Fragen an den Autopapst im September 2011

Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette
Autopapst Andreas Kessler © AG

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler findet in der Autogazette für Sie Lösungen. Ihre Fragen aus dem September 2011.

Frage von Brigitte Beyer:

Hallo Herr Keßler, mein Smart MC01, 15.9.1999 Erstzulassung, nur ca. 38.000 Kilometer gefahren, tourt seit etwa einem Jahr bald nach dem Motorstart statt mit Leerlaufdrehzahl bzw. beim Rollen geschätzt bis ca. 2000 U/min, auch abhängig von den Außentemperaturen in unterschiedlicher Weise hoch. Ich fahre nur mit "Automatik". Im vergangenen Winter: Die ersten 100 Meter im Stadtverkehr "normal"!, beim Stehen an der ersten Ampel Auf- und Abschwellen zwischen 1000 und 1500/2000 U/min (geschätzt). Im Fahren bleibt trotz Gaswegnahme hohe Drehzahl! Fahrzeug wird nur langsamer bzw. schaltet runter, wenn man mit der Bremse der Steuerung seinen Willen deutlich macht. Bei kurzem oder zaghaftem "Bremssignal" beschleunigt er sogar selbst wieder bzw. der Schaltvorgang zum niederen Gang wird nicht abschließend vollzogen, der höhere Gang scheint wieder einzurasten. Mit konsequenten Bremssignalen, schaltet er aber herunter, im Stand (Räder stehen völlig still) tritt in der ersten (kälteren?) Betriebszeit obiges Auf-und Ab auf. Im "warmen" Betriebszustand auch konstantere hohe Drehzahl, die später sogar im Stillstand zeitweise abschwillt. Insgesamt kaum Mehrverbrauch. Autobahnfahren mit mehr Gas praktisch unproblematisch. In der wärmeren Jahreszeit: Zuerst normales Fahren wie oben, dann hohe Leerlaufdrehzahl beim Rollen, bei völligem Stillstand abtouren! Nach längerem Fahren schien sogar ganz normales Fahren möglich, d.h. Verlangsamen und Runterschalten nur mit Gaspedal. Bisherige Maßnahmen: Wir selber haben das elektrische Gaspedal ausgebaut, Leichtgängigkeit o.k., Potis gemessen und verglichen. Am Motor alle elektrischen und lufttechnischen Leitungen/Schläuche abgefühlt, Steckverbinder nachgedrückt bzw. Sichtkontrolle, ohne Effekt. Bei Hauptuntersuchung Sept./10 erfolgreicher TÜV, kein Eintrag im Fehlerspeicher; Verhalten bestätigt, konnte aber nicht geklärt werden. Februar im Smart Center Berlin (Rhinstr.) folgende Untersuchungen: Gaspedal geprüft, Leitungssatz vom MEG zu Gaspedal geprüft, neuer E-Gassteller eingebaut und wieder zurückgebaut, Ventil Teillastleitung geprüft, Sichtprüfung Unterdruckleitungen - alles i.O. bzw. ohne Verbesserung. Zwei kleine Dichtungen (E-Gassteller und Luftleitung) dabei erneuert. Untersuchungen abgebrochen mangels Ideen bzw. wegen zu stark wachsenden Aufwandes (Kosten). Keine weiteren Hinweise der Experten. Da wir für die kältere Jahreszeit wieder mit den verstärkten Erscheinungen rechnen müssen, aber auch jetzt die "unkonstante" Fahrweise im Stadtverkehr ziemlich unangenehm ist, wären wir dankbar für einen Hinweis aus Ihrer Sicht. Was können wir machen, möglichst mit vertretbarem Aufwand für meinen zwar älteren, aber sehr gut erhaltenen Smart. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, Brigitte Beyer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Beyer, der Motor der ersten Smarts ist wirklich eine Krankheit! Keine wirkliche Fehlkonstruktion, aber die Bauart und die Art und Weise des Einbaus lässt wirklich an jeder Ecke die Kostensenker spüren.... Das hilft Ihnen jetzt nicht mehr, Ursache für den „Schluckauf“ ist höchstwahrscheinlich die Kurbelgehäuseentlüftung. Das Smart-Center sollte das eigentlich wissen, repariert sich aber lieber (teuer) vorwärts. Da diese Ferndiagnose natürlich mit Unsicherheiten behaftet ist, rate ich Ihnen zum Besuch eines freien Smart-Spezialisten (z. B. Die Sternwarte in Weißensee). Es gibt Nachrüstkits, die bestimmte Schwachstellen eliminieren. Warten Sie nicht zu lange, weil diese Schwachstellen zu echten Motorschäden werden können ....

Frage von Wolfgang Dannies:

Ich fahre einen Ford Fiesta 1,6 Ti-VCT, 88 kW, Benziner, Baujahr 2008. Nach dem Anfahren fängt er nach ca. 200 m beim Beschleunigen an zu stottern und nimmt kein Gas mehr an. Mit Runterschalten und vorsichtigem Gas geben kommt er dann wieder in Fahrt. An was kann das liegen? Dannies

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Dannies, das kann alles Mögliche sein! In Frage kommt der Motortemperaturfühler, der Ansaugtemperaturfühler, das Abgasregelventil, des elektronische Gaspedal und noch einiges mehr. Ohne einen Besuch beim Fordhändler und dessen Diagnosecomputer werden Sie nicht weiter kommen.....

Frage von Klaus Schlippes:

Werter Herr Keller, ich fahre einen Skoda Superb 1,4l TSI, Baujahr 12/2008, Schaltgetriebe, km- Stand 40.000. Seit einiger Zeit habe ich mit folgenden Phänomen zu kämpfen: Ich fahre in der Regel spritsparend im ersten Gang los und schalte dann in den dritten Gang. Dabei muss ich immer öfter feststellen, dass beim stärkeren Gasgeben im dritten Gang plötzlich man den Eindruck hat, dass die Kupplung getreten wird und die Drehzahl hoch geht. Wenn man dann wieder Gas wegnimmt und langsam Gas gibt passiert das nicht. Dieses Problem tritt nicht regelmäßig auf, sondern sporadisch. Wenn es dann auftritt, bleibt es bestehen und wirkt dann auch im vierten Gang, dass beim stärkeren Beschleunigen die Kupplung trennt und die Drehzahl hochgeht. Dieses Kupplungsproblem tritt auch bei ausgeschalteten ESP und Tempomat auf. Zu diesem Problem gehört auch, dass der Tempomat beim Fahren im sechsten Gang auf der Autobahn (über 100 km/h) nach einem verkehrsbedingten Abbremsen beim Wiedereinschalten die Geschwindigkeit diese nicht wieder erreicht, sondern bei ca. 80 km/h sich ausschaltet. Vielleicht haben sie eine Idee, was dafür die Ursache ist. Mit freundlichen Grüßen Klaus Schlippes

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schlippes, die von Ihnen beschriebenen Probleme haben wahrscheinlich nichts miteinander zu tun. Auszuschließen ist das aber nicht, weshalb ich Ihnen rate, zunächst das „Durchrutschen“ kurieren zu lassen. Ich nehme an, dass es sich hier um einen Defekt des 2-Massen-Schwungrades handelt. Das müsste meiner Meinung nach mit Hilfe eines Kulanzantrages zum Teil durch den Hersteller bezahlt werden. Voraussetzung ist natürlich ein perfekt geführtes (durch einen Skoda-Händler voll gestempeltes...) Servicescheckheft. Wenn das neue 2-Massenschwungrad eingebaut ist, sollten Sie den Tempomaten testen; wenn er immer noch „spinnt“, hilft vielleicht ein Update am Skoda-Tester.....

Frage von Klaus:

Hallo Herr Keßler, seit 12-2008 fahre ich einen Golf 5 mit 80 PS. Motornummer beginnend mit BUD. 03-2010 wurde das erste Einspritzventil und jetzt die restlichen drei Ventile gewechselt, Kosten 850 €. Die Reparaturen wurden bei der Fa. Golbeck Berlin ausgeführt, sie hat die Lizenz für VW und Audi zu, ist aber keine reine VW-Werkstatt. Volkswagen lehnt deswegen eine Kulanz ab. Gibt es eine Möglichkeit VW zu einem Preisnachlass zu bewegen? MfG K. Serbe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Klaus, nach der Bezahlung der Rechnung ist das fast aussichtslos! Voraussetzung für Kulanzleistungen des Herstellers ist ein makellos geführtes Kundendienstscheckheft. Jede der vorgeschriebenen Inspektionen muss von einem VW-Vertragshändler oder einem VW-Servicepartner durch einen Firmenstempel dokumentiert sein. Wenn das der Fall ist und trotzdem ein ungewöhnlicher bzw. zu früh auftretender Schaden zu beklagen ist, hat man auch gute Karten. Ob die von Ihnen erwähnte „Lizenz“ einem VW-Servicevertrag entspricht, kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich muss der jeweilige Händler / Servicepartner vor der Reparatur einen Kulanzantrag stellen. Wenn erst einmal repariert und bezahlt worden ist, interessiert sich niemand (außer Ihnen....) mehr für Kulanz.

Frage von Karl Ernst Röller:

Bei unserem Mazda 323 BJ leuchten die Anzeigen für ABS und ESP auf. Meine Frau war damit nicht in einer Mazda-Werkstatt. Der Mann dort hat den Wagen gefahren und siehe da, die Warnleuchten waren und blieben aus. Seine Erklärung: das ist bei der Elektronik so; die spinnt schon mal. Meine Frau ist beruhigt nach Hause gefahren und siehe da, die Warnleuchten waren aus, gingen aber nach rund 10 Minuten wieder an. Seitdem leuchten sie wieder dauernd. Gibt es da etwas, was man selber überprüfen kann oder muss man gleich in eine Mazda-Werkstatt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde mal den Batteriezustand überprüfen! Wenn der Akku schon etwas schwächelt, kann das (Unterspannung!) schon zum Ausfall von ABS / ESP führen. Das Problem wäre dann durch eine neue Batterie bzw. auch eine neue Lichtmaschine gelöst. Elektrik-Probleme löst in der Regel ein Autoelektriker (also z. B. Ein Bosch-Dienst).




Frage von Andreas:

Hallo Herr Kessler, ich möchte/muss (aus finanziellen Gründen) mir einen Hyundai Accent Diesel kaufen. Ist dieses Auto (Baujahr 2002, 185.000 km) grundsätzlich empfehlenswert oder sollte man die Finger davon lassen? Herzliche Grüße A. Mehlstäubl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vergessen Sie das Auto! Der Diesel ist schadstoffstark und leistungsarm und gerade für Leute mit kleinem Geldbeutel zu teuer: Die schlechte Schadstoffklasse treibt die Kfz-Steuer und eine grüne Plakette für Umweltzonen bekommt dieser Motor nie. Also: Finger weg!

Ulrich Wagner fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Opel Astra F Caravan, Bj.1993, geht seit einigen Monaten alle paar Wochen manchmal plötzlich aus und springt, solange er noch warm ist, nur schwer oder gar nicht wieder an. Das passiert aber immer nur nach Stopps, bei denen der Motor einige Minuten ausgeschaltet war. Seit zwei Wochen habe ich diese Probleme fast ständig. Ich habe jetzt mal bei Stopps einfach den Motor immer angelassen und es gab kein Problem. Der Meister von einer sehr fairen KFZ-Werkstatt meinte, er könne den Fehler nur genau orten, wenn er dann mal wirklich in dem Moment auftritt, was ja bis vor kurzem nur alle Wochen mal geschah. Es wurde bereits gewechselt: Verteilerklappe, Steuerfinger, Zündkerzen, -Kabel, -Spule & Verteiler. Weiterhin, auf Anraten eines Opel-Mechanikers, die Benzinpumpe., alles ohne Erfolg. Ich, als Nichtfachmann, habe auch diverse Foren durchsucht und bin auf Begriffe wie Kurbelwellensensor, Benzinpumpenrelais oder Hallgeber gestoßen. Aber ich möchte nicht die ganzen Teile auf blauen Dunst wechseln. Wenn Sie mir einen Tipp geben könnten wäre das ganz toll. Ich brauche das Auto ständig aus beruflichen Gründen und ständig damit rechnen zu müssen, dass es aus geht stresst auf Dauer sehr. Im Voraus vielen Dank. Viele Grüße. Uli Wagner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Uli, der Hallgeber sitzt dem diesem Baujahr noch im Verteiler, der ist es wahrscheinlich nicht (wenn der Verteiler schon getauscht wurde...). Ein Benzinpumpenrelais gibt es gebraucht auf dem Schrott für ein paar Euro, das wäre einen Versuch wert. Ich würde nach Ihrer Schilderung auch einen Versuch mit dem Zünd-Anlass-Schloss machen! Nach 18 Jahren sind die innenliegenden Kontakte vielleicht verbrannt und lassen den Stromfluss bei Erwärmung nicht mehr zu. Das Teil kostet neu nur ein paar Euro, der Einbau ist aber fummlig und darum teuer....

Herr Grube fragt:

Hallo, haben seit dem 28.08.11 einen Mazda 323 C, Baujahr 1997. Am Morgen ist er ohne Probleme angesprungen, wir rückten ihn auf den Hof. Als wir ihn am Abend wieder anlassen wollten, da zog der Anlasser zwar durch, aber das Fahrzeug sprang nicht an. Es waren die üblichen Kontrollleuchten (Öl, Airbag, Park) da und zwischendurch kam mal eine orangefarbene Leuchte in Form eines Autos mit einem Schlüssel drin. Keine Ahnung, was das für eine Bedeutung hat. Leider ist auch kein Handbuch mehr da, wo man evtl. mal nachlesen könnte. Was könnte das Problem sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Leider alles möglich! Ein versagendes Relais für die Kraftstoffpumpe. Die Kraftstoffpumpe selbst. Ein Sensor am Motor (OT-Geber). Die Zündspule. Das Steuergerät. Das Zündschloss..... Ohne einen Werkstatt-Profi ist da kaum etwas zu machen....

Frage von Frank Staeter:

Ich habe eine Honda CB 750 RC 42 mit folgendem Problem. Ich fahre zum Tanken, will nach fünf Minuten wieder starten, aber das Motorrad springt nicht mehr an. Vorher nie Probleme gehabt. Am Tag darauf kontrolliere ich den Zündfunken - starte, sofort da, als wenn nichts gewesen wäre. Wir haben schon den Pikup gewechselt, ohne Erfolg. Haben sie vielleicht eine Idee, was das für ein Problem ist. Gruss Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Frank, ich tippe auf eine oder mehrere Schwimmernadelventile, die entweder klemmen oder undicht sind. Wenn sie undicht sind, läuft die Schwimmerkammer über und Kraftstoff in den Ansaugkanal. Der Brennraum ist dann völlig mit Benzin überschwemmt und es kann sich kein zündfähiges Gemisch bilden. Am nächsten Morgen ist wieder alles verdunstet und der Motor läuft. Während des Betriebes wird ständig Kraftstoff verbraucht bzw. treten Vibrationen auf, die das Klemmen der Ventile verhindern. Ich würde bei Startproblemen den Anlasser bei Vollgas und Killschalter auf „out“ orgeln lassen. Nach einigen Sekunden den Killschalter wieder auf „on“ und der Bock springt an! Jede Wette....

Frage von Manfred Bauer:

Sehr geehrter Herr Keßler, bei meinem Skoda Octavia II, im März 2010 neu gekauft, klappert - wenn Fahrer und/oder Beifahrer angegurtet sind das Gurtschloss bei Fahrbahnunebenheiten usw. Ist sehr störend! Kann man mit einer einfachen Sache dieses Geräusch abstellen? Danke für Ihre baldige Rückantwort, über die ich mich sehr freuen werde. Mit freundlichem Gruß Manfred Bauer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Bauer, Sie sind nicht der einzige mit diesem Problem: Fast die ganze VW-Markenwelt klagt ab und an über diese Klappereien. Manche nervt es, manche stört es kaum. Ursache sind ungünstige Toleranzen im Gurtschloss, die zu Vibrationen der Innereien führen. Da Ihr Octavia aber noch keine zwei Jahre alt ist, würde ich den Händler bitten, das Problem für Sie zu lösen. Vielleicht hilft ein Satz neuer Gurtschlösser weiter....

Frage von A. Ereth:

Hallo, mein Opel Astra G CC 1.8 16V hört sich an wie ein Traktor, zieht nicht mehr, ruckelt und geht aus. Es wurden die Zündspule, der Krümmer, die Zündkerzen, die Einspritzdüsen erneuert, Kompression gemessen - da ist alles in Ordnung. Beim Fehlerauslesen zeigt er immer dritte oder zweite Einspritzdüse an, diese sind aber schon neu. Können Sie mir sagen woran das liegen könnte (Opel und meine Werkstatt wissen nicht mehr weiter). Vielen Dank A. Ereth

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Ereth, ist vielleicht in der letzten Zeit mal der Zahnriemen gewechselt worden? Oder ist eine Spannrolle des Zahnriemens defekt und der Riemen hat einen oder mehrere Zähne "übergesprungen"? Dann dürften falsche Steuerzeiten zu dem Problem führen. Die daraus resultierenden Zündaussetzer interpretiert die Elektronik als defekte Einspritzdüsen.

Frage von Siegfried Winkler:

Ich fahre einen Ford Galaxy Diesel, Baujahr 2000. TÜV bis 8/2013. Ein neuer Auspuff ist fällig und die Kupplung ist recht "weich". Ab Januar brauche ich eine grüne Schadstoffplakette. Lohnt sich eine Nachrüstung mit einem Rußfilter noch?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Siegfried, das hängt vom Zustand des Galaxy ab! Du könntest das Auto jetzt noch zwei Jahre fahren (bis der TÜV abläuft...) und dann wieder verkaufen. Ohne Rußpartikelfilter ist der Wagen (selbst mit frischem TÜV) nur mit einem ordentlichen Abschlag verkäuflich. Der Filter kostet etwa 700 Euro zuzüglich Einbau. Dieselbe Summe kommt für die Kupplung dazu. Ob 1500 Euro in den Wagen sinnvoll investiert sind, kann ich von hier aus nicht sagen. Wenn das Auto gepflegt ist und unter 200.000 km gelaufen ist, würde ich das machen.....

Frage von Maik Haase:

Hallo! Ich habe einen Citroen ZX Advance, 75 PS! Seit neuestem ist mir aufgefallen (weiß nicht ob es schon immer war), dass er beim Bergauffahren oder unter starker Belastung des Motors leise rasselt! Was kann das sein und wie dringlich wäre so etwas?? Würde mich über eine Antwort freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich Motorklingeln, womit Glühzündungen bezeichnet werden. Eigentlich ist das bei der Klopffestigkeit der heutigen Kraftstoffe gar nicht mehr möglich; es könnte allerdings an einem Defekt des Klopfsensors bzw. seiner Verkabelung liegen. Ein neuer Klopfsensor kostet im Zubehör etwa 35 Euro. Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Nickel fragt:

Fahre einen Audi 100, 2.8E B4. Habe bei meinem Auto ein Sony-Radio eingebaut. Funktioniert so weit eigentlich gut, wenn ich jedoch über 80 km/h fahre (Drehzal egal), stellt sich das Radio enfach ab, als ob ich die Zündung ausgeschaltet hätte. Wenn ich dann wieder unter 60 km/h komme, schaltet es wieder ein. An was kann das liegen????

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Spontan denke ich hier an das Tachosignal als Ursache. Ich würde den Geber am Getriebe mal abziehen und eine Testfahrt mit dem Navi-Tacho machen. Wenn das Radio dann an bleibt, ist das Tachosignal die Ursache (warum auch immer...). Abhilfe schafft dann sicher die Neuverkablung des Radios (an einem Extra-Strompfad mit „+“.

Frage von Mario Heiss:

Hallo Autopapst, ich habe folgendes Problem mit meinem Ford Mondeo ST220 BWY, Baujahr 2003, umgerüstet seit 3 Jahren auf LPG (fährt aktuell nur auf Benzin). Motor läuft im Stand absolut ruhig, keine Vibrationen oder Drehzahlschwankungen. Beim Beschleunigen des Wagens fehlt ihm die Leistung, der Motorsound ist kerniger, brummiger geworden. Kompression ist OK, Zündkerzen und Zündkabel getauscht, alle Schläuche kontrolliert, vorderer Abgaskrümmer demontiert, Kat sah wohl gut aus, hinterer Abgaskrümmer vom Flexrohr her reingeschaut, keine Bröckchen gefunden, wahrscheinlich OK? Kein Sägen, keine Zündaussetzer. Kann es sein das der KAT nicht geschmolzen sondern die Waben verstopft sind?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein, das glaube ich nicht! Wenn der Kat verstopft wäre, würde der Motor nach kurzer Zeit „ersticken“, weil das Abgas nicht mehr abgeführt werden kann. Wenn die Eckdaten des Motors im Benzinbetrieb alle o.k. Sind, bleibt eigentlich nur noch die Motorsteuerung als Ursache übrig. Ich würde das Auto mal bei Ford an den Tester hängen und eine Fehlerdiagnose machen lassen. Vielleicht hat sich das Steuergerät auf die LPG-Werte adaptiert und kommt jetzt mit Benzin nur noch schlecht klar? Bei LPG-Autos sind Störungen nur sehr schlecht abschätzbar, weil es immer 2 Parameter-Stränge gibt, die beachtet werden müssen. Leider interferieren die auch noch miteinander.... Eine Ferndiagnose ist mir hier nicht möglich!

Frage von Peter:

Hallo, beim Volvo V40 1,8l meiner Frau, BJ 98, 175.000 km, sind seit einiger Zeit Mahlgeräusche wie vom Radlager vorhanden, nach dem schrittweisen Wechsel aller Radlager besteht das Problem immer noch. Quelle akustisch vorn links auch bei normaler Geradeausfahrt , ein- oder ausgekuppelt egal. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, ich würde in einer Werkstatt einen Wechsel des Getriebeöls in Auftrag geben. Wenn noch etwas aus der Ablauföffnung heraus läuft, sollte das durch ein Sieb fließen. Wenn sich anschließend im Sieb Metallspäne finden, war entweder zu wenig Öl im Getriebe, der Verschleiß zu weit fortgeschritten oder ein „Hacker“ am Schalthebel zugange, dem die Funktion der Kupplung nicht klar war. In seltenen Fällen reicht es, den Getriebeölstand zu korrigieren (hatte ich mal vor vielen Jahren im Getriebe eines Renault 4. Ist aber nicht vergleichbar....), in allen anderen kann man sich schon mal auf die Suche nach einem Gebrauchtteil machen. Ach ja: Die Ursache des Geräusches sind unter den oben genannten Voraussetzungen wahrscheinlich die Lager des Achsantriebes (der mit dem Getriebe in einem Gehäuse sitzt....).

Frage von Constanze von Wallenberg:

Sehr geehrter Autopapst, ich habe ein Problem mit meinem Golf I Cabrio, Bj. 1991, 98 PS, 2 H-Motor. Das Fahrzeug läuft wunderbar, stellt man es ab, kann es man erst wieder starten, nachdem der Motor ein wenig abgekühlt ist. Bei voller Betriebstemperatur wird der Motor "abgewürgt" und er nimmt nicht das Gas an, sprich beim Treten aufs Gaspedal passiert gar nichts. Ich hatte mich mit diesem Problem abgefunden, aber neuerdings geht der Motor bei 15 Prozent Steigung (bergab) aus, aber nicht beim Bergauffahren. Es wurde beim ersten Mechaniker bereits folgendes gemacht: 1. Erneuerung des Temperatur-Sensors. (Als der Temperatur-Sensor abgesteckt wurde, sprang der Motor plötzlich auch bei voller Betriebstemperatur an). Allerdings hat die Erneuerung dieses Sensors das Problem nicht gelöst, wie sich später herausgestellt hat. 2. Austausch des Kraftstofffilters. 3. Austausch des Verteilerläufers. Dann war ich bei einem zweiten Mechaniker, der den Motor durchgemessen hat. Nach zwei Stunden hieß es: Wir haben die Lambdasonde abgeklemmt und müssen nochmals messen, um festzustellen, ob es die Lambdasonde oder das Motorsteuergerät ist. Mit abgeklemmter Lambdasonde trat das Problem, dass der Motor beim Neustart in voller Betriebstemperatur abgewürgt wird, nicht auf. Berganfahren habe ich nicht geprüft. Ich habe daraufhin einige Werkstätten angerufen, die Motorsteuergeräte reparieren. Ein Mechaniker sagte, das Ausgehen des Motors beim Bergabfahren passe nicht zu einer fehlerhaften Lambdasonde. Ich habe irgendwo im Netz gelesen, dass die 2H Motoren von VW gerne mal dieses Problem haben. Bitte sagen Sie mir doch Ihre Meinung. Herzlichen Dank im Voraus und ebensolche Grüße v. Wallenberg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Constanze, die Werkstätten waren schon gar nicht schlecht.... Temperaturfühler und Lambdasonde sind es oft und passen auch zu Ihrem Problem. Das Ausgehen beim Bergabfahren dürfte am Drosselklappenschalter liegen, der für die Schubabschaltung zuständig ist. Ich empfehle Ihnen folgendes: Fahren Sie zu einem Bosch-Dienst, lassen Sie dort den Drosselklappenschalter und die Lambdasonde prüfen und ggf. erneuern. Flankierend sollte das Drosselklappengehäuse sorgfältig gereinigt werden. Wenn das alles passiert ist, soll der Mann vom Bosch-Dienst eine Grundeinstellung machen, und zwar nach seinen eigenen Erfahrungen (dazu muss er natürlich die Digifant-Einspritzung von VW kennen....). Die Herstellerangaben passen bei den alten Autos inzwischen nicht mehr immer. Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Rainer Schilp:

Hallo, ich habe einen Mercedes W210 E200, Bj.1997, 136 PS. Es wurden getauscht die Teile LMM, Nockenwellenversteller, Zündspulen, Kerzen, Lambdasonde und Motorventil. Trotzdem habe ich ein sogenanntes Motorsägen. Das heißt, im unteren Drehzahlbereich im Stand habe ich merkliche Drehzahlschwankung. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eigentlich hast Du alles schon getauscht, was ich als Ferndiagnose empfohlen hätte. Ist die Drosselklappe schon mal gereinigt worden bzw. probeweise durch eine andere ersetzt worden? Und hast Du mal ein "Re-Set" gemacht? (Batterie mal eine halbe Stunde abklemmen, dann wieder anklemmen und die Zündung 2 Min. auf "an"....) Das hilft in diesen Fällen auch oft. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Daniel:

Hallo, bin am Verzweifeln wegen meines VW Bora, EZ 1998, 1.6 L. Es poltert, wenn ich über Kopfsteinpflaster oder Unebenheiten fahre an der Vorderachse. Folgendes habe ich bisher dagegen unternommen: Querlenker gewechselt, Koppelstangen gewechselt, Stabigummis gewechselt und die Auspuffanlage nach Festigkeit geprüft! Könnte es der Stabilisator an sich sein (Stabistange)? Mfg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Daniel, Klappergeräusche sind mir am liebsten... Ohne die selbst zu hören, ist die Diagnose so ähnlich wie das herumstochern im Nebel.... Was meistens nicht geprüft wird, sind die Bremsbeläge in den Schächten. Wenn es mal wieder klappert, würde ich mal ganz leicht bremsen. Wenn es dann still ist, sind es die Spreitzfedern. Das war früher beim Golf 3 mal sehr häufig; die 4er hatten es eigentlich nicht mehr. Aber man weiß ja nie...

Frage von Jeannine Langer:

Hallo lieber Autopapst, ich fahre einen Passat 3B, Bj. 1999, mit 150 PS. Neuerdings ruckelt der beim Anfahren (nach Kaltstart), auch gerne mal nach dem Schalten in den 2. oder 3. Gang, aber eben nur wenn er kalt ist. Heute morgen (Nieselwetter) war es ganz schlimm. Es ist als ob er sich "verschluckt" und kurzzeitig habe ich einen extremen Leistungsverlust. Das Auto "springt" dann mehr als es fährt. Das passiert nur einmal und dann läuft er wieder. Falls wichtig: nachts steht er in einer Tiefgarage. Die Kerzen sind neu (vor knapp 10.000 km erneuert), die können es also meiner Meinung nach nicht sein. Das Problem lässt sich leider nicht auf eine bestimmte Drehzahl oder Gang beschränken und besteht auch nicht jedes Mal. Wie gesagt vorrangig im kalten Zustand und in den niederen Gängen und es fühlt sich an als ob er nur auf "3 Töpfen" fährt. Danach, also wenn er warm ist, läuft er rund. Ich hatte es aber auch schon einmal beim Überholen auf der Landstraße bei ca. 70-80 km/h, dass er kurz im 4. Gang geruckelt hat (wieder dieses "Verschlucken"), dann war das Problem aber schon wieder verschwunden und er beschleunigte völlig normal und ohne Schwierigkeiten. Auch dann im 5. Gang gab es keine Probleme. Haben Sie eine Idee was das genau sein kann? Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Viele Grüße Jeannine Langer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei der in diesem Sommer vorherrschenden "monsunalen" Wetterlage würde ich ganz dringend auf die Kerzenstecker und die Zündkabel tippen! Durch hohe Luftfeuchtigkeit und plötzliche Luftfeuchtigkeitswechsel (aus der Garage in die feuchte Luft fahren...) bildet sich Tau, der dringt in die porösen Zündkabel /-stecker und sorgt dort für ein nettes Feuerwerk aus Spannungsüberschlägen. Die Zündspannung kommt dabei überall hin, aber nicht zu den Zündkerzen. Der Rest ist sicher leicht vorstellbar, oder?

Frage von Sylvia Hauke:

Bei meinem Opel Corsa C, Baujahr 02/2001, Kilometerstand 90.405 leuchtet die rote Lampe (Auto mit Maulschlüssel). Die Werkstatt kann keinen Fehler finden, das Auto ist schon während der Fahrt stehengeblieben, aber gleich wieder angesprungen. Was können wir tun und wo könnte der Fehler sein? Vielen Dank, Ihre Hinweise, Tipps und Ratschläge sind sehr hilfreich.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Werkstatt den Fehlerspeicher ausgelesen hat und keinen Fehler finden konnte, haben Sie ein Problem! Wenn die rote Kontroll-Leuchte an ist, müsste eigentlich ein Fehler gespeichert sein. Vielleicht fährt ein Kundendienstmitarbeiter mit dem Diagnosegerät mal eine Runde mit und lässt den Stecker während der Fahrt in der Diagnosesteckdose. Ohne den Inhalt des Fehlerspeichers kommt man diesem Problem (so wie Sie es beschrieben haben...) leider nicht auf die Spur.