Fragen an den Autopapst im November 2010

Autopapst

Autopapst Andreas Kessler löst die Probleme am Auto
Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler findet in der Autogazette für Sie Lösungen. Ihre Fragen aus dem November 2010.

Frage von Heinz Damm:

Hallo Herr Kessler, seit Jahren bin ich zufrieden mit meinem Opel Omega 2.5 V6 von 2000. Der Wagen ist erst 122.000 km gelaufen und in gutem Zustand. Kann ich eine Gasanlage einbauen lassen und wäre es auch lohnenswert? Welche Kosten kommen auf mich zu? Es bedankt sich für die Antwort Heinz Damm

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Damm, selbstverständlich kann man auch den Opel Omega 2.5 V6 auf Gas umrüsten! Empfehlenswert ist eine Umrüstung auf LPG (Autogas), weil die Anzahl der Tankstellen für diesen Treibstoff etwa 5-mal größer ist als die der CNG (Erdgas)-Tankstellen. Außerdem liegen die Kosten für eine LPG-Ausrüstung etwa 50 Prozent unter der der CNG-Version. Bei einer modernen sequentiell gesteuerten LPG-Anlage ist mit minimalen Leistungseinbußen zu rechnen, abhängig von der verbauten Anlage. Welche Anlage im Augenblick für einen Opel V6 besonders gut geeignet ist, kann ich leider nicht sagen, weil die Technik ständig weiter entwickelt wird. Der wichtigste Aspekt für eine Umrüstung auf den Betrieb mit LPG ist die Kompetenz des Umrüstbetriebes, dessen "Kunst" über die Harmonie der beiden Kraftstoffaufbereitungsanlagen unter der Motorhaube entscheidet. Außerdem muss nach dem Einbau einer Autogas-Anlage in der Regel noch 2-3 mal "feinjustiert" werden, bis alles "rund" läuft. Ein Umrüster in Ihrer Nähe ist also empfehlenswert, die Billigangebote aus dem Ausland würde ich nicht in Anspruch nehmen. Eine LPG-Umrüstung kostet je nach Verfahren, Anlage und Tankgröße zwischen 2000 und 3500 Euro (mit sämtlichen Abnahmen und Eintragungen). Lohnend ist das nur, wenn das Auto noch relativ jung ist und die Amortisierungsphase übersteht...

Frage von Siegmund Riedel:

Hallo Herr Kessler, hier geht es um einen Opel Zafira 1800; 85 KW, Benziner, Erstzulassung 07/2000, Fünfgang-Schaltgetriebe, Wegfahrsperre. Sporadisch kommt es vor, dass der Motor nicht startet. Der Anlasser startet normal, aber der Motor läuft nicht an, gleichgültig ob warm oder kalt. Nach einer Wartezeit ist das Problem nicht mehr vorhanden und der Motor lässt sich normal starten. Verschiedene Werkstätten fanden das Problem nicht, deshalb wende ich mich an Sie mit der Hoffnung auf Hilfe. Mit freundlichen Grüßen S. Riedel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte z. B. am Schlüssel bzw. an dessen Transponder liegen. Haben Sie noch einen Ersatzschlüssel? Probieren Sie den, wenn das Problem damit nicht mehr auftritt, muss der andere vielleicht nur neu codiert werden. Tritt das Problem bei beiden Schlüsseln gleichartig auf, könnte auch die Lesespule hinter dem Zündschloss eine Macke haben. Oder es ist wirklich das Steuergerät (was eigentlich nie vorkommt...)

H.-J.Riedel fragt:

Hallo, ich habe einen Toyota Avensis 2,0 VVT-I Mod.T22 Schl-Nr. 5013 434, Fehlermeldung 1 P0161 Sondenheizung Bank2, Sensor 2, Spannungsversorgung fehlerhaft, z.B.wenn die Batterie abgeklemmt ist und wieder angeschlossen wird, ist der Fehler weg,nach einer unbestimmten und unregelmäßigen Zeit ist die Lampe wieder an. Beim Auslesen ist es derselbe Fehler. Toyota konnte nichts an der Lambdasonde finden. ATU auch nicht. Fehler im oder am Kabel?????? Kontaktproblem ???? Geprüft wurde bei Kontrolllampe aus. Ich hätte gerne gewusst,was Sie dazu meinen.Danke mit freundlichem Gruß.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe tatsächlich auf eine defekte Heizung der Lambdasonde. Die Heizung selbst wird wahrscheinlich o.k. sein, Ursache dürfte entweder die Steckverbindung bzw. der Kabelweg vorher oder nachher sein. Man könnte jetzt mit Hilfe eines Autoelektrikers die Ursache suchen lassen oder versuchsweise eine neue Lambdasonde einbauen. Letzteres ist wahrscheinlich billiger. Deshalb empfehle ich dieses Vorgehen...

Helge Henniger fragt:

Hallo Herr Kessler,das SensoDrive des Citoren C2 VT-R, EZ 03/2005, 1.4 Benziner meiner Tochter macht Probleme beim Anfahren. Erst tut sich gar nichts und dann kuppelt er sehr plötzlich und ruckartig ein. Das ist z.B. sehr gefährlich, wenn man aus einer Einfahrt oder auch Nebenstraße auf eine Hauptstraße auffahren will – so große Lücken gibt's meistens gar nicht, wie man da braucht. Manchmal kann er sich auch nicht entscheiden, ob 1. oder 2. Gang, wenn er noch leicht rollt. Man gibt leicht Gas im 2., er zieht kurz an, um daraufhin auf den 1. zu schalten. Ist das alles normal? Habe mal von 'nem Getriebesoftware-Update gehört. Ist das bei diesem Baujahr schon serienmäßig? Mit freundl. Grüßen, H. Henniger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Lieber Herr Henninger, leider sind Sie nicht der erste, der mir von solchen Problemen berichtet. Wenn Citroen ein Update für den C2 anbietet, ist das u.U. der Königsweg, weil bezahlbar. Alles andere(Reparaturversuche....) führt bei diesem Antriebskonzept leider in die Irre und gipfelte in anderen Fällen leider schon in Frustverkäufen.....

Theresa Butter fragt:

Ich fahre einen Chrysler Voyager, Modell: C7CNB/GS/MSE 2.4AT, Baujahr:1998 Erstzulassung 31.07.1998. Problembeschreibung: Der Motor springt nicht an. Motor springt an, geht sofort wieder aus, bis zu 2-3 Mal, dann gibt es beim Anlassen keinen Ton mehr. Wenn man ca. 24 Stunden wartet und dann starten will, geht alles ganz normal (springt ohne Probleme an). Das Zündschloss wurde von der Chrysler-Werkstatt ausgewechselt und die Elektronik kontrolliert. Es wurde kein Fehler gefunden. 2 Monate gab es keine Probleme, dann trat die gleiche Situation wie vor dem Austausch des Zündschloßes ein.Bei erneutem Werkstattbesuch wurde keine Fehlermeldung gefunden und es wurde behauptet, dass der Bodycontroler keine Fehler anzeigt, so dass der Bodycontroler selbst kaputt sei. Die Werkstatt will aber keine Garantie auf die Richtigkeit ihrer Diagnose geben. Das heißt, sie würden den Bodycontroler für ca. 1000 € austauschen, weiß aber nicht, ob das tatsächlich die Fehlerursache ist.Vielen Dank für Ihre Hilfe, Theresa Butter

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Liebe Frau Butter, ich vermute (nach Ihrer Fehlerbeschreibung) ein Problem mit der Wegfahrsperre (ab Baujahr 1998 sollte der Voyager damit serienmäßig ausgerüstet sein). Klassisch sind die Defektquellen der/die Schlüssel, die Lesespule hinter dem (mechanischen) Zündschloss und schließlich das Steuergerät. Den Schlüssel kann man am besten durch einen Versuch mit dem Zweitschlüssel ausschließen (wenn mit dem alles funzt, war es der Schlüssel...). Wenn der Zweitschlüssel auch keine Bsserung bringt, kommt die Lesespule in den Fokus. Hier hilft nur der testweise Wechsel. Am Ende bleibt dann nur der (teure!) Wechsel der Blackbox. Warum die Werkstätten das nicht mit „Versuchsteilen“ machen, ist mir nicht klar (eigentlich schon, weil Blackboxen sehr erfreuliche Handelsspannnen haben....). Unter dem Strich ist das ein „häßliches“ Problem, vor dessen Lösung wenigstens zwei Meinungen eingeholt werden müssten.

Frage von Eva K.:

Hallo Autopapst, ich habe ein Problem mit meinem Renault Scenic 16 V, Bj 2000. Beim Anlassen springt der Motor nicht an, der Anlasser läuft aber einwandfrei. Nach mehreren Versuchen, oder durch ein paar Minuten warten, springt er sofort an und läuft einwandfrei. Problem tritt vorwiegend im Kaltzustand des Motors auf und Problem tritt eher bei feuchter Witterung - wie zur Zeit - auf. Haben Sie eine Idee wie das Problem behoben werden könnte. Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank, Grüße, Eva K.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Eva, eine Krankheit vieler Renault-Motoren ist der OT-Geber bzw. dessen Steckverbinder. Ich würde zuerst mal den Stecker vom OT-Geber zum Kabelbaum finden, öffnen und mit Kontaktspray versehen wieder zusammen stecken. Wenn der Motor dann startet, kann man sich immer noch überlegen, einen neuen OT-Geber (mit neuem Stecker) zu kaufen....

Frage von Walter Bork:

Hallo Herr Kessler, wir haben für meine Frau einen Ford Fiesta, Baujahr 1996, mit Klimaanlage gekauft. Nun haben wir zwei kleine Probleme: 1. Wir haben Wasser im Fußbereich auf der Fahrerseite und die Tanknadel hängt. Können Sie uns vielleicht helfen, damit wir die Probleme beseitigen können. Mit freundlichen Grüßen Walter Bork

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Tanknadel hängt wahrscheinlich nicht, sondern der Geber für den Tankinhalt im Tank. Entweder ist dieser "Schwimmer" defekt oder der Kabelweg zwischen Geber und Kombiinstrument gestört. Test: Stecker am Tankgeber abziehen und bei eingeschalteter Zündung gegen Masse halten. Wenn die Tankuhr regiert, ist es der Geber. Wenn nicht, das Kabel oder das Instrument. Das Wasser im Fußraum ist vielleicht Kondenswasser aus dem Ablauf der Klimaanlage. Suchen und reinigen, lautet der Therapievorschlag. Alternativ gesucht werden könnten die Abläufe im Windlauf vor der Windschutzscheibe. Die sind oft mit Laub und Schmutz verklebt und lassen das Wasser nicht mehr durch. Im Ergebnis staut sich die Brühe dann dort und läuft schließlich über die Belüftungskanäle in den Fußraum. Alles klar?

Frage von Christiane Richter:

Hallo Autopapst, mein Auto ist ein Honda Civic, 98er Baujahr, 145.000 km runter. Dieser ruckelt beim Fahren ab 50 km/h und beim Bremsen ruckelt es dann auch. Ich bemerke auch, dass er dann beim Abstellen ein wenig stinkt. Was kann das sein? LG Christiane Richter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christiane, fühlen Sie nach einer Fahrt mit den Fingern (aber vorsichtig!), ob die Felgen auffällig warm sind. Wenn das der Fall ist, ist der Honda ein Fall für die Werkstatt (irgend etwas mit den Bremsen stimmt nicht, und das muss sofort (!!) repariert werden). Die Ruckelei könnte auch von verschlissenen Antriebswellengelenken herrühren. In diesem Fall müssten die Antriebswelle(n) erneuert werden. Der Civic hat zwei davon, meistens ist die rechte die, die auffällig ist...

Frage von Unbekannt:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe einen Lancia Delta 836 1.6l. Wollte den abends in eine Werkstatt bringen, weil die Kupplung kaputt war. Bin damit ein paar Kilommeter gefahren und auf einmal ist der Motor ausgegangen.Ohne eine Vorwarnung, Ruckeln oder Warnleuchte. Er hat kein Gas mehr angenommen. Habe ihn versucht zu Starten - ohne Erfolg...... Die Tankuhr war schon relativ weit unten, aber damit hätte ich noch bis zur Werkstatt kommen müssen.Wären nur noch sieben Kilometer gewesen. Es hat auch komisch gerochen im Motorraum. Kann es evtl. daran gelegen haben, dass doch kein Benzin mehr drin war, oder ein Elektronik-Problem. Über eine Antwort würde ich mich freuen Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich hätte wahrscheinlich zunächst mal 5 Liter aus dem Kanister getankt und diese Vermutung auf ihre Konsistenz überprüft. Nach Ihrer Beschreibung war entweder der Tank leer oder die Benzinpumpe bzw. deren Relais plötzlich defekt (oder die Zündspule, das Zündschloß, der OT-Geber etc., etc.,.....). Viel Erfolg bei der Suche wünscht der Autopapst

Frage von Herrn Reimann:

An meinem Mercedes Benz C 200 T, Bj. 2000, leuchtet die Lampe "ESP / Bremsassistent" sporadisch. Da ich zuerst an einen Marderschaden dachte, habe ich auf Grund der Werkstattbindung (Kasko) eine vorgegebene typenfremde Werkstatt aufgesucht. Nach zweimaliger Reparatur für 120 Euro ist der Fehler noch nicht behoben. Kann ich das Geld zurück bekommen? Ich will jetzt das Fahrzeug in einer MB-Werkstatt vorstellen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Reimann, wenn nach einer Reparatur der Defekt nicht verschwunden ist bzw. nach kurzer Zeit erneut auftaucht, müssen Sie nach dem Gewährleistungsrecht der ausführenden Werkstatt zweimal eine Möglichkeit zur Nachbesserung einräumen. Wenn das fruchtlos bleibt, kann entweder der Vertrag zwischen Ihnen und der Werkstatt rückabgewickelt werden (Sie bekommen Ihr Geld zurück....) oder die Werkstatt übernimmt die Kosten einer Nachbesserung von dritter Seite. Wenn dort allerdings ein völlig anderer Defekt fest gestellt wird, den auch die erste Werkstatt nur für mehr Geld repariert hätte, haftet die Werkstatt dafür nicht. Herzliche Grüße Andreas Keßler

Frage von Familie Lingk:

Unser Golf 1.4, Bj. 2000 hat stets einen guten Kaltstart, wenn jedoch danach im städtischen Kurzstreckenbetrieb wieder gestartet wird, springt er nur schwerlich und nur mit Vollgasbetrieb an. Was ist der Grund, was ist zu tun? Herzlichen Dank und freundliche Grüße von Familie Lingk

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Familie Lingk, Ursache für die Warmstartprobleme ist wahrscheinlich ein Temperaturfühler, der sich verabschiedet hat. Fahren Sie in eine Werkstatt, lassen Sie dort mit Hilfe des Diagnosecomputers den defekten Sensor lokalisieren und austauschen. Das dürfte es dann gewesen sein...Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Tobias Günther:

Hallo, meine Frau und ich haben uns letztes Jahr einen Ford Mondeo Kombi als Neuwagen gekauft. Am Anfang haben wir uns riesig über den Kauf gefreut, aber nach sechs Monaten war plötzlich (nach einer langen Reise) der Tankstutzen kaputt. Dieser wurde aber von der Vertragswerkstatt auf Garantie repariert. Die Klimaanlage war auch zum gleichen Zeitpunkt kaputt. Kühlmittelverlust! Unverzügliche Reparatur! Wenige Wochen später fiel mitten auf der Autobahn der Tempomat aus. Es ließ sich nicht wieder einschalten. Ersatzteil wird noch nachbestellt. Bei der jetzigen Inspektion (40.000km runter) wurde Ölverlust gemeldet. Das Getriebe musste ausgebaut werden, damit sie das Dichtungsring und Simmering austauschen können. Für alle Reparaturen mussten wir zum Glück nichts bezahlen. Aber wieso sind nach so kurzer Zeit so viele Teil kaputt? Wurde uns ein kaputter Neuwagen verkauft? Was können wir tun? Wie sollten wir uns verhalten? Auto müssen wir noch vier Jahre abbezahlen. Bitte um eine Antwort! LG Tobias Günther

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Günther,

Sie sind ja ein Vielfahrer! 40.000 km sind schon deutlich überdurchschnittlich (in Relation zum Kaufzeitpunkt....). Natürlich tritt nach dieser Fahrstrecke auch Verschleiß auf, der durch Teiletausch wieder "aufgefüllt" werden kann. Die Defekte an ihrem Mondeo sind zwar selten, aber nicht undenkbar. Ich finde aber nicht, dass die Defekte mit "kaputter Neuwagen" beschrieben werden sollten. So etwas kommt eben im Betrieb eines Autos vor! Und je komplizierter ein Auto ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Defekten kommt. Der Mondeo hat m.W. die Möglichkeit, eine Garantieverlängerung zu bekommen. Wenn Sie weiter so viel damit fahren, würde ich so etwas empfehlen. Grundsätzlich sind die Mondeos nicht defektauffällig. Ich habe schon viele Bekannte auf Mondeos gesetzt, bisher waren alle zufrieden.....Es grüßt Der Autopapst

Frage von Karin Abraham:

Lieber Herr Keßler, ich diskutiere gerade mit meinem Mann über die Unterschiede zwischen PKW- und LKW-Dieselkraftstoff. Ich behaupte, LKW-Diesel hat einen höheren Schwefelanteil und würde die Einspritzanlage eines Common-Rail-PKW-Motors beschädigen. LKWs sind da etwas genügsamer und vertragen den Stoff besser. Mein Man sagt, es gibt keinen Unterschied....Wer hat Recht?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Karin, Dein Mann hat Recht...... Rein technisch ist PKW- und LKW-Diesel identisch. Einzig die Pumpenleistung und der Durchmesser der Zapfpistole unterscheiden sich! Um die Fässer der Schwerlastkraftwagen in einer vernünftigen Zeit voll zu kriegen, braucht man eben Power. Und die würde den PKW-Tank buchstäblich zum Platzen bringen. Da der LKW-Diesel in viel größeren Mengen abgenommen wird, ist er etwas billiger.... Das wars schon! Einen Tag wünscht Der Autopapst

Michael Scholz fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe mir vor Jahren eine Standheizung einbauen lassen (Eberspächer, Standheizung Hydronic B4W SC). Sie hat auch immer funktioniert bis jetzt , jetzt geht sie nur noch ca. 3 Minuten . dann schaltet sie wieder aus, habe auch die Firma angeschrieben, wo sie her ist, konnten mir auch nicht richtig helfe. In meiner Werkstatt, wo sie eingebaut wurde, haben alles nachgesehen und alle Kontakte und Leitungen sauber gemacht. Die Funkfernbedienung mit Rückmeldung schreibt, nachdem sie wieder ausgegangen ist, Error, mehr nicht. Wenn Sie eine Idee oder Lösung des Problems kennen, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Danke, Michael Scholz.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Scholz, ursächlich für das Problem ist wahrscheinlich der Flammwächter. Prüfen kann man das Teil eigentlich recht einfach; leider sind die Dinger recht versteckt eingebaut! Angeschlossen ist er am Anschlusstecker SH Pin 7 und 8, die Leitung sollte im Normalfall 12V haben und ein paar Sekunden nach "Brenner ein" 0-1V. Am Steuergerät sind die Leitungen im Stecker D Pin 7 und 8 wiederzufinden. Suchen Sie sich einen Boschdienst, der das schon mal gemacht hat - sonst wird es nachher noch wärmer als gewünscht und ein Fall für die Teilkasko (Abteilung Fahrzeugbrand). Viel Erfolg wünscht Der Autopapst.

Wilhelm Heinz fragt:

Hallo Herr Kessler, fahre einen AUDI 80 B4, Baujahr 1992, 66 kW, Motor ABT, Automatik AEH, Mono-Motronic, (km-Stand 80000), Durchschnittsverbrauch bisher mindestens 13,0 l/100km bei ca. 8000 km/Jahr, längere und kürzere Strecken. Im Vergleich: Ein genau gleicher AUDI 80, Baujahr 1992, Automatik, hauptsächlich Kurzstrecke, ca. 6000 km/Jahr, braucht durchschnittlich ca. 10,4 l/100 km (ich habe die Tankeintragungen und Auswertungen gesehen). Fehlerspeicher = keine Unregelmäßigkeiten, neue Lambda-Sonde und neuer Kühlwassertemperatur-Sensor = kein geringerer Verbrauch. Abgaswerte o.k., Motor springt sofort an, stottert nicht, nimmt Gas gut an, läuft auf der Autobahn problemlos (max. 160 km/h anstatt Soll 174 km/h). Da keine Werkstatt helfen konnte, habe ich den Ansauglufttemperatur-Fühler gemessen und, da keine Anzeige, ausgetauscht. Verbrauch jetzt bei ca. 11,5l/100 km, aber immer noch viel zu hoch! Spitze jetzt ca. 170 km/h. Ab Tempo 60 hört man ein Pfeifgeräusch, das aufhört, sobald das Gas langsam zurückgenommen wird. Falschluft? Beim plötzlichen Gas wegnehmen dauert es ziemlich lange, bis sich die Geschwindigkeit verringert. Ist evtl. Drossenklappenpotentiometer defekt, oder welche anderen Teile kommen sonst noch in Frage? Mit freundlichen Grüßen, Wilhelm Heinz.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Heinz, der Audi 80 aus diesem Baujahr ist eine Auto der Kategorie „für die Ewigkeit“. Liegen bleiben werden Sie mit dem Auto wahrscheinlich nie, Verschleiß (vor allem durch Alterung) lässt sich aber auch in diesem Fall nicht vermeiden. Einen Teil des Problems haben Sie ja schon gefunden und einen weiteren immerhin gehört: Das Pfeifen könnte wirklich Falschluft sein, hervorgerufen durch einen gebrochenen / gerissenen Ansaugflansch. Das ist ein Gummi-Metall-Konstrukt zwischen Ansaugkrümmer und Einspritzventil, welches nach 18 Jahren einfach zerfällt. Wenn Sie das Teil erneuern, sehen Sie wahrscheinlich auch den „Igel“ im Ansaugrohr, der die angesaugte Luft temperiert. Wenn der nicht oder nicht mehr richtig funktioniert, könnte er ebenfalls für eine Verbrauchserhöhung als Ursache in Frage kommen. 1992 war die Motorelektronik bei weitem nicht so weit wie heute (Gott sei Dank!!), daher ergibt die elektronische Diagnose auch wenig hilfreiches. Grundsätzlich sind 11,5 Liter bei einem ausgesprochenen Kurzstreckenauto aber noch im Bereich des normalen, wenn auch an der oberen Grenze. Die Kraftstoffkosten sind nicht alles, Wartung und Reparatur spielen im Betrieb auch eine Rolle. Und die Kosten hierfür liegen bei Ihrem Auto nahe der Null-Linie (wenn man sie mit einem aktuellen A4 vergleicht....). Es grüßt, Der Autopapst

Frage von Daniela Hajdu:

Sehr geehrter Herr Kessler. Ich habe einen Renault Laguna, BJ. 1996 (211.000km). Er hat folgendes Problem: er läuft ziemlich schnell heiß. Die Warnleuchte für den Kühler springt an. Nun war ich in der Werkstatt, dort wurde zum einen der Temperatursensor gewechselt (vor sechs Monaten) und zum anderen auch das Thermostat, inkl. neuem Kühler(gestern). Leider beides ohne Erfolg. Das Problem tritt nicht bei jeder Fahrt auf. Was kann es sein? Die Zylinderkopfdichtung ist es nicht laut Werkstatt. Ich muss dazu erwähnen, dass er kein Wasser und keine Kühlflüssigkeit verliert. Auch der Ölbehälter ist trocken, sowie der komplette Motorraum. Ich weiß, dass er leicht Öl verliert, allerdings ist dieses sehr gering und auch nach außen hin nicht sichtbar. Ich hoffe, ich habe es so erklären können, dass Sie es nachvollziehen können :o) Danke im Voraus für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen Daniela Hajdu

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn das Auto mal wieder zu heiß ist, würde ich die Temperatur des Kühlwassers mal mit einem externen Thermometer messen. Wahrscheinlich ist die Kühlmitteltemperatur gar nicht zu hoch, sondern es wird nur ein zu hoher Wert angezeigt. Wenn das so ist, kann man entweder ein neues Kombiinstrument einbauen lassen (sehr teuer!) oder ein anderes Kühlwasserthermometer aus dem Kfz-Zubehör. Das war es dann auch schon.... Wenn die Kühlmitteltemperatur wirklich zu hoch ist, tippe ich auf die Zylinderkopfdichtung.

Frage von Christopher Rabl:

Hallo Herr Keßler, ich habe einen Skoda Octavia 1.8T, Bj. 99, 175.000km. Die Leerlaufdrehzahl schwankt beim Abbremsen auf Tempo 0 für einige Sekunden stark (zwischen 400 und 1500), pendelt danach aber wieder auf normale 1000 ein. Auch beim Gangwechsel ist dieses Phänomen zu erahnen, aber da dann die Drehzahl ja eh höher liegt, merkt man es weniger. Das Problem tritt nicht immer, aber zu rund 90% der Fahrten auf. Eine Regel, wann es auftritt (Klima usw. an, Motortemperatur, Fahrtantritt, Kälte), habe ich auch nach vielen Monaten nicht feststellen können. Mal passiert es, mal nicht, auch während der Fahrt kann es sich ändern. Ansonsten läuft der Motor völlig problemlos, nimmt gut Gas an, ruckelt nicht, geht nicht aus. Das Problem scheint sich in Häufigkeit und Stärke im Lauf der Zeit nicht zu verändern. Ideen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich verdammt nach Nebenluft an, die der Motor im Moment des Abbremsens durch ein Leck im Ansaugtrakt ansaugt. Dieses Leck gilt es zu finden und abzudichten! Oft ist z.B. der Schlauch zwischen Turbo und Ladeluftkühler fast abgerutscht....Viel Erfolg wünscht der Autopapst!

Frage von Ingo Henn:

Hallo Herr Kessler, sorgenvoll, aber mit einem Hoffnungsschimmer im Herzen, möchte ich Sie um Rat bitten. Bei meinem Sorgenkind VW Golf 2.0 TDI, WVWZZZ1KZ5W067113, Erstzulassung 06/2004, Automatik, km-Stand 139.567, fällt während der Fahrt ABS, Lenkhilfe und ESP aus, die Tachoanzeige auf 0, jedoch immer nur kurzzeitig und sporadisch. Der "Freundliche" sagt ABS-Sensor - Kostenpunkt ohne Wechsel ca. 1400,- Euro. Meine Hoffnung ist nun, eine mögliche weitere Variante für die Ausfälle ermitteln zu können, die weniger preisintensiv ausfällt. Bin für jeden Hinweis dankbar!!! Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen Ingo Henn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ingo, zunächst würde ich mir eine Zweitmeinung einer anderen Werkstatt holen! Wer einen ABS-Sensor für 1400 Euro anbietet, hat ein gestörtes Verhältnis zu seinen Kunden. Ich würde folgende (Fern-)Diagnose stellen: Es ist die Batterie! Lassen Sie den Akku testen und ggf. erneuern. Vielleicht ist es nur Unterspannung im Bordnetz durch eine zu alte Batterie!

Frage von Unbekannt:

Hallo Herr Autopapst, mein Renault Scenic 1.6 dCi, fährt nicht. Der Motor scheint okay zu sein, ebenso das manuelle Getriebe. Keine Fehler-Meldung auf dem Display. Alles ist okay, aber das Auto fährt nicht. Im Voraus Herzlichen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie es doch mal mit ein paar Litern Diesel von der Tankstelle! Wenn am Auto alles okay zu sein scheint, kann es ja nur noch am Sprit liegen, oder? Mehr lässt sich aus den wenigen Worten Ihrer Anfrage leider nicht herausdestillieren.....

Frage von Reik Krejcik:

Guten Tag Herr Keßler, ich wende mich in letzter Verzweiflung an Sie, da mir keine Werkstatt helfen kann. Ich fahre einen Audi A6 2.0 TFSI, Bj 2006, 70.000 km. Seit einem halben Jahr entlädt sich die Batterie regelmäßig. Dieses wird im MMI angezeigt. Es wurde natürlich die Batterie ausgetauscht, Ruhestrommessungen durchgeführt und selbst ein Update brachten keinen Erfolg. Da ich jetzt immer vor dem Öffnen des Wagens schaue, ob der Warnblinkschalter leuchtet und nach dem Einsteigen zuerst der Batteriezustand von mir kontrolliert wird, hat z. B. gestern meine Batterie vor dem ersten Starten 100 Prozent gezeigt. Nach einer Strecke von 500m, ca 5 min Motor aus, danach 300 m und wieder ca 5 min Motor aus, kam beim erneuten Starten die Kontrolllampe Batterie schwach (in der Anzeige waren noch 10 Prozent zu sehen). Der Motor sprang jeweils bei den ersten Umdrehungen an, ohne zu naddeln. Ich hoffe, dass Sie mir helfen können und freue mich auf eine Nachricht von Ihnen. Vielen Dank Mit freundlichen Grüßen Reik Krejcik

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Reik, vielleicht ist das nur ein "Phantomfehler", der zwar angezeigt wird, aber nicht wirklich existiert? Ich würde mal bei einem Autoelektriker einen Belastungstest der Autobatterie machen lassen. Wenn der eine Schwäche der Batterie ergibt: Raus damit! Wenn die Batterie nach der Messung o.k. ist, dürfte das Problem an einem Defekt am MMI liegen. Das müßte dann entweder erneuert (sehr teuer) oder repariert werden (www.hitzpaetz.de oder andere....). Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Frage von Hans-Georg:

Bei meinem Opel Corsa 16 V Edition 100, 65.000 km, Bj.2000 geht die Airbag-Kontrollleuchte nicht aus. Kann das Auto noch gefahren werden, oder kann der Airbag unkontrolliert auslösen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine unkontrollierte plötzliche Auslösung ist sehr unwahrscheinlich! Vielmehr wird der Airbag wahrscheinlich auch im Falle eines (Un-)Falles nicht auslösen und kann dann den Fahrer nicht vor den Folgen eines Crashs bewahren. Was die Ursache für das Aufleuchten der Airbag-Kontrolle ist, kann wohl nur die Befragung des Fehlerspeichers mit einem geeigneten Diagnosetool zeigen.

Frage von Angela:

Hallo Herr Keßler, nun hat es uns auch erwischt. Darum heute meine Anfrage an Sie. Unser Opel Astra Kombi, 1.6, Bj 1998 stammt als Gebrauchtwagen aus dem Gebirge und war Ende 2006, als wie ihn mit 134.000 km kauften, sehr träge. Nun habe ich ihn viel Autobahn gefahren und fahre auch generell sehr niedertourig. Damit wurde er wirklich flott. Fährt locker seine 160. Im Mai dieses Jahres Wasserpumpe und Zahnriemen gewechselt. Im Sommer Lichtmaschine. Jetzt hat er 204.000 km, fährt wie ein Bienchen, aber im Leerlauf seit einiger Zeit unrund. Bei der Werkstatt war kein Fehler auslesbar. Kompression gemessen: 12/ 7,5/ 12/0. Also ein Zylinder nicht in Betrieb. Die Werkstatt wollte ihn mir gar nicht mehr herausrücken, da er nicht fahrtüchtig sei. Habe ihn trotzdem wieder abgeholt. Er hat nun noch einen Monat TÜV und nun meine Frage. Lohnt sich eine Reparatur tatsächlich nicht mehr? Die Werkstatt sprach davon, dass es günstigstenfalls 1000 Euro und ungünstigstenfalls kein Wiederzusammenbau des Motors geben wird. Also Totalschaden. Bis zum TÜV-Termin fahre ich ihn jetzt noch behutsam durch die Stadt. Und bis auf den unrunden Leerlauf macht er keine Probleme. Was kann eigentlich passieren, wenn er nur auf drei „Töpfen“ fährt. Ist das wirklich schlimm oder gefährlich? Herzliche Grüße von Angela aus Dresden

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Angela, schlimm ist das nur für die Umwelt, weil qualitativ sehr schlechtes Abgas in selbige gepustet wird. Der Motor wird sich sicher demnächst völlig verabschieden, das kann aber noch ein paar Wochen dauern. Ich würde mich von dem Wagen trennen (z.B. für 250 € an einen Aufkäufer verkaufen....) und einen ähnlichen mit neuem TÜV kaufen. Das sollte für 1000 € möglich sein, vielleicht sogar für etwas weniger. Eine Reparatur (und selbst eine Diagnose) ist unwirtschaftlich: Weg mit dem Scherben......

Frage von Hanns Gebler:

Lieber Autopapst! Bitte um Ratschlag: Mein Golf IV 1,6 l Benzin, Automatik, Typ 1J, 74 kW, BJ 1/1999, 101.000 km, schaltet jetzt bei Kälte das Getriebe erst spät hoch (besser - wenn Fuß vom Gas), bzw. fällt auch in niederen Gang zurück u. Motor heult auf. Vor einem Jahr das gleiche, daraufhin Getriebeöl erneuert (fast kein Öl drin), neue Dichtung, neuer Deckel mit Filter. Danach sind wir gut über den Winter gekommen. Jetzt nun wieder Probleme! Problem erstmals seit 2006 (schaltete im Aug. auf Autobahn nicht mehr hoch - Vmax = 90 km/h), seitdem insgesamt 2x Öl (ATF) in freier Werkstatt erneuert (AH Pirna wußte keinen Rat!!). Verkehrssicherheit ist gemindert! Was ist zu tun? Herzliche Grüße H.G.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Hans, prüfen Sie mal, ob die Entlüftung der Automatik o.k. ist. Ich vermute einen Überdruck im Getriebe (insbesondere bei Autobahnfahrt....), durch den ATF aus dem Getriebe gedrückt wird. Es könnte auch eine Undichtigkeit im Unterdrucksystem sein, was zu Fehlfunktionen des Getriebes führt. Vielleicht saugt der Motor deshalb auch ATF an (zwar wenig, aber stetig...) und verbrennt es anschließend im Motor. Die Ursache für den ATF-Verlust muss gefunden werden, dann ist das Problem wahrscheinlich gelöst......

Frage von Bernd Leschnik:

Hallo Herr Kessler, ich habe Geräusche vom Schaltgetriebe meines Citroen Xsara Kombi, 80 kW, Benziner mit 1587ccm, EZ: 11/2003. Zuerst war es nur ein leichtes Pfeifen oder Quietschen, nun ist es ein Heulen (ruhhrrr) beim Anfahren und Schalten in den unteren Gängen. (Bei größeren Geschwindigkeit hört man es nicht mehr). Da der Wagen erst 81.000 km runter hat, verwundert es mich. Laut Citroen-Händler ist es ein Lagerschaden. Das Austauschgetriebe soll ohne Montage schon 1700 Euro kosten. Ist Ihnen bei diesem Modell etwas bekannt (Serien- bzw. Fertigungsfehler)? Können Sie mir eine Getriebewerkstatt empfehlen? Das Getriebe sollte ja nur neue Lager benötigen. Vielen Dank Bernd Leschnik

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, "nur" neue Lager ist gut! Selbst wenn das der Fall wäre (in der Praxis sind bei Getriebe-Lagerschäden meistens auch die Wellen und Zahnräder des Getriebes in Mitleidenschaft gezogen....!), müsste man diese Lager neu kaufen (was noch bezahlbar wäre...), dann aber zum Einbau das Getriebe ausbauen, zerlegen und wieder zusammen bauen. Bei einem modernen PKW-Getriebe ist das ausgesprochene Spezialisten-Arbeit und entsprechend teuer. Ich würde zunächst mal einen Wechsel des Getriebeöls vorschlagen. Dabei sollte das "alte" Öl aufgefangen werden, um die Menge (vielleicht war all´ die Jahre zu wenig Öl in der Box?) und möglicherweise im Öl enthaltene Späne untersuchen zu können. Wenn deutlich zu wenig Öl im Getriebe war und / oder Metallspäne nachweisbar sind, ist das Getriebe definitiv hin. Generalüberholte Getriebe gibt es z.B. bei www.vege-motoren.de

Frage von Rene:

Hallo, ich hoffe sie können mir weiter helfen. Ich fahre einen BMW E36 316 i Compact und habe seit einiger Zeit beim Ausrollen ein Pfeifgeräusch, das von hinten rechts kommt. Sobald der Wagen wieder beschleunigt, ist es wieder weg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Lieber René, das könnten die Bremsschläuche an der HA sein, die im Laufe der Jahre "zugequollen" sind und den Bremsdruck nicht mehr richtig abfließen lassen (auch wenn man nicht bremst....). Dadurch schleifen die hinteren Bremsbeläge etwas und "pfeifen". Das ist aber nur eine von vielen möglichen Ursachen. Weitere könnten eine schwergängige Handbremsbetätigung oder ein festgegammelter (wenn vorhanden!) Bremskraftregler an der HA sein.

Peter Brune fragt:

Hallo, ich habe Probleme mit meiner Werkstatt. Fahre folgendes Auto: Ford Galaxy 2.0, Bj. 96, 115 PS, KM 151.000. Vor 6 Monaten blieb mein Auto mit Motorschaden liegen. Daraufhin wurde mir in der Werkstatt ein gebrauchter Motor mit 90000 km für 2900 Euro eingebaut. Und damit fingen die Probleme an. 2 Wochen später hatte ich einen Marder im Motorraum, Wasserverlust. Angeblich waren Kühlerschläuche kaputt. Vorher nie Probleme mit Marder gehabt, gleicher Standort vom Auto. Diese wurden gewechselt, 300 uro in der Werkstatt geblieben. Auto fertig, 30 km Fahrt, Motor verabschiedete sich mit einer großen, weißen Rauchwolke. Werkstatt schleppte ab, Zylinderkopfdichtung defekt. Wieder fast 900 Euro an die Werkstatt, obwohl mir versprochen wurde, für 500 Euro wird es repariert. Auto wieder fertig, weiter Wasserverlust und dicker weißer Qualm aus dem Auspuff. Also wieder in die Werkstatt, diesmal wurde wieder eine neue Kopfdichtung eingebaut und ein gebrauchter Zylinderkopf gleich mit. Ging ja mal auf Kosten der Werkstatt. Oh Freude, Auto fertig. Jetzt ging der Schalthebel nicht mehr von allein in die Grundstellung, Auto qualmt wieder, Ölkontrolle leuchtet bei kaltem Motor für ca. 50 Meter, Tachobeleuchtung auf einmal defekt (Tacho wurde ausgebaut, wieso auch immer) und Auto geht unregelmäßig immer wieder aus und springt selbsttätig von allein wieder an. Also wieder ab in die Werkstatt, Schaltung und Beleuchtung wurde repariert, laut Aussage von der Werkstatt wurde der Öldruckschalter gewechselt, Öldruck ist okay, Wasserverlust ist keiner, kann also angeblich nicht qualmen. Wurde also alles gerichtet. Und das bei 2 km Probefahrt!!! Hole das Auto aus der Werkstatt, nichts ist repariert. Habe daraufhin mit dem Inhaber ein Gespräch geführt, er meinte, es passe alles mit Öl und Wasser, also ist für ihn das Auto okay, und bei ihm ist das Auto nicht ausgegangen (wohlgemerkt, 2 km Probefahrt). Habe jetzt in dem halben jahr ca. für 6 Wochen mein Auto besessen. Nun ist meine Geduld am Ende, weiß jedoch nicht, was ich gegen die Werkstatt unternehmen kann und bitte deshalb um Hilfe!!!! Mit freundlichem Gruß, Peter Brune.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, was sich hier scheinbar als unlösbares Technikproblem präsentiert, ist eigentlich ein juristisches (nach meiner bescheidenen „Nicht-Juristen“-Einschätzung....). Ich würde mit dem Auto zunächst zur örtlich zuständigen Schiedsstelle der Kfz-Innung fahren und den Fall schildern. Wenn die Werkstatt ein Innungsbetrieb ist, müsste sie sich einem Schiedsspruch der Innung unterwerfen. Wenn die Werkstatt kein Innungsbetrieb ist, sollte das Auto von einem Gutachter auf die Ursachen der Probleme hin überprüft werden. Mit diesem Gutachten kann ein Rechtsanwalt dann juristisch gegen die Werkstatt vorgehen. Ich nehme an, dass man Ihnen einen verbrauchten Motor eingebaut hat. Das ganze liegt nahe an einem Betrug, der allerdings nachgewiesen werden müsste.

Christin fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, wir besitzen einen BMW E39. Bj 2002 520D, 224.000 km Touring. Wir haben folgendes Problem: Wenn wir morgens zur Arbeit fahren wollen, springt der Wagen immer an, egal ob es kalt, warm, nass oder trocken ist. Wenn wir dann nach kurzer Fahrtstrecke und verschiedenen langen Abstellzeiten den Wagen wieder starten, gibt es zwei Situationen. In der ersten springt der Wagen sofort wieder an und in der zweiten Situation, dauert es bis zu 30 Sek., dass der Wagen unter starker Rauchwirkung dann anspringt. Der Wagen war in einer Boschwerkstatt, dort wurde das Glühzeitsteuerrelais gewechselt, die Motordiagnose ausgelesen (ohne Fehler) und nach drei Werkstatt Tagen, wurde uns mitgeteilt, sie könnten den Fehler nicht finden. Dann war der Wagen in einer Dieselfachwerkstatt, dort wurde uns ohne weitere Prüfungen mitgeteilt, dass die Dieselpumpe ausgetauscht werden müsste. Die BMW Werkstatt teilte uns mit, dass wohl alle vier Injektoren ausgewechselt werden müssten. In einer markenunabhänigen Werkstatt wurden die vier Glühkerzen gegen so genannte Schnellstart Glühkerzen gewechselt. Dort teilte man uns mit, dass beim Ausmessen des Glühvorgangs festgestellt wurde, dass während des Glüh/Startvorgangs (sobald die Glühzeit Kontrolllampe aus geht) die Glühkerzen ohne Spannung sind und deshalb der Motor solange braucht, bis er durchstartet (Laut Bedienungsanleitung und BMW wird ein Vorglühen nur unter -5 Grad durchgeführt). Der Wagen läuft ansonsten einwandfrei, er hat noch nie irgendwelche Probleme gemacht, weder in der Stadt, noch bei Überland- oder Autobahnfahrten. Der Spritverbrauch liegt bei ca. 7 Liter und das Auto bereitet uns bis auf den Startvorgang sehr viel Freude. Vielleicht haben Sie ja eine Idee. Viele Grüße Christin und Michael.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Warm-/Halbwarmstartproblem würde ich auch auf eine Injektorenursache schieben. Wahrscheinlich tropfen die Düsen unmittelbar nach dem Abstellen noch etwas nach, fluten den Brennraum und verhindern so (wenigstens manchmal) den spontanen Neustart. Der überschüssige Kraftstoff verbrennt dann (schlecht) als deutlich sichtbare Wolke. Leider sind die Injektoren nicht ganz billig; trotzdem würde ich hier bei der Lösung des Problems ansetzen!

Frage von Markus Münch:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Volvo V40 1,8, Bj 2001. Ich musste das Auto mehrmals kurz hintereinander anlassen weil er nicht ansprang. Er läuft nun ohne Probleme, allerdings geht die Warnleuchte der elektronischen Motorregelung nicht mehr aus. Gibt es eine Möglichkeit, die Warnleuchte der Motorregelung ohne Werkstatt zurückzusetzen? (Bin zurzeit in einem Land wo es keine Volvo-Werkstatt gibt). Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Markus Münch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Motorsteuerung hat bei den "ungewöhnlichen" Startversuchen wahrscheinlich einen „Phantomfehler“ detektiert, der nun (nachdem der Motor wieder normal läuft..) nicht mehr vorliegt. Nach einigen weiteren Starts wird die Lampe von selbst verlöschen, weil es nur eine begrenzte Zahl von Speicherplätzen gibt. Bei jedem Start rückt der Fehler einen Platz „nach hinten“ (sofern er nicht mehr besteht!) und fällt schließlich aus dem Speicher. Wenn der Fehler hingegen weiter besteht, nützt eine Lchung des Speichers nichts, weil er nach jedem Neustart sofort wieder gemeldet wird. Löschen kann den Fehlerspeicher inzwischen übrigens fast jede Werkstatt, sofern diese über einen OBD-fähigen Diagnosecomputer verfügt.

Frage von Lars:

Sehr geehrter Herr Keßler, seit längerer Zeit hat mein Mercedes W124, E220, Modell 1995, Startschwierigkeiten. Dies stellt sich so dar, dass das Fahrzeug nach dem Schlüsseldreh nicht sofort startet. Ich muss den Schlüssel gut sieben Sekunden oder länger halten, bis der Wagen langsam startet. Dann läuft der Motor unrund. Manchmal gebe ich beim Startvorgang auch etwas Gas, dann springt der Motor nach einigen Sekunden willig an. Von einer Fachwerkstatt wurde das Kraftstoffpumpenrelais ausgeschlossen. Nach Fehlersuche von über einer Stunde, meinte man dort, es wäre die Drosselklappe, die den Fehler verursacht. Nach einem Tausch gegen eine gebrauchte Drosselklappe stellte sich keine Besserung des Startverhaltens ein. Auch der Austausch des LMM ergab keinen Fortschritt in der Sache. Wie kann ich hier weiter vorgehen? Herzlichen Dank und beste Grüße Lars

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Lars, als erstes würde ich einen Werkstattwechsel empfehlen! Die bisher angebotenen Lösungsvorschläge liegen nach meiner Meinung so weit von den Symptomen entfernt, dass ich zu wenig Kompetenz für dieses Modell unterstelle. Ursächlich für das ruckelige Startverhalten ist wahrscheinlich der Kraftstoffdruckspeicher, der neben der Benzinpumpe im Pumpenpacket neben der Hinterachse verbaut ist. Fahren Sie mit dem Auto am besten zu einer Taxiwerkstatt, die freuen sich über jeden W124, der zu ihnen kommt (diese Autos sind nämlich noch ohne Computer zu reparieren!....)

Frage von Holger Wehrmann:

Bei meinem Audi 100 2,3 E, Bj. 1988, tritt in unregelmäßigen Abständen folgendes Problem auf: erst wird die Benzinpumpe laut (sie läuft ohnehin relativ laut - jedenfalls im Vergleich zum gleichen Vorgängerfahrzeug BJ' 87), dann nimmt der Motor kein Gas mehr an. Er läuft im Leerlauf einwandfrei, der Versuch Gas zu geben führt aber unweigerlich zu Motoraussetzern. Einzige Abhilfemöglichkeit: Zündung kurz aus - dann geht es wieder, jedenfalls bis zum nächsten Mal. Das kann nach zwei Minuten oder sechs Monaten sein. Auch kann das Phänomen gleichermaßen schon nach zehn oder erst nach 1000 Kilometern Fahrt auftreten. Erhöhte Gefahr besteht nach längerer Standzeit oder bei höherer, aber durchaus noch im Normbereich liegender Motortemperatur sowie beim Fahren in höheren Drehzahl- und Belastungsbereichen - aber eben nicht immer. Es wurden bereits Zündkabel, Kerzen und Benzinpumpe erneuert; außerdem der Tank gereinigt (beim letzten Wechsel des Benzinfilters lief daraus eine tiefschwarze Brühe). Alle diese Maßnahmen schienen vorübergehend Abhilfe zu bringen. Wie bekommt man die Störung dauerhaft weg? Mehrere Werkstätten zeigten sich ratlos.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich gehe bei der Einspritzanlage von einer KE-Jetronic aus. Ursache ist wahrscheinlich eine Überfettung durch einen defekten Warmlauf- oder Kraftstoffdruckregler, die durch das Abschalten der Zündung jeweils "resettet" werden. Es gibt von Bosch aus der "roten Reihe" eine sehr hilfreiche Test- und Reparaturanleitung für diese mechanischen Einspritzsysteme, mit der man solche rätselhaften Fehler sehr schön einkreisen und diagnostizieren kann.

Frage von C. Röthlisberger:

Wir haben einen leergelaufenen Benz E300 Diesel versehentlich mit Benzin (Reservekanister vom Schwiegervater) betankt und dann minutenlang versucht, ihn anzulassen (hat schön geruckelt). Danach (selbst) den Tank leergepumpt, Leitungen, Filter etc. ausgeblasen. Filter und Tank mit Diesel gefüllt, Einspritzdüsen gelöst und georgelt bis Diesel kam. Alles wieder montiert und er läuft. Geblieben ist leider ein schnarrendes Geräusch im Standgas aus dem vorderen Teil des Motors. Verschwindet bei steigenden Drehzahlen und meldet sich beim Gasloslassen heftig zurück. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ursache könnte die Führung der Steuerkette bzw. der Steuerkettenspanner sein, die / der durch die Ruckelei und Knallerei bei den Startversuchen mit Benzin beschädigt worden sein könnte. Ich würde mal die Zylinderkopfhaube abnehmen und im Steuerkettenschacht nach dem Rechten sehen.....

Frage von Stolberger Winfried:

Habe mir einen Alfa 146 1,4 mit 90 PS, Bj. 95, gekauft, aber die Lüfter gehen nicht an. Was kann das sein und wie weit kann ich fahren, ohne dass der Lüfter geht?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie mit dem Auto im Stau stehen, können Sie den Motor nur so lange laufen lassen, bis er kocht. Das tritt immer dann auf, wenn der kühlende Fahrtwind (den der Kühlerventilator im Stau ersetzen muss....) fehlt. Ursache des Problems ist höchstwahrscheinlich ein defekter Thermoschalter im Kühler, der aber nur etwa 30 Euro kostet. Der Austausch dauert fünf Minuten....

Frage von Norbert Bund:

Ich habe einen Skoda 2.0 FSI. Beim Kaltstart ist die Drehzahl für ca. 70 Sekunden zwischen 1200 und 1400 Umdrehungen. Die Werkstatt hat mir eine neue Batterie eingebaut weil sie meinten, dass das den Fehler verursacht, was aber nicht stimmt. Wissen sie Rat? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Fragen Sie mal bei Skoda-Werkstatt, wie lange der kalte Motor im Kaltleerlaufmodus läuft und wie hoch dabei die Leerlaufdrehzahl ist. Vielleicht ist das völlig normal, damit der KAT schneller „anspringt“. Das ist vor allem dann normal, wenn ein Kaltlaufregler nachgerüstet wurde, um die Schadstoffklasse zu verbessern (ist bei den FSI-Motoren aber unwahrscheinlich, weil die ab Werk schon Euro-4 erreichten...). Eine weitere mögliche Ursache ist ein hängendes AGR (Ventil für die Abgasrückführung). Solange die Leerlaufdrehzahl nach der genannten Zeit wieder auf ein normales Niveau sinkt, würde ich die Sache zunächst als Schönheitsfehler einstufen.....