstoff zu stark gegen Abgas austauscht.... Ich würde dieses Ding versuchsweise mal abklemmen (andere Leute bauen eine „Blinddichtung“ ein, um dem Spuk ein Ende zu setzen: Das ist verboten....). Wenn der Bimmer dann wieder spontan hoch dreht, darfst Du ein Bier öffnen.... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Jutta Tasler:

Hallo und guten Tag Herr Kessler, wir kamen gestern Mittag mit unserem Ford Focus C-MAX, 1,8 Liter großer Benziner, BJ. 2006, vom Einkaufen zurück und stellten beim Einparken überrascht und erschreckt fest, dass die Bremswirkung der Fußbremse enorm nachgelassen hatte und eine klare, nicht riechende Flüssigkeit austrat. Der angeforderte Mitarbeiter des ADAC meinte heute morgen, dass der Bremszylinder kein genügendes Vakuum für die Bremskraftverstärkung aufgebaut hätte. Allerdings war heute Vormittag davon nichts mehr zu merken, das Auto bremste genauso gut, wie immer zuvor. Nun war es gestern sehr heiß und die Klimaautomatik hielt die Temperatur auf 22°C und beim Öffnen der Motorhaube war es im Motorraum ganz außergewöhnlich heiß. Der Mitarbeiter des ADAC kontrollierte auch noch die Schläuche im Motorraum bei laufendem Motor. Müssen wir uns Sorgen um unsere Sicherheit machen, wenn wir wieder ins Auto steigen, oder ist der beschriebene Umstand normal? Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühen. Mit freundlichen Grüßen, Jutta Tasler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Tasler, bei den Bremsen hört der Spaß auf! Auf der anderen Seite kommt so etwas manchmal vor, liegt aber (da es um die Bremsen geht....) am oberen Rand der Toleranzschwelle. Aus der Ferne ist eine Diagnose schwierig, ihre Beschreibung legt in der Tat einen (temporären) Ausfall der Servounterstützung des Bremskraftverstärkers nahe, ohne die das Bremspedal „knüppelhart“ wird. Dabei ist die Bremsanlage völlig o.k., sie braucht nur etwa 3x so viel Pedalkraft wie mit Bremskraftunterstützung. Ursächlich für den Ausfall kann ein Marderbiss an der Unterdruckleitung, ein defektes Rückschlagventil oder ein Defekt am Bremskraftverstärker selbst sein. Denkbar ist auch eine Fehlfunktion des Hydraulikblocks des ABS. Alle Ursachen sind schwer bis gar nicht (z.B. durch versuchsweisen Ersatz der verdächtigen Teile: teuer!) zu überprüfen, was einen Reparaturauftrag schwierig macht. Ich empfehle Ihnen, sich mit dem Gefühl anzufreunden, dass da etwas nicht stimmt und im Wiederholungsfall „richtig“ auf die Bremse zu treten. Solange das Problem in einer Werkstatt nicht vorgeführt werden kann, kann leider auch nicht zielgerichtet repariert werden. Die Flüssigkeit war übrigens Kondenswasser aus dem Kondensatablauf der Klimaanlage. Es grüßt der Autopapst

Frage von Frank Unverricht:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe einen Ford Focus Turnier TDCi, Baujahr 2004, zugl. 2006 als Jahreswagen. Stand z. Zeit 120.000km. Bei meinem Ford geht während der Fahrt der Motor in den Notlaufmodus meist bei Hitze. Alle Lampen im Armaturenbrett leuchten auf. Klopfe ich auf das Lenkrad oder Scheibe vom Armaturenbrett gehen die Lampen wieder aus und der Motor läuft normal. In der Fordwerkstatt wurden folgende Teile ausgebaut: Kabelbaum, Gem Modul, Rußpartikelfilter, Katalysator gewechselt u. Tank für Additiv aufgefüllt. Im Speicher keine Fehlermeldung. Die Fordwerkstatt kann oder will den Fehler nicht finden. Der Fehler trat das erste Mal nach Erneuerung von Bremsscheiben und Bremsklötzer am 8.1.2013 auf. Am 7.6.2013 ging dann nichts mehr, wieder in die Werkstatt, gleicher Fehler, Reparaturkosten 1169,90 Euro, Fehler wurde nicht gefunden. Am 21.6.2013 Rechnung über 1368,83 Euro, Fehler nicht behoben. Nun weiß ich mir keinen anderen Rat, denn das Fahrzeug ist eigentlich nicht betriebssicher. Ich hoffe, Sie können mir helfen. Mit freundlichen Grüßen Frank Unverricht

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frank, was soll ich aus der Ferne sagen? Die Autowerkstatt (die ja ihr Geschäft verstehen sollte....) findet trotz mehrfacher Versuche nichts! Dass man Dir dort inzwischen fast 3000 Euro für Arbeiten, die offenbar nichts mit dem Problem zu tun haben, abgeknöpft hat, ist eigentlich eher ein Fall für einen Rechtsanwalt als für den Autopapst. Ich empfehle folgendes: Wenn der Fehler (Notlauf) das nächste Mal auftritt, lösche einfach den Fehlerspeicher! Es gibt inzwischen im Handel für 50 Euro kleine OBD-Reader, mit denen der Spuk schnell aus dem Speicher gelöscht werden kann. Wenn der Fehler gleich danach wieder kommt, hast Du immerhin etwas zum Vorführen.... Sollte das Problem mit dem Kombiinstrument zusammen hängen (was nach Deiner Beschreibung nahe liegt), kann dieses bei www.ecu.de oder www.hitzpaetz.de geprüft und ggf. repariert werden. Es grüßt der Autopapst

Frage von Helmut Eisele:

Sehr geehrter Herr Kessler, im Okt. 2012 ist mein VW Passat Variant, Identnummer: WVWZZZ3BZ3E68686, nach dem Anhängen eines Anhängers in P Stellung nicht mehr zu bewegen gewesen. Der Abschleppdienst hat ihn aufgesattelt und zur Fachwerkstatt gefahren. Dort hat man GFS-Funktion geprüft, Bremslichtschalter aus-u. eingebaut, Drucksensor f. EPS aus- u. eingebaut, Bremsanlage entlüftet, Schalter, Sicherung und Sensor gewechselt. Der Endpreis war 318,30 Euro. Nach dem Verkauf des o.g. Fahrzeugs ist der gleiche Fehler aufgetreten. Mein Käufer hat einen Bekannten bei VW, der ihm geraten hat, die Bremslichter zu kontrollieren. Wenn diese nicht bei Betätigung leuchten, ist die Sicherung defekt. Die wurde gewechselt und die alte Funktion war wieder her gestellt. Frage: Hat mich die Fachwerkstatt geleimt ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Glaube ich nicht, lieber Herr Eisele! Grundsätzlich lag es am fehlenden Bremssignal in der Getriebesteuerung (ohne den Tritt aufs Bremspedal lässt sich der Wählhebel nicht aus „P“ schieben...). Wenn eins der genannten Teile defekt ist, fehlt das Signal. Die Werkstatt hat sowohl den Bremslichtschalter, den Drucksensor und die Sicherung geprüft und dann gleich ersetzt. Ob nun alle drei Elemente defekt waren, weiß ich nicht. Unter dem Strich finde ich die Rechnung aber nicht zu hoch, weil neben den Teilekosten (geschätzt etwa 100 Euro) ja auch noch Arbeitszeit (für unbequeme Fummelei im Fußraum....) und die Mehrwertsteuer dazu kommen. Unter dem Strich fuhr der Wagen danach ja wieder oder? Viel interessanter ist die Frage, warum die Sicherung der Bremslichter dauernd ausfällt....

Frage von Michael Smykalla:

Ich fahre einen Citroen C4 (L), 1,6 HDI, Turbodiesel. ATU in Rheine sagte uns nach dem Klimacheck, der Wärmetauscher wäre wohl undicht und dazu müsste das ganze Armaturenbrett raus. Könnte nur die Citroen-Werkstatt und wäre dementsprechend teuer. Können Sie uns bitte helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Jungs von ATU haben nur halb recht: Das könnten sie auch selbst, wollen sie aber nicht! Die Arbeit ist wirklich nicht schön, dauert lange und ist fehlergeneigt: Eine Citroen-Vertragswerkstatt macht das (sicher auch nicht jede...), nimmt aber dafür viel Geld. Die Alternative dazu ist der Verzicht auf die Klimaanlage!

Frage von Rico Wunderlich:

Mein Hyundai Accent GS, Baujahr 1996, stottert beim Beschleunigen. Was kann das sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zündkerzen, Kraftstoff-Filter, Marderbiss, Nebenluft, defekte Reifen, defekte Antriebswellen, defekte Sensoren, Kängeruh-Benzin..... Hier braucht man für genaue Diagnosen aus der Ferne eine hochpräzise Glaskugel. Leider ist meine gerade zum Neukalibrieren bei der NSA in der Nähe von Washington, D.C. Melden Sie sich nächste Woche noch mal??

Frage von Herrn Brockmann:

Hallo, ich habe vor vier Tagen einen Renault Scenic 1.9 dCi von 2003 gekauft. Seit Samstag springt auf der Autobahn der sechste Gang beim Gas geben heraus. Woran kann es liegen und geht das von der Werkstatt auf die Gebrauchswagengarantie?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Brockmann, das dürfte ein fetter Getriebeschaden sein! Höchstwahrscheinlich ist ein Lager im Getriebe ausgelaufen.... Jedenfalls ist das ein (wenn das Auto von einem gewerblichen Verkäufer verkauft worden ist) lupenreiner Fall für die gesetzliche Gewährleistung. Wenn Sie die Reparatur selbst bezahlen müssen, dürfen Sie mit etwa 2500 Euro (Getriebeüberholung!) rechnen. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von A. Zieger:

Ich habe einen VW Golf 3, Bj. 1996, 44 kW/60 PS, 1,4 Liter, 190.000 km. Als ich den Wagen vor sieben Monaten gekauft habe mit 185.000 km, hatte ich ein Standgas von ca. 900 U-min. Nachdem das Öl gewechselt wurde, geht der Wagen schlecht bzw. nicht mehr an. Geht er an, kann ich den Wagen nicht im Standgas laufen lassen, da er immer wieder ausgeht. Wollte das Standgas erhöhen, konnte aber nicht finden wo und wie es geht. Habe gehört es könne auch am Luftfilter liegen? Wäre für jede Antwort dankbar, die mir hilft das Problem zu beheben. Mit bestem Dank im Voraus für Ihre Mühe A. Zieger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Andreas, das alte Öl hast Du abgelassen. Hast Du auch genug neues Öl eingefüllt? Und hast Du den richtigen (!!) Ölfilter verwendet? Ich hoffe nicht, dass Du den Motor ruiniert hast, als Du den Ölwechsel selbst gemacht hast.... Die Leerlaufdrehzahl lässt sich beim 3er Golf nicht mehr ohne weiteres anheben (geht nur elektronisch mit dem VW-Tester). Am Lufi liegt es bestimmt nicht, es könnte jedoch ein Nebenluftproblem sein (wenn der Motor irgendwo durch eine defekte Dichtung zu viel Luft ansaugt....). Lasse doch mal ein zweites Paar Augen unter die Haube gucken....

Frage von Bianca:

Hallo Autopapst, ich habe einen Opel Corsa B, 45 PS, 120.000 Kilometer, Baujahr 08/95. Die Temperatur geht bis auf 100 °C, ohne dass das Lüftungsrad anspringt und wenn ich dann die Kupplung trete, um zu schalten, flackert die Ölleuchte. Wir haben schon den Kühler gewechselt, aber das hat nicht wirklich geholfen. Manchmal springt er auch einfach nicht an, wenn man dann anschiebt, springt er über Kupplung kommen lassen an. Wäre über Tipps dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bianca, warum habt Ihr nicht den Thermoschalter für den Kühlerventilator überbrückt? Wenn der Lüfter dann losbraust, muss der Schalter erneuert werden. Wenn nicht, der Lüfter selbst. Ich hoffe, die Startschwierigkeiten deuten nicht auf einen beginnenden Schaden an der Zylinderkopfdichtung hin: Wenn der Motor dauernd zu heiß wird, ist die nämlich das erste Opfer....

Frage von Mario Temme:

Hallo, mein 1999er Volvo S80, 2,4 Liter, 170 Benzin-PS, hat, wenn er richtig betriebswarm ist, laut Fehlerspeicher Fehlzündungen auf dem ersten Zylinder! Dieses aber nur im Leerlauf! Austausch von Kerzen und neue Zündspule brachten keine Verbesserung! Wenn ich ihn über eine längere Strecke ordentlich scheuche tritt der Fehler nicht auf! Zuleitungskabel sind augenscheinlich nicht gebrochen oder beschädigt. Bin dankbar für neue Lösungsvorschläge! Grüße

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mario, das hört sich für mich nach einem Problem mit (entweder) der Einspritzdüse und einem Ventil an. Vielleicht vertauschst Du mal die Einspritzdüse von Zylinder eins mit der von Zylinder vier. Wenn der Fehler wandert, dürfte alles klar sein. Wenn nicht, bringt ein Kompressionstest Klarheit, ob der Kopf überholt werden muss. Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Frage von Kai Bielohoubek:

Beim Beschleunigen meines Ford Mondeo MKII, BJ 97, V6, 125 KW/170 PS, HSN 8566/ 304, leuchtet das ABS und die Traktionskontrolle für kurze Zeit auf und das Radio geht kurz aus und dann wieder an. Mein Abblendlicht hat es dabei geschossen, bin dann mit Fernlicht weitergefahren. Beim wiederholten abrupten Gas geben hat es mir auch das Fernlicht geschossen. An was kann das liegen und wie behebt man den Fehler!!?? Vielen Dank im Voraus für die Antworten. LG, Kai

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kai, das dürfte an ziemlich heftigen Spannungsspitzen im Bordnetz liegen! Ursächlich ist die Lichtmaschine bzw. der Regler. In aller Regel ist es mit einer anderen Lichtmaschine getan; ich würde vorher die vorhandene Lichtmaschine beim Bosch-Dienst mal durchmessen lassen. Vielleicht reicht ja auch ein neuer Regler für 30 Euro...

Frage von Manfred Geise:

Sehr geehrter Herr Keßler, wir würden uns gerne eine Alfa Romeo Giuletta Turismo mit 170 PS/Diesel zulegen oder einen A3 Sportback Diesel. Ist dieses Vorhaben überhaupt realisierbar, bei einer Kilometer-Leistung von ca. 12.000 KM pro Jahr möglich? Ich habe gelesen, dass bei dieser Fahrleistung der Rußpartikelfilter "freigebrannt" werden muss. Wie ist das mit den modernen Motoren? Vielen Dank Mit freundlichen Grüßen Manfred Geise

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In der Tat gibt es bei modernen Dieseln immer mal wieder (markenübergreifend) Probleme mit „Filter-Clogging“, also mit zugesetzten Partikelfiltern bzw. Fehlfunktionen der Steuerung der Filterregenierung. Damit ist jetzt mit einiger Verspätung genau das eingetreten, was die Autohersteller Ende der 90er befürchtet haben: Bei bestimmten Fahrerprofilen verstopfen die Rußfilter. In Ihrem Fall lohnt der Diesel ohnehin nicht, die Mehrkosten bei Anschaffung, Steuer und Versicherung können Sie bei nur 12.000 Kilometern im Jahr nicht amortisieren. Kaufen Sie sich lieber einen „down-gesizten“ Benziner, die TFSI-Motoren im A3 sind Klasse! Oder Sie warten auf den Herbst und greifen zum A3 mit Erdgasmotor, wenn in Ihrer Brust ein grünes Herz schlägt....

Frage von Tatiana:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich besitze einen Renault Espace 2.2 dCi Expression, Baujahr 12/2000, 200.000 km. Ich bin Zweitbesitzer und fahre den Wagen seit 2007. Seit Februar habe ich das Problem, dass er nicht richtig zieht, so als wenn starker Gegenwind herrscht. In einer Werkstatt wurde der Luftmassenmesser der EGR und das Elektroventil ausgetauscht. Der Motor wurde gereinigt und einige Kabel ausgetauscht. Nun zieht er zwar besser, aber er geht mir oft bei niedriger Drehzahl, z. B. wenn ich in den zweiten Gang schalte oder plötzlich bremsen muss oder im Stop and Go-Verkehr stehe, aus und das Lenkrad blockiert. Ich kann dann aber sofort auskuppeln oder neustarten und er läuft dann wieder. Zurück in der Werkstatt wurde mir jetzt der EGR abgeschaltet, aber er geht nach wie vor aus. Ich hänge sehr an meinem Auto und hoffe, dass sie eine nicht so teure Lösung kennen. Vielen Dank im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Wenn der Wagen mir gehören würde, würde ich Steuerzeiten prüfen (und ggf. den Zahnriemen: teuer! Wechseln) lassen. Wenn die o.k. sind, könnte noch der Kraftstofffilter verbraucht sein. Alles, was darüber hinausgeht, übersteigt leider schnell den Fahrzeugwert. So ist das leider bei den Dieselmotoren unserer Zeit: Viel zu komplex, die Wartungskosten will im Alter niemand mehr bezahlen....

Woolfen fragt:

Hi, ich suche an meinem Opel Corsa b, Bj.95, 1.2 Benziner, den Öldruckschalter, da dieser defekt sein könnte (beim Kuppeln und Bremsen flackert die Öllampe). Habe schon mehrere Foren durch und alle schreiben, dass dieser nahe Zahnriemen sitzen würde, Entweder bin ich blind , oder der ist bei meinem Corsa woanders. Würde mich über eine rasche Antwort sehr freuen. In diesem Sinne genießt den Sommer und die Sonne.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Netz hat recht! Der Öldruckschalter liegt in der Tat oben am Zylinderkopf, auf Höhe von Zylinder 1. Da ich hier keine Bilder posten kann, empfehle ich (wie immer bei Fragen nach der Lage von Bauteilen....) den Blick ins Reparaturhandbuch. Das gibt es gebraucht für wenig Geld ebenfalls im Netz...

Petra Bernhardt fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Citroen Berlingo, Diesel, Bj.2000 mit 196000 Km. Er springt sehr schlecht an. Wenn er läuft, fährt er sehr gut, nur mein Mann meint, obwohl es richtig gut fährt, hat er das Gefühl als wenn man während der Fahrt immer im gleichen Takt die Bremse antippt. Es ist ganz schwach. Was kann das sein. Viele Grüße Petra Bernhardt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwer zu sagen! Nach fasst 200tkm müsste ich etwas mehr zum Auto wissen. Wie sind die Kompressionswerte? Sind noch die ersten Injektoren drin? Ist der Zahnriemen kürzlich mal gewechselt worden? Ist der Kraftstoffilter alt oder neu? Fragen über Fragen.... Leider wird eine genaue Untersuchung des "Ist"-Zustandes in einer Werkstatt schon Geld kosten, welches bei einer negativen Diagnose (teure Motorreparatur....) verloren ist. So ist das aber leider, wenn modernere Dieselmotoren in die Jahre kommen: Der Mythos vom Diesel-Dauerläufer bröckelt inzwischen aus Kostengründen ganz schön.